Beiträge von U Lee

    abgesehen von der Frage, ob er überhaupt hätte toppen wollen,

    Dazu notiert A. Schindler:

    Schindler, S. 190 schrieb:

    [...] und wollte wieder die Skizzen der zehnten Sinphonie haben, über deren Plan er mir viel sagte. Er bestimmt sie fest für die philh. Gesellschaft. Wie sich dieses Werk jetzt in seiner kranken Phantasie gestaltet, so dürfte es ein musikalisches Ungeheuer werden, wogegen seine anderen grossen Sinphonien nur Opuscula sind.

    Wie auch immer das ausgesehen (sich angehört) haben möge; Schindler gibt keine Details preis.


    *hä*


    BTW: was ,macht eigentlich die V2020 des 'musikalischen Ungeheuers'? Schon jemand etwas davon gehört?

    auf einem Yamaha Disklavier (das ist sehr omi)

    Ähnliches tat Stefan Möller mit Beethovens 'großer Fuge' in der vierhändigen Fassung: er spielte den Primo ein, ließ diesen dann (gespeichert) abspielen und spielte dann den Secundo quasi mit sich selbst:



    Bösendorfer 290 SE Turbodiesel

    Ich habe die Krausschen Claviersonaten selbst alle gespielt; zu diesem Zwecke ließ ich mir aus Uppsala Kopien der Handschriften senden, was auch anstandslos umgesetzt wurde (natürlich gegen einen passablen Kostenbeitrag). Ich möchte daher darauf hinweisen, daß die Sonate Es-Dur VB 195 auch in einer Version für Clavier und Violine (VB 161) existent ist; die Violinstimme (ad libitum) war der Sonate beigefügt. Auf der CD Schlepp, Lohmann et al. sind beide 'Fassungen' enthalten.

    Bei den Amazonen funktioniert es, wenn man/frau/divers zum Komponistennamen ein '(on) period instruments' oder 'ancient instruments' oder '(auf) historischen instrumenten' hinzugibt (in jeweils separaten Suchvorgängen); im Ergebnis kommt zwar ein Haufen Bullshit, den man nicht glauben mag, aber es werden eben auch einige Zuckerstückchen angezeigt, die man nie erahnt hätte ...


    *frog**birne*

    Oh man, wieder 'was entdeckt:


    *omg*



    Matt Haimovitz, Violoncello

    Christopher O'Riley, Hammerflügel


    Das klingt sehr 'opi' - prima vista:


    jpc schrieb:

    Haimovitz betont im Text zu dieser CD, es habe absichtlich »keine wirkliche Vorbereitung« auf die Aufnahme gegeben, um das Endergebnis so frisch und spontan wie möglich zu erhalten.

    Nur: warum der Download nicht unerheblich teurer ist als die physische CD? Hat sich virtueller Speicherplatz so exorbitant verteuert? :/

    Zum Glück bin ich sowas von gierig; und auf CD2 mit der 'mittleren' Sonate op. 69 und den beiden späten aus op. 102 zeigt sich für mich, wie schnell so ein blödes Vorurteil zernichtet sein kann:


    Op. 69 ist äußerst prickelnd, bei 6:58 im ersten Satz ein kurzes, bislang nie so gehörtes, Drama. Dynamik, Akzentuierung und Rhythmik beeindrucken mich: was für tolle Crescendi (nicht nur) im Finalsatz! Der Bass des Grafen ist berückend und klingt manches Mal wie ein konkurrierendes Cello, so daß - würde ich das Werk nicht inzwischen recht gut kennen - ich nicht wüßte: welche Stimme gehört nun dem Cello, welche dem Clavier? Genau diese Verwechslungkomödien der Instrumente mag ich besonders, da sie ausschließlich auf historischen Instrumenten funktionieren.


    Berückend (ja, ich mag das Wort eben) interpretiert ist op. 102/2/ii - das anschließende Fugato wirkt befremdlich und heimisch zugleich; genial gemacht!


    CD2 könnte durchaus zu einer meiner Lieblinge avancieren ...


    *yepp*


    EDIT: nach nochmaligem Genuß: JA! CD2 mit den Sonaten opp. 69 und 102 (1+2) kann ich nur wärmstens empfehlen! Damit taut mein tiefgefrorenes Herz peu à peu auf. Allerdings, mich stört es nicht; mag aber sein, daß Kopfhörerhörer sich damit nicht anfreunden können: zum Teil sind deutliche Atemgeräusche der Interpreten zu vernehmen. Ohne das würde es aber auch zu steril klingen ... Musik atmet eben.

    Witzig: bei mir gerade CD2 davon mit op. 69 und den opi 102 ... als nervig empfinde ich es keinesfalls ... hier passt das gräfliche Geflügel jedenfalls ganz hervorragend und ab 6:58 in 69/1 ist krass!

    Etwas versteckt:


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    Stig Ribbing:


    Rondo F-Dur VB 191

    Svensk Dans C-Dur VB192

    Tema con variazioni C-Dur VB 193

    Larghetto G-Dur VB 194


    Hammarflygel M2450

    Okänd tillverkare (tidigare tillskriven Johann Andreas Stein, Ausgburg).

    Omfång F1-f3 = 73 tonet.

    Nedårslående mekanik. 3 pedaler.

    Hinzu gesellt sich auch noch diese:



    (integral)


    Mario Martinoli, Hammerflügel Ferdinando Granziera nach A. Stein c1782


    sowie:


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    (Auswahl)


    Sonate Es-Dur VB195


    Vaughan Schlepp, McNulty-Stein 1785


    NB: Die für die inkludierten Violinsonaten mitverantwortliche Geigerin Antoinette Lohmann ist lt. Booklet 1769 (!) geboren; eigentlich müsste sie eine Omi sein ...*opi*

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    Anthony Newman, Fortepiano Clementi 1804*

    PhiloMusica Antiqua Orchestra and Chorus


    Soli: Alison Wells, Mary Seers, Wilfried Swansborough,

    Andrew Murgatroyd, Richard Day-Lewis, Simon Birchall


    Stephen Simon


    Let's dance! Hin- und mitreißend musiziert; so ausgekostet habe ich das wirklich noch nie gehört. Wirklich: unerhört! Ein Wechselspiel zwischen Spannung, Entspannung, Drama, Nacht und Stürme, Virtuosität, Leichtsinn, Abgrund und finalem Jubel. Das Instrument, über dessen Herkunft das Booklet in enger Kooperation mit dem World Wide Web bescheiden schweigt, zeigt alle seine Facetten von schmeichelnd hold über perlend zu klaren, hämmernden Bässen und harmoniert besonders mit den knusprigen Hörnern und knarzigen Clarinetten. Wow! Was für ein Klang! Wenn der Töne Zauber walten ... dann hier!


    Gehört gehört!


    Das Booklet dieser CD-Ausgabe inkludiert eine vollständige Werkanalyse mit Trackindices; um das nutzen zu können, benötigt man/frau/divers wohl einen herkömmlichen CD-Spieler (allerdings sind die Zeitangaben auch dabei, so daß die einzelnen Indices auch direkt ansteuerbar sind).



    :umfall::jubel::jubel::jubel::umfall:


    Yorique wird wahrscheinlich wieder an der Aussprache rummosern ... mir ist das sowas von tofu; eher im Gegenteil: ich mag's (und Deutsche sprechen in der Regel schlechteres Englisch als Englischsprachler Deutsch ...).


    *Angabe nach Rückfrage beim Pianisten

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    Anthony Newman, Fortepiano Clementi 1804*

    PhiloMusica Antiqua


    Stephen Simon


    *Angabe nach Rückfrage beim Pianisten


    Es muß sich allerdings um ein mehr als fünfoktaviges Instrument handeln, da Newman fis3 spielt (was bekanntermaßen so nicht im Notentext steht und auf einem zum Werk 'passenden' Instrument einfach unmöglich gewesen wäre), auch klingt das Soloinstrument für meine Ohren ein wenig zu modern. Hörbar verfügt das Instrument über mehrere Apps: Mindestens Dämpfungsaufhebung und Moderator. Ansonsten begeistert mich diese Aufnahme durchaus durch den ihr innewohnenden Drive (mit diesem 'Schmackes' müßte auch mal op. 56 vorgelegt werden); allerdings lassen die vorgelegten Tempi in den Ecksätzen, besonders im Finale, das Instrument teilweise ein paar Noten verschlucken (was der bis dahin noch nicht erfundenen Repetitionsmechanik anzurechnen ist). Im Mittelsatz erklingt der Schoonderwoerd'sche Walzer ... Der Klang ist dennoch so schön und passend, daß zeitweise Holzbläser oder zupfende Streicher (Mittelsatz) vom Clavierinstrument kaum unterscheidbar sind. Newman accompagnirt das Orchester in den Tuttistellen wie gewöhnlich. Die Cadenzen sind äußerst kurios und witzig/lustig, auch wieder besonders im Finale ... sie verheimlichen jedenfalls nicht, daß der Interpret auch später komponierte Musik kennt ...


    8-)


    Etwas seltsam (liegt es an der Aufnahmetechnik?) wirkt der erste Soloeinsatz; als ob das Instrument plötzlich in einem anderen Raum stünde ...


    Das Booklet dieser CD-Ausgabe inkludiert eine vollständige Werkanalyse mit Trackindices; um das nutzen zu können, benötigt man/frau/divers wohl einen herkömmlichen CD-Spieler (allerdings sind die Zeitangaben auch dabei, so daß die einzelnen Indices auch direkt ansteuerbar sind).


    Das will wieder gehört werden!