Yoricks Nachtgedanken bei Tage

  • Heute vor nun schon einhundert Jahren starben Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch Soldaten der Reichswehr und noch immer kann man nicht sagen, wie man unabhängig von allgemein ethischen Erwägungen nicht zu morden dieses Ereignis bewerten soll. Was wäre aus dem Spartakusaufstand geworden ohne die Liquidierung seiner Führer, welchen Weg hätte Deutschland genommen, wäre er siegreich verlaufen? Ich weiß nur eines: Hätten sich die Spartakisten wirklich ein Vorbild genommen an den Bolschewiki, so würde man erst einmal die kaiserliche Familie der Hohenzollern bis ins letzte Glied hinein füsiliert, die komplette OHL an die Wand gestellt und auch ein paar zehntausend Menschen der gesellschaftlichen Elite aus Politik und Gesellschaft physisch liquidiert haben; die etwa 400000 Mitglieder der rund 120 namentlich nachweisbaren Freikorps hätte man vor die Wahl gestellt, zu den Rotgardisten zu stoßen oder zu sterben. Alles in allem hätte man mit einer halben Million Toten diese Revolution siegreich gestalten können; in Russland waren es ja über zehn Millionen. Aber man hat das nicht getan und man hat das meines Wissens auch auf breiter Basis nicht gewollt. Schon deshalb gedenke ich immer am 15. Januar auch dieser beiden Toten.

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • Wieso versteht man unter einem Dreier etwas Verruchtes und bei einem Fünfer strahlen alle?

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • Als ich meiner Guten heute Morgen sagte, ich wäre gern ZEN-Meister; meinte sie, ohne von ihrer Zeitung aufzuschauen; ich sei doch schon ZEN-tnermeister ...

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • Aus der Rubrik Besser kann man es ohnehin nicht mehr denken und formulieren:


    Wilhelm Reich:

    Zitat

    In seiner reinen Form ist der Faschismus nur der politisch organische Ausdruck der durchschnittlichen menschlichen Charakterstruktur.


    Vom Orgon mal abgesehen war Reich ein fruchtbarer Denker und die Linke täte gut daran, ihn ernstzunehmen.

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • Mein Großvater mütterlicherseits, eigentlich der zweite Mann meiner Oma und daher nicht blutsverwandt mit mir, war im 2. Weltkrieg wie in seinem zivilen Leben Eisenbahner und so gegen seinen Willen Lokführer beim Ostfeldzug. Er überlebte, geriet aber für viele Jahre in russische Kriegsgefangenschaft und hat nach seiner Heimkehr wie viele seiner Leidensgenossen so gut wie nichts erzählt. Außer – und das oft und mit großer Emphase – darüber, wie sie in Sibirien hatten frieren und hungern müssen. Vor allem der ständige Hunger, der ihn zwang Leder oder Kadaver zu fressen, hat sich ihm lebenslang eingeprägt; so dass er zurück im Alltag der DDR zum regelrechten Fresser und leidenschaftlichen Ideologen guter und reichhaltiger Mahlzeiten wurde. Am Liebsten mochte er es einfach und deftig und beides reichlich; über einen ganzen Laib Brot mit Speck und Senf drauf konnte er nicht nur stundenlang erzählen und schwärmen; er fraß ihn auch zur Gänze auf, trank dazu unzählige Pils, schob einen Verdauungsschnaps hinterher und rauchte danach eine fette Zigarre. Bei jedem Abendbrot schmierte er sich nach dem eigentlichen Essen bei Tisch einen gewaltigen Teller mit Broten, dick mit Butter bestrichen und daumenhoch mit Wurst oder Käse belegt, und stellte ihn auf seinen Nachttisch bereit: Wenn er nachts aufwachte und das tat er regelmäßig, langte er fleißig zu und morgens war nicht ein einziger Krümel mehr übrig. Bis zu seinem Tode in hohem Alter blieb er dennoch schlank, muskulös und drahtig; was mir bis heute unbegreiflich ist; denn er führte nach meinen späteren Berechnungen jeden Tag so um die 5000 Kilokalorien zu sich.


    In meiner Oma, einer sehr klugen, starken und robusten Frau, hatte er in dieser Passion eine treue Gefährtin: Auf der Flucht vor der Roten Armee westwärts hat sie ihre eigenen sehr persönlichen Erfahrungen mit der russischen Soldateska gemacht und wie viele ihrer tausenden Geschlechts- und Schicksalsgenossinnen hat sie später nie ein Wort darüber verloren. Aber sie schien sich wappnen zu wollen gegen weitere Zumutungen der Wirklichkeit und arbeitete und fraß sich einen dicken Panzer aus Knochen, Muskeln, Fleisch und Fett an; so dass ich sie als kleiner Junge nicht einmal bis zur Hälfte umfassen konnte und ihre Ohrfeigen hatten es in sich, da flog man schon mal durch die Küche. In letzterer hielt sie sich am Liebsten auf, denn sie kochte für ihr Leben gern und noch viel lieber aß sie ihr Gekochtes. Ich wiederum teilte ihre Leidenschaft fürs Essen bald und wurde so zum besten Freund auch meines Opas. Die gemeinsamen Mahlzeiten ähnelten eher Wettkämpfen und Rekordversuchen als vernünftigen kleinbürgerlichen Essenseinnahmen; bei meinem Vater und seinen bäuerlichen Vorfahren daheim aß man auch gut, aber doch auch klar bemessen und protestantisch beflissener. Hier aber applaudierte man dem 10- oder 12-Jährigen, wenn er noch eine Kartoffel schaffte und noch ein Stück Fleisch und noch einen Berg Gemüse. Fünf Klöße und fünf Rouladen waren für mich bald keine große Schwierigkeit mehr und so sollte meine andere Oma Recht behalten, die immer warnte, Esser würden nicht geboren, sondern erzogen.

    So erwuchs aus den beiden ernsten Tragödien des Krieges und der Nachkriegszeit die eigentlich eher komische des feisten Wohlstandsknaben, der so verzogen als Liebhaber süffiger Biere, schwerer Mahlzeiten und starken Tabaks den täglichen Kampf gegen die Pfunde zu führen verdammt ist.

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • Wer ist eigentlich schlimmer: Der SS-Mann, der Juden in die Gaskammer schickt oder der NKWD-Mann, der im sibirischen Lager die Menschen erfrieren, verhungern, an Krankheiten sterben oder sich zu Tode schuften lässt? Ein Zyniker würde sagen, schneller und humaner wäre der Deutsche; ein Humanist mit Herz und Verstand macht hier keinen Unterschied zwischen beiden Verbrechern. Warum also werden die einen Verbrechen permanent thematisiert und die anderen nicht? Weil die einen Ideologen aus im Grunde guten Gründen handelten, ihre Idee "richtiger" war?! Ich denke mir schreibend das hier nicht aus; es gibt tatsächlich eine Unmenge Menschen, die so denkt. Wer bitte ist also zynisch?

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • Unsere Gesellschaft wird nicht nur untergehen, weil sie nicht im Stande ist; die wichtigen Probleme der Zeit anzugehen und zu lösen, sondern weil sie nicht einmal in der Lage ist, diese zu formulieren und im sachlichen gesellschaftlichen Diskurs zu diskutieren. Wir reden immer vom Ende der Tabus, dabei hat es nie mehr Tabus gegeben als in unserer angeblich so modernen und aufgeklärten Gesellschaft; man könnte im Grunde von einem neuen Mittealter sprechen, wenn das nicht eine Beleidigung für die Zeit zwischen Spätantike und Renaissance wäre.


    Ich möchte in diesem Zusammenhang das Thema Abtreibung ansprechen, wohl wissend, dass dieses Minenfeld jeden zerreißen und verstümmeln würde, der sich tatsächlich öffentlich damit auseinanderzusetzen versuchte. Dieses Thema ist aus so vielen Gründen unglaublich wichtig, dass es eigentlich verwundern müsste; dass hier nicht schon lange ein Dialog stattfindet. Woran das liegt, muss ich niemandem erzählen; der radikale Feminismus hat hier längst den Deckel drauf geschraubt und erlaubt keinerlei Diskussion: Der Bauch gehört der Frau und potenziellen Mutter und nur sie dürfe entscheiden, ob sie ein Kind haben wolle oder nicht!


    In der Bundesrepublik werden pro Jahr 100 000 Kinder abgetrieben, in 95 Prozent der Fälle handelt es sich weder um solche, in denen Mutter oder Kind gesundheitliche Beeinträchtigungen zu gewärtigen hätten oder soziale Härtefälle wie Vergewaltigungen zu konstatieren wären. Mit anderen Worten werden 95 000 gesunde Kinder von gesunden Frauen weggemacht: In einem Land, dass sich biologisch schon lange nicht mehr ausreichend reproduziert, um eine gesunde Altersstruktur der Gesellschaft zu erhalten, scheint mir das ein Vorgehen, das geradezu selbstmörderisch anmuten muss. Und damit kommen wir zu den vielfältigen ethischen, ja philosophischen Problemen, die der ganze Sachverhalt aufwirft.


    Beginnen wir mit dem Einfachsten: Wieso hat der Mann, ohne dessen Sperma auch kein Kind im Bauch der Mutter heranwüchse, keinerlei Mitspracherecht in dieser essentiellen Frage von Leben und Tod? Ganz im Gegenteil zur feministischen Propaganda vom nur seinen Spaß haben wollenden Mann nämlich gibt es viele werdende Väter, die tatsächlich auch welche werden und sein wollen. Aber die Entscheidung obliegt ausschließlich der Mutter, zu verstehen ist das nicht.


    Und wie ist das mit dem Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft? Wie sehen hier wechselseitige Rechte und Pflichten aus? Dieses Verhältnis sollte ausgewogen sein, ein Geben und Nehmen: Gerade unsere Gesellschaft bietet eine ganze Menge an Wohlstand, Sicherheit und Freiheit; aber sie braucht um zu überleben wie jede menschliche Gemeinschaft eine Reproduktionsrate, Nachwuchs. Dieser berechtigten Forderung kann man sich nicht einfach entziehen mit dem Verweis auf die Freiheit des Individuums. In einer Zeit, in der man auf hunderte Arten verhüten kann; muss man schon sehr dämlich, sturzbetrunken oder geil wie Nachbars Lumpi sein; um ungewollt in eine Schwangerschaft zu geraten. Es ist tatsächlich so, dass viele junge und nun auch schon ältere Frauen sich gegen ein Kind entscheiden, weil es gerade nicht in die persönliche Lebensplanung passt, weil es stört bei Selbstverwirklichung und ungetrübtem Lebensgenuss. Abtreibung wird hier zum Abfallprodukt eines Lifestyles, der die eigenen Befindlichkeiten höher bewertet als die der Gesellschaft und des im Bauch heranwachsenden Kindes.


    Und damit sind wir beim wichtigsten Punkt: Ist eine Abtreibung Mord oder zumindest eine Tötung? Die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen geben auf diese Frage ganz unterschiedliche Antworten. Ich persönlich halte spitzfindige Diskussionen darüber, wann nun genau das menschliche Leben beginnt, für wenig zielführend: Den Tod eines Menschen kann man am fehlenden Herzschlag oder am Hirntod festmachen; das Leben aber beginnt nicht erst mit der Geburt eines Babys und wer um Himmels Willen möchte eine Grenze zwischen Wochen und Monaten ziehen, um zu sagen, bis dahin ist es noch kein Leben und kann abgetrieben werden und ab da ist es welches und es geht nicht mehr. Das ist absurd, zynisch und menschenverachtend! Nach dieser Logik ist jede Abtreibung ganz sicher keine Bagatelle und wenn sich die Gesellschaft dennoch im Konsens befindet, die gegenwärtige Abtreibungspraxis zu sanktionieren; dann soll sie die Sache auch beim Namen nennen und von einer vorsätzlichen Tötung sprechen.

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • Ich bin mir mittlerweile eigentlich ziemlich sicher, dass Bhagwan und Backwahn irgendwie den gleichen Ursprung haben, wenn ich meine Schwiegermutter so anschaue ...

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • Was glaubt man eigentlich, was geschehen wird; wenn die demographische Entwicklung so weitergeht wie bisher? Wenn aus der bekannten Alterspyramide des Generationenvertrages eine andere geometrische Form geworden ist bzw. sie sich einfach auf den Kopf stellt? Es geht ja nicht um die Bevölkerungsgröße als statistischen Wert an sich; es ist egal – lässt man weltpolitische Konstellationen mal außer Acht - ob 80 Millionen oder 50 oder nur 20 in Deutschland leben, viele europäische Nationen sind kleiner als die unsere. Nein, es geht um das Verhältnis der verschiedenen Generationen zueinander; das für den Sozialstaat von allerhöchster Bedeutung ist: Wenn zum Beispiel 80 Prozent der deutschen Bevölkerung über 60 oder 70 Jahre alt sind und die verbleibenden 20 Prozent für deren Lebensabend sorgen sollen. Ist man wirklich so naiv, nicht erkennen zu wollen, was dann geschehen wird?!


    In Monika Marons letztem Roman Munin oder Chaos im Kopf heißt es: „Glaubst du, dass eure wenigen Nachkommen ihr Leben dem Windeln, Waschen und Füttern einer Jahr für Jahr anschwellenden Masse hilfloser Greise opfern wollen? Dass sie sich nicht fragen, warum sie kein Recht auf ein Leben außerhalb dieser Sterbegruften haben? Eines Tages werden sie pfeifen auf die Heiligkeit des Menschenlebens, weil sie ihr eigenes Leben haben wollen. In ihrer Wut und Verzweiflung werden sie sich der Alten entledigen, sie werden sie umbringen oder einfach sterben lassen.“ Später, selbst alt geworden, werden sie versuchen, dem gleichen Schicksal zu entkommen, Gesetze erlassen und Verbote installieren; sich über die Verbrechen entsetzen und empören; Eide schwören und Schuld- wie Erinnerungsrituale inszenieren. Und das Leben geht weiter: Denn wer glaubt, dass es nicht genau so kommen wird, hat offensichtlich die Geschichte der Menschheit nicht offenen Auges studiert.

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  • Die Menschheit baut Raumschiffe, Hochhäuser, kilomometerlange Brücken; bohrt Tunnel durch Gebirge und transportiert mit riesigen Kränen gewaltige Lasten von Containerschiffen so groß wie schwimmende Kleinstädte; die Medizintechnik holt Frühchen ins Leben und hält Tote im selben, Elektronenmikroskope bringen ans Licht, was selbst Gott nicht mehr sehen kann, weil es Millionstel von einem Millimeter klein ist; Maschinen, Automaten und Roboter übernehmen die Arbeiten, die Menschen nicht leisten können oder wollen und die künstliche Intelligenz ist drauf und dran, die natürliche zu überflügeln. Und diese technisch, technologisch und naturwissenschaftlich so begabte Menschheit ist dennoch nicht in der Lage, eine Waage zu konstruieren, die auch funktioniert und lange hält: Ich weiß nicht, wie viele ich schon gekauft habe und alle waren von Beginn an kaputt und wenn sie doch mal funktionierten, gingen sie dennoch nach ein paar Wochen wieder falsch.

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  • Listen-Hunde sind ja sicherlich, wenn ich unseren modernen Sprachgebrauch richtig deute; Hunde, die (gut) hören, also ordentlich erzogen sind?!

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • An die für den Klimaschutz streikenden Schüler: Uns allen wäre am Ehesten geholfen, ihr ginget fleißig in die Schule und lerntet, was das Zeug hält! Wenn wir etwas brauchen wir für die Zukunft, dann sind das universal gebildete und selbstständig denkende Charaktere, die sich nicht für blöd verkaufen lassen, unsere Renten finanzieren können und dennoch auch den eigenen Lebensstandard wahren. Unsere westlichen Wohlstandsgesellschaften werden nur überleben, wenn sie ihren technologischen Vorsprung behalten und ausbauen; ihre einzige Waffe sind die Köpfe künftiger Generationen. Daher drückt lieber die Schulbank und steht euch nicht freitags die Beine in den Bauch; statt euch instrumentaliseren zu lassen, solltet ihr lernen, die Instrumente selbst zu gebrauchen.

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • Das eigentliche Schlimme an dem ganzen Komplex ist der Befund, dass unsere so dringenden wie drängenden gesellschaftlichen Probleme inzwischen so dramatisch unlösbar geworden sind; dass wir Vorgänge wie die des freitäglichen Klimastreiks der Schüler nicht einzuordnen vermögen und zwar verhältnismäßig schuldlos. Wie praktisch bei allen gesellschaftlichen Versuchen auf Teilhabe gibt es nur noch zwei radikale Lager: Die einen begrüßen das Ganze enthusiastisch und unreflektiert und die anderen lehnen es skeptisch und fast zynisch genauso vehement ab. Einen mittleren Weg scheint es im innergesellschaftlichen Diskurs nicht mehr zu geben.


    Ich persönlich sehe das alles natürlich zwiegespalten, wie könnte es anders sein. Zum einen freue ich mich natürlich, dass nach einem fast 40jährigen Schlaf die politische Jugend, wenn es denn wirklich eine ist, wieder erwacht: Seit Ende der 60er, die ganzen 70er bis hin zu den Friedens – und Antiatomdemos der frühen 80er waren größere Teile der vor allem akademischen Jugend stark politisiert, meist links bis beginnend grün. Wie man deren Bedeutung heute auch immer werten mag, steht auf einem anderen Blatt; das ist ein eigenes Thema; bevor man aber seit spätestens Kohl mit andere Lebensentwürfen liebäugelte, gab es unter der Jugend so etwas wie ein politisches, ein gesellschaftliches Bewusstsein. Danach wurde sie karrierebewusster, fortschrittsgeil und vor allem bequem und richtete sich im Wohlstand ein; wie ihre Altvordern eben. Ich spreche hier selbstredend von der bundesdeutschen Jugend, als deren Nachfahr die heutige zu gelten hat; die DDR-Verhältnisse gestalteten sich deutlich anders.


    Nun haben wir aber gegenwärtig das Problem, dass plötzlich die Generation mit dem höchsten Ressourcenverbrauch - den sie hat; weil sie unverschuldet die wohlhabendste Generation der Weltgeschichte ist, wohlhabender als alle Generationen vor ihr auch in der westlichen Welt – vor den Parlamenten und auf der Straße steht, um für eine verantwortungsvollere Umweltpolitik zu demonstrieren. Das ist eine eigenartige Situation, die natürlich viele Ältere an der Ernsthaftigkeit zweifeln lässt; zumal der Protest unbedingt in der Schulzeit stattfinden muss. Dennoch hat diese Jugend das Recht und wie ich finde auch die verdammte Pflicht, ihre Stimme zu erheben; aber das geht natürlich nur, indem man selbst mit gutem Beispiel vorangeht und Verantwortung übernimmt und über die Klimapolitik hinausdenkt.


    Und da ist das Klima noch ein sehr umstrittenes Thema; denn nach wie vor besteht kein Konsens zwischen Wissenschaftlern. Heißer wären die zur Renten- und Gesundheitspolitik; zu Miet- und anderen sozialen Fragen, zu demografischen Problemen und denen der Altersstruktur, zur Innen- und Außenpolitik; selbst die Flüchtlingskrise wird für unsere Jugend heftigere Auswirkungen haben als das Klima. Letztlich müssten die Kinder und Jugendlichen also vor den Bundestag- und die Landtage strömen und für eine Änderung des demokratischen Systems votieren; eines, das in der Lage ist, die Partizipation aller Schichten an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen und langfristige Politik über Legislaturperioden hinaus zu ermöglichen. Stattdessen lässt man sich aber instrumentalisieren ausgerechnet zu Klimafragen, wie sähe die Miene der Kanzlerin aus, würde die Jugend vor dem Reichstag wesentlich greifbarere Forderungen stellen, etwa zur Bildungspolitik. Wir gehen erst wieder zur Schule, wenn 50 000 neue Lehrer eingestellt wurden und alle Schulen auf Vordermann gebracht; ich stünde unter ihnen.


    Wie auch immer, als Gymnasiallehrer mit 25 Jahren Diensterfahrung habe ich einen genauen Blick auf unsere Jugend: Ich weiß, wie wenig und immer weniger sie sich in den letzten Jahrzehnten für Politik und Gesellschaft interessiert hat; wie gering ihr Wissen über die Funktionsweise des Gemeinwesens ist; wie dürftig entwickelt der Drang nach Orientierung zwischen den Parteien und Organisationen; wie wenig verbreitet die Lektüre von überregionalen Tageszeitungen oder politischen Zeitschriften; wie unterernährt tages- und weltpolitisches Wissen, wie selten soziales und gesellschaftliches Engagement. Die Feier- und Partygeneration, die gerne viel Geld mit wenig Arbeit verdienen möchte, hat sich ihren Ruf hart erarbeitet und es wird ihr sauer werden, die Menschen an ihr plötzlich erwachtes politisches Bewusstsein glauben zu lassen.


    Dabei wäre es sogar einfach. Beginnend damit, dass die Proteste in der Freizeit durchgeführt werden, muss die Jugend nur ihren starken Status als Konsument nutzen und den als Leitfigur der medialen Vermarktung. Und damit muss der Verzicht beginnen: Verzicht auf neue Handys jedes Jahr, fünf Fernseher im Haus, Urlaubs- und Funreisen, Coladosen und jedwedes Verpackungsmaterial; mit dem Rad zur Schule statt mit Vaters Wagen und hunderte andere Dinge mehr; die Komfortzone ist weit gesteckt. Wenn die Jugend vorangeht, werden die Erwachsenen nicht zurückstecken können und mitziehen müssen.


    Wir werden sehen …

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  • Die Bankenrettung 2008 hat mir gezeigt, dass der Kapitalismus wirklich pervers ist; Gewinne werden privatisiert, Verluste dem Steuerzahler überantwortet und die Politik steht Spalier. Die Euro-Rettungsschirme vor allem für Griechenland ab 2010 haben mir gezeigt, dass die europäische Idee in der Praxis scheitern muss, wenn die einen Schulden machen und die anderen zahlen müssen und auch hier die nationalen Belange pragmatischer Natur gegen universalistische Idealkonstrukte chancenlos sind, ohne dass nur ein Politiker versucht, Alternativen aufzuzeigen. Und die Flüchtlingskrise seit 2015 hat mir gezeigt, dass man in der Bundesepublik tatsächlich irrational dem Untergang zuarbeitet, aus welchen verworrenen und verwobenen Ursachengeflechten auch immer. Wenn man später einmal die Geschichte des Untergangs der BRD schreiben wird, werden diese hier erwähnten Aspekte groß und grell leuchten in den Lehrbüchern.

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  • Mal ehrlich: Wenn morgens die Notdurft ihre Verrichtung einfordert, eile ich, der Natur zu willfahren; wenn ich kacken muss, dann muss ich kacken und wenn der Morgenschiss an der Schwelle des neuen Tages drückt, dann zögere ich nicht und setze ihn ohne Umschweife ab in den dafür vorgesehenen sanitären Einrichtungen der eigenen Behausung. Nicht auszudenken oder glaubhaft zu vermitteln, ich verließe erst das Haus oder die Wohnung und prüfte in um die 30 verschiedenen Örtlichkeiten die Becken, setzte mich drauf, rutschte hin und her; röche, ob alles stimmte; fühlte mit dem Hintern Temperatur und Material, würde probieren und Geschmäcker testen und so weiter und so fort.


    Meine Schäferhündin Babsi handhabt das alles aber genau so in dieser Art und Weise und mit durchaus eifrigem Gesichtsausdruck: Obwohl auch ihre geschäftlichen Angelegenheiten frühmorgens augenscheinlich dringender Natur sind, kann es schon noch eine Viertelstunde bis zu 20 Minuten oder gar einer halbe Stunde dauern, ehe sich die wählerische Dame entschließt, ein ganz besonderes Fleckchen Erde unseres Planeten ihres Häufchens für würdig zu erklären; da wird getippelt und geschnüffelt und geleckt und gekostet und vor allem der Weg zigmal vermessen in alle möglichen Richtungen, ohne dass man erführe, wonach der Hund eigentlich genau sucht. Das muss eine sehr exakte und schwierige Wissenschaft sein, die einen Caniden lehrt, wo genau der richtige Ort für eine Darmentleerung ist.

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  • Das Schlimme am Kranksein ist nicht so sehr die Krankheit, nicht einmal die Schmerzen sind es; am Schlimmsten ist die Ignoranz der Mitmenschen bis in die naheste Familie hinein. Ich bin es so leid, immer wieder mein Unwohlsein, meine geringe Belastbarkeit, meine Unpässlichkeit, mein Nichtfunktionieren, rechtfertigen, entschuldigen zu müssen, dass ich bald keine andere Möglichkeit mehr sehe, als mich sozial zu isolieren und aus allen menschlichen Bindungen herauszulösen. So kann ich niemand mehr enttäuschen.

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • Wenn ich wie dieses Wochenende wieder meinen zehnjährigen Neffen da habe, bin ich trotz aller stressigen Momente ein glücklicher Mensch und laufe, wie meine Gute nicht müde wird zu betonen, mit stolzgeschwellter Brust durch die Stadt und habe Freude an so banalen Tätigkeiten wie gemeinsam zum Frisör gehen, einkaufen, Eis oder Pizza essen, mit dem Hund laufen oder Radfahren, im Pool Wasserball spielen oder zusammen Fußball schauen. Aber auch einfach zusammen auf der Couch lümmeln, über Alltägliches schwatzen, über die Schule, die Freunde, die Mädels, Computerspiele oder die nervigen Eltern. Dann wird einem tatsächlich erst klar, was man schon eine Million Mal gehört; aber als Kitschromantik abgetan hat; dass nämlich die Kinder das eigentlich Wichtige in unserem Leben sind, dass diese es erst sinnvoll werden lassen. Da kann man schon mal wehmütig werden, wenn man selbst die Chance verpasst hat.

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • Wahlrecht


    Mein Lieblingsschrifsteller Arno Schmidt schrieb an mehreren Stellen so ähnlich:


    „Jeder müßte mit 21 ( bzw. 18 ) Jahren eine kleine historisch=geographische Prüfung bestehen ( die dann alle 5 Jahre wiederholt wird ) ; und ein Zeugnis darüber beibringen , abgestempelt von den 4 bedeutendsten Parteien ( das dann am Wahltag, zusammen mit der Legitimation, vorzulägen wäre ). Mit 65 erlischt das Wahlrecht unerbittlich, aktiv wie passiv : es giebt keine Altersweisheit ! !“


    Das Wahlrecht ist die Heilige Kuh der Demokratie und niemand getraut sich daran zu rühren. Dabei liegt hier gerade in den westlichen Repräsentativdemokratien doch der Hund begraben. Die Menschen sind nicht gleich von Geburt und sie werden nicht gleicher in den bestehenden Gesellschaften. Die Gaben sind unterschiedlich verteilt, die der Gesundheit, der Schönheit, der Physis und Psyche und eben auch des Verstandes. Das allgemeine und gleiche Wahlrecht setzt eigentlich selbstständig denkende, verantwortungsbewusste Individuen voraus; die Einblick haben in gesellschaftliche und politische Prozesse und in der Lage sind, diese bewusst zu gestalten oder zufrieden hinzunehmen.


    Von all dem kann in der Realität natürlich nicht einmal ansatzweise die Rede sein. Von den 100 Prozent Wahlberechtigten fallen schon einmal die ganz Jungen und die ganz Alten raus – die einen sind noch nicht reif genug, die anderen im schlimmsten Falle bereits unfähig, vernünftige Wahlentscheidungen zu treffen. Meine Oma etwa, selbst seit Jahrzehnten in der CDU, hat die letzten 20 Jahre ihres Lebens die Linke gewählt, weil sie nicht selbstständig zur Urne schreiten konnte. Des Weiteren möchte ich wenigstens drei Vierteln der bundesdeutschen Wahlberechtigten unterstellen, dass sie weder genügend Wissen über die herrschenden Strukturen in der Bundesrepublik haben noch solches über Geschichte, Politik und Geografie, als dass sie befugt wären, ihre Stimme abzugeben. Ohnehin ist die breite Masse jeglichen Beeinflussungsversuchen von allen möglichen Seiten prinzipiell hilflos ausgeliefert und daher eben leicht manipulierbar.


    Schon Oswald Spengler wusste, dass das Wahlrecht kein richtiges Recht enthält und lange vor ihm wusste bereits Alexis de Tocqueville:

    "Es ist wirklich schwer einzusehen, wie Menschen, die der Gewohnheit, sich selbst zu regieren, vollständig entsagt haben, imstande sein könnten, diejenigen gut auszuwählen, die sie regieren sollen; und man wird niemanden glauben machen, eine freiheitliche, tatkräftige und weise Regierung könne jemals aus den Stimmen eines Volkes von Knechten hervorgehen."


    Aber was wäre die Alternative?


    P.S. Zum Frauenwahlrecht wäre noch einiges zu sagen, allein, das traue nicht mal ich mich zu schreiben.

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • 1. Durch die Einzigartigkeit jedes Dings und jedes Lebewesens auf Erden, ist ein Vergleich zwischen was und wem auch immer prinzipiell nicht- bzw. unmöglich.

    2. Durch den universalen Zusammenhang zwischen allen Dingen und Lebewesen auf Erden ist ein Vergleich zwischen allem und jedem immer möglich und sogar notwendig.

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)

  • Wieso haben beim Umschalten der Ampel auf Grün gerade diejenigen alle Zeit der Welt, die nicht mehr viel haben auf dieser?

    "Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …" (Uwe Tellkamp: Der Turm, S. 365)