Jetzt auf den Augen - Filme (2019)

  • Zu dem Themenkreis kenne ich nur "Die letzten Tage von Saló", in denen es um Mussolinis Traumwelt am Lago di Garda geht und um die sexuelle Ausbeutung, Misshandlung und Ermordung zahlreicher junger Männer und Mädchen als ausgeliefertes Sex-Spielzeug.

    Der Film ist maximal umstritten und meines Wissens auch auf dem Index.

    Von Selbstzweifeln ist in dem letzteren Film allerdings nichts zu spüren. Sie quälen die jungen Menschen noch im Angesicht des eigenen Endes.

    Lucius Travinius Potellus
    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

  • Mit Pasolinis Sichtweisen hat dieses kleine Filmchen ganz sicher nichts zu tun. Steiger war ja schon für Napoleon zuständig, hier darf er nun M. zum Besten geben und bewältigt diese Aufgabe sehr eindrücklich hinsichtlich einer nicht undifferenzierten Darstellung eines in einer unwirklichen Umgebung sich bewegenden, abgehalfterten Diktators. Wenn überhaupt, lohnt sich eine Ansicht allein wegen Rod Steiger. Kann man sich mal ansehen, muss man aber nicht.

  • Zu dem Themenkreis kenne ich nur "Die letzten Tage von Saló", in denen es um Mussolinis Traumwelt am Lago di Garda geht und um die sexuelle Ausbeutung, Misshandlung und Ermordung zahlreicher junger Männer und Mädchen als ausgeliefertes Sex-Spielzeug.

    Du meinst sicher Die 120 Tage von Sodom (1975), der letzte Film von Pasolini. Ja, ein sehr umstrittener Film, aber ganz gewiß nicht einer, der irgendetwas unreflektiert zeigt. Und Mussolini tritt darin nicht auf - es ist eine Adaption vom de Sade-Roman, der nach Salo verlegt wurde.


    Übrigens: das Ende ist offen. Es gibt keine "Erlösung" - sicherlich der gemeinste Aspekt dieses Films.

  • Also wenn es "lediglich" um die Darstellung eines Endes, einer Endzeit gehen sollte; ist das ja nicht per se von Übel; das Interesse der Leute an den letzten Tagen im Führerbunker zum Beispiel ist ja aus mir unerklärlichen Gründen enorm. Ich denke, da ließe sich auch beim Duce etwas machen; vielleicht schaue ich doch mal rein.

    "Wo der Liberalismus seine äußersten Grenzen erreicht, schließt er den Mördern die Tür auf." Ernst Jünger


  • Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH

    USA 1982


    Schon eine Weile her, daß ich den gesehen habe - Don Bluths Debutfilm, der damals Disney eine einigermaßen wohltuende Konkurrenz gegenstellte. Und tatsächlich ist er weit weniger gealtert als die Nachfolger Feivel der Mauswanderer und In einem Land vor unserer Zeit, die damals noch erfolgreicher waren. Die Geschichte von der Mutter, die um ihr krankes Kind kämpfen muß, ist eine gute Ausgangsbasis, auch wenn manche Details nie aufgelöst werden (Warum sind die NIMH-Ratten magiebegabt? Was bedeutet die Macht des Amuletts wirklich?). Insgesamt ein solider Film, dessen Charme ansprechend ist. Außerdem ein guter Score von Jerry Goldsmith.

  • Kürzlich - der Teufel steckt bekanntlich im Detail:



    Alfs dialogisches Kammerspiel Bei Anruf Mord, USA 1954/1955


    &


    dieser



    ... dessen Dialoge sich inzwischen wegen mehrfacher Ansicht in mein Gedächtnis eingegraben haben.


    In kurzen und dürren Worten; zwei meiner persönlichen Top-Ten.