Einspielungen: Orchersterfassung (opi)

  • Fryderyk Franciszek Szopen (auch: Frédéric François Chopin) komponierte bekanntlich zwei Clavierkonzerte, das Konzert Nr. 1 in e-moll op. 11 und das 2. Konzert in f-moll op. 21, wobei hier - analog Beethoven - das zweite vor dem ersten, nämlich 1829/30 entstanden ist (resp. korrekter ausgedrückt: op. 21 einfach nach op. 11 gedruckt wurde). Ich empfinde es als eigentümlich für einen Claviervirtuosen, daß er mit 'nur' zwei Konzerten aufwartet, die zudem einen nicht gerade bedeutsamen Anteil in der Beliebtheitsskala seiner Werke abgeben. Mir persönlich gefallen die Konzerte überaus gut.


    Während des Konzertes im Nationaltheater, das begeistert aufgenommen wurde, erklangen auch Werke von Karol Kurpiński (1785-1859): Overture zu dessen Oper Cecylia Piaseczynska, Ferdinando Paër (1750-1819): La Biondina, Józef Ksawery Elsner (1769-1854): Ouvertüre zu Leszek Bialy sowie Szopens Grande fantaisie sur des airs polonaises für Cavier und Orchester op.13. Dieses Stück ist immerhin noch ein Trost-Bonbon für all jene, denen zwei Clavierkonzerte nicht reichen.


    Christoph Spering hat diesen großen musikalischen Tag in Warschau musikalisch rekonstruiert und festgehalten:



    Janusz Olejniczak, Fortepiano Érard
    Olga Pasichnyk, Sopran (La Biondina, Paër)


    Das Neue Orchester
    Christoph Spering
    opi

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est.


  • Clavierkonzert Nr. 1 e-moll


    Seong-Jin Cho, Hammerklavier
    Warsaw Philharmonic Orchestra
    Jacek Kaspszyk

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est.

  • Die beiden Konzerte in der Kammerversion, gespielt auf einem Pleyel-Flügel:



    Kikuko Ogura, Hammerflügel


    Leider ist der Preis nur sehr undeutlich und verschwommen erkennbar ...

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est.

  • SRF 2 Kultur "Diskothek": Frédéric Chopin: Klarvierkonzert Nr.1 e-Moll


    Demnächst.


    Was mag wohl ein Klarvier sein? 8-)

    "Die Geschichte ist der beste Lehrmeister mit den unaufmerksamsten Schülern." Indira Gandhi

  • Aufnahme 1
    Emanuel Ax, Orchestra of the Age of Enlightenment, Charles Mackerras, 1998


    Aufnahme 2
    Akiko Ebi, Orchestra of the 18th Century; Frans Brüggen, 2013


    Aufnahme 3
    Krystian Zimerman, Polish Festival Orchestra, 1999



    Aufnahme 4
    Martha Argerich, Orchestre Symphonique de Montreal, Charles Dutoit, 1998


    Aufnahme 5
    Daniil Trifonov, Warschauer Philharmoniker; Antoni Wit, 2011
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    Aufnahme 6
    Seong-Jin Cho, London Symphony Orchestra, Gianandrea Noseda, 2015


    "Gewinner" wurde Aufnahme 6:

    Zitat

    Zwei Interpretationen auf historischen Instrumenten (A1/2), zwei Referenzaufnahmen von arrivierten Grössen (A3/4) und zwei Aufnahmen von jungen Pianisten (A5/6) standen sich in dieser Diskothek gegenüber. Sowohl Emanuel Ax wie Akiko Ebi haben ihre Ausbildung auf dem modernen Instrument absolviert, was man ihrem Hammerflügelspiel anhört. Die Interpretationen wirken eher konventionell, und die Gäste hätten sich etwas mehr Freiheit im Spiel gewünscht.


    Mit Krystian Zimerman und Martha Argerich sitzen zwei Persönlichkeiten am Klavier, die ein klares Konzept
    vom Stück haben. Bei Zimerman ist die Gestaltung sehr intensiv, man spürt das starke Engagement des Pianisten und dass er die polnische Sprache versteht – eine Interpretation, die in die Extreme geht und dadurch fasziniert. Bei Martha Argerich kommt vor allem die Brillanz zum Ausdruck, allerdings wirkt es stellenweise eher gehetzt und klanglich etwas monochrom. Daniil Trifonov überzeugt mit seinem virtuosen Klavierspiel in dieser Liveaufnahme, allerdings spürt man keinen wirklichen Dialog zwischen Orchester und Solist.


    Als Sieger hervorgegangen ist der jüngste Pianist der Auswahl, der 23 jährige Südkoreaner Seon-Jin Cho, Chopinpreisträger 2015 (A6). Er scheint unbegrenzte pianistische Reserven zu haben, sein Spiel fasziniert in seiner Leichtigkeit und Farbigkeit, die gewählten Tempi überzeugen, und vor allem ist auch das Orchester (London Symphony Orchestra) präsent, nimmt Teil am Geschehen und reagiert sensibel auf den Solisten.

    "Die Geschichte ist der beste Lehrmeister mit den unaufmerksamsten Schülern." Indira Gandhi

  • haben ihre Ausbildung auf dem modernen Instrument absolviert, was man ihrem Hammerflügelspiel anhört.


    Aha. *jesus?*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est.

  • Eine opi-Aufnahme habe ich, aber ich weiß nicht mehr welche und ich kann nicht nachsehen, weil ich noch nicht alles im neuen Heim habe. Erinnert sich einer von euch?

    "Die Geschichte ist der beste Lehrmeister mit den unaufmerksamsten Schülern." Indira Gandhi



  • Frédéric Chopin

    2. Klavierkonzert f-Moll op. 21


    Alexander Lonquich (Hammerklavier)

    Orchestre des Champs-Elysees

    Philippe Herreweghe

    2011


    Mein Durchbruch seinerzeit.

    "Die Geschichte ist der beste Lehrmeister mit den unaufmerksamsten Schülern." Indira Gandhi