Rund um die Literatur

  • Ich gestehe, ich vermute die Wurzel dieses absonderlichen Verhaltens am Ehesten in den Tiefen der Psychiatrie....*plem*

    Mäßigung, das ist meine eiserne Regel. Neun oder zehn Whiskys sind eine vernünftige Erfrischung, alles andere artet in Trinkerei aus.


    schottische Weisheit

  • Heute mal heimgefahren und zwei Stunden in meiner Bibliothek gesessen. Geweint. Dann aber auch sehr gerne wieder zu meiner Frau zurück. Mir fehlen 20 Quadratmeter in Apolda ...

    Dachboden, Kellergewölbe ausbauen, Schwimmbecken zubetonieren, Sauna umfunktionieren, Gartenhäuschen errichten, Wintergarten anbauen ...

  • Dachboden, Kellergewölbe ausbauen, Schwimmbecken zubetonieren, Sauna umfunktionieren, Gartenhäuschen errichten, Wintergarten anbauen ...

    Dachboden gibt es keinen; Sauna ist zu klein; Gartenhäuschen voll; Wintergarten auch schon - aber die Schwimmhalle habe ich schon lange im Auge. Aber solange die Schwiemu lebt, nicht daran zu denken; und auch für meine Knochen könnte das einmal die einzige Möglichkeit sein, mich zu bewegen.

  • Bis auf einiges, was ich nah haben will, weil ich seine bloße Anwesenheit genieße oder es mich aktuell beschäftigt, befindet sich meine in Studienjahren aufgebaute Bibliothek in garstigen Kartons des Kellerverschlags (und dem Einbauschrank im Flur). Sie wich der Filmsammlung, die nun teils der sog. klassischen Musik wich und in Doppelreihen steht. Es ist furchtbar, aber meine kleine Wohnung wird von Jahr zu Jahr kleiner, die Wände wandern inwärts und ich habe mit all dem herrlichen und kulturelle Geborgenheit bietenden Material zu jonglieren, weil völliger Verzicht keine Option ist. Meine Bücher - und manch anderes noch - sind Heimat und Laborwerkstatt. "Platz ist in der kleinsten Hütte" gehört deshalb zu meinen Lieblingssätzen, muss. Ich verstehe Euch nur zu gut


    *sante*

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)

  • *lol*:jubel::love:


    Ich freilich trinke keinen, nur Wodka - aber das lässt sich sicher extrapolieren ... :)

    Vielleicht bekomme ich ja mal Gelegenheit Dich zum Wasser des Lebens zu bekehren?

    Meine Tastings machen dem Uisge Beatha mehr Jünger, als es der gute Bonifatius in Thüringen für Rom geschafft hat!*hide*


    Um auf Dein Wohl anstossen zu können*sante*, gibts jetzt zwei stattliche Drams vom feinen Glenfarclas 15y ( Sherry, Rosinen,Eiche, Datteln....alles was der weihnachtliche Gaumen sucht)

    Mäßigung, das ist meine eiserne Regel. Neun oder zehn Whiskys sind eine vernünftige Erfrischung, alles andere artet in Trinkerei aus.


    schottische Weisheit

  • Mich interessiert, wie Ihr Bücher lest, insbesondere die Schwergewichte.


    Kürzlich hatte ich Arno Schmidts "Zettels Traum" in Händen, die 1334-seitige Ausgabe des Typoskripts vom S.Fischer Verlag. Das sind knapp 7 Kilo. Glücklicherweise war da ein Lesepult zur Hand und schon schwebte das Buch, dieses Buchkunstwerk vor mir und sowohl das sprachgewaltige wie auch das physische Gewicht machte reiner Faszination Platz und ich dachte: vor so einem Buchkunstwerk hat man sich gefälligst zu erheben.


    Vor einiger Zeit besorgte ich mir ein Laptoptischchen, das gut im Bett funktioniert und auch besser als der Schoß, für Bücher gleichermaßen. Aber Zettels Traum hat darauf keine Chance. Wie organisiert Ihr Euch an Tischen, auf Sofas oder in Sesseln und im Bett, bevor die Arme schwer werden?


    *sante*

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)

  • Wie organisiert Ihr Euch an Tischen, auf Sofas oder in Sesseln und im Bett, bevor die Arme schwer werden?

    Unterschiedlich (und) in oft wechselnden Positionen; mal konservativ mit gekreuzten Beinen auf dem Stuhl im Garten, mal das Buch zwischen den Oberschenkeln in denkbar ungesündester Haltung haltend (bis der Daumen krampft), mal (auf dem Bauch) liegend im Bett / auf dem Sofa mit der Nase schier im Buch. Im Bett sitzend mit oder ohne Hilfsvorrichtungen war nie so mein Ding ... könnte ich mir auch jetzt noch nicht vorstellen.


    *hä*

  • Da gibt es bei mir ein klares Ranking:


    1. Bett: 90 Prozent der nicht wissenschaftlichen Lektüre findet im Bett statt, auf der Seite liegend, rechts mit der Hand den Kopf stützend.


    2. Für Brocken der Art ZT (zweimal gelesen bislang) habe ich ein Lesepult, das ich auch zum Korrigieren benutze, wenn ich nicht mehr sitzen kann.


    3. Am Schreibtisch die "Studierbücher" - also mit Stift, Lineal, Zetteln ...


    4. Im Gartenstuhl im Freien.

  • In ÖPNVs sitzend, zuhause auf dem Sofa liegend, mit angezogenen Beinen als Buchstütze; hat ganz gut funktioniert bei Humboldts großformatigem Kosmos; nie im Stehen, außer in Buchhandlungen, wenn die Leseecken besetzt sind - Lesepulte für den Privatgebrauch sind also nichts für mich.


    Und ich erinnere mich, dass ich als Knabe meine diversen Abenteuerbücher im Liegen mit übergezogener Decke gelesen habe. Ging natürlich nur, wenn es darußen oder drinnen genügend hell war; gerade die schummrige Atmosphäre hat mir seinerzeit einen zusätzlichen Kick verschafft.

  • Badewanne bei Euch allen nicht? (Saunagang fällt hier ja wohl definitv aus, Yorick.) Früher, in meiner späten Schul- und frühen Studienzeit, las ich bis zur Verschrumpelung in der Badewanne. Jetzt habe ich leider nur eine Dusche.


    Ich muss sagen, dass mir die Gelegenheit am Stehpult sehr gut gefallen hat, kannte ich noch nicht. Das ist ein ganz anderes Aufmerksamkeitsgefühl, mit einem gewissen Aufwand (der Körperhaltung) und einer gewissen Entlastung zugleich. Selbst Unbequemlichkeit kann der Aufmerksamkeit förderlich sein, siehe die frühesten Universitätsbestuhlungen in Hörsälen. Letztlich verfechte ich aber, dass die legitimen Rechte des Lesers unbedingt sehr weit gehen, womöglich erst bei Zerstörung enden. Alles weit besser, als nicht zu lesen. In diesem Sinne:


    *sante*

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)

  • Da habe ich meist gut Portionierbares, seit längerem eigentlich nur die Zeitschrift "Zenith" und immer wieder Wanderführer, in denen ich kreuz und quer blättere, um auf dem stillen Örtchen auf andere Örtchen zu kommen. Aber ich hatte da auch eine Weile Matthesons Capelleister, wegen der überschaubaren Paragraphen.


    *sante*

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)

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