Jetzt auf den Augen - Filme (2022)

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    Ein Besuch bei Tante Wiki zeigt, dass es sich zumeist auch um ausgewiesene Theaterdarsteller (in prominenten Rollen und an zentralen Orten) handelt, was diesem "Kammerspiel" wahrscheinlich zugute kommt.

    Absolut. Noch wichtiger aber ist eben, dass der deutsche Michel sie kennt.

    Ob da angesichts der eher dürftigen Quellenlage die eine oder andere Figur in Details überzeichnet wird oder nicht, interessiert mich eigentlich nicht sonderlich. Was haben wir denn? Da gibt es das Protokoll der Wannseekonferenz, die Aussagen Eichmanns in Jerusalem, Vernehmungen einiger Konferenzteilnehmer mit Robert M. W. Kempner. Das wäre es wohl. Insoweit mögen Details hinsichtlich der Darstellung einzelner Teilnehmer dieser Konferenz meinetwegen der Phantasie der Theater-, TV- und Kinomacher vorbehalten bleiben.

    Mich interessiert das aber und beim "Chef" handelt es sich schließlich um die wichtigste Figur, die historisch genau erforscht ist. Das hat ja mit den Spielszenen wenig zu tun.

  • Vielleicht hätte man einmal die weibliche Schreibkraft hinsichtlich der Beiträge der einzelnen Teilnehmer dieses Treffens effektiv befragen sollen. Welches Interesse hätte sie haben sollen ihre Rolle in ein positives Licht zu stellen?

    • Offizieller Beitrag

    Die kommt ja in allen Fällen als überzeugte Person aus Eichmanns Büro daher; eine andere hätte man ja auch nicht geladen. Aber das ist auch egal: Viele der Buben sind inzwischen sehr gut biografiert, genug Material für Charakterdarstellungen. *yes*

  • Gewisse Aspekte sind aus meiner Sicht als Einzelheitenfanatiker wenig zufriedenstellend, z.B.

    • wenn auf dem Kragenspiegel Heydrichs vermutlich ein Stern fehlt oder
    • wenn ein Untersturmführer als Hauptsturmführer angeredet wird, ich habe jedenfalls nur drei Sterne ohne Doppelbalken erkennen können.

    Oder täusche ich mich?

    • Offizieller Beitrag

    Da habe ich noch nicht achtgegeben; aber ich wäre der letzte; der das nicht verstünde. Historische Genauigkeit in diesen Details scheint den Produzenten nebensächlich; leider.

    • Offizieller Beitrag

    Gewisse Aspekte sind aus meiner Sicht als Einzelheitenfanatiker wenig zufriedenstellend, z.B.

    • wenn auf dem Kragenspiegel Heydrichs vermutlich ein Stern fehlt oder
    • wenn ein Untersturmführer als Hauptsturmführer angeredet wird, ich habe jedenfalls nur drei Sterne ohne Doppelbalken erkennen können.

    Oder täusche ich mich?

    Nein, hast du beides richtig gesehen. Der SS-Mann, der sich in der Küche laben soll, ist Untersturmführer laut Spiegel und Heydrich wurde bereits 1941 zum Obergruppenführer befördert.

    • Offizieller Beitrag

    Body at Brighton Rock

    USA 2019

    Was wie eine 80er-Jahre-Thrash-Klamotte beginnt, entwickelt sich zu einem schon beeindruckenden Psychodrama; das bis auf den Bärenangriff zum Schluss ohne blutrünstige Szenen auskommt. Ein Paradebeispiel, wie sich mit den einfachsten Mitteln Spannung erzeugen lässt, mit dem Rückgriff auf die uralten Ängste vor Dunkelheit, Tod und Einsamkeit.

  • Franz Peter Wirths großformatige Buddenbrooksverfilmung aus den 70ern:

    Von manchen Beobachtern als überlang eingeschätzt - für mich allerdings genau richtig. Ich jedenfalls habe mich in den 90ern, damals noch als Jüngling, anlässlich einer Wiederholung der 11 Teile im Deutschen Fernsehen bestens unterhalten gefühlt, woran insbesondere das Aufgebot glänzend agierender Schauspieler seinen Anteil hatte.

    Nun also eine Wiederbegegnung - so nach und nach.

  • Angelangt bin ich inzwischen bei der Konfrontation Grünlich/Kesselmeyer/Buddenbrook (Michael Degen, Klaus Schwarzkopf & Martin Benrath)

    Das ist spaßhaft - das ist höchst, höchst spaßhaft.

    Bääääähhhhh

    Fassen Sie sich, beten Sie.

    • Offizieller Beitrag

    Das Geheimnis des gelben Zimmers (Frankreich, Belgien 2003)

    Zitat

    Auf Schloss Glandier ereignen sich mysteriöse Dinge. Auf Mathilde, die schöne Tochter von Professor Stangerson, wird ein Mordversuch ausgeübt. Doch wie kam der Täter in das scharf bewachte Schloss? Und noch mysteriöser: Wie konnte er aus dem gelben Zimmer fliehen, in das Mathilde sich eingeschlossen hatte? - Nach Gaston Leroux' gleichnamigem Roman (1907). Regie: Bruno Podalydès

    Mathilde, die schöne Tochter von Professor Stangerson, verabschiedet sich von ihrem Vater, um sich im direkt angrenzenden Zimmer schlafen zu legen. Es ist ein Zimmer mit gelb gestrichenen Wänden und einem einzigen vergitterten Fenster. Kurz nachdem sie die Tür geschlossen hat, hört man Schreie und einen Schuss. Panisch bricht ihr Vater die Tür auf – Mathilde liegt am Boden, bewusstlos. Ein Mordversuch? Die brennende Frage ist: Wie kam der Täter in das Zimmer? Und vor allem: Wie konnte er unbemerkt fliehen?

    Der junge Reporter Joseph Rouletabille begibt sich zum Tatort, um den Fall mit seinem Freund und Fotografen Sainclair zu lösen. Doch er ist nicht der Einzige: Der berüchtigte Inspektor Larsan ist extra aus Spanien angereist, um sich des Falles anzunehmen. Er verdächtigt sofort Mathildes Verlobten, den einfältig-naiven Darzac.

    Während Rouletabille und Larsan den Spuren auf den Grund gehen, gibt es weitere Mordversuche an Mathilde. Doch nicht alle im Schloss spielen mit offenen Karten. Je tiefer Rouletabille gräbt, desto mehr tut sich ein Labyrinth aus Liebesaffären und Doppelleben auf. Einer der Schlossbewohner muss der Täter sein – doch er scheint zwei Gesichter zu haben. Und kann durch verschlossene Türen treten ...