Leinsdorf, Erich (1912-1993)

  • Erich Leinsdorf, Dirigent von Tradition und richtungsweisender Kühnheit






    Er übernachtete im Hotel „Mozart“, wenn er in Frankfurt beim Hessischen Rundfunk dirigierte. Während ich mich an ein kurzes Gespräch mit ihm vor seinem Hotel erinnere, als ich ihn um ein Autogramm bat (1974), höre ich unter ihm die Haffner Sinfonie, KV 385... mittlerweile die Linzer, Köchel 425.


    Ich würde bezüglich seiner Mozart-Interpretationen gerne mal mit jemandem vom Forum diskutieren, der die Kriterien der historischen Aufführungspraxis kennt (ich bin da die falsche Adresse). Leinsdorfs Deutung erlebe ich nämlich schon recht ausgeprägt in diese Richtung; vielleicht als eine Art Vorläufer/Vorbild (?) für diesen knapp 10 Jahre später – wie Phönix aus der Asche - sich verbreitenden und in unser Bewusstsein schießenden >neuen Interpretationsansatz< .


    Leinsdorf hat zwischen 1955 und 1960 alle 41 Sinfonien mit dem Royal Philharmonic Orchestra London aufgenommen (erschienen bei der DGG, wiederaufgelegt 2005). Obwohl er kein Spezial-Orchester dirigierte, klingen seine Mozart-Interpretationen (Sinfonien) sehr trocken, ja aufgerauht im Klang, ungeheuer linear drängend, folglich >forsch unlieblich< , kein Mozart-Kugeln-Mozart, auch kein frühromantischer, wie bei Furtwängler und Walter, auch kein hausbackener mit Wienerischem Anstrich wie bei Karl Böhm. Die 7 CD-Box möchte ich allen Mozartianern ans Herz legen.


    In den siebziger Jahren habe ich E. L. im Sendesaal des Hessischen Rundfunks mit >Schönbergs Gurreliedern< und der Pastorale des Ludwig van B erlebt. DAS waren für mich unvergessliche Aufführungen. Es waren meine ersten Gurrelieder, die seitdem für mich zu einem immens wichtigen Werk geworden sind. Sein Dirigierstil war da anders als bei den Mozart-Sinfonien. Der vorherrschende große romantische Ton war stets vorwärtsdrängend, Leinsdorf sah immer die große Linie, aber auch das Pathos, wenn auch stets funktional eingesetzt.


    Der >Effekt< als Selbstdarstellungsmoment war ihm fremd. Wenn man seine Mozart-Sinfonien im Ohr hat, wirkt sein Don Giovanni aus dem gleichen Jahr befremdlich. Befremdlich deswegen, weil er eher in der >romantisierenden Tradition< eines Furtwängler steht (wenn auch forscher in den Tempi). Die Aufnahme mit Siepi, Corena, Nilsson, L. Price hat natürlich ihre Meriten... ist aber Gestirne entfernt von einer heutigen Auslegung eines Östman, Jakobs, Gardiner, Hanoncourt (Concertgebow), Harding oder Welser-Möst.


    Das romantisch bis klassisch-moderne Repertoire war eigentlich seine Domäne. Seine Verdi und Wagner-Interpretationen, egal ob Macbeth, Don Carlos, Tannhäuser oder Walküre, gehören bis heute zu den Meilensteinen in der Rezeptionsgeschichte. Leinsdorf war in den Vierzigern Chef der MET, später leitete er 7 Jahre das Orchester in Boston, war Nachfolger von Fricsay beim RIAS in Berlin, gastierte eigentlich überall in der Welt, ab 1970 hauptsächlich in Europa (Wien, London etc). In seinen letzten zwanzig Jahren ließ er mehr und mehr von der Oper, legte seinen Schwerpunkt auf die großen sinfonischen Werke von Beethoven, über Brahms, R. Strauss, Mahler zu Tschaikowsky, Bartok, Strawinsky, etc. Gestorben ist er mit 81 Jahren 1993 in Zürich, geboren war er 1912 in Wien, ab 1939 amerikanischer Staatsbürger.


    Charakterisieren könnte man ihn als analytisch versierten Espressivo-Dirigenten, verpflichtet einzig den Partituren der Komponisten. Wenn ein Dirigent, der über 300 Wagner-Aufführungen und fast genauso viel von Giuseppe Verdi geleitet hat, das Debut der Varnay 1940 als Sieglinde (Einspringerin an der MET) eingeschlossen, weiterhin mit Sängern von Melchior über Flagstad, Traubel, George London, Dieskau, Nilsson bis zu Leontyn Price, der Tebaldi und Lisa della Casa, über 30 Jahre an allen großen Opernhäuser erfolgreich gearbeitet hat... und dann ganz nebenbei eine bahnbrechende (antiromantische) Gesamteinspielung aller Mozart-Sinfonien (vor über 50 Jahren ! ) hinlegt... ist er nicht nur ein vielseitiger, sondern ein ganz außergewöhnlicher Maestro.


    Arnulfus

    • Offizieller Beitrag

    Ich würde bezüglich seiner Mozart-Interpretationen gerne mal mit jemandem vom Forum diskutieren, der die Kriterien der historischen Aufführungspraxis kennt (ich bin da die falsche Adresse). Leinsdorfs Deutung erlebe ich nämlich schon recht ausgeprägt in diese Richtung; vielleicht als eine Art Vorläufer/Vorbild (?) für diesen knapp 10 Jahre später – wie Phönix aus der Asche - sich verbreitenden und in unser Bewusstsein schießenden >neuen Interpretationsansatz< .


    Lieber Nulfi,


    Wie äußert sich denn Deine erlebte 'historische Aufführungspraxis' bei Leinsdorf? Du mußt ja - auch, wenn Du (wie Du vorgibst) keine Ahnung davon hast - zumindest eine gewisse Vorstellung von einem historisch interpretierten Ansatz haben (?), um Leisdorf damit in Verbindung zu bringen.


    Zur sogenannten historischen Aufführungspraxis gehören jede Menge streitbare und einige unstreitbare Faktoren: historische Instrumente zum Beispiel (wobei die hist. Instrumente ja zur Zeit ihrer Benutzung im 18. Jahrhundert ein paar Minuten jünger waren als heute), es gehören weiterhin spezifische Spieltechniken dazu, die regional sehr unterschiedlich sein können, die Stimmung des Kammertons a' wäre zudem ein Faktor, der ebenso sehr von regionalen 'Vorlieben' abhing. Der Interpretationsansatz hingegen ist eher etwas, das wir heute kaum noch überprüfen und nachvollziehen können. Es gibt einige Schriften, die davon berichten - aber auch hier ist wiederum eine (korrekte) Interpretation dieser Schriften erforderlich - darüber streiten sich gerne die Experten. Ein paar Threads zum Thema haben wir ja bereits in unserem Forum:


    Wie HIP ist HIP?
    Ueber musikalischen Geschmack


    Mich würde es durchaus interessieren, einige ausgewählte Interpretationen von Leinsdorf unter diesem Hörwinkel näher zu untersuchen. Dazu wäre es aber gut, wenn Du im Vorfeld einige Gedanken auffächerst.


    :wink:

  • Lieber Nulfi,


    Wie äußert sich denn Deine erlebte 'historische Aufführungspraxis' bei Leinsdorf? Du mußt ja - auch, wenn Du (wie Du vorgibst) keine Ahnung davon hast - zumindest eine gewisse Vorstellung von einem historisch interpretierten Ansatz haben (?), um Leisdorf damit in Verbindung zu bringen.


    Lieber Ulli, liebe EROICAner/innen
    Ich kann mich ja eigentlich nur auf meine Hörerfahrung verlassen und deswegen ist der Wunsch >mit Jemandem vom Forum zu diskutieren, der die historische Aufführungspraxis kennt<, nicht nur vermessen, sondern eigentlich eine Anmaßung meinerseits...SORRY


    Mein Wunsch war wohl Vater des Gedankens... Die Kenntnis der Faktoren/Kriterien der >historischen Aufführungspraxis< setzen natürlich eine entsprechende Ausbildung/fundierte Kenntnis voraus. Ich bin Laie, zwar ein aktiv Hörender, der über Jahrzehnte vergleichenden Hörens, sich traut (vielleicht auch anmaßt) Kriterien einer Interpretation –ohne die Partitur lesen zu können- zu äußern. Da mir mein Dilemma klar ist, versuche ich (meistens) die Subjektivität meiner >Gefühlsanalyse< herauszustellen. >>>>Obwohl er kein Spezial-Orchester dirigierte, klingen seine Mozart-Interpretationen (Sinfonien) sehr trocken, ja aufgerauht im Klang, ungeheuer linear drängend, folglich >forsch unlieblich< , kein Mozart-Kugeln-Mozart, auch kein frühromantischer.... kein hausbackener mit Wienerischem Anstrich........<<<<<


    Ich möchte die Bitte äußern, von Deinen / Euren Kenntnissen der <historischen Aufführungspraxis< profitieren zu dürfen. Ulli, wie Du es beschreibst, kommen mir ja ein wenig die Ungereimtheiten für die verschiedenen Kategorien entgegen, zumal folglich auch bei Fachleuten (wie bei Laien) unterschiedlichen Ansichten bestehen......... weil trotz aller >messbaren Kriterien< auch für die HISTORISCHE AUFFÜHRUNGSPRAXIS, die Subjektivität von Musik schlechthin, auch der Fachleute >Subjektivität<, der OBJEKTIVITÄT und der VERMESSUNG (nicht nur der Welt, a la Kehlmann) sondern insbesondere der Musik, weil sie und auch das (gefühlte ?)Verständnis von ihr und die Interpretationspraxis WIDERBORSTIG sind, da objektive Kriterien >subjektiv< unterschiedlich erlebt werden ???


    Egal ob Profi, Laie, ohne oder mit Partitur....vielleicht gibt es die CHANCE GEMEINSAMEN HÖRENS (der Leinsdorf-Mozart-Sinfonien) ???


    Auf Anfrage werde ich gerne das Material zur Verfügung stellen.


    Arnulfus

    • Offizieller Beitrag

    nicht nur vermessen, sondern eigentlich eine Anmaßung meinerseits...SORRY


    Das habe ich so nicht verstehen wollen und auch nicht so verstanden ;)


    Es ist ja durchaus auch in der Musik so, daß man Dinge intuitiv macht, die dann im Falle Leinsdorf u. U. zu einem HIPähnlichen Ergebnis geführt haben mögen. Das würde ich schon gerne mal nachhören und nutze dafür ggfs. das von Jadwiga gegebene Mozart-Beispiel.


    :wink:

    • Offizieller Beitrag

    Leinsdorf hat zwischen 1955 und 1960 alle 41 Sinfonien mit dem Royal Philharmonic Orchestra London aufgenommen (erschienen bei der DGG, wiederaufgelegt 2005). Obwohl er kein Spezial-Orchester dirigierte, klingen seine Mozart-Interpretationen (Sinfonien) sehr trocken, ja aufgerauht im Klang, ungeheuer linear drängend, folglich >forsch unlieblich< , kein Mozart-Kugeln-Mozart, auch kein frühromantischer, wie bei Furtwängler und Walter, auch kein hausbackener mit Wienerischem Anstrich wie bei Karl Böhm. Die 7 CD-Box möchte ich allen Mozartianern ans Herz legen.



    Wolfgang Amadé Mozart (1756-1791)
    Sinfonien


    Royal Philharmonic Orchestra
    Erich Leinsdorf
    omi


    Die Box wartet mit einigen Überraschungen auf: zum einen bietet sie - unerwartet - den alternativen langsamen Satz zu KV 132, daneben die Sinfonie von Es-Dur KV Anh. A 51, die sich als Werk Carl Friedrich Abels (1723-1787) herausgestellt hat, auch die einstmals als KV 18 Mozart zugeschriebene Sinfonie B-Dur unbekannter Autorschaft, jetzt KV Anh. C 11.02, sowie die langsame Einleitung KV 444 zur G-Dur-Sinfonie Michael Haydns (inklusive derselben!), leider komischer Weise nicht den alternativen langsamen Satz zur Pariser Sinfonie. Ich gehe mal davon aus, daß alle enthaltenen Sinfonien zum Aufnahmezeitpunkt sich noch hinter Mozarts Namen versteckten - erst die Herausgabe auf CD (2005?) dürfte die klärenden Anmerkungen eingebracht haben. Die 'große' g-moll-Sinfonie (KV 550) gibt es hier nur in einfacher Ausfertigung, d.h. in der späteren (und allbekannten) Version mit Clarinetten (und das ist auch ausreichend).


    Arnulf bat mich, ein paar Hörproben mit historisch informiertem Ohrenpaar (HIOP) zu nehmen. Der Bitte komme ich gerne nach; zunächst habe ich den HIP-Schnelltest mit KV 173dB (ehemals KV 183, bekannt als 'kleine' g-moll-Sinfonie) gemacht: wie nicht anders zu erwarten und für die Interpretationszeit durchaus üblich, wurden die eigentlich für das Werk markanten Vorschläge im Stirnsatz nicht gespielt, sondern angebunden; für mein HIOP ist dies leider unerträglich. Ich habe dann wahllos einfach einmal die Sinfonie D-Dur KV 133 vollständig gehört. Und da war ich dann überrascht: während nämlich die 'kleine g-moll' mir doch zu schwammig nach Stokowski-Bach klingt, bietet sich hier ein kammermusikalischer Klang mit guten Hörnern, die (natürlich) nicht den typischen HIP-Knatterton aufweisen, aber - wie auch die Trompeten - sehr exponiert sind. Leider hat die Aufnahme keine markanten Bässe, dafür wurden Vorschläge hörbar gespielt. Die Aufnahme klingt erfrischend, ein leicht süßlicher Cognak-Sound bleibt aber dennoch - stört aber überhaupt nicht. Man hört allerdings der Aufnahme schon ihr 'Alter' an - die Streicherdoppeloktaven zu Beginn des Kopfsatzes z.B. leiern extrem, anstatt das Werk mit scharfen Klängen zu eröffnen. Das Werk wurde anscheinend auch in einem kleineren Raum aufgenommen: wenig Hall und viel Intimität - das passt!


    Klangtechnisch besser wird es dann bei den Sinfonien ab der 'Pariser' - jene, wie auch KV 318 und 338 klingen wie eben frisch aufgenommen (Ausnahme: Haffner, leiert gelegentlich). Die leicht über- oder zumindest sehr deutlich betonten Sforzandi z.B. im Finale der 'Linzer' (KV 425) sind richtig wohltuend und haben in der Tat etwas HIPpes an sich; die Pauken klingen leider eher wie ein gefüllter Schuhkarton, was schade ist, denn die Aufnahme ist sehr spitzig. Etwas deutlicher sind die Pauken in der Es-Dur-Sinfonie KV 543. Der (Holz-) Bläserapparat setzt sich in fast allen Aufnahmen sehr deutlich von den Streichern ab, was ich einerseits als positiv empfinde, der (für mich eigentümliche) Klang der Instrumente jedoch lässt mich empfinden, daß hier zwei Orchester spielen: ein Blas- und ein Streichorchester; eigentlich sollte sich der Klang schon verbinden, trotzdem aber transparent (also unterscheidbar) bleiben (das ist aber mein persönlicher Geschmack).


    Die 'große' g-moll-Sinfonie ist (leider) zu Beginn wieder so ein Leierkasten, ziemlich (ver)romantisiert (dito in der Reprise), aber in der Durchführung des Kopfsatzes (die Wiederholung wird ausgespart) doch recht kernig und teilweise aggressiv. Die Bässe sind hier etwas deutlicher und kräftiger - das An- und Abschwellen des Orchesters gefällt mir hier sehr gut, auch der knackige Schluß. Das Tempo in den Ecksätzen ist schon extrem straff und konsequent: wäre das gelegentliche Leiern (Vibrato oder Aufnahmeproblem?) nicht, könnte das von der Interpretationsweise her durchaus in Richtung HIP gehen; ob bewußt oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Dennoch klingt mit KV 550 hier zu unpersönlich.


    Die Box hat durchaus ihre Stärken - man muß sie anscheinend aber suchen: ich denke, den kleiner besetzten (mittleren) Sinfonien ist hier (abgesehen von der zeitweise miserablen Aufnahmequalität) der Vorzug zu geben.


    *sante*

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    Die Tageszeiten, for male chorus and orchestra, Op. 76
    by Richard Strauss
    1. Der Morgen
    2. Mittagsruh
    3. Der Abend
    4. Die Nacht
    Harvard Glee Club
    Boston Symphony Orchestra
    ERICH LEINSDORF, conductor
    Recorded in the Koussevitzky Music Shed, Tanglewood, Lenox MA
    on 18 July 1964

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    • Offizieller Beitrag


    Erich Leinsdorf - Milestones of a Legendary Conductor


    Mozart: Symphonien Nr. 1-9; Don Giovanni-Ouvertüre KV 527; Le Nozze di Figaro-Ouvertüre op. 492
    +Strauss: Till Eulenspiegel op. 28; Tod und Verklärung op. 24; Symphonische Zwischenspiele aus Die Frau ohne Schatten
    +Beethoven: Symphonie Nr. 3
    +Brahms: Klavierkonzert Nr. 2
    +Grieg: Klavierkonzert op. 16
    +Schumann: Symphonie Nr. 1
    +Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1
    +Dvorak: Symphonie Nr. 6
    +Mahler: Symphonie Nr. 1
    +Rachmaninoff: Paganini-Rhapsodie op. 43
    +Bartok: Konzert für Orchester
    +Rimsky-Korssakoff: Scheherazade op. 35; Russische Ostern-Ouvertüre op. 36
    +Smetana: Die Moldau
    +Wagner: Walkürenritt & Feuerzauber aus Die Walküre; Lohengrin-Vorspiel zum 3. Akt; Tannhäuser-Ouvertüre; Ouvertüre & Einzug der Meistersinger aus Die Meistersinger von Nürnberg
    +Rossini: Der Barbier von Sevilla-Ouvertüre; Passo a sei aus Wilhelm Tell
    +Saint-Saens: Bacchanale aus Samson et Dalila
    +Ponchielli: Tanz der Stunden aus La Gioconda
    +Chabrier: Espana
    +Cornelius: Der Barbier von Bagdad-Ouvertüre
    +Dukas: Der Zauberlehrling


    Svjatoslav Richter, Leonard Pennario, Philharmonia Orchestra, Los Angeles Philharmonic Orchestra, London Symphony Orchestra, Orchester der Bayreuther Festspiele, Chicago Symphony Orchestra, Cleveland Orchestra, Boston Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Wiener Philharmoniker, Metropolitan Opera Orchestra, Erich Leinsdorf