Jetzt auf den Augen - Filme (2020)


  • Hitchcock, Sacha Gervasi, USA 2012


    Cooler Film, der die Entstehung von Hitchcocks Film Psycho thematisiert, den man auch als Spiegelbild, zumindest teilweise, seiner Beziehung zu Alma verstehen kann. Ich erinnere da nur an die Duschszene, die Hitchcock, dargestellt von Anthony Hopkins, in beängstigender Raserei eines eifersüchtigen Ehemannes, der jede Kontrolle über sich verloren hat, seinen Darstellern vorführt. Im Übrigen schimmert bisweilen eine gehörige Prise Humor durch.


  • A Prayer Before Dawn

    Frankreich/Großbritannien/USA/Kanada/Kambodscha, 2017


    Hier wird keinerlei Gewaltvoyeurismus bedient - ein dumpfes Gefühl in der Magengrube von der ersten bis zur letzten Minute. Tatsächlich schonungslos.


  • Freies Land
    BRD 2019

    Sehr vieles hätte ich einzuwenden; die Anachronismen, die unsägliche "Wir-machen-auf-nordische-Krimis-Atmosphäre; der sagenhaft schlechte Ton usw., und dennoch ist das ein ganz starker Film. Die Trostlosigkeit der Nachwendezeit im Norden der ehemaligen DDR, die Ambivalenzen in den Biografien, die Konsequenz der linearen Handlung und natürlich die Kameraführung in den eindrucksvoll suizidalen Landschaften. Dazu ein Felix Kramer, den man ja nun spätestens aus Warten auf’n Bus kennt, dessen Schauspiellleistung einen Oscar wert wäre. Ganz großes Kino.



    La isla mínima – Mörderland
    Spanien 2015

    Dass Obiges ein Remake ist, las ich erst danach und stürzte mich wenige Stunden später auch in das Original; beide Filme sind bei AmazonPrime frei verfügbar für Premiumkunden. Bis auf 2 winzige Unteschiede gleichen sich die Filme bis auf die Details einer jeden Einstellung. Was aber in Deutschland in die Nachwendezeit verlegt war mit einem alten Stasioffizier, der in Bautzen folterte, spielt eigentlich in der Nachfrancozeit mit einem ehemaligen Folterknecht der spanischen Gestapo. Dieser spanische Film besticht natürlich auch durch das filmische Einfangen der andalusischen Marschlande, ebenso aber durch die beiden Charaktere. Und er Ton ist um welten besser, endlich verstand ich alle Dialoge.

    Interessant auch die beiden in sich jeweils stimmigen Musikkonzepte.

  • Via prime für umme (dort in zwei Teilen):



    Nice ... wobei: andere Verfilmungen sind mir komischer Weise bislang nie vor die Linse gekommen ...

    Ein bisschen Herzschmerz à la 'di-Caprio-Titanic', verbunden mit realistisch wirkenden Animationen in der gleichzeitig hervorragend dargestellten historischen Welt 1905 ... das hat mich tatsächlich beeindruckt: zwar als 'Fremdkörper' wahrnehmbar, aber dennoch nicht so bildfremd wirkend.


  • Jaja, ich bin begeistert und erschüttert zugleich: wie kann man wichtige Details (die in meinem Kindheitshirn eingebrannt sind) übergehen, um sie durch windige 'Erklärungen' zu ersetzen? Das ergibt doch keinen wirklichen Sinn. Die Besetzung ist hingegen fast perfekt (okay, Frau Waas ist normalerweise anders ...), aber z.B. PingPong: genial!


    Ich weiß noch nicht wirklich, was ich davon halten soll. Am besten alles nochmal neu; mit dem Buch als Drehbuch. Ende, also der Michael, würde das - wie auch die ueG - für nicht so gelungen befunden haben; vielleicht in groben Zügen ... ja!


    Insgesamt zu platt und abgehackt. Nee, Leute, so geht das nicht; warum fragt mich niemand bei so essentiellen Dingen wie Mozart oder Jim Knopf?


    *beiss**deibel**sm*


    Insgesamt dennoch: nett.

  • :) Ich bin ein Zoni. :wink:


    Aufgewachsen mit Pittiplatsch, Clown Ferdinand, Lolek und Bolek, dem kleinen Maulwurf, Adolar, Puppendoktor Pille; Spuk im Hochhaus und unterm Riesenrad, dem Krankenhaus am Rande der Stadt; Oh, diese Mieter; den Abenteuern des Dick Turpin; Curro Jiménez – dem andalusischen Rebellen; Paco, dem Fernfahrer. Abenteuer auf Spaniens Straßen; Rentner haben niemals Zeit; Archiv des Todes; Front ohne Gnade; Das unsichtbare Visier usw.

  • "Adolars phantastische Abenteuer" ist klasse, allein schon die erste Folge (zwei Dimensionen) sehenswert. Aber

    Rentner haben niemals Zeit

    wird ja wohl nicht Deine vorzeitige Ausrede sein, Jim Knopf auch jetzt nicht wahrzunehmen.


    *sante*

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)

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