Jetzt auf den Augen - Dokumentationen (2019 - in æternum)

  • Ich denke, ich werde die Mediathek bemühen müssen. Bis Mitternacht, straff. Ich selbst bin ein großer Fan von Heimat und finde den von dir zitierten Satz auch toll. Desgleichen bin aber auch der Meinung, dass Sätze der Art "Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl" falsch und richtig sind. Bei mir ist Heimat ganz klar mit der thüringisch-sächsischen Landschaft verbunden, ein halbes Jahrhundert lebe ich nun schon in Mitteldeutschland und möchte nirgends anders hin. Dennoch verstehe ich Menschen, die meinen, Heimat sei da, wo ihre Freunde und Familie leben und man könne überall Heimat finden. Aber ich denke, dass man sich da etwas vormacht. Im Grunde sind wir alle heimatlos.

  • Desgleichen bin aber auch der Meinung, dass Sätze der Art "Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl" falsch und richtig sind.

    Für mich sind solche Sätze manchmal Impulse, Anregungen mehr über das Thema "Heimat" nachzudenken. Grundsätzlich sehe ich sie aber als "Auszüge".

    Oder einen bestimmten Blickwinkel.


    Bezüglich entweder - oder - Aussagen wie "Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl" denke ich z. B. wieso soll es nicht beides sein können.

    Heimat kann ein Gefühl sein, etwas Immaterielles, aber auch - wie bei dir beschrieben, sehr mit Orten, "Materie" verbunden sein.

    Beides hängt vermutlich auch irgendwie zusammen.


    "Heimat ist ein Raum aus Zeit" - an der Aussage interessiert mich z. B. die Begegnung "Raum - Zeit" und was daraus vielleicht entsteht. So etwas betrachte ich gerne auch immer wieder neu.


    Zur Doku direkt - ich habe mir eben die ersten 10 Minuten angeschaut, ich glaube, ich schaue sie nicht. Aber mal sehen. Dank Mediatheken ja zeitversetzt gut möglich.


    Mehr Lust habe ich heute auf:


    Raffael - Ein sterblicher Gott


    Zum Thema "Heimat" hatte ich vor Jahren die Heimat-Trilogie von Edgar Reitz begonnen zu schauen.



    (Bei mir werden am PC die amazon Links nur als leeres Feld angezeigt (bei anderen Forenteilnehmern auch) - anclicken funktioniert.

    Habe verschiedene ASINs getestet. Auf dem Tablet werden die Bilder korrekt angezeigt. Liegt dann vermutlich an meinen PC- Einstellungen.)

    „Die Musik steckt nicht in den Noten. Sondern in der Stille dazwischen.“ - Wolfgang Amadeus Mozart


  • :wink::)

  • "Die DDR und ihre Kinder" => Lied gehört - jetzt eiere ich etwas herum, mit Gedanken, auch zu Biographischem (Hälfte der Familie verblieb nach Vertreibung auf DDR-Gebiet, die andere Hälfte (zu der meine Eltern in nächster Generation gehören) hat es in den Westen verschlagen oder sie ist dorthin geflohen).

    Da ist sehr viel Zerrissenheit - Grund für mein kaum vorhandenes Heimat-Gefühl bezüglich Orten / Raum.


    Das Heidi-Lied (ich traue mich dann auch mal zu verlinken *shame* ), überhaupt "Heidi" der Roman von Johanna Spyri berührt seit Kindheit Heimatgefühle, da könnte ich heute noch Rotz und Wasser heulen. Eher Land als Stadt, obwohl ich seit einem gutem Vierteljahrhundert in einer Großstadt lebe. Was schon lange nicht mehr attraktiv ist. Da die Stadt ursprünglich ein Konglomerat aus ehemaligen Dörfern ist, geht es einigermaßen.

    Aber der Gedanke, ob es Sinn machen könnte einen Sprung gen Osten zu wagen, ländlich, kleines Dorf - ist seit ein paar Jahren präsent.

    Ich docke deutlich eher "heimatmäßig" bei Großeltern und mütterlicherseits Urgroßeltern an (alle sehr land-verbunden) - als beim "sozialen Aufstiegs"-Wunsch meiner Eltern.


    Plan momentan: Wohnung ausmisten, bis auf das als wesentlich Empfundene - und dann schauen, ob ich "mein Säckel schnüre" und "auf Wanderschaft" gehe.

    „Die Musik steckt nicht in den Noten. Sondern in der Stille dazwischen.“ - Wolfgang Amadeus Mozart

  • Mal wieder, nachdem gestern Fritz Bauer in diesem Forum Anklang gefunden hat - immer wieder sehenswert:


  • Längst programmiert. ;)

    ... gut gemacht, *yes*

  • Habe in den vergangenen Tagen erstmals "Vier Schwestern", seinen letzten, gesehen. Wie immer gebannt. Was ich noch nicht wusste: das Rohmaterial der Arbeiten an "Shoah" besitzt seit 1996 das United States Holocaust Memorial Museum und inzwischen sind auf dessen Website 185 Stunden an Lanzmanns Interviews und 35 Stunden seiner Aufnahmen an historischen Orten öffentlich zugänglich. Was für ein Schatz, an dem Ihr Euch auch gütlich tun könnt:


    https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn1000017


    *sante*

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)

  • Wir Ostdeutsche 30 Jahre im vereinten Land

    30 Jahre Deutsche Einheit Wir Ostdeutsche 30 Jahre im vereinten Land Film von Lutz Pehnert


    Mit meiner Gemahlin geschaut. Gut gemeint bedeutet noch nicht gut. Aber angesichts eines schier aussichtslosen Unterfangens will ich nicht nur meckern. Natürlich stimmte die Auswahl nicht: zu viele junge Leute, zu viele Akademiker; kein einziger Genosse, kein total Gescheiterter; keine Durchschnittstypen; ein Skandal die strunzblöde Tussi aus Leipzig mit ihren angelesenen Ansichten. ABER: Das alles stelle ich hintenan für die Sequenz, als man den ernsten jungen Mann mit seiner imposanten Biografie vorstellt, der mit Venunft redet und von dem man nicht wissen konnte, aus welcher Ecke er kommt. Als es dann raus war, dürften mnache geschluckt haben und hoffentlich nachdenklich geworden sein. Allein für diesen Mut mein Dank an die Macher der Doku!

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