Ars Antiqua Austria - Ensemble für neue Barockmusik

  • Neuerscheinung für September:



    Ich habe gemischte Gefühle: der (Vivaldi- und Letzbor-) Fan und der Snob kämpfen in meiner Seele - die Soundclips sind atemberaubend! Die CD wird ganz sicher fantastisch, und ich werde sie ganz sicher kaufen und rauf und runter hören. Doch frage ich mich: was kommt als nächstes? Die Brandenburgischen? *lol*:P


    LG
    Tamás
    *castor*

    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!

  • Eigentlich hab ich nur mein stilles Hoffen mit Hilfe vorgetäuschter Ironie ausgedrückt...


    LG
    Tamás
    *castor*

    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!

  • Zitat

    Wie schafft man es, das wohl am häufigsten aufgenommene Stück der Musikgeschichte frisch und unverbraucht klingen zu lassen? Diese Frage stellten sich Ars Antiqua Austria und Gunar Letzbor für die vorliegende Einspielung.
    Und die Antwort scheint so simpel: Übe in Ruhe und Frieden, probiere verschiedene Klänge aus, nimm dir die Zeit neue Ideen zu entwickeln und hab den Mut sie auch wieder auszusortieren, vertiefe dich in den Text und entdecke die Melodien wieder. Und wenn irgendwie möglich: höre dir keine Vivaldi-Aufnahme an. Gerade letzteres ist gar nicht leicht, bedenkt man die Omnipräsenz der Vier Jahreszeiten in Kaufhäusern, Autobahnraststätten, Restaurants und Werbeclips.


    Doch warum Vivaldi? Warum die Vier Jahreszeiten und warum gerade jetzt?
    »Diese Fragen stellen sich sicherlich viele Freunde, die den Werdegang von Ars Antiqua Austria seit Jahren mitverfolgt haben. Es ist kein Geheimnis, dass wir bisher dem Maestro aus Venedig nur wenig Beachtung geschenkt haben. Die Verlockung, seine Musik auf unsere Konzertprogramme zu setzen, war sicherlich immer groß. Allein sein Name garantiert viele Besucher und erleichtert Verhandlungen mit Konzertveranstaltern. Die aufgebotene Continuobegleitung wird immer reicher und aufwendiger, der erzielte Ausdruck immer naturalistischer, der Geräuschpegel bei den einschlägigen Stellen immer martialischer. Man überbietet sich mit Geschwindigkeitsorgien, zeigt völlig unkeusch geile Virtuosität. Da soll es ja was Schlechteres geben! Unkeuschheit ist außerdem modern und umgibt den modernen Menschen auf Schritt und Tritt, von schrillen Massenmedien bereitwillig dargeboten. Wer spielt eigentlich die Läufe bei den Jahreszeiten am schnellsten? Wer kratzt, quietscht, heult, säuselt, klopft und donnert daselbst am extremsten? Wer hier punkten will, muss alles Bisherige überbieten. Es ist wie bei einer Sportveranstaltung. Da zählen Millimeter und Hundertstelsekunden! Der Reizpegel muss ständig angehoben werden. Man gewöhnt sich eben schnell an das immer extremer werdende Niveau der dargebrachten musikalischen Parameter. Natürlich ist das alles völlig natürlich und passiert auch in anderen Bereichen unseres Lebens. Man denke an das Würzen von Speisen. Dem Kind brennt beim Genuss einer kleinen Dosis Peperoncino bereits der Mund, während sich der Erwachsene eifrig nachwürzt. Der Ältere hat sich durch unzählige Wiederholung des Würzens mit Peperoncino an die Schärfe gewöhnt, dadurch eine höhere Reizschwelle erreicht. Die übliche Dosis reicht nicht mehr, um seinen Gaumen zu reizen. Aber leider, alles was zu viel ist, ist auch ungesund! Abwechslung ist das Zauberwort! Die Stärke von Antonio ist sicherlich, dass er versucht und es versteht, die Instrumente zum Klingen zu bringen. Die Strukturen der Dreiklangszerlegung, der Tonleiter, der Sequenz und der Tonwiederholung sind alle dazu angetan, die Klanglichkeit des Instruments zu erhöhen. Das Prinzip ist einfach – größere Einheiten ersetzen kleinere Einheiten. Vivaldis Hauptinstrument ist die Geige. Er schafft es, sie in technischer Sicht voll auszunutzen, ohne dass sich klangliche Einbußen aus den enormen technischen Anforderungen ergeben. Hier treffen wir uns als Lehrer und als Musiker zugleich. Inzwischen habe ich mit Vivaldi noch größere Freundschaft geschlossen. Es gibt ja noch so viel bei ihm zu entdecken, abseits von den Mainstreamklängen.« (Gunar Letzbor)


    Abgerundet wird die Aufnahme mit dem Violinkonzert in d-moll von František Jiránek, von dem wir wissen, dass er zu Zeiten Vivaldis in Venedig war und dort studierte. Vielleicht beim Meister selbst.



    LG
    Tamás
    *castor*

    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!

  • Im Jänner kommt endlich die Aufnahme der Missa Alleluia bei Accent* raus!



    Heinrich Ignaz Biber (1644-1704)
    Missa Alleluja a 36
    Ars Antiqua Austria, St. Florianer Sängerknaben, Gunar Letzbor


    *Wieder ein neues Label in der AAA-Diskographie... ist damit der Zusammenarbeit mit PAN ein Ende gesetzt?


    Eine Wiederausgabe der alten Vejvanovsky-Sonaten ist übrigens kürzlich auch erschienen:



    Pavel Josef Vejvanovsky (1633-1693)
    Serenaden & Sonaten für Trompete & Streicher - Festive Baroque Music
    Ars Antiqua Austria, Gunar Letzbor


    LG
    Tamas
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    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!

  • Die Zusammenarbeit mit dem Organisten und Dirigenten Jürgen Essl wird auch fortgesetzt, Werke des Klosterkomponisten Isfrid Kayser wurden aufgeführt und auf CD gebannt - wird vermutlich demnächst (bei Carus?) erscheinen:



    http://www.orpheus-vokalensemble.eu/index.php?id=37
    http://www.juergen-essl.de/7-0-TERMINE.html


    LG
    Tamás
    *castor*

    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!

  • Hubert Hoffmann, jahrelanger Mitglied als Lautenist von Ars Antiqua Austria hat kürzlich eine Soloaufnahme mit Lautenwerken der Benediktinerpaters Ferdinand Fischer aufgenommen. Er ist der Komponist, der die bekannten Lautentranskriptionen der Passacaglien von Muffat aus der letzten Sonata von Armonico tributo und der 5. Violinsonate aus dem 1681er Druck von Biber verfertigt hat. Auf dieser CD ist er mit eigenen Kompositionen, Lautensuiten vertreten:



    LG
    Tamás
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    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!


  • Isfrid Kayser (1712-1771)
    Magnificat und andere geistliche Werke
    Johanna Pommranz, Seda Amir-Karayan, Jo Holzwarth
    Orpheus Vokalensemble
    Ars Antiqua Austria
    Jürgen Essl


    LG
    Tamás
    *castor*

    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!


  • Carlo Ambrogio Lonati (1645-1703)
    Sonate da Camera Nr.1,2,3,6 (Salzburg 1701)
    Ars Antiqua Austria, Gunar Letzbor


    Zumindest eine weitere Folge kommt davon noch bestimmt, aber ich hoffe an einer Gesamteinspielung, und dann kommt noch eine dritte irgendwann.


    LG
    Tamás
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  • Es kommt die Fortsetzung und Abschluss mit den "Liebesgeschichten" zu den "Kriegsgeschichten" des vergangenen Jahres:


    (amazon deest)


    Daniel Speer (1636-1707)
    Liebesabenteuer aus "Musicalisch-Türckischer Eulenspiegel"


    Markus Miesenberger
    Ars Antiqua Austria
    Gunar Letzbor


    LG
    Tamás
    *castor*

    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!


  • Romanus Weichlein (1652-1706)
    Messen (= Missa Rectorum Cordium a 15; Missa Sanctissimae Trinitatis; Missa Gloriosae Virginis in Coelo)


    St. Florianer Sängerknaben
    Ars Antiqua Austria
    Gunar Letzbor


    Früher auf zwei Einzel-CDs bei Symphonia erschienen.


    LG
    Tamás
    *castor*

    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!


  • Carlo Ambrogio Lonati (1645-1703)
    Sonate da Chiesa Nr.1-3,5,6 (Salzburg 1701)


    Gunar Letzbor
    Ars Antiqua Austria


    Leider bleibt auch diese Einspielung unvollständig... ;(


    Vol.1. hatte 7, 8, 9, 12
    Vol.2. hat 1, 2, 3, 5, 6


    Ich bezweifle, dass Nr. 4, 10 und 11 eine eigene CD ausmachen, und da auch Letzbor nur zwei Konzertprogramme der Lonatischen Sammlung gewidmet hat, ist die Ausgabe damit wohl abgeschlossen.


    Zum Glück kann man diese drei Sonaten hier nachhören:



    Carlo Ambrogio Lonati (1645-1703)
    Violin Sonatas Nr. 2, 3, 4, 10, 11, 12


    Christoph Timpe
    Accademia Per Musica


    LG
    Tamás
    *castor*

    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!