Yoricks Nachtgedanken bei Tage: Diskussionsthread

  • Dir ist sicheraufgefallen, dass ich meinen völlig unverfänglichen Beitrag schon vor einigen Stunden gelöscht habe, lieber Yorick.


    :wink:

    Nein, ist es nicht. Aber sei's drum ...

    „Als ich es zuweilen unternommen habe, die ruhelose Geschäftigkeit der Menschen zu betrachten, wie auch die Gefahren und Strapazen, denen sie sich [...] aussetzen, woraus so viele Streitigkeiten, Leidenschaften, kühne und oft unheilvolle Unternehmungen usw. erwachsen, habe ich häufig gesagt, daß das ganze Unglück der Menschen aus einem einzigen Umstand herrühre, nämlich, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“ (Blaise Pascal: Gedanken, I, )

  • Um das abzuschließen nach dem ersten Ärger: Ich verstehe die Beweggründe und kann sie aus forentechnischen Gründen auch nachvollziehen. Damit ist die Rechtmäßigkeit gegeben und es besteht kein Grund zur Veranlassung.


    Dennoch verwahre ich mich gegen Anwürfe der Art, hier sexistisch oder homophob etc. geschrieben zu haben. Ausgehend von einem satirischen Text habe ich das Thema erweitert und das kabarettistische Element springt einem förmlich ins Gesicht. Wie ich bereits sagte, liefert jede durchschnittliche Satire- und Comedysendung täglich Ärgeres. Was bitte ist denn eine Pseudolesbe und warum sollte eine bewusste Pauschaulisierung wie struntzdumm oder hässlich darauf Rücksicht nehmen, dass es auch einige wenige kluge Politiker gibt und Schönheit im Auge des Betrachters liegt, welch letzteres übrigens beweisbar falsch ist, wie die Wissenschaft nachgewiesen hat. Übertreibung und Zuspitzung sind doch DIE Mittel der Satire!


    P.S. Überdies: Die Geschichte belegt mehr als billig, wie beispielsweise zu kurz Gekommene oder sich dafür Haltende nur deshalb ihren Weg gemacht haben - siehe Napoleon - weil sie kompensiert haben oder zu müssen glaubten.

    „Als ich es zuweilen unternommen habe, die ruhelose Geschäftigkeit der Menschen zu betrachten, wie auch die Gefahren und Strapazen, denen sie sich [...] aussetzen, woraus so viele Streitigkeiten, Leidenschaften, kühne und oft unheilvolle Unternehmungen usw. erwachsen, habe ich häufig gesagt, daß das ganze Unglück der Menschen aus einem einzigen Umstand herrühre, nämlich, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“ (Blaise Pascal: Gedanken, I, )

  • und niemals den Fahrtrichtungsanzeiger setzen.

    Fällt das nicht unter die DSGVO?

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • *lol**lol**lol*


    Heutzutage bestimmt ...

    „Als ich es zuweilen unternommen habe, die ruhelose Geschäftigkeit der Menschen zu betrachten, wie auch die Gefahren und Strapazen, denen sie sich [...] aussetzen, woraus so viele Streitigkeiten, Leidenschaften, kühne und oft unheilvolle Unternehmungen usw. erwachsen, habe ich häufig gesagt, daß das ganze Unglück der Menschen aus einem einzigen Umstand herrühre, nämlich, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“ (Blaise Pascal: Gedanken, I, )

  • So sehr ich die Frauen jeglichen Alters vom mobilen Pflegedienst in ihren kleinen Flitzern schätze und hochachte, zumal sie ihr Fahrzeug auch meist sehr gut beherrschen; so sehr missachten sie dennoch permanent jegliche Straßenverkehrsordnung, wenn sie mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Stadt düsen, bei Dunkelgelb bis glatt Rot über die Ampel rasen, links und rechts überholen und niemals den Fahrtrichtungsanzeiger setzen.

    Ich hatte mal einen Behinderten-Bus vor mir, der fuhr wie eine gesengte Sau. Hinten prangte ein Aufkleber "zufrieden mit meiner Fahrweise?". Naja, da habe ich dann den Ampelstau genutzt, um da mal anzurufen… die Reaktion war sehr überrascht und man werde auf die Fahrer Einfluss nehmen. Haha. Aber den Effekt war es mir wert…

    Lucius Travinius Potellus
    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

  • Es mutet mich immer wieder wie Hybris und eitel Hoffart an; wenn wir Modernen uns arrogant und süffisant über die Menschen des Mittelalters und deren scholastische Weltbilder mokieren; wie viele Englein wohl auf einer Nadelspitze Platz hätten und ob die Erde eine Scheibe sei oder nicht! Als ob unsere gegenwärtige Gutgläubigkeit, Naivität, Einfalt und unkritische Gesamthaltung nicht seinesgleichen hätte; als ob unser Kinderglaube an Medizin, Fortschritt, technische Wissenschaft und die Veredelung des Menschengeschlechts nicht einzigartig wäre angesichts der Unmenge an verfügbarem Wissen, das gegen all das spricht; als ob gerade unsere Geschichtsbilder trotz aller Gegenbeweise und deutlicher Indoktrination nicht einseitiger und intentionaler wären als die fundamentalistischen Heilslehren bestimmter Schriftreligionen!

    Wenn ein Gelehrter des Mittelalters in unsere Zeit käme, träfe er auf Autos, Licht, Wärme… aber woran er wirklich verzweifelte, wäre dieses: das gesammelte Wissen der Welt liegt in unserer Hand, zu jeder Zeit und fast überall — und was machen wir damit? Wir teilen lustige Katzenvideos…

    Lucius Travinius Potellus
    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)