Beiträge von 1481

    Jaja, wie groß ist mein Anteil, der fällt eh nicht ins Gewicht. Wenn alle so denken, dann kommt man eben raus, wo wir rausgekommen sind ...

    Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass es vertretbar ist, dass die komplette Weltbevölkerung so viel individualverkehrt, wie die deutsche/österreichische Landbevölkerung.

    Es gibt Städte, da darf z.B. der Individualverkehr nicht Bezirksgrenzen queren, da muss man ganz aus der Stadt raus, um in den Nachbarbezirk mit dem Auto zu gelangen. Man kann auch Straßen nur für Busse und Radfahrer zulassen. Es gibt schon einige sehr schöne Möglichkeiten, den motorisierten Individualverkehr ein wenig zu quälen.

    :thumbup:

    In Europa gibt es viel zu viele Autos im Verhältnis zur Bevölkerung. China beginnt ohnehin, "aufzuholen". Selbstverständlich muss in Europa die Autodichte abnehmen. Die Politik macht in Deutschland und Österreich zu wenig, um den Individualverkehr unattraktiver zu machen - und natürlich den Bahn-Verkehr attraktiver zu machen.


    Den Flugverkehr zu reduzieren, den Güterverkehr auf die Schiene zu bringen gehört natürlich auch dazu. Das eine gegen das andere auszuspielen ist nur Ausdruck der eigenen Bequemlichkeit.

    Zu Ölpreisen/Öffis: Die "alten Leute vom Land" sollen bitte mehr für bessere Öffi-Verbindungen demonstrieren und sich nicht von den "jungen Grünen" aus den Städten distanzieren, die genau das tun. Ich habe den Eindruck, es ist den "alten Leuten vom Land" ganz recht, dass die Öffi-Verbindungen mies sind, weil sie dann sagen können, sie brauchen ihr Auto, und es sollen die anderen sich ums Klima kümmern ...

    Zumindest in Österreich gibt es wohl niemanden, der den Maßnahmenmix als Gesamtpaket in allen Details sinnvoll findet. Es wäre mir neu, dass man dann für einen Leugner gehalten würde. Also über irgendeine Maßnahme und ihr Mißverhältnis zur Nachbarmaßnahme hat wohl jeder mal geätzt.


    Das Problem ist der Vertrauensverlust der Leute, die dann ihr Weltbild irgendwo aus dem Internet beziehen und gegen Impfen und Masken auf die Straße gehen. Die glauben dann auch, dass die Nato Putin gezwungen hat, in der Ukraine Juden mit Wagner-Truppen zu denazifizieren. Und die gefährden unsere Freiheit und Demokratie, weil sie denken, wir sind eh unfrei und dann kann man gleich einen Kurz/Trump/Putin wählen. Deshalb ist Yoricks Posting auch tendenziell gefährdend und die Rechte momentan gefährlicher als die Linke.

    Hm ja, ich weiß nicht so recht, worauf Du Dich beziehst. Mit ein bisschen mehr Impfpflicht würden wir wohl ein bisschen besser weiterkommen, aber inzwischen scheint ja Corona durch Mutation weniger gefährlich geworden zu sein, insbesondere für Geimpfte, und die Ungeimpften sind weitgehend selbst schuld, dann sorge ich mich inzwischen lieber um den Frieden, wir haben ja Paranoianachschub bekommen.

    *hide*

    Aber unterhaltsam kann's auch sein:

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    Was mich am meisten erschüttert hat in den letzten Jahren seit 2015 und besonders seit Corona; ist die Leichtigkeit und Schnelligkeit, mit der über Jahrhunderte schwer erkämpfte Grundrechte mit Verweis auf irgendwelche Notwendigkeiten ausgehebelt werden ausgerechnet in der Nation, die doch von allen in der Welt am Sensibelsten in diesem äußerst sensiblen Bereich agieren sollte. Und dass diese Aushebelung vom deutschen Volk einfach so hingenommen wird; sich die politisch-medialen Eliten auch noch im Recht wähnen und mit dem Finger auf die vermeintliche Gefahr von rechts zeigen; während sie selbst es sind, die dem neuen Totalitarismus den Weg bereiten; lässt einen denkenden Menschen mit hinreichenden Geschichtskenntnissen schaudern.


    Vor aller Welt und ganz und gar nicht versteckt geschieht das alles durch genau die; die am Lautesten rufen, warum haben denn die Deutschen 1933 das nicht gemerkt, was sie da wählen und gutheißen und welches Ende das nehmen wird?! Das ist bizarr, skurril, grotesk und vor allem eines – beängstigend und hochgefährlich! Glaubt man denn wirklich, es sei ein weiter Weg von der Ausgrenzung, Stigmatisierung und Kriminalisierung ganzer Bevölkerungsschichten bis zu deren Inhaftierung, Internierung, Ghettoisierung und letztlich physischen Liquidation? Sobald eine Gemeinschaft einen Grund sieht oder besser noch mehrere Gründe hat, so zu verfahren; ist alles möglich; dann werden die moralischen und ethischen Begründungen im Notfall nachgereicht. Hat denn wirklich niemand aus der Geschichte gelernt?

    Und ich frage mich ja immer, wie man verkabelt sein muss, um wegen Seucheneindämmungsmaßnamen nach Grundrechten zu plärren.

    :umfall:

    Was lernt man dazu aus der Geschichte? Gab's bei der Pest auch Protestaufmärsche oder ist das eine neue Form kollektiver Verblödung?

    ^^

    Was Du über Ausstellungen schreibst, kann ich so nicht bestätigen ... hängt aber natürlich von der Qualität der Ausstellung ab. Allerdings ist van Schrieck schon eine recht obskure Adresse - ich kannte ihn aus dem Internet

    ^^

    und war dann enttäuscht, als ich (im Palazzo Pitti?) endlich mal ein Original von ihm gesehen habe.

    Die einzigen Menschen, mit denen ich im Dezember außer meiner Frau persönlich gesprochen habe (also von Angesicht zu Angesicht, wenn auch mit Maske), waren meine Friseurin, die jetzt im zweiten Lockdown final um ihre berufliche Existenz bangen muss, um nicht mit Ende 20 schon von einer Insolvenz belastet zu werden, und mein Zahnarzt, der sich wohl nicht beklagen kann.

    Ansonsten verlerne ich langsam persönlichen Kontakt.

    Na geh, solange man mit Partner(in) zusammen wohnt, braucht man sich nicht beklagen. Arm sind jetzt die Singles.

    sehr schön ... aus der Kiste habe ich die letzten Tage die letzten Sonaten zweifach gehört (also 28-32, dabei 29 nur einmal, weil das eh doppelt so lange ist)

    die nr. 1 daraus, lange hatte ich vorher auf eine obuchov-einspielung gewartet

    die auswahl der stücke sonst scheint mir durchaus repräsentativ, ich habe sie halt mit anderen interpreten

    (bei wyschnegradski gibt es zum glück auch aufnahmen von stücken mit mikrointervallen und bei mossolow wäre noch die kurze orchestrale "eisengießerei" wichtig)

    Das ist ja genau mein Ansatz: DSch ist doch nicht das Vorbild, die beiden haben gleichzeitig komponiert und wer wen beeinflusst hat, ist noch gar nicht klar.

    Müsstest Du vielleicht die Weinberg-Forschung befragen ... da Schostakowitsch schon 1925 eine sehr individuelle Tonsprache hatte und Weinberg erst 1919 geboren wurde, gehe ich natürlich von einem recht ungleichen Einfluss-Austausch aus. Da er erst 1943 Schostakowitsch auf sich aufmerksam machte, war die Einflussnahme bis dahin ausschließlich Schostakowitsch->Weinberg.

    Nö, das passt mit Deinem Text nicht zusammen, ich habe eigentlich genau das Gegenteil geschrieben.


    Edit: Achso, klar, natürlich vergleicht man mit dem Vorbild.

    Weinbergs kometenhaften Aufstieg kann nun wieder ich nicht so ganz nachvollziehen, da ich ihn eher als blassen Epigonen wahrnehme, während ich die älteren russischen "Futuristen" wie Lourié oder Obuchov viel spannender finde, die wiederum wirklich kaum gespielt werden.

    In welchem Verhältnis stehen eigentlich die Begriffe Geistliche Konzerte - Kantaten? Wurde das seinerzeit deckungsgleich verwendet?

    "Kantate" wurde damals nur für weltliche Solo-Kantaten verwendet, heute kommt man von Bach und versucht, im 17. Jahrhundert eine Kantaten-Gattung zu konstruieren, die auf Bach zuläuft. Wahrscheinlich ist bei Weckmann "geistliches Konzert" besser.


    Ich höre gerne meine cpo-Aufnahme mit folgendem Programm:


    1. Zion spricht, der Herr hat mich verlassen

    2. Wenn der Herr die Gefangnen zu Zion erlösen wird

    3. Gegrüsset seyst du, Holdselige

    4. Herr, wenn ich nur dich habe

    5. Wie liegt die Stadt so wüste

    6. Der Tod is verschlungen

    7. Freue dich des Weibes deiner Jugend

    8. Weine nicht, es hat überwunden


    Himlische Cantorey