Beiträge von U Lee


    Ludwig van Beethoven (1770-1827)

    Claviersonate Es-Dur op. 81a

    Claviersonate C-Dur op. 53

    Claviersonate f-moll op. 57


    Melvyn Tan, Hammerclavier Derek Adlam nach Nannette Streicher 1814

    Heute völlig überraschend im Briefkasten ... deutlich einen Monat zu früh. Was mach' ich jetzt?

    Was auch immer ich da verzapft habe ... gut so.


    Nächstes Rätsel.


    Praeambel: Normalerweise bezeichnen die Buchstaben nach der Opus-Nummer bei Beethoven eine Bearbeitung wie beispielsweise op. 61a die Clavierfassung des Violinkonzerts op. 61 oder op. 36a die Claviertriofassung der 2. Sinfonie (op. 36) ist.


    Nun, Mister Riö's Frage: Warum gibt es op. 81a (Les-Adieux-Claviersonate, 1809-1811) und op. 81b (Sextett Es-Dur, 1795), beide sind keine Bearbeitungen (weder das Sextett ist eine Bearbeitung der Sonate noch umgekehrt), aber kein 'reines' (richtiges) op. 81? Warum ist op. 81 (heute) unbesetzt?


    :beatnik:

    Sobald die entsprechenden CDs eingetroffen sind, widme ich mich vermehrt op. 81a (Preisfrage: warum ist dies, der Logik folgend, keine Bearbeitung von op. 81?), op. 106, op. 111 und Yorick zuliebe der 2. Schüttelbier-Sonate ...

    Norrington benutzt ja (angeblich) die Metronomisierungen Beethovens. Es ist überaus interessant, was Anton Schindler zu dem Thema zu sagen hatte:


    Zunächst (S. 211; Beethoven zitierend)


    Zitat

    [...] er habe seine Sinphonien für kein so grosses Orchester geschrieben, als der Wiener Musikverein gewöhnlich aufstellt*, weil er überhaupt keine Lärmmusik geschrieben haben wolle. Er verlange für seine Instrumentalwerke nur ein Orchester von ungefähr sechszig guten Musikern, indem er überzeugt sey, dass nur diese Zahl die schnell wechselnden Schattirungen im Vortrage richtig geben könne, [...].


    *Die Lokalität des grossen kaiserl. Redouten-Saalesin welchem die Concerte des Musikvereins statt haben, bedingt ein so stark besetztes Orchester.

    Weiter (S. 212)


    Zitat

    Und er hat die Doppelzahl schon missbilligt, was würde er nun erst zu der drei- und vierfachen Zahl bei unsern modernen Musikfesten sagen [...]

    1840 wurde die Beethographie veröffentlicht.


    Ergebnis: Norrington (lt. Booklet): 53 Mitwirkende. *yepp*


    Aber zurück zum Metronom Ss. 210/211 (einen Artikel seiner selbst zitierend):


    Zitat

    Bei einer der Aufführungen dieser Sinphonie in den letzten Lebensjahren Beethoven's bemerkte dieser mit Unwillen, dass dieser Satz (Allegretto) ungemein rasch genommen, daher dessen Charakter ganz zerstört wurde. Er glaubte dem Vergreifen dieses Tempo dadurch abzuhelfen, wenn er es in Zukunft mit „Andante quasi Allegretto" bezeichne, mit Beifügung des Metronoms ♩ = 80, wie ich es in seinem Notaten-Buche angezeiget besitze.


    Er bezieht sich auf den 2. Satz der 7. Sinfonie op. 92.


    Ergebnis: Norrington: Allegretto ♩= 76. *hmmm* - vielleicht bloß einen Tick zu fix?


    (Ich weiß nicht, ob ein(e) jede(r) die Umsetzung des Steuercodes sehen kann; es handelt sich um eine Viertelnote)

    Diese Passage aus Anton Schindlers Beethographie (S. 200) hat mich zutiefst berührt, finde ich mich doch darin wieder, aber sowas von ... (liegt vielleicht am Geburtsort Bonn):


    Zitat

    Schon bei dem blossen Anblicke so grosser Summen (versteht sich immer nur auf dem Papier) ward er etwas befangen, träumte von einer andern Einrichtung des Lebens, von Wagen und Pferden, und wurde von diesem veränderten Glückszustand so sehr praeoccupirt, dass er sich schon für einen reichne Mann hielt, und deshalb gar nicht an's Handanlegen [...] kommen konnte.

    *yes*