Beiträge von Mordent

    Ich habe mir das von meinem Physiotherapeuten auch sagen lassen, dass Muskeln schwerer sind als Fettgewebe. Wenn man Muskeln aufbaut, nimmt man also an Gewicht zu, selbst wenn man abnimmt, indem man Fettgewebe verbrennt. So irgendwie. Ich tröste mich mit dieser Erklärung jedenfalls darüber hinweg, dass mein Gewicht, nachdem ich 16 Kilo (es schwankt immer zwischen bisschen mehr als 15 und 17) verloren habe, jetzt stagniert ...

    Ich bin da ganz beim Lullisten! Wenn ich mich schon ausbeuten lassen muss, dann will ich gefälligst auch aus dem Vollen schöpfen können (soweit es meine Finanzmittel erlauben ...). Und ich genieße die Vielfalt, das unüberschaubare Angebot, denn ICH bin es, der entscheidet, der auswählt, der ganz seiner Lust nachgeht. Ich fühle mich ganz und gar nicht als Opfer der Verfügbarkeit, eher dann, wenn etwas nicht verfügbar ist, wie zum Beispiel so manche Campra-Oper! Das ist scheiße.


    Ich bin anscheinend auch zu dumm, um das Entindividualisierende am Mediendingens zu schnallen, denn ich sehe im Informationszeitalter eher Nischen aufblühen, die zuvor "unterdrückt" waren. Als Barockfan kann ich meine Neigung mithilfe von Foren, Online-Recherche, Versandhandel etc. doch noch viel besser ausleben, als wenn ich auf das Angebot des örtlichen Buch-/CD-Ladens angewiesen wäre. Dort hätte ich Campra womöglich nie entdeckt und wäre Teil der grauen Masse geworden, die bloß Wagner, Mozart und Strauss hören. :P Oder so.


    Langer Rede kurzer Sinn: Ich find's gut. :thumbsup:

    Bei dieser hier gebe ich Dir recht, allerdings hat mir die Pluhar-CD sehr gut gefallen (was bei mir was heißen soll, denn ich mag Pluhars "easy-listenting"-Ansatz oft nicht).


    Neben den Jacobs-Aufnahmen, die ich wegen der großen Orchester schon auch kritisch sehe, so schön sie sein mögen, finde ich durchaus auch die Artemisia von Cavina oder Dafna von Garrido empfehlenswert.

    Was der Lullist sagt. Es gibt bereits mehrere solcher Boxen von Ricercar. "Reformation und Gegenreformation", "Flämische Polyphonie", "Renaissance" und zwei "Historische Instrumentenführer". Bestehen alle aus 8 CDs und einem Buch. Die Kompilationen bieten keine neuen Aufnahmen, aber auch nicht nur Wiederverwertungen von Ricercar, sondern werden aus sämtlichen Outhere-Labels und auch anderen (Gimell fällt mir spontan ein) zusammengestellt. Bislang haben mich diese Boxen eigentlich immer begeistert, die Aufnahmen sind meistens erste Sahne.





    Hier hat Savall einmal keine alten Aufnahmen neu kompiliert, sondern es handelt sich um eine Live-Aufnahme vom Festival in Fontfroide, wo auch die Aufnahme seiner h-moll-Messe entstanden ist. Es geht mir hier ähnlich wie bei der Krieg-und-Frieden-CD-Box: Eigentlich nichts Neues, aber in der Interpretation des Concert des Nations dennoch irgendwie spektakulär.








    Eine tolle Einspielung!





    Diese CD habe ich lange nicht ernst genommen und links liegen gelassen, aber hier versammelten Weihnachtskantaten sind wirklich allerliebst und sehr schön interpretiert.


    Es gibt Komponisten, von denen ich eigentlich alles kaufe, was neu raus kommt oder, wenn es älter ist, günstig zu bekommen ist. Sofern die Aufnahmen opi und nicht allzu abenteuerlich sind. Die kürzlich erschienene Rosenmüller-CD habe ich zum Beispiel ausgelassen, weil mir die Hörschnipsel etwas dubios klangen.


    Es gibt aber auch Interpreten und Labels/Reihen, wo ich ähnlich komplettistisch bin. Oder zumindest: Da schaue ich mir Sachen genauer an, auch wenn sie mir auf den ersten Blick nichts sagen.


    Der Preis spielt für mich auch eine große Rolle. Bei günstigen Reihen bin ich eher bereit, etwas auszuprobieren. Allerdings bin ich wegen einiger Enttäuschungen bei Brilliant zum Beispiel auch vorsichtig geworden. Zwar ist beim Kauf einer solchen CD nicht viel Geld kaputt, aber es bringt trotzdem nichts, wenn sie dann kaum angehört wird.


    Ich würde gerne viel mehr second hand kaufen, aber im Bereich Alter Musik gibt es in den Läden meist so gut wie gar nichts, auf Flohmärkten bin ich zu selten, um im Netz sind die Preise oft völlig beknackt.


    Im Grunde sieht es so aus: Jeder CD-Kauf hat mehr oder weniger seine eigenen Kriterien.

    Na ja, laut Wikipedia:

    Zitat

    Bereits bei Francesco Usper (1619) und in Massimiliano Neris op. 2 (1651) finden sich die ersten Beispiele. Erstmals verwendete Alessandro Stradella die Bezeichnungen Concertino und Concerto grosso (später Ripieno)
    in einer Kantatenkomposition. Auch war es Stradella, der mit seinen
    „Sinfonie a piú stromenti“ die ersten vollständigen Werke des Genres
    schrieb.

    Es gab halt vorher schon konzertierende Stücke für mehrere Instrumente, wie auch immer die dann genannt wurden und geschenkt, wenn die nicht aufs i-Tüpfelchen exakt der einzig wahren Concerto-Grosso-Form entsprachen. Das meinte ich.

    Aber das Concerto Grosso ist ja nur der entsprechend benamste Gipfelpunkt einer Entwicklung, die schon deutlich davor angefangen hat. Aber für die vielerlei Konzertformen, die dem Concerto Grosso voraus gingen, gibt es halt oft keinen griffigen Namen, deshalb weiß glaube ich jeder, was gemeint ist, wenn Concerti Grossi von Schütz gewünscht werden, oder? Mehrchörige Instrumentalwerke, wie sie andere Kompinisten zu Schütz' lebenszeit komponiert haben.