Claviersonate Nr. 3 f-moll op. 5 (1854): Einspielungen (omi)

  • Es ist schon ein wenig seltsam, dass ich ausgerechnet eine Sonate, mit der ich bis heute Probleme habe; am Häufigsten hörte in den letzten Jahren. Obwohl ich also ganz sicher zu einigen der Sonaten Beethovens, Schuberts oder Schumanns wesentlich eher etwas schreiben könnte; möchte ich künftig versuchen nach dem Vorbild von AlexanderK bei Capriccio zur großen Lisztschen h-moll oder auch Dr. Holger Kalethas Interpretationsvergleich bei Tamino zu Chopins op. 35 (ganz zu schweigen von William B.A. Monumentalversuch zu Beethovens Sonaten) peu à peu alle greifbaren Aufnahmen zusammenzutragen und auswahlweise kurz zu besprechen. Ich werde sie hier im ersten Posting diskographisch auflisten und die besprochenen dann verlinken.


    - Walter Gieseking, 1948
    • Arthur Rubinstein, 17. Juni 1949
    • Julius Katchen, 1949
    • Solomon, 19./20. August 1952 (London)
    • Wilhelm Kempff, 31. Juli 1958 (Mozarteum, Salzburg: live)
    • Arthur Rubinstein, Dezember 1959 (New York's American Academy of Arts and Letters)
    • Clifford Curzon, 1963
    • Julius Katchen, 1964-66
    • Peter Rösel, 1975
    • Gerhard Oppitz, 17.-22. November 1981 (Bürgersaal Eching bei München)
    • Radu Lupu, 11. Juni 1981 (Friedrich-Ebert-Halle, Hamburg)
    • Idil Biret, November 1989 (Tonstudio van Geest)
    • Hélène Grimaud, 12.-14. Dezember 1991 (Stadsgehoorzaal Leiden; Niederlande)

    - Andrea Bonata, 1992

    • Grigory Sokolov, 20. Oktober 1993 (Salle Gaveau, Paris: live)

    - Nadja Rubanenko, 28. /29. Juli und 29./ 30. Oktober 1995 (Tonstudio van Geest, Sandhausen)

    • Anatol Ugorski, April und Juni 1996 (Jesus-Christus-Kirche; Berlin)
    • Jitka Cechova, 31. März 2001 (Dvorák Hall of the Rudolfinum, Prague: live)
    • Evgeny Kissin, 2003
    • Antti Siirala, Februar 2004

    - Kevin Robert Orr, 2006

    • Vincent Larderet, 2016

    - Gabriele Carcano, 2016
    • David Ezra Okonsar, rel. 2017
    • Philipp Kopachevsky, 6.-7. September 2017 (Westvest Church Schiedam, The Netherlands)

    - Nelson Goerner, März 2019 (Teldex Studio, Berlin)

    - Peter Orth, 2019

    „Als ich es zuweilen unternommen habe, die ruhelose Geschäftigkeit der Menschen zu betrachten, wie auch die Gefahren und Strapazen, denen sie sich [...] aussetzen, woraus so viele Streitigkeiten, Leidenschaften, kühne und oft unheilvolle Unternehmungen usw. erwachsen, habe ich häufig gesagt, daß das ganze Unglück der Menschen aus einem einzigen Umstand herrühre, nämlich, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“ (Blaise Pascal: Gedanken, I, )

  • Beginnen muss man diesen Aufnahmethread meines Erachtens mit denen, die nicht das Licht der Welt erblicken konnten und durften. Und ich rede da natürlich nicht von Glenn Gould, der immerhin von Brahms Balladen, Rhapsodien und Intermezzi aufnahm, aber keine einzige der Sonaten. Aber ich denke an Swjatoslaw Richter, der sogar die beiden ganz frühen Sonaten aufgenommen hat; aber ausgerechnet die letzte und reifste nicht. Selbst wenn man Richters Exzentrik bei der Auswahl seiner Stücke einrechnet, kann ich das nur ganz schwer begreifen, zumal ihm der Kopfsatz doch hätte entgegenkommen müssen. Aber auch sein Kollege Emil Gilels, der sonst ein breites Repertoire aufweist und mit den Brahmsschen Klavierkonzerten reüssierte in aller Welt, hat seine Finger von op. 5 gelassen. Und selbst von Vladimir Horowitz scheint es keine Einspielung zu geben, obwohl sein Widerpart Rubinstein hier mehrfach tätig wurde.

    „Als ich es zuweilen unternommen habe, die ruhelose Geschäftigkeit der Menschen zu betrachten, wie auch die Gefahren und Strapazen, denen sie sich [...] aussetzen, woraus so viele Streitigkeiten, Leidenschaften, kühne und oft unheilvolle Unternehmungen usw. erwachsen, habe ich häufig gesagt, daß das ganze Unglück der Menschen aus einem einzigen Umstand herrühre, nämlich, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“ (Blaise Pascal: Gedanken, I, )

  • „Als ich es zuweilen unternommen habe, die ruhelose Geschäftigkeit der Menschen zu betrachten, wie auch die Gefahren und Strapazen, denen sie sich [...] aussetzen, woraus so viele Streitigkeiten, Leidenschaften, kühne und oft unheilvolle Unternehmungen usw. erwachsen, habe ich häufig gesagt, daß das ganze Unglück der Menschen aus einem einzigen Umstand herrühre, nämlich, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“ (Blaise Pascal: Gedanken, I, )