Eure liebsten Solo-Orgelwerke

  • Stockmeier:

    Kreienbrink 1978, St. Johann (Osnabrück)


    Alain: ist also aus der zweiten GA

    Schwenkedel 1971, Collégiale St Pierre & St Paul, St Donat-sur-l'Herbasse (Drôme/Frankreich)


    Rogg: ist die dritte GA

    Metzler 1965, Kathedrale St. Pierre (Genf/Schweiz) - rec. 02/1976


    Walcha: aus der zweiten GA

    Schnitger 1725, Grote of Sint-Laurenskerk (Alkmaar/Niederlande)

  • Danke, das kann man nun nachvollziehen.


    Was die Dispositionen Registrierungen* anbelangt: es ist nicht selbstverständlich, daß sie immer dazu genannt werden, bis heute nicht. Es ist nicht immer von einer preisreduzierten Ausgabe abhängig, wenn sie nicht mitgenannt werden, dazu habe ich zuviele Hochpreis-CDs, die sie auch nicht aufführen.



    *Sorry, falsch ausgedrückt [nachträgliche Änderung; 12.03.2020 - 1:03 Uhr]

  • Was die Dispositionen anbelangt: es ist nicht selbstverständlich, daß sie immer dazu genannt werden, bis heute nicht. Es ist nicht immer von einer preisreduzierten Ausgabe abhängig, wenn sie nicht mitgenannt werden, dazu habe ich zuviele Hochpreis-CDs, die sie auch nicht aufführen.

    Das ist natürlich sehr schade.

    Zu den Aufnahmen, die Du eingestellt hast: Walcha und Rogg habe ich auf Vinyl, und ich sage das nicht umsonst: Ich hatte speziell bei Walcha ein völlig anderes Klangempfinden als bei den CDs der beiden Anderen. Ich fühlte mich da fast wie in der Kirche dabei.

    Die Stockmeier-Aufnahme habe ich in einer 20-CD-Pappschachtel von "Art & Music" Hamburg; könnte sein, dass ich auch mal über 2001 erworben habe (weiß ich nicht mehr).

    Ui jui jui, mich traf jast der Schlag, als ich sah, was man für diese Aufnahmen (speziell Stockmeier) auf den Tisch legen müsste...

  • Danke, das kann man nun nachvollziehen.


    Was die Dispositionen anbelangt: es ist nicht selbstverständlich, daß sie immer dazu genannt werden, bis heute nicht. Es ist nicht immer von einer preisreduzierten Ausgabe abhängig, wenn sie nicht mitgenannt werden, dazu habe ich zuviele Hochpreis-CDs, die sie auch nicht aufführen.

    Die Angabe der Disposition des Instruments im Booklet ist aus meiner persönlichen Sicht zwar ganz nett aber auch nicht herausragend wichtig; die kann ich ohne viel Aufwand recherchieren. Wichtig und spannend, ich wiederhole mich gern zum 250. Mal, sind die verwendeten Registierungen. Gerade BWV 582 könnte hier angesichts der Variationenfolge, sofern man das Teil nicht im Plenum durchspielt, ein Musterbeispiel sein.

  • BWV 582

    Den nachfolgenden Link habe ich bereits mehrfach in diesem Forum gesetzt:


    klick


    Wer eine Ahnung von den Möglichkeiten der Vielgestaltigkeit der Lesarten dieses Werkes erhalten möchte, mag diesen Beitrag von Franz Lüthi als Ausgangspunkt für eine vertiefte Beschäftigung verinnerlichen.

  • Ich hatte speziell bei Walcha ein völlig anderes Klangempfinden als bei den CDs der beiden Anderen.

    Das liegt an der Aufnahme, nicht am Wiedergabeformat.

    Ui jui jui, mich traf jast der Schlag, als ich sah, was man für diese Aufnahmen (speziell Stockmeier) auf den Tisch legen müsste...

    Ja, heutzutage muß man nicht mehr viel Geld investieren.

    Wichtig und spannend, ich wiederhole mich gern zum 250. Mal, sind die verwendeten Registierungen.

    Ups, da muß ich mich korrigieren:


    Was die Dispositionen anbelangt [...]

    Ich meine Registrierungen - nicht Dispositionen. Ich habe es oben nachvollziehend geändert.

  • Zu den Dispositionen [diesmal so gemeint]:


    Da sieht es eigentlich nicht so düster aus. Sehr häufig findet man solche Informationen durchaus in Booklets der Einspielungen, freilich auch nicht in allen. Meine Stockmeier-Box (die gleiche wie deine, Harry) führt die Orgeln tatsächlich nicht auf, manche andere Bach-GAs (Alain I) auch nicht. Aber die meisten Einspielungen, die ich besitze, stellen auch immer die Orgeln vor - ich würde sagen: bei 80%.


    Max hat ganz recht: in der Regel kann man die Disposition nachgooglen, es sind schon sehr viele Orgeln im Netz aufgelistet. Kleine unbedeutende Instrumente in irgendwelchen Dorfkirchen haben wohl ihre Liebhaber, und lokale Websites bzw. die Orgelbauer selber sind durchaus fleißig im Posten solcher Infos. Die Orgeldatenbanken tun ebenso ihr Scherflein bei.

  • Ja, heutzutage muß man nicht mehr viel Geld investieren.


    Vermutlich meint Harry, dass ihm die Stockmeierproduktion aus den späten 70ern in diversen Aufmachungen in der Vergangenheit zu einem Preis von nicht mehr als etwa EUR 10,00 begegnet ist. Insoweit sind Preise von EUR 15,00 bis EUR 60,00, die man wohl heute dafür schweren Herzens zu akzeptieren hat, in der Tat bemerkenswert. Obwohl, wenn man etwas sucht, findet man diesen Klotz nach wie vor auch zum Tiefstpreis.

  • Insoweit sind Preise von EUR 15,00 bis EUR 60,00, die man wohl heute dafür schweren Herzens zu akzeptieren hat, in der Tat bemerkenswert.

    Nicht ganz - ich habe nur die Boxen verlinkt, bei denen das Cover zu sehen ist. Hier die Ausgaben von 2006:



    beide zusammen gebraucht für momentan 4,96 € plus 6,- € Versand beziehbar.


    Die weiße 20-CD-Box von Art & Music, die ich selber habe, kann man gebraucht für 6-9 € über Marketplace beziehen.

  • Wir sind ja längst wieder OT, aber ein Letztes muss ich noch loswerden, bevor es mit "Werken" weitergeht.

    Zuerst glaubte ich, wir hätten uns total missverstanden, als auf

    Ui jui jui, mich traf jast der Schlag, als ich sah, was man für diese Aufnahmen (speziell Stockmeier) auf den Tisch legen müsste...

    die Reaktion

    Ja, heutzutage muß man nicht mehr viel Geld investieren.

    erfolgte. Warum? Als ich die Stockmeier-Covers von Post Nr. 21 anklickte, fand ich auf Amazon (aktuell zu dieser Minute immer noch!) 20,98 € für die erste neu und sage und schreibe 56,14 € gebraucht für die zweite Box. Dann aber kamen eure Kommentare und die Covers in Post 29, und klickt man diese an, findet man, ebenfalls auf Amazon, tatsäch das bestätigt:

    beide zusammen gebraucht für momentan 4,96 € plus 6,- € Versand beziehbar.

    (Um ein paar Cent streiten wir uns nicht). Das soll mir doch einmal jemand erklären. Gut, bei Post 21 steht "Import", aber offensichtlich sind das doch dieselben Aufnahmen, oder irre ich mich?

    Aber noch etwas Grundsätzliches: Wenn ich diese oder auch sonst irgendeine Aufnahme irgendeines Werks erwerben möchte, suche ich selbstverständlich nach preisgünstigen Alternativen. Ich weiß wohl, dass es auch andere Bezugsquellen neben Amazon gibt; aber die Amazon-Preise bilden schon so etwas wie eine Vergleichsbasis. Und ein Letztes noch dazu: Bei vielen eurer eingestellten Covers stellte sich, wie schon einmal vor etlichen Jahren hier im Forum erwähnt, heraus, dass die Preise bei Amazon fast immer günstiger sind als bei jpc.


    Reden wir jetzt aber ab sofort nicht mehr übers Geld, sondern über die Musik - also her mit superguten Orgelwerken in tollen Interpretationen.


    Viele Grüße, harry


    • Offizieller Beitrag

    Bei vielen eurer eingestellten Covers stellte sich, wie schon einmal vor etlichen Jahren hier im Forum erwähnt, heraus, dass die Preise bei Amazon fast immer günstiger sind als bei jpc.


    Reden wir jetzt aber ab sofort nicht mehr übers Geld, sondern über die Musik

    Oh sorry, da muss ich aber noch intervenieren:


    Im Gegensatz zu jpc hat Amazon die Möglichkeit, gebrauchte Artikel (nicht eigene) anzupreisen.

  • Im Gegensatz zu jpc hat Amazon die Möglichkeit, gebrauchte Artikel (nicht eigene) anzupreisen.

    Stimmt natürlich; aber ich habe diese Beobachtung auch schon in den meisten Fällen bei Neu-Angeboten gemacht

    (und komischerweise findet man auf Amazon manchmal Angebote von Drittanbietern - neu, wohlgemerkt! - günstiger als von Amazon selbst. Aber über dieses Thema haben wir uns auch schon einmal - vor Jahren - unterhalten; bin jetzt zu müde, um den Thread herauszusuchen ||:))

    Grüße, harry

  • Gut, bei Post 21 steht "Import", aber offensichtlich sind das doch dieselben Aufnahmen, oder irre ich mich?

    Das ist korrekt - aber aus irgendeinem Grund hat Amazon viele Titel sozusagen doppelt gelistet - einmal die reguläre deutsche Ausgabe, dann der Import. Das hat wohl eher katalogtechnische Gründe, denn häufig ist es die gleiche Ausgabe, die sich dahinter verbirgt - zumeist auch mit verschiedenen EANs/UPCs versehen.


    Insofern ist es beim Recherchieren in Amazon immer lohnenswert, die Suchliste durchzuforsten, ob die jeweils andere Ausgabe nicht sogar günstiger ist als die Erstgelistete. Ich habe da schon öfters von profitiert.


    Aber nun zurück zur Tagesordnung...:saint:

  • Jedenfalls für mich immer wieder außerordentlich beeindruckend:


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    Benjamin Righetti spielt Bachs D-Dur Fuge BWV 532 / 2 - beeindruckende Verschmelzung von bis zu vier Klangebenen, tolle Daumen- und Zeigefingerakrobatik, tadellos sichere Pedalläufe (Église Saint-François, Lausanne [Kuhn, V/75]).


    :jubel:

  • Kei Koito mit Bach aus Erfurt (Cruciskirche - Neuwerkskirche); allein der wundervolle Klang dieser 4' Nachthorn-Registrierung aus BWV 902/2 (Transkr.) lässt eine Beschäftigung mit dieser Produktion als lohnenswert erscheinen. Wer zudem die Angebote der einschlägigen Anbieter regelmäßig durchscannt, wird feststellen, dass Veröffentlichungen dieser japanischen Organistin, Musikwissenschaftlerin und Komponistin immer mal wieder zu Sonderpreisen erhhältlich sind - (JD wird dies bestätigen können), also Augen auf,


    Track 12

  • Zugegeben eher unbekanntes Repertoire - allerdings vielleicht gerade deshalb darf NAXOS meines besonderen Dankes versichert sein, dass dort diese exzellente Veröffentlichung des kanadischen Komponisten, Chordirigenten, Organisten, Musikpädagogen und Pfeifenrauchers Healey Willan mit Patrick Wedd an der Casavant Orgel der Saint-Jean-Baptiste-Kirche in Montréal, V/63, erschienen ist:



    Hier der Begleittext zu der Orgelaufnahme --> klick


    Sein 1916 erschienenes Werk Introduction, Passacaglia and Fugue, op. 149, das hier gerade erklingt, ist aus meiner Sicht ein besonders starkes orgelsymphonisches Opus (ausgestattet mit ausgeprägten Steigerungen) - ein spätromantische Klangereignis, hinsichtlich Textur und Komplexität an Reger erinnernd und in Bach wurzelnd - wirklich grandiose Melodien von monströser Tiefe bis zu übermütiger Lebenslust werden hier geboten. Wedd nutzt die Möglichkeiten seines komplexen Instruments fabelhaft aus. Da klingt nichts glatt oder unverbindlich, selbst die Trompetenregister, die bisweilen etwas aufdringlich wirken können, fügen sich organisch in das musikalische Geschehen ein.


    Wer Lust zum Nachhören verspürt, wird bei YT mehrfach fündig.


    Demnächst erscheint übrigens eine Produktion mit Rachel Mahon, die sich kanadischer Orgelmusik widmet. U.a. findet man dort auch Willans Opus.


    • Offizieller Beitrag

    Achja, das hab' ich ganz vergessen ... zum Glück gibt es dieses (eigentlich witzige) Video noch - wirklich eine sehr crazy Jugend-Gang:


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    Witzig: 6:14 - 6:16 ... aber besonders mag ich die Schlußscene ab 18:20 ... "Hol' schomma die Jacke, ich bin gleich durch und muß noch zum CoffeeShop ..." *cat**organ**ciao*

    In Besançon wohnte ich dereinst (unabsichtlich) den Proben des "Organizers" bei und war von dem Werk gleich sehr angetan. Für mich: vom musikalisch kaum übertreffbaren Aspekt abgesehen ist dies Video ein von (vermutlich unbeabsichtigter) Selbstironie getränktes ...

  • Kommt jetzt zwar etwas verspätet, aber ich nehme Bezug auf mein Posting Nr. 19, wo es um die Disposition von Orgeln (und die Angaben darüber im jeweiligen Booklet) ging. Gerade habe ich etwas entdeckt, was ich euch nicht vorenthalten will. Leider ist die Seite nur in französischer Sprache, aber wenn man sich speziell für die Orgeln interessiert, kann man das schon gut nachvollziehen. Habe jetzt nur mal kurz reingeschaut (Niedermorschwihr - Silbermann); inwieweit sonstige bedeutende Orgeln vertreten sind, habe ich noch nicht feststellen können.

    Ich wünschte mir eine solche Seite in Deutsch!


    http://www.musiqueorguequebec.ca/musique.html


    Viel Spaß beim Lesen und Entdecken, harry