03 - Schwanengesang D957: Einspielungen (opi)

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    In Kombination mit Schumanns Dichterliebe op. 48 hat Max van Egmond 2001 den Schwanengesang eingesungen:



    Begleitet wird er von Kenneth Slowik auf einem c1830er Hammerflügel von Conrad Graf.


    Max van Edmond klingt auch mit 65 Jahren noch süßlich und frisch in den Höhen, beeindruckend in den Tiefen und sehr tonsicher. Dazu lebt er die jeweiligen Rollen aktiv mit, rezitiert nicht nur den (Noten-) Text, man hört an entsprechenden Stellen ein natürliches Beben in der Stimme: so wie ein Mensch im realen Leben auch reagieren resp. sich artikulieren würde. Als (eigentlich primär) bekannter Bach-Interpret ist sein romantischer Ton überirdisch gelungen.


    220px-Max_van_egmond.jpg
    [Quelle: La Sequencia von Wikipedia]


    Kenneth Slowik überrascht hier: sein Violoncello lässt er daheim und bespielt diesmal einen Conrad-Graf-Flügel von etwa 1830. Bekannt wurde er als Gründungsmitglied der Smithsonian Chamber Players. Er beherrscht das ausgewogene Fortepianospiel mit allen vorhandenen Hebeln, Pedalen und Tasten ebenso wie sein Hausinstrument, das Violoncello. Zudem sieht er Schubert nicht unähnlich:


    170px-Franz_Schubert_by_Wilhelm_August_Rieder_1875.jpgSlowik-Kenneth-3.jpeg
    [Quelle (Slowik): Bach-Cantatas.com]


    :jubel::jubel::jubel:

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    Christoph Prégarien, Tenor
    Andreas Staier, Hammerflügel Christopher Clarke nach Conrad Graf 1827


    Prégardien ist derzeit der Schubertliedersänger schlechthin: ausdrucksstark und lyrisch. Der Schwanengesang wir hier um Der Herbst D945 (Rellstab) ergänzt (vgl. Werkeinführung). Im Anschluss werden weitere sieben Lieder nach Johann Gabriel Seidl (1804-1875) gegeben, der Schwanengesang wird so interessanter Weise dreiteilig, leider leidet die Linearität darunter:


    1. Acht Lieder nach Rellstab (ergänzt um D945)
    2. Sechs Lieder nach Heine
    3. Sieben Lieder nach Seidl


    Natürlich gehört Die Taubenpost D965A - eines meiner Lieblingslieder überhaupt - dazu:


    Abteilung III Lieder nach Seidl


    Nr. 01 Die Taubenpost D965A [Ziemlich langsam, 2/2, G-Dur]
    Nr. 02 Sehnsucht D879 [Nicht zu geschwind, 2/2, d-moll]
    Nr. 03 Am Fenster D878 [Langsam, 2/3, F-Dur]
    Nr. 04 Bei dir allein D866 Nr. 2 [Nicht zu geschwind, doch feurig, 2/4, As-Dur]
    Nr. 05 Der Wanderer an den Mond D870 [Etwas bewegt, 2/4, g-moll]
    Nr. 06 Das Zügenglöcklein D871 [Langsam, 2/2, As-Dur]
    Nr. 07 Im Freien D880 [Mäßig, mit Innigkeit, 2/4, Es-Dur]


    Als weitere Lieder von Seidl kämen für eine derartige Ergänzung des Zyklus in Frage:


    - Widerspruch D865 (Fassung 2)
    - Die Unterscheidung D866 Nr. 1
    - Die Männer sind méchant D866 Nr. 3
    - Irdisches Glück D866 Nr. 4
    - Wiegenlied D867
    - Nachthelle D892


    Prégardien singt hier ganz sachte Auszierungen, was mir gefällt.

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    Noch recht frisch auf dem Markt und erst heute entdeckt:



    Dominik Wörner, Bariton
    Christoph Hammer, Hammerflügel Conrad Graf 1827/28


    Der Zyklus ist erweitert um Herbst D945 (Rellstab), Sehnsucht D636 (Schiller) und eingerahmt von Schwangengesang D318 (Ludwig Theobul Kosegarten, 1758-1818) und Schwanengesang D744 (Johann Chrisostomus Senn, 1795-1857).


    :wink:

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    Thomas E. Bauer, Bariton
    Jos van Immerseel, Hammerflügel


    Inkludiert auch neben der Taubenpost D956A auch Beethovens Zyklus An die ferne Geliebte op. 98 sowie eine BR mit dem Live-Konzert vom 12.11.2013 aus dem Hans-Huber-Saal, Basel.


  • Übliche Reihenfolge, 15-20 Lieder nach Gedichten von Goethe


    Willkommen Und Abschied Op. 56 Nr. 1 D767
    An Den Mond D 259
    Schäfers Klagelied Op. 3 Nr. 1 D 121
    An Mignon Op. 19 Nr. 2 D 161
    Sehnsucht Op. 37 D123
    Der Musensohn Op. 92 Nr. 1 D 764


    Der Tenor Güra nennt eine äußerst ansprechend und schöne Stimme sein eigen ,er singt nie über seine Grenzen mit einem wunderbaren Legato, hoher Textverständlichkeit und fließend wie ein leise rauschendes Bächlein, eine besondere Empfehlung auch wegen Chr. Berner und seines hellen schön klingenden Hammerclaviers!


    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong