Jetzt auf den Augen - Filme (2020)

  • Via ARD-Mediathek:



    Keine Ahnung, wie nah das nun am Original war; vieles jedenfalls bekannt (ich kannte lediglich den Zeichentrick aus den 70ern sowie dazugehörige Pixi-Büchlein) ... mir erschien es zum Teil etwas oberflächlich und stark verkürzt (zusammenhanglos) und doch teilweise zu Tränen rührend. Das Original ist m. W. ziemlich grausam, „zwischen den Bildern“ wäre das hier theoretisch heraussehbar ... das Ganze hat ja nun auch etwas mit Kindesmisbrauch zu tun.


    Dennoch recht rührend gemacht, die Animationen allerdings nicht unbedingt überzeugend (wenn Pinocchio auf dem Bett herumspringt, sollten sich die Weichteile (des Bettes, selbstredend) bewegen und nicht starr bleiben).


    Irgendwie konnte ich den Gedanken nicht verwehren, daß Ellis Kaut hier raubgebaut hat ...


    Aber, sehenswert. *yepp*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Den kannste gleich wieder ausmachen. Das erste Mal in meinem Leben, daß ich ein Kino vorzeitig verlassen habe.


    The Dead don't die brauchste gar nicht erst in Erwägung ziehen.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)


  • Die geliebten Schwestern

    BRD/Österreich, 2013


    Die historische Korrektheit beiseite die erste Dreiviertelstunde ein guter Film voller Überspanntheiten; dann heterogen, inkonsequent und langatmig. Der Ton ist eine Katastrophe, vielleicht auf Blue-ray besser.

  • Meine Lieblingsstelle in der kurzen Fassung: 1.32.45



    Zitat

    Schiller: "Du musst nicht immer, wenn du Spannung machen willst; so einen weiberschicksalhaften Ton anschlagen!" - "

    Caroline: "Ho, ho, ho ..."


    *lol**lol**lol*


  • 1917

    USA/GB 2019


    Beeindruckend - wirklich beeindruckend! Visuell sehr geschlossen und optisch so realisiert, als ob der Film praktisch am Stück gedreht worden wäre (bis auf einen großen Cut nach gut einer Stunde Laufzeit). Realistisch in seinen Details, und recht zurückhaltend in seiner Helden-Verklärung. Sicherlich gibt es einige Szenen, die etwas zu sehr nach Filmdramaturgie riechen, aber insgesamt ein starker Film über eine kleine Randepisode des Ersten Weltkrieges.


    Von Anfang an ist da ein Sog, der durch die Kamera forciert wird; mal ist sie vor den Protagonisten, mal dahinter, aber immer hält sie das Geschehen im Fokus. Besonders hat mich die Einsamkeit der zwei Meldegänger in der verwüsteten Landschaft geflasht: diese gewaltige Kraft der Kriegsmaschinerie, die die Erde aufbricht und die Eingeweide freilegt, in denen Menschen wie kleine Tiere herumkriechen und sich mühsam fortbewegen. Da wirkt die Natur, die noch unberührt geblieben ist, wie eine Wohltat.


    Sehr inspirierend... :)


  • Der Klavierspieler vom Gare du Nord

    Frankreich, 2018


    *omg**omg**omg*

    Die ausschließlich positiven Kritiken aller Orten bleiben mir völlig unverständlich und sind wohl der Scham zuzuschlagen, dass Klassik heute kaum noch eine Rolle spielt in der Popkultur. Von der albernen Story mal abgesehen, die ist bei Good Will Hunting auch nicht besser, gibt es eigentlich nichts, was man Gutes über diesen Film sagen könnte. Die Hauptdarsteller sind vollkommen unglaubwürdig in ihrer Rolle; dem Jungen nimmt man seine widerständige Attitüte, seinen Zorn nie ab, nirgendwo ist sein Herkommen und sein Charakter glaubhaft motiviert. Das Gleiche gilt für den Professor vom Konservatorium und erst recht für Kristin Scott Thomas als Lehrerin mit komplett rochierendem Wesen ohne jede Grundierung. Man vergleiche Robin Williams und Matt Damon, die eine kammermusikalische Intensität entfalten, die in Bann zieht. Die albernen und wohl gescheit und tiefsinnig sein sollenden Dialoge schreien zum Himmel und der triefende Kitsch etwa in der Beziehung zu dem farbigen Mädchen zieht eine schmalzige Musik in den Film, dass man kotzen möchte. Und zuletzt: Ich wüsste gerne, wer die Musik eingespielt hat; allein dieses Bach- und Lisztspiel ...


    P.S. Das Buch war ja schon übel, aber das hier ...

  • Das hast Du wohl eines von etlichen Niveau-Losen gezogen ...

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)