01 - Sonate KV 331 A-Dur: Einspielungen (opi)

  • CD 4


    Arthur Schoonderwoerd, fortepiano after Johann Andreas Stein, c 1780 (bare wooden hammers) replica by William Jurgenson

    17.-29. Dezember 2009


    Das ist bislang die einzige opi-Interpretation, die ich kenne. Aber der helle Klang des Instruments mit der flockigen Spielweise sind wenig dazu angetan, sich das Überhören der Sonate abgewöhnt zu haben.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Das ist bislang die einzige opi-Interpretation, die ich kenne.

    Im Prinzip reicht das auch vorerst, weil niemand „opier“ ist als Schoonderwoerd, was die Wahl des Instrumentes und - vor allem - die richtigen Vorschläge betrifft. Selbst im Musikinstrumentenmuseum in Wien liegt auf dem Instrument der falsche (falsifizierte) Notendruck auf ... Semerjian hat sie m. W. leider nicht eingespielt (und falls, dann sicher leider auf einem belederten Walter). Bills unbelederter Stein mit Holzhämmern nach Stein, den Schoonderwoerd hier benutzt, zeichnet sicher einen authentischen Klang der Sonate. Durch die korrekten Vorschläge klingt der Marsch auch wirklich türkisch i.S. der Wr. Klassik, ohne daß es einer Erklärung oder der Substitution durch erst später erfundene Janitscharenzüge bedarf.


    Eigentlich kann man/frau/divers alle anderen Einspielungen komplett in die Tonne hauen (gleiches gilt auch für das Clavierkonzert KV 271, das lediglich von Schoonderwoerd mit den richtigen Vorschlägen versehen ist und nur so echt erklingt; alles andere ist komplett falsch). Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, handhaben es manche Forteisten (imo Bezuidenhout) so, daß sie mal so, mal so spielen - oder (bewusst?) sehr uneindeutig.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)