BWV 232 - Messe h-moll: Einspielungen (opi)

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    Johann Sebastian Bach

    Messe h-moll BWV 232

    Lucy Crowe

    Joanne Lunn

    Julia Lezhneva

    Blandine Staskiewicz

    Nathalie Stutzmann

    Colin Blazer

    Les Musiciens du Louvre

    Marc Minkowski
    2008

    Noc h nie erwähnt, noch keine Besprechung?

  • Angeregt durch den von Max verlinkten Spon-Artikel und das von Yorick eingestellte Cover hab ich mir diese Scheibe gekauft, wurde definitiv nicht enttäuscht und kann dem Spon-Rezensenten nur zustimmen, auch wenn ich den Ausdruck sakrale Brunft-Orgie für nicht ganz passend halte.

    Siegfried 😍

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    auch wenn ich den Ausdruck sakrale Brunft-Orgie für nicht ganz passend halte.

    Ja, äußerst unpassend. Ich suche noch nach dem passenden Terminus, denn SO habe ich die Messe noch nicht gehört.

  • Nachdem ich kürzlich Minkowskis solistisch besetzte, knackige, aufregend-dramatische, jedoch nie ins Opernhafte abgleitende, dem "Schreien" der Menge Raum gebende, grundtönig-tief-erdige (Kontrafagott), ausgesprochen energische *opi*-Aufnahme der Johannes-Passion (Erato) gehört habe, bin ich ganz heiß auf seine h-Moll-Messe, *yorick*.

  • Nachtrag: Der Begriff "sakrale Brunft-Orgie" stört mich als solcher nicht. Ich finde nur, dass diese Aufnahme eine solche nicht darstellt.

    Das ist HIP, bzw. opi at it's best. Nicht mehr und nicht weniger!

    Wenn man musikalisch oBrünftiges hören will, dann möge man doch bitte zu Wagner greifen oder zu Bruckner, da röhrt der Hirsch und rauscht die Sau!

    Siegfried 😁

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    Nachtrag: Der Begriff "sakrale Brunft-Orgie" stört mich als solcher nicht. Ich finde nur, dass diese Aufnahme eine solche nicht darstellt.

    So meinte ich das auch.

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    Zu JDs wunderbarer Besprechung vergleiche man auch Dominy Clements bei MusicWeb im Vergleich mit Suzukis Aufnahme ...

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    Von Kuijken gibt es ja noch eine Aufnamhe vor seiner solistischen; die mir nicht bekannt ist:

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    Johann Sebastian Bach

    Messe h-moll BWV 232 (1733-1748/50)

    Sopranos: Elisabeth Hermans, Midori Suzuki

    Alto: Patrizia Hardt, Petra Noskaiova

    Tenors: Max Ciolek, Knut Schoch

    Basses: Jan Van der Crabben, Stephan MacLeod

    La Petite Bande

    Sigiswald Kuijken

    Oktober 2000

    Kennt die jemand von euch?

  • Man muss sich wirklich mit Bedacht wieder zur Maße und Muße zwingen, zur Selektion und Auswahl; zur Konzentration auf das Wesentliche; auch im Geistigen

    Eben, warum also die 65. H-Moll-Messe erwerben wollen - das macht doch alles keinen Sinn mehr. Und jetzt sag bloß nicht, dass Deine Frage ohne jedes Kaufinteresse gestellt worden ist.

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    Na ja, eigentlich bin ich zu faul, sie zu hören, Spotify hat sie zum Beispiel. Auf der anderen Seite würde mich interessieren, ob Kuijken da auch schon so eigen war. :)

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    Johann Sebastian Bach (1685-1750)
    Messe h-moll BWV 232

    Katherine Watson

    Helen Charlston

    Iestyn Davies

    Gwilym Bowen

    Neal Davies

    Choir of Trinity College Cambridge

    Orchestra of the Age of Enlightenment

    Stephen Layton
    2017

    Hat die jemand und ist aussagefähig?

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    Johann Sebastian Bach (1685-1750)
    Messe h-moll BWV 232

    Gerlinde Sämann

    Britta Schwarz

    Henriette Gödde

    Falk Hoffmann

    Andreas Scheibner

    Collegium Vocale Leipzig

    Merseburger Hofmusik

    Michael Schönheit
    2017

    Hat die jemand und ist aussagefähig?

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    Johann Sebastian Bach (1685-1750)
    Messe h-moll BWV 232

    Aleksandra Lewandowska

    Zoe Brookshaw

    Marianne Beate Kielland

    Alex Potter

    Stephan MacLeod

    Gli Angeli Geneve

    Stephan MacLeod
    2020

    Hier könnte unser Siegfried berichten ... :)

    "Wenn man sich nur das Urteilen abgewöhnen könnte, dieses dilettantische Verfälschen der Dinge! Wir wollen immer verstanden werden und sind selber unerbittlich verständnislos." (Verdi bei Franz Werfel)

  • In der Interpretation der h-moll Messe durch Gli Angeli Geneve unter Stephan Macleod stehen 10 Sänger inclusive Solisten 11 Bläsern und 11 Streichern gegenüber. Das Ergebnis ist eine extrem transparente Aufnahme von erstaunlicher Leichtigkeit. Im Vergleich zu Parrott und Minkowski wirkt sie entspannter, aber nicht langweiliger oder "harmloser".

    Siegfried

  • Die würde mich auch interessieren.

    Ich sitze hier und trinke mein gutes Wittenbergisch Bier und das Reich Gottes kommt von ganz alleine.

    Dr. Martin Luther

  • (P) 1997 dhm 05472 77380 2 (2 CDs) [109:19]

    rec. 04.-10. Oktober 1996 (Evangelische Kirche Gönningen, Baden-Württemberg)

    Balthasar-Neumann-Chor

    Freiburger Barockorchester

    D: Thomas Hengelbrock

    Es ist schon eine Weile her, seit ich diese Einspielung gehört habe - und ich muß gestehen, daß es im Grunde viel zu lange her ist, denn die Erinnerung an wesentliche Details waren vollkommen verflogen. Ich hatte vergessen, wie zart, wie zurückhaltend die Messe beginnt, wie weit sie von einer verinnerlichten Einstellung bestimmt wird, ohne jedoch alles in einem langsamen Tempo zu ertränken. Sätze wie das Osanna werden flott dargeboten, solche wie das Qui sedes ad dexteram dagegen in würdiger Innigkeit. Das erste Kyrie dauert elfeinhalb Minuten, ohne in festiver Pracht auszubrechen. Überhaupt hält Hengelbrock nichts von Affekt um des Affekt Willens, sondern unterliegt seine Konzeption komplett der Struktur und den Bedürfnissen des Werks - es ist kein Platz für große Gesten, sondern für klare Strukturen und für einen freien Blick auf das Wesentliche.

    Meine Meinung hat sich nicht geändert: es ist immer noch eine der vorzüglichsten Einspielungen der letzten dreißig Jahre, und ihr unprätenziöser Anspruch zerbröselt mühelos jede verkrustete Anschauung über die Art und Weise, wie man die h-moll-Messe zu realisieren hat.

    Die Solisten speisen sich aus dem gemischten Chor (11s 6a 5t 5b), das Orchester spielt mit Verve, der Klang ist gut abgestimmt auf Zusammenhalt und Dynamik.

    Fazit: exzellent... :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:

    Unser *opi* nahm *opi*-um - Bumms! fiel unser *opi* um.