Jetzt im Ohr (2019)

  • Das wurde J.Rosenmüller vorgeworfen - bevor es zu einer gründlichen Untersuchung und eventuellen Gerichtsverhandlung kommen konnte, hat er sich allerdings ins Ausland (Italien / Venedig) abgesetzt.


    Und weiter geht es:


    Ludwig van Beethoven - Die Streichquartette

    Belcea Quartet


    *opi* Japp, historische Instrumente und historisch informiertes Spiel


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  • Das wurde J.Rosenmüller vorgeworfen - bevor es zu einer gründlichen Untersuchung und eventuellen Gerichtsverhandlung kommen konnte, hat er sich allerdings ins Ausland (Italien / Venedig) abgesetzt.


    Wiki:


    Zitat
    Nachdem ihm 1653 schon Aussichten auf das Amt des Thomaskantors eröffnet worden waren, wurde er im Mai 1655 plötzlich inhaftiert und aller Ämter enthoben. Nach einem an den Dresdner Kanzleikopisten Johannes Daum (1600–1670) gerichteten Schreiben vom 10. Mai 1655[2] hatte Johann Rosenmüller zwischen 1653 und 1655 mit mehr als 20 seiner untergebenen Schüler das „Sodomitische Knabenschänden […] auf gut Italienisch“ getrieben. Ende April 1655 hatte sich Rosenmüller schriftlich sechs Knaben an der Thomasschule bestellt, um mit ihnen diese „Sodomiterey“ erneut zu begehen. Die von Rosenmüller geschriebenen Briefe an die Knaben wurden vom Konrektor der Thomasschule Rappolt gefunden und dem Leipziger Superintendenten Lange übergeben. Laut einer Klageschrift des sächsischen Consistoriums gegen den Rat der Stadt Leipzig berichtete der Superintendent D. Christian Lange, dass der Rat der Stadt „zu gründlicher erkundigung des bey dieser Stadt von Johann Rosenmüllern erschollenen bösen geschreyes etliche Schulknaben haben abholen lassen“ und diese Knaben „haben beystecken laßen undt annoch in gefänglicher hafft behalten“. Das Consistorium verlangte Auskunft über die Beweggründe des Rates für dieses Vorgehen. Der Rat der Stadt erwiderte, dass Rosenmüller „per publicam famam grober Excesse bezüchtiget“ wurde und „so wohl auch etliche Schulknaben in der Schule zu S. Thomas desuper in Verdacht gezogen worden“. Bevor es zu einer genaueren Untersuchung kommen konnte, floh Rosenmüller nach Italien. Der Rat hat „darauff nach erlangter Nachricht untere iurisdiction wieder die Knaben uns gebrauchet, auch etliche derselben zu Hafft bracht undt inquisitorie procediert, die Knaben examinirt“. Der Rat der Stadt ließ die sechs Knaben verhaften, worüber sich das Consistorium beklagte, da es seine Rechte verletzt sah. In einem Valedictionsbrief von 1655 schreibt ein Alumne der Thomasschule, dass er die Schule verlasse, um dem grundlosen Gerede zu entgehen, Rosenmüller „lasciviam suam mecum exercuisse“ (= ‚Rosenmüller habe seine schändliche Lust an mir befriedigt‘).[3] Unter dem Begriff „Sodomiterey“ ist im 18. Jahrhundert „die Sünde Sodoms“ zu verstehen, das Verbrechen, das in dieser Stadt herrschte und in der „unnatürlichen Vermischung mit Personen einerley Geschlechts bestand, und wovon die Knabenschänderey eine Art ist“.[4]

    "Nach meiner Erinnerung, damals war ich neun Jahre alt, hat man die damaligen Ereignisse in meinem Umfeld mit einem Schulterzucken ohne viel Aufhebens zur Kenntnis genommen - das war es auch schon." Max (zum Mauerfall)

  • 41EwkSGq58L.jpg41T-amxn2dL.jpg


    Hieraus:

    CD 1


    Gustav Mahler

    1. Sinfonie D-Dur


    Philharmonia Orchestra

    Giuseppe Sinopoli

    Februar 1989


    Ich wollte eigentlich keine GAs mehr kaufen, aber die anderen zu Mahler habe ich zu oft gehört; Sinopoli besaß ich einst und verkaufte ihn wieder; ein früherer Festplattencrash vernichtete die Rips. Sinopoli interessiert mich seit seiner Amtszeit bei der Staatskapelle sehr und sein tragischer Tod berührt mich noch jetzt so, dass ich selbst das PO in Kauf nehme.

    "Nach meiner Erinnerung, damals war ich neun Jahre alt, hat man die damaligen Ereignisse in meinem Umfeld mit einem Schulterzucken ohne viel Aufhebens zur Kenntnis genommen - das war es auch schon." Max (zum Mauerfall)

  • CD 1


    Johann Rosenmüller

    Vespro della beata Vergine


    Cantus Cölln

    Concerto Palatino Canticum

    Konrad Junghänel

    1996


    Leider schweigen sich die Experten hier bislang aus ... :wink:... kommt unser Tamás eigentlich mal wieder?

    "Nach meiner Erinnerung, damals war ich neun Jahre alt, hat man die damaligen Ereignisse in meinem Umfeld mit einem Schulterzucken ohne viel Aufhebens zur Kenntnis genommen - das war es auch schon." Max (zum Mauerfall)

  • Hier Teil 1 aus der fünf Vol. umfassenden OrgelPortrait Nikolaikirche Reihe (Ladegast/Sauer/Eule) mit Jürgen Wolf:



    Toccata & Fuge BWV 565; Passacaglia & Fuge BWV 582; Pièce d'Orgue BWV 572; Choral-Variationen BWV 767 & 768


    Da sitzt jemand an diesem schönen Instrument, der sich Gedanken gemacht hat wie man Bach auch abseits ausgetretender Pfade zu Gehör bringen kann - da wirken selbst bisweilen eingestreute Romantizismen nicht störend.


  • Richard Wetz

    Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 40 (1916)


    Cracow Philharmonic Orchestra

    Roland Bader
    1994

    "Nach meiner Erinnerung, damals war ich neun Jahre alt, hat man die damaligen Ereignisse in meinem Umfeld mit einem Schulterzucken ohne viel Aufhebens zur Kenntnis genommen - das war es auch schon." Max (zum Mauerfall)

  •     


    Lukas-Passion, BWV 246 Anh. II 30


    in der Abschrift von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach


    Siegfried


    (Die Links für die Bilder hab ich jetzt nebeneinander angeordnet, ob es übernommen worden ist, kann ich nicht überprüfen, da ich im Moment nur ein Smartphone hab, das sie nur untereinander anzeigt.)

  • Und nun eine Passion:



    Johann Sebastian Bach

    Johannes-Passion

    Werner Güra, Sunhae Im, Benno Schachtner, Sebastian Kohlhepp, Johannes Weisser u.a.

    RIAS Kammerchor

    Akademie für Alte Musik Berlin

    D: René Jacobs


    Sträflich vernachlässigt - muß heute mal ran.

  • Zugegeben eher unbekanntes Repertoire - allerdings vielleicht gerade deshalb darf NAXOS meines besonderen Dankes versichert sein, dass dort diese exzellente Veröffentlichung des kanadischen Komponisten, Chordirigenten, Organisten, Musikpädagogen und Pfeifenrauchers Healey Willan mit Patrick Wedd an der Casavant Orgel der Saint-Jean-Baptiste-Kirche in Montréal, V/63, erschienen ist:



    Hier der Begleittext zu der Orgelaufnahme --> klick


    Sein 1916 erschienenes Werk Introduction, Passacaglia and Fugue, op. 149, das hier gerade erklingt, ist aus meiner Sicht ein besonders starkes orgelsymphonisches Opus (ausgestattet mit ausgeprägten Steigerungen) - ein spätromantische Klangereignis, hinsichtlich Textur und Komplexität an Reger erinnernd und in Bach wurzelnd - wirklich grandiose Melodien von monströser Tiefe bis zu übermütiger Lebenslust werden hier geboten. Wedd nutzt die Möglichkeiten seines komplexen Instruments fabelhaft aus. Da klingt nichts glatt oder unverbindlich, selbst die Trompetenregister, die bisweilen etwas aufdringlich wirken können, fügen sich organisch in das musikalische Geschehen ein.


    Interessante Information am Rande: sowohl Healey Willan als auch Glenn Gould besaßen ein Sommerhaus am bei Toronto gelegenen Lake Simcoe. Ob die beiden sich wohl einmal kennengelernt haben?