01 - Streichquartette

    • Offizieller Beitrag

    Werkübersicht


    Quartett a-moll op. 41 Nr. 1

    • Introduzione. Andante espressivo - Allegro
    • Scherzo. Presto - Intermezzo
    • Adagio
    • Presto


    Quartett F-Dur op. 41 Nr. 2

    • Allegro vivace
    • Andante quasi Variazioni
    • Scherzo. Presto
    • Allegro molto vivace


    Quartett A-Dur op. 41 Nr. 3

    • Andante espressivo - Allegro molto moderato
    • Assai agitato - un poco Adagio - Tempo risoluto
    • Adagio molto
    • Allegro molto vivace
    • Offizieller Beitrag

    Nach längerer Pause habe ich mich heute wieder hörender und dabei analysierender Weise den drei Streichquartetten op. 41 gewidmet und stellte dabei fest, daß ich diese Quartette viel zu selten höre und ich mit dieser Art Nichtstun offenbar in großer Runde befinde. Neben den Quartetten Beethovens und Schuberts (Mozart und Haydn seien einmal ausgeklammert) fristen diese drei Kleinodien offenbar ein ziemlich karges Dasein - oder besser: ein ausgiebiges Nicht-Dasein. Warum das so ist, kann ich nicht erklären.


    Heute hat mich besonders das dritte Quartett in A-Dur gereizt, insbesondere der 2. Satz (Assai agitato - Un poco Adagio - Tempo risoluto). Der Satz beginnt in lacrymosahaftem fis-moll, ist seufzerdurchflutet und erinnert mich spontan an das Thema des Allegroteils von Schuberts Fierrabras-Ouvertüre. Schubert ist in diesem Quartett irgendwie omnipräsent, denn auch im Finalsatz höre ich plötzlich Elemente aus den drei Clavierstücken D946: das Thema im Finalsatz, das Schumann mit Quasi Trio (F-Dur) überschreibt, ähnelt in der Umsetzung der Harmonien und der Begleitfiguren (Quinten im Bass) an sich D956 Nr. 3 ab. T. 51. Der später folgende E-Dur-Teil, der sich desselben thematischen Materials bedient, wird ganz ähnlich wie D956 Nr. 3 ab T. 74 behandelt. Ob Schumann diese drei (sogenannten letzten) Clavierstücke Schuberts überhaupt kannte, entzieht sich meiner Kenntnis (die Print-Erstausgabe stammt jedenfalls aus 1868, 40 Jahre nach Schuberts und 12 Jahre nach Schumanns Tod).


    Als Einspielungen erklärten sich Familie Kujiken und das Quatuor Terprichordes bereit.


    :wink: