Jetzt auf den Augen - Filme (2020)

  • Ich bin absolut nicht mehr sicher, aber einer der „Reise zum Mittelpunkt der Erde“-Filme ab ca. 1980 ... der DVD lag eine 3D-Brille bei, man konnte den Film aber auch 2D schauen ... es war vermutlich dieser



    ... auch ziemlich bescheuert und die 3D-Technik (Zweifarbenmethode) nicht so überzeugend ...

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • nie und nimmer hätte ich es für möglich gehalten, dass dessen Werk in dem nachstehenden Umfang - mehr oder weniger getreu zum Werk (wohl eher weniger) - filmisch adaptiert worden ist.

    Gut, ich habe das schon länger gewußt. Es gibt auch eine Seite eines Fans.

    Selbstverständlich kenne ich das eine oder andere, möchte aber in die Runde fragen, ohne mich zunächst zu offenbaren, welche Umsetzungen ihr für gelungen haltet.

    Ich nenne nur mal die wichtigsten:


    1954 - 20.000 Meilen unter dem Meer (USA)

    Ein vorzüglicher Abenteuerfilm mit Kirk Douglas und James Mason

    1958 - Erfindung des Verderbens (CSSR)

    Die wohl herrlichste Adaption eines Verne-Romans - ein halb animierter Realfilm, der perfekt in der Bilderwelt der alten Romane eingebettet ist

    1978 - Das Geheimnis der stählernen Stadt (CSSR) (Die 500 Millionen der Begum)

    Eine spannend erzählte CSSR-Produktion, die den Charme der Verneschen Visionen sehr gut überträgt


    Da gibt es natürlich noch viele andere bekannte Adaptionen, doch diese drei oben Genannten halte ich für die besten Verfilmungen überhaupt.


  • Arizona Dream
    USA, 1993

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Spartacus

    USA, 1960

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Heute war ich wieder im Kino - mein Stammkino um die Ecke. Das Programm ist eher mäßig, aber heute Abend lief eine Sondervorstellung, die ich nicht missen mochte:



    Frühstück bei Tiffany

    USA 1961


    Ich konnte nicht anders, ich mußte rein - das war als Ladies-Vorstellung deklariert, und tatsächlich war ich der einzige Mann dort. Aber als Cineast ist mir das egal: die Chancen, Filme diesen Alters noch auf einer Kinoleinwand zu sehen, sind viel zu rar, als daß man sowas durch die Lappen gehen lassen sollte. Und ich hatte ihn auch schon ewig nicht mehr gesehen.


    Klar war natürlich, daß mit 35mm-Kopie Sense ist; in diesem Kino gibt es ohnehin nur die modernen Digitalprojektoren, und ob noch eine deutschsprachige Kopie existiert, wage ich zu bezweifeln. Somit ist es ein Digital Intermediate in 2k gewesen, was ich sah, definitiv das Master für die BD. Doch auf der Leinwand (immerhin der größte Saal mit 300 Plätzen, vermutlich gut 10-12 Meter breit) sah das recht vernünftig aus. Letztendlich ist es aber nicht wichtig, wenn man in der Handlung drinne ist. Es ist ein Film mit viel Charme, einer bezaubernden Audrey Hepburn und einem guten George Peppard. Es hat einfach Spaß gemacht, ihnen zuzusehen.


    Es waren nicht viel da: vielleicht 6-8 Leute. Es gab ein Fläschchen Sekt und eine Frauenzeitschrift - auf Letzteres habe ich großzügig verzichtet...:D 7,- € hat der Spaß gekostet. Ein günstiges Vergnügen...:)

  • :jubel::jubel::jubel:


    Schlimme Zeiten, wenn man eine Frau oder schwul sein muss, um in so einen großartigen Film gehen zu dürfen. Da reden alle ständig von Sexismus, aber only for Ladies ist ok?

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Joker
    USA, 2019

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • A Beautiful Day

    Großbritannien/Frankreich, 2017

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Die letzten in meinem Player:



    Alles Geld der Welt

    Ridley Scott, 2017


    Ich verfechte generell, dass Filme von Ridley Scott reifen müssen und oft erst bei der zweiten oder dritten Sichtung greifen. So ist auch dieser bei mir bis auf Weiteres nicht angekommen. Erstklassig ausgestattet, fotografiert, geschnitten, besetzt (wenn auch mit dem unangenehmen Beigeschmack des Nachdrehs) und doch erstmal mau im Gedächtnis geblieben. Irgendwann freue ich mich also auf eine Zweitsichtung.




    Die Frau, die vorausgeht

    Susanna White, 2017


    Schmaler Film, nett und ein wenig aufregend mit einigen intensiven Momenten. Kein großes Ding, aber schön anzuschauen. Aber mit dem schlechtesten künstlichen Schnee, den ich je sah.




    Das war der Wilde Westen

    John Ford, Henry Hathaway, George Marshall, Richard Thorpe, 1962

    Gewaltiger Bilderbogen im seinerzeitig hochkarätigen Format auf allen Ebenen. Erzählerisch fast nicht seicht oder zu unangenehm altbacken und in manchem fesselnd. Dazu eine Bildkuriosität: Warner präsentiert den 3x35mm-Film auf Disc 2 als "SmileBox"-Format, das mit deutlich höherem Seitenverhältnis links und rechts die Räumlichkeit der Cinerama-Projektion in zwei Dimensionen nachahmt. Sehr ungewöhnlich und erst irritierend, dann aber verblüffend plastisch funktionierend, allerdings sicher nicht auf einem Bildschirm, es braucht schon eine gewisse Bilddiagonale. Würde auch andere Filme in diesem Verfahren sehen.




    Open Range

    Kevin Costner, 2003


    Gefiel mir damals, gefiel mir wieder. Ein ruhiger Western mit einem knallharten, schnellen, einem der besten Shootouts der Filmgeschichte. Es gibt Makel, auch in Kostners Regie und im Schnitt, aber insgesamt tragen die Figuren und ihre Darstellung (Robert Duvall bestens) souverän und angenehm unkonventionell warmherzig darüber hinweg. Wenn ein alternder Cowboy sich vor der vielleicht letzten Konfrontation erstmals in seinem Leben Schokolade kauft oder wenn ein anderer alternder Cowboy seinen Finger nicht weiß, wie mit dem zarten Henkel einer Porzellantasse umzugehen ist, dann bin ich dabei.




    Vice

    Adam McKay, 2018


    Oh, der hat Spaß gemacht. Das liegt nicht nur an den Darstellenden und dem stimmigen Zeitkolorit und den Machenschaften und der umwerfenden Make-up-Arbeit und der erstaunlich leichtfüßigen Aufbereitung komplexer Gespinste der jüngeren Politik. Es liegt vor allem an der überaus gewitzten Machart, dem überaus wachen und immer wieder überraschenden Schnitt, mit dem Adam McKay womöglich Oliver Stones beste Momente dieser Art übertrifft. Völlig frisches Biopic, das mich mitunter aus den Latschen gehauen hat.




    Valerian

    Luc Besson, 2017


    Schwach besetzt, wenn ich mal von einem tollen Auftritt Ethan Hawks absehe, und mit griffiger Story, die nicht weiter der Rede wert ist. Aber herrlich überdrehtes Eyecandy mit Ideen im Überfluss, was man so von keinem Star Wars oder Avatar bekommt. Eine dramatische Marzipan³-Torte von der Art, die ich absolut nicht täglich brauche, aber ab und zu darf das.




    The Sisters Brothers

    Jacques Audiard, 2018


    Noch ein Western der leisen Töne und mit einem treffenden Ensemble. Er wirkt vielleicht etwas verzettelter als Open Range, aber sein Blick auf ein paar Männer und ihre Themen im Rahmen des Goldrauschs reflektiert intensive Fragen zu Gier und gesellschaftlicher Vision. Und wenn ein alternder Cowboy sich seine erste Zahnbürste kauft, bin ich natürlich wieder dabei.




    Ride with the Devil

    Ang Lee, 1999


    Mit Abstand die Nullnummer unter den letzten Sichtungen, die mir gegen Ende nicht schnell genug zu diesem kommen konnte. Leere Figuren, ödes Gewese, von der Untiefe einer Pfütze. Die weitreichenden Themen des Sezessionskrieges derart auf die Pappbox eines Fastfoodburgers zu drucken, ermüdet mich nicht nur, sondern ist mir peinlich.


    *sante*

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)


  • Joker
    USA, 2019


    Großer Gott, es kann mir doch keiner erzählen, dass auch nur einer von euch diesen Film von Anfang bis Ende gesehen hat, ohne sich eine Kugel in den Kopf jagen, den Strick zu nehmen oder aus dem Fenster zu springen. Hier überschreitet Kunst die rote Linie und wird real; ich habe selten einen so abgrundtief verzweifelten Streifen gesehen; als ob jemand zwei Stunden lang mit den Fingernägeln eine Tafel rauf und runter fährt.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • A Beautiful Day

    Großbritannien/Frankreich, 2017


    Jesus Christus, auch krass wider den Strich gebürstet; kein Gewaltvoyeurismus, sondern nackte Seelenqualen, die sich auch im Physischen manifestieren! Was dieser Joaquin Phoenix für eine Entwicklung genommen hat seit den unseligen Auftritten in Gladiator und Signs.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Via prime (kostenlos). Fuuuuuck ...


    *frog*


    7500

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)


  • Der schmale Grat
    USA, 1998

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Die ideale Sonntagnachmittagsunterhaltung:


    Hat man da als Familenvater nicht Sex? Alle paar Wochen ... 8-)

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Der schmale Grat
    USA, 1998

    Gern verdopple ich pm_diebelshausens "like" - hier sogar schriftlich und ohne irgendwelche Abstriche - ganz ehrlich, mein lieber Herr Yorick.

    Als ich den Film vor 20 Jahren das erste Mal sah, war ich noch zu jung und unduldsam. Und auch jetzt bin ich noch der Meinung, dass sich vor allem das filmkünstlerische Mittel der Kontrastierung paradiesischer Natur mit den menschlichen Kriegsgräueln ein wenig abnutzt im Lauf der drei Stunden; aber im Ganzen ist das ein so gewaltig fotografierter Film mit so viel Tiefsinn, dass ich jedes Mal aufs Neue geplättet bin.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Gehört zu meinen intensivsten und deshalb liebsten Filmbegegnungen. Brilliant in jeder Hinsicht bis hin zu dem genialen Einfall, einen Travolta als Noltes Vorgesetzten zu besetzen. Ich kenne auch kaum einen insgesamt prominent gecasteten Film, bei dem die bekannten Gesichter dermaßen in Story und Setting aufgehen, von der existenziell philosophisch reflektierenden Perspektive im Kriegsgenre ganz zu schweigen. Und ich bin meist kein Freund von Off-Stimmen. Neben "Days of Heaven" für mich Malicks bester.


    *sante*

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)

  • Brilliant in jeder Hinsicht bis hin zu dem genialen Einfall, einen Travolta als Noltes Vorgesetzten zu besetzen. Ich kenne auch kaum einen insgesamt prominent gecasteten Film, bei dem die bekannten Gesichter dermaßen in Story und Setting aufgehen


    Wie man liest, sind ja sogar 70-80 Prozent der Szenen mit Stars rausgeflogen, manche kamen gar nicht mehr vor wie Gary Oldman, Viggo Mortensen, Bill Pullman und Mickey Rourke. Und ich hätte als Lieutenant Colonel Gordon Tall den Brigadier General Quintard über Bord geschmissen, wenn er mir SO eine Kippe offeriert hätte; stattdessen hat er sich zuerst Feuer gegeben, auch ok.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793