Abbado, Claudio (1933-2014)



  • Claudio Abbado und die Kunst der seelischen Versenkung


    Über 16 Dirigenten habe ich bisher auf dem EROICA-Forum geschrieben.


    Von Anfang an stand fest, recht bald über Abbado schreiben zu wollen, da es mir erstens wichtig ist und er zweitens - aus meiner Sicht - mit der größte lebende Dirigent ist. .........aber bis jetzt zögerte und zögerte ich. Da schien immer ein zu hoher Berg zu sein: das ABBADO-MASSIV. Es kann aber nur die einzigartige künstlerische Größe sein, die mich zum Zwergen macht, denn der warmherzige Mensch Abbado, würde mir wahrscheinlich eher Mut machen und mir nicht das Gefühl geben, dass so ein kleiner dahergelaufener Musikfreund wohl größenwahnsinnig sein muß, sich anzumaßen über ihn zu schreiben und vielleicht auch noch zu „urteilen“.


    Auch jetzt ist mir etwas mulmig, denn über einen solch genialen und singulären Musiker zu schreiben, braucht es zur Charakterisierung, Einschätzung und Beschreibung der Kunst Abbados, in jedem Falle einen Fachman/frau. Genau DAS bin ich aber nicht und deswegen kann und will ich nur ein paar persönliche Eindrücke über diesen großen Maestro zu Papier bringen.


    Nach den zwölf Jahren bei den Berliner Philharmonikern, konnte es eigentlich fast keine Steigerung mehr geben. Wenn man aber Abbado’s ganz eigene Mixtur aus Besessenheit und Liebe zur Musik und zum gemeinsamen Musizieren mit Musikern kennt, mit Musikern, die zu diesem Musizierstil, ja zu dieser Philosophie des Musizierens passen, auf eine ähnliche Art die Musik ATMEN............ Dann war klar, dass da noch ETWAS AUSSERORDENTLICHES folgen würde.


    Die entscheidende Frage, ob er seinen Krebs schaffen würde zu besiegen, kann man heute wohl, enorm erleichtert, mit JA beanworten.


    Das >>Lucerne Festival Orchester<< ist DAS Außerordentliche, und wie er sagt: Die >>Traumerfüllung<<. Er hat eine Musikerfamilie von 18 bis 88 gegründet (das älteste Orchestermitglied hat noch unter Furtwägler gespielt!), er hat sich kostbare Mosaiksteine zusammengesammelt, die unterschiedlich funkeln und in ihrer Pluralität doch zu einem ganzheitlichen Organismus von unverwechselbarer Art geworden sind.


    Alle diese Künstler sprechen von Claudio, vom gemeinsamen Musizieren mit Claudio, vom gemeinsamen Gespräch mit Claudio..... mit dem Maestro inter pares,.......... nicht mit dem Chef, der sagt und suggeriert, ja bestimmt oder gar befiehlt, dass es nur genau SO richtig ist und basta.


    Zu Abbado’s Wesensart gehört eine ruhig dahinfließende, ausdrucksstarke verinnerlichte Körper- und Zeichensprache, da kann es kein generalmäßiges Schlagen des Taktstockes geben. Er ist kein „General“(musikdirektor) der anordnet, ein solcher Dirigieransatz wäre fremd, aufgesetzt, nicht zu ihm passend, er könnte auf diese Art nicht seine Musiker anweisen, kommandieren.


    Liebe zur Musik und Liebe zu den Menschen, mit denen er Musik macht, sind nicht voneinander zu trennen. Seine musikalische Feinarbeit benötigt ein feinsinniges Miteinander und muß auf eine ähnliche Philosophie der Musiker treffen, zu deren Möglichkeiten gehören muß, sich <feinsinnig< einlassen zu können.


    Mein erstes Sinnieren über den Dirigenten Abbado will ich mit dem Bekenntnis beschließen, NIEMALS vorher derart ergriffen gewesen, glücklich und zugleich innerlich fast nicht mehr von dieser Welt gewesen zu sein, als er vor zwei Jahren in Luzern Mahler’s NEUNTE aufgeführt hat.: Weltentrückung, Hinwegschweben, Einsamkeit, Stille, Traum und Tod, Liebe, Frieden VER-RÜCKT-SEIN....
    es müssen Abbado’s tiefste Gefühle sein, die ihn zu einer solchen intensiven Interpretation gebracht haben, einer Musiksprache die sprachlos macht und die unsere Sprache in diesem Moment überflüssig macht.


    Sein Konzert an Mahlers 100. Todestag in der Berliner Philharmonie, wurde einen Tag später, gestern abend (DLR Kultur) gesendet. Das „Lied von der Erde“ mit Anne Sophie von Otter und Jonas Kaufmann war erneut eine Aufführung mit einer unverwechselbaren Eigenheit. Lebensdrang, höchstgradig engagierte, virile Tenorstrahlkraft konterkarrierte und vereinigte Abbado mit verinnerlichter zart-klarer Gesangskultur des Mezzo-Parts.


    Er führte die 6 Teile dieses Werkes zu einem Kaleidoskop zusammen, das den Spagat zwischen Liebe und Tod, als unser aller gelebtes Schicksal, in narrativer, tief empfundener Diktion große MUSIK werden ließ.


    Arnulfus

    • Offizieller Beitrag

    Eine der Heldentaten, von denen ich sicher zu wenige kenne, dürfte aber sicherlich der Fierrabras von Schubert sein. Lange Zeit war dies imo die einzige Gesamteinspielung dieser Oper, die ich schon recht früh nach ihrem Erscheinen kennen lernte (2007 gab es nochmals eine Produktion in Zürich, die ich aber nicht kenne). Diese Oper hat es auch nicht wirklich leicht: komponiert wurde sie 1823, jedoch zu Schuberts Lebzeiten - damit teilt sie das Schicksal vieler Opern und anderer großartiger Werke Schuberts - nie aufgeführt. Erst 1829 gab man die Ouvertüre, 1835 dann einige Nummern konzertant, dito 1836. Erst am 9. Februar 1897 anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten wurde die Oper erstmals szenisch in Karlsruhe (ur)aufgeführt, was meine Affinität zu dieser Stadt und Oper deutlich erhöht hat:



    Die in meinem Besitz befindliche Aufnahme sieht noch so aus:



    Den Namen Abbado verbinde ich seitdem mit dieser Pioniertat.


    :wink:

  • Viele Abbado-Aufnahmen finden sich bei mir nicht. Das liegt nicht daran, daß ich etwas gegen ihn hätte, im Gegenteil: Was er mit Schubert anstellt, finde ich beeindruckend. Lebendig musiziert, schnörkellos, natürlich, präzise die Einspielung der Symphonien mit dem Chamber Orchestra of Europe, die ich seinerzeit einzeln erworben habe und die es mittlerweile als 5-CD-Box gibt:



    In einem Interview hat sich der Oboist Albrecht Mayer, selbst früher Solooboist bei den Berliner Philharmonikern, über Abbado wie folgt geäußert (und das paßt ganz gut zur Charakterisierung Arnulfus' oben): "Ich genieße die himmlischen Gefilde, in die er uns geführt hat, diese Kollegialität, das Fingerspitzengefühl im Umgang miteinander. Abbado war ein Glücksfall für die [Berliner] Philharmoniker, weil er uns nicht beschnitten hat wie Bonsaibäumchen. Er reicht seinen Musikern die ausgestreckte Hand, er hat bewiesen, dass man andere zu Höchstleistungen motiviert, gerade weil man mit ihnen kommuniziert, weil man ihnen mit Respekt begegnet – vor ihrer Meinung und ihrem Talent."


    Mayer stellt Abbado hier in eine Reihe mit Rattle, während er Karajan, Celibidache und Barenboim einen autoritären Führungsstil vorhält (Quelle: http://www.fr-online.de/panora…750/-/item/1/-/index.html).


    :wink:

    Es grüßt Golaud


    ---
    "[...] man erschießt nun einmal keinen Hund, wenn Bach gespielt wird."
    Aus: Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker

  • Also eigentlich doppele ich ja nicht so gerne, aber in diesem Fall komme ich nicht umhin. Im Thread „duRöhre“ habe ich die (rhetorische) Frage gestellt, wie man die Aufnahme der 9. Sinfonie von Mahler nur so grauenhaft zerstückeln kann. Ulli hat dann noch festgestellt, dass an den Schnittstellen sogar jeweils einige Takte fehlen. Ich schrieb dort:


    "Warum ich diesen Link trotzdem als Empfehlung hier einstelle, hat seine Begründung in der Art und Weise, wie Abbado speziell den Schluss der Sinfonie zelebriert. Vergleichbares habe ich bisher weder gehört noch gesehen – mir stockte der Atem. Man schaue sich die Gestik und Mimik Abbados genau an: Das ist keine Manieriertheit und kein Show-Gehabe, sondern tiefste innerliche Anteilnahme und Betroffenheit am Verstummen und wohl auch Resignieren eines genialen Komponisten vor der Realität."


    Wenn ich die Ausschnitte aus den Rezensionen auf der jpc-Seite lese, komme ich zu dem Ergebnis, dass es sich bei dem youtube-Geschnipsel nur um die Aufnahme handeln kann, die Arnulfus als Erste in seinem Eröffnungs-Beitrag zeigt, nämlich die DVD mit dem Lucerne Festival Orchestra. Meine erste Handlung, nachdem ich diesen Beitrag abgeschickt habe, wird sein, mir diese DVD zu bestellen (und zwar bei jpc, weil in diesem Fall deutlich günstiger als bei amazon).


    Seit über 40 Jahren beschäftige ich mich intensiv privat wie beruflich mit Musik, aber ein solches Ereignis, wie der Schluss dieser Sinfonie ist absolut einmalig und wahrscheinlich auch kaum wiederholbar. Aber das ist natürlich nicht der einzige Grund, warum ich von Abbado fasziniert bin. Dem, was Arnulfus in seinem Beitrag bezüglich seiner charakteristischen Art des Umgangs mit der Musik ausgeführt hat, kann ich mich vorbehaltlos anschließen; hier Weiteres hinzuzufügen, hieße, Eulen nach Athen zu tragen. Auf einen Aspekt möchte ich jedoch noch hinweisen: auf die Vielseitigkeit seines Repertoires. Es gibt wahrscheinlich nicht so sehr viele Dirigenten, die mit gleicher Überzeugungskraft Pergolesi


    wie Webern



    oder Nono und Berio interpretieren (können), und die andererseits äußerst sensible „Begleiter“ sind, wie man z.B. in dieser Aufnahme sehr schön beobachten kann.
    http://www.youtube.com/watch?v=5umdkmPqlSY&feature=related“
    Phänomenal und ohne jeden Zweifel einer der bedeutendsten Dirigenten, nicht nur zurzeit, sondern überhaupt.
    Viele herzliche Grüße,
    harry

    • Offizieller Beitrag

    Neulich habe ich nochmal eine CD mit Abbado gekauft:

    Abgesehen davon, dass die gerade bei JPC verboten günstig ist, hat mich die CD auch sonst überzeugt. Yuja Wang und Claudio Abbado schaffen zusammen einen runden Werkeindruck, großartiges Musizieren.


  • Vom 16. August 2013 wurde heute abend (26.8.13) auf Bayern Klassik mit ABBADOs >SOLISTEN-Orchester<, dem Lucerne Festival Orchestra
    Beethovens EROICA gesendet
    .
    Ich empfehle ALLEN, die diese Sinfonie lieben, ich bitte ALLE, die diese Sinfonie lieben, sich diese Aufnahme als Podcast anzuhören.
    Was Abbado dort seit Jahren als sein >SPÄTWERK< und >LEBENSTRAUM< mit diesem von ihm gegründeten Orchester kreiert, ist ein JUNGBRUNNEN.
    Seine heute gehörte Interpretation der EROICA ist nicht nur aussergewöhnlich gut, intensiv, polyphon...und VIELES mehr.
    Ich habe die Aufnahme gerade zum dritten Mal gehört....und bin dankbar und glücklich. GENIAL.


    Arnulfus

  • Abbado ist mir lange ein Begriff, denn diese CDs gehören zu den ältesten in meiner Klassiksammlung:



    Beide gehören immer noch zu meinen liebsten Einspielungen dieser Werke... :love:


    Ich habe außerdem in seine Brandenburgischen reingehört:


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    Weiteres: hier


    Das hat mir schon einerseits imponiert, denn ich hatte nicht erwartet, daß sich ein Dirigent mit 70 nochmals neu definiert - und es kommt wirklich etwas Tolles dabei heraus.


    Traurig ist, daß seine Gründung - das Orchestra Mozart - durch seinen Tod den Bach runtergegangen ist... :(



    jd :wink:

  • klingt ja wirklich hip


    Da war ich immer darauf neugierieg: spielt nun die Orchetsra Mozart *opi* oder *omi* ? *hä*


    Da gibt es einige Einspielungen Abbados mit dem Ensemble (ich sag mal: Pergolesi...) die mir doch sehr sypathisch sind, auch wenn ich mich noch nicht zum Kauf entschließen konnte...


    LG
    Tamás
    *castor*

    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!



  • Zitat

    Das Orchestra Mozart hat mit Maestro Claudio Abbado zum ersten Mal Bachs Brandenburgische Konzerte aufgenommen. Auf historischen Instrumenten eingespielt zeigt sich die Lebendigkeit dieser Konzerte unter der Stabführung Abbados und den exzellenten Musikern dieses renommierten Orchesters. Da hört man die Reife und Weisheit, Logik und Liebe raus, die diese Konzerte mit sich tragen und erkennt doch in diesem erhabenen einfachen Spiel des Orchesters die unvergleichliche Gabe Bachs. Nun liegt die Audioaufnahme zur DVD Veröffentlichung aus dem Jahr 2008 endlich auch als CD vor.


    LG
    Tamás
    *castor*

    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!

    • Offizieller Beitrag

    Claudio Abbado - The Complete RCA and Sony Album Collection

    Mozart: Serenade Nr. 9 KV 320 „Posthorn“; Märsche KV 335
    Nr. 1 & 2; Symphonien Nr. 23, 28, 35, 36; Divertimento KV 251
    „Nannerl-Septett“; Sinfonia concertante KV 364; Messe c-moll KV 427
    +Beethoven: Symphonie Nr. 9; Die Geschöpfe des Prometheus op. 43 (Ausz.)
    +Mendelssohn: Ein Sommernachtstraum op. 21 & 61; Symphonie Nr. 4
    +Schumann: Klavierkonzert op. 54; Konzertstücke op. 92 & 134 für Klavier & Orchester; Szenen aus Goethes Faust
    +Dvorak: Die Mittagshexe op. 108; Symphonie Nr. 8
    +Mussorgsky: Boris Godunow (Gesamtaufnahme); Eine Nacht
    auf dem kahlen Berge (für Bariton, Kinderchor, Chor, Orchester);
    Chowanschtschina (Ausz.); Scherzo B-Dur; Intermezzo Symphonique in Modo
    Classico; Festlicher Marsch aus "Mlada"; Lieder und Tänze des Todes;
    Violinkonzert Nr. 1
    +Tschaikowsky: Symphonien Nr. 1-6; Nussknacker-Suite
    op. 71a; Der Sturm op. 18; 1812-Ouvertüre; Der Vojovede op. 78;
    Slawischer Marsch op. 31; Orchestersuite Nr. 4 „Mozartiana“;
    Violinkonzert op. 35
    +Rachmaninoff: Klavierkonzerte Nr. 2 & 3; Paganini-Rhapsodie op. 43
    +Brahms: Konzert für Violine, Cello & Orchester op. 102; Schicksalslied op. 54 für Chor & Orchester
    +Bach: Brandenburgische Konzerte Nr. 1-6
    +Berg: Kammerkonzert für Klavier, Violine, 13 Instrumente
    +Strauss: Don Juan op. 20; Burleske d-moll für Klavier
    & Orchester; Till Eulenspiegel op. 28; Terzett und Finale aus Der
    Rosenkavalier; 3 Hymen op. 71 für Gesang & Orchester
    +Reger: An die Hoffnung für Gesang & Orchester
    +Liszt: Prometheus
    +Scriabin: Promethee für Klavier & Orchester
    +Nono: Prometeo-Suite (Ausz.); Il canto sospeso
    +Mahler: Kindertotenlieder
    +Rossini: Il Viaggio a Reims (Gesamtaufnahme);
    Ouvertüren zu Semiramide, La Scala di Seta, Il Turco in Italia,
    Elisabetta Regina d'Inghilterra, Tancredi, Guglielmo Tell
    +Verdi: Simon Boccanegra (Gesamtaufnahme); Ouvertüren zu Nabucco, Aida, La Forza del Destino, Aroldo, Luisa Miller, I Vespri Siciliani


    Murray Perahia, Cheryl Studer, Rainer Kussmaul, Jane Eaglen, Ben Heppner, Waltraud Meier, London Symphony Orchestra, Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado u. a.

    • Offizieller Beitrag


    Claudio Abbado & Berliner Philharmoniker - The Complete Recordings on Deutsche Grammophon 1967-2005


    Beethoven: Symphonien Nr. 1-9; Klavierkonzerte Nr. 1-5; Chorfantasie op. 80; Leonore-Ouvertüre Nr. 3; Ah, perfido op. 65; Die Weihe des Hauses op. 124; Musik zu Leonore Prohaska WoO. 96; Musik zu Goethes Egmont op. 84
    +Brahms: Symphonien Nr. 1-4 (Nr. 2 in zwei Einspielungen); Akademische Festouvertüre op. 80 (in zwei Einspielungen); Tragische Ouvertüre op. 81; Haydn-Variationen op. 56a; Serenaden Nr. 1 & 2; Klavierkonzerte Nr. 1 & 2 (in zwei Einspielungen); Violinkonzert op. 77 (in drei Einspielungen); Konzert op. 102 für Violine, Cello & Orchester; Gesang der Parzen op. 89; Alt-Rhapsodie op. 53; Schicksalslied op. 54; Ein deutsches Requiem op. 45; Nänie op. 82
    +Debussy: Prelude a l'apres-midi d'un faune; Nocturnes Nr. 1-3; Pelleas et Melisande-Suite
    +Dvorak: Symphonie Nr. 9; Othello-Ouvertüre op. 93
    +Hindemith: Symphonie "Mathis der Maler"; Nobilissima Visione; Symphonische Metamorphosen nach Themen von Weber
    +Janacek: Tagebuch eines Verschollenen; Sinfonietta
    +Kurtag: Grabstein für Stephan op. 15c; Stele op. 33
    +Stockhausen: Gruppen
    +Mahler: Symphonien Nr. 1, 3-9; Des Knaben Wunderhorn
    +Berg: 7 Frühe Lieder
    +Mozart: Requiem KV 626; Laudate Dominum aus Vesperae solennes de confessore KV 339; Betracht dies Herz und frage mich aus Grabmusik KV 42; Exsultate, jubilate KV 165; Konzertarien KV 383, 416, 418, 505; Arie "Ruhe sanft" aus Zaide op. 344
    +Strauss: Orchesterlieder op. 27 Nr. 2 & 4; op. 32 Nr. 3; op. 33 Nr. 1 & 2; op. 36 Nr. 1; op. 41 Nr. 1; op. 48 Nr. 1; op. 49 Nr. 1; op. 56 Nr. 5; Das Bächlein op. AV 118; 4 Letzte Lieder
    +Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung; Eine Nacht auf dem kahlen Berge; Die Niederlage Sanheribs; Chor der Priesterinnen aus Salammbo; Chor des Volkes im Tempel aus Oedipus in Athen; Joshua
    +Prokofieff: Romeo & Julia-Suite; Klavierkonzerte Nr. 1 & 3 (Nr. 3 in zwei Einspielungen)
    +Ravel: Klavierkonzert G-Dur
    +Rachmaninoff: Klavierkonzerte Nr. 2 & 3
    +Schumann: Klavierkonzert op. 54
    +Schönberg: Klavierkonzert op. 42
    +Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1; Der Sturm op. 18; Slawischer Marsch op. 31; Romeo & Julia; 1812-Ouvertüre op. 49
    +Verdi: Falstaff (Gesamtaufnahme); Ouvertüren zu La forza del destino, Luisa Miller, Nabucco, Aida, La traviata, Macbeth, Don Carlos, Les Vepres siciliennes; Arien aus Luisa Miller, I Lombardi alla prima crociata, Aida, Ernani, Un ballo in maschera, Otello
    +Wagner: Orchesterstücke aus Tannhäuser, Parsifal, Tristan & Isolde; Arien aus Der fliegende Holländer, Die Meistersinger von Nürnberg, Tannhäuser, Parsifal, Die Walküre
    +Wagner-Gala in der Berliner Philharmonie 1993 - Orchesterstücke & Arien aus Tannhäuser, Lohengrin, Die Meistersinger von Nürnberg, Die Walküre
    +Berlin Gala 1997 "A Salute to Carmen" - Bizet: Orchesterstücke & Arien aus Carmen; Ravel: Rapsodie espagnole; Sarasate: Carmen-Fantasie op. 25; Rachmaninoff: Paganini-Rhapsodie op. 43; Brahms: Ungarischer Tanz Nr. 5
    +Berlin Gala 1998 - Mozart: Orchesterstücke & Arien aus Le Nozze di Figaro, Don Giovanni, Die Zauberflöte; Deutscher Tanz KV 605 Nr. 3 "Die Schlittenfahrt"; Bizet: Carillon aus L'Arlesienne-Suite; Verdi: Orchesterstücke & Arien aus La forza del destino, Rigoletto, Un ballo in maschera, La Traviata; Tschaikowsky: Briefszene & Polonaise aus Eugen Onegin

    Karita Mattila, Violeta Urmana, Thomas Moser, Thomas Quasthoff, Maurizio Pollini, Cheryl Studer, Bryn Terfel, Sylvia McNair, Marjana Lipovsek, Alfred Brendel, Shlomo Mintz, Viktoria Mullova, Gil Shaham, Renee Fleming, Anne Sofie von Otter, Peter Seiffert, Jan-Hendrik Rootering, Sara Mingardo, Rachel Harnisch, Maria Joao Pires, Christine Schäfer, Martha Argerich, Thomas Hampson, Roberto Alagna, Waltraud Meier, Mikhail Pletnev, Eric Ericson Chamber Choir, Swedish Radio Choir, RIAS Chor, Rundfunkchor Berlin, Ernst Senff Chor Berlin, London Symphony Chorus, City of Birmingham Symphony Chorus, Tölzer Knabenchor, Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado

    • Offizieller Beitrag


    Claudio Abbado & London Symphony Orchestra - The Complete Deutsche Grammophon & Decca Recordings


    Bartok: Der wunderbare Mandarin; 2 Portraits
    +Berg: Lulu-Suite; 3 Stücke für Orchester op. 6; 5 Orchesterlieder nach Ansichtskarten von Peter Altenberg op. 4
    +Bizet: Carmen (Gesamtaufnahme); L'Arlesienne-Suiten Nr. 1 & 2; Carmen-Suite
    +Brahms: Symphonie Nr. 4; Tragische Ouvertüre op. 81; Kantate op. 50 "Rinaldo"; Schicksalslied op. 54
    +Chopin: Klavierkonzert Nr. 1
    +Liszt: Klavierkonzert Nr. 1
    +Debussy: La Damoiselle elue; Prelude a l'apres-midi d'un faune; Iberia
    +Hindemith: Symphonische Metamorphosen
    +Janacek: Sinfonietta
    +Prokofieff: Romeo & Julia-Suite
    +Mendelssohn: Symphonien Nr. 1-5 (Nr. 3 & 4 in zwei Einspielungen); Scherzo aus op. 20; Ein Sommernachtstraum-Ouvertüre op. 21; Die Hebriden-Ouvertüre op. 26; Meeresstille und glückliche Fahrt op. 27; Die schöne Melusine-Ouvertüre op. 32; Trompetenouvertüre op. 101; Ruy Blas-Ouvertüre op. 95; Ouvertüre für Harmoniemusik op. 24
    +Mozart: Symphonien Nr. 40 & 41; Klavierkonzerte Nr. 8, 9, 12, 15, 17-25, 27
    +Mussorgksy: Bilder einer Ausstellung (Orchesterfassung von Ravel)
    +Pergolesi: Stabat Mater
    +Prokofieff: Symphonien Nr. 1 & 3; Chout-Ballettsuite op. 21a; Alexander Newsky-Kantate op. 78
    +Ravel: Bolero; Rapsodie espagnole; Ma mere l'oye; Pavane pour une infante defunte; Daphnis et Chloe; Valses nobles et sentimentales; Alborada del gracioso; Sheherazade; Menuet antique; Une Barque sur l'ocean; Fanfare zu L'Eventail de Jeanne; La Valse; Klavierkonzert G-Dur; Klavierkonzert für die linke Hand
    +Rossini: I Barbiere di Siviglia (Gesamtaufnahme); La Cenerentola (Gesamtaufnahme); Ouvertüren zu Il Barbiere di Siviglia, La Cenerentola, La Gazza ladra, L'Italiana in Algeri, Il Signor Bruschino, L'Assedio di Corinto
    +Schumann: Klavierkonzert op. 54
    +Weber: Konzertstück f-moll op. 79 für Klavier & Orchester
    +Strauss: Don Juan op. 20; Till Eulenspiegel op. 28; Tod und Verklärung op. 34
    +Srawinsky: Le Sacre du Printemps; Der Feuervogel; Jeu de Cartes; Petruschka; Pulcinella
    +Tschaikowsky: Symphonien Nr. 2 & 5; Klavierkonzert Nr. 1
    +Verdi: Szenen aus Nabucco, Macbeth, I Vespri siciliani, Simon Boccanegra
    +Vivaldi: Violinkonzerte op. 8 Nr. 1-4 "Die vier Jahreszeiten"
    +Berlioz: Te Deum


    Martha Argerich, Gidon Kremer, Teresa Berganza, Ileana Cotrubas, Alfred Brendel, Rudolf Serkin, Ivo Pogorelich, Michel Beroff, Placido Domingo, Sherrill Milnes, Hermann Prey, Elena Obraztsova, Margaret Price, Francisco Araiza, Nicolai Ghiaurov, London Symphony Orchestra, New Philharmonia Orchestra, European Community Youth Orchestra, Claudio Abbado


    Zitat

    Der italienische Dirigent Claudio Abbado zählt zu den herausragendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Es war seine einzigarte Fähigkeit Töne und Musik zum Leuchten zu bringen (Deutschlandfunk Kultur), wofür er sowohl von der Presse als auch vom Publikum international gefeiert wurde. Neben seiner langjährigen Verbundenheit mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern war er auch lange Jahre (1979 bis 1986) Chefdirigent des Londoner Sinfonieorchesters, mit dem er über die Jahre eine reichhaltige Diskographie eingespielt hat. Die Deutsche Grammophon feiert diese langjährige außergewöhnliche Zusammenarbeit nun mit einer limitierten 46-CD-Edition, die den Facettenreichtum des Dirigenten umfassend begreifbar macht. Die Symphonien von Brahms oder Mendelssohn, Opern von Verdi oder Bizet, die Klavierkonzerte von Mozart zeigen immer wieder, was für eine Persönlichkeit Claudio Abbado war. Auf den Einspielungen sind herausragende Solisten wie Martha Argerich, Rudolf Serkin, Teresa Berganza, Hermann Prey, Gidon Kremer oder Alfred Brendel zu hören. Das 104-seitige Booklet gibt in einem neu geschriebenen Einführungstext von Jon Tolansky einen Einblick in die gemeinschaftliche Arbeit.