Beiträge von Deio

    Guten Morgen


    höre jetzt:



    W.A. Mozart


    " Airs de concert et d'opéras "


    Véronique Gens singt, begleitet vom Orchestra Of The Age Of Enlightenment, Mozartarien.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Tag


    Zitat

    Vielleicht kann mir Jemand eine Aufnahme empfehlen?


    Ich habe diese



    Einspielung mit Véronique Gens, die vom Orchestra of the Age of Enlightenment und Melvyn Tan am forte-piano begleitet wird. Mir gefällt hier ihre klare und virtuose Stimme.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Tag


    höre jetzt ein opernhaft dramatisches "Passionsoratorium" das am katholischen Dresdner Hof 1736 zur Aufführung kam und zwar



    von


    Jan Dismas Zelenka


    " I Penitenti al Sepolchro Redentore "


    Das Ensemble Collegium 1704 musiziert klangschön und lebendig, bei den Vokalsolisten meistert der Tenor und die Altistin ausdrucksstark ihre Arien, der kleine Chor des Collegium Vocale 1704 kommt im Schlußchor kurz zur Geltung.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Tag


    Zitat

    Sonata violino solo representativa [...] Von diesem Werk gibt es bereits unzählige Einspielungen.


    Erstmals hörte ich vor gut 40 Jahren noch auf LP die Sonate auf dieser



    Einspielung mit den Concentus Musicus Wien. Damals wirklich was Neues. Reinhard Goebel hat mit seiner musica antiqua Köln ebenfalls in seiner Aufnahme



    von Bibers "Mensa Sonora" die Tiersonate homogen und mit zügigen Tempi mit aufgenommen.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Tag


    Zitat

    Einspielungen dieser Sonaten findet man jedoch relativ oft, die Sonata Sancti Polycarpi wird z.B. gerne mit der Missa Salisburgensis gekoppelt


    Auf dieser



    mit dem Gabrieli Consort & Players und der Musica Antiqua Köln eindrucksvoll und lautstark zu hören.
    Biber macht im Manuskript dieser doppelchörigen Bläsersonate ganz genaue Anweisungen zur Aufstellung der acht Trompeter um die beabsichtigte Raumwirkung zu erzielen. In dieser Sonate, die sich an Vorbildern Giovanni Gabrieli orientiert, erkennt man gut die tradionelle Einteilung der Bläser in die hohe, mittlere und tiefe Trompetenlage, eine Violone unterstützt den Generalbass. Das Haarlem Trumpet Consort hat übrigens diese Sonate und die Sonata á 7, für sechs Clarini, Pauken und Orgelcontinuo, höchst virtuos geblasen, aufgenommen.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Morgen


    bei mir jetzt:



    " Musik der Hofkapelle zu Kremsier "


    Das Ensemble Anima mea spielt ein abwechslungsreiches Sonaten-Programm, zusammengestellt aus Werken von Biber, Schmelzer, Rittler und Vejvanovsky. Manchmals etwas verhalten musiziert, schön jedenfalls die Stücke mit Violine und Trompeten.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Richters "Six Grandes Symphonies" entstanden um 1740, also vor seiner Mannheimer Zeit. Sie wurden 1744 in Paris von Duter, Boivin und Le Clerc in einer ersten einer zweiteiligen Edition von zwölf Sinfonien veröffentlicht. Eingespielt hat diese Werke zwischen Barock und Frühklassik knackig, stilvoll und mit viel Ausdruckskraft das Helsinki Baroque Orchestra unter Aapo Häkkinen auf diesen



    CDs, einzig das Cembalo klingt ein wenig trocken.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Tag


    Eine der wenigen erhaltenen geistlichen Vokalwerke Kapsbergers - und zwar das Oratorium "I Pastori de Bettelemme" - hat das Ensemble Echo du Danube auf dieser



    CD mit Liebe und Sorgfalt aufgenommen.


    Diese Komposition kann als Vorläufer des Oratoriums gelten und erklang im Vatikan nach der Weihnachtsvesper und vor der 1. Weihnachtsmesse. Es ist als eine Art "Krippenspiel mit Musik" anzusehen und diente zur Unterhaltung und Erbauung als weihnachtliche Tafelmusik während eines festlichen Mahls des Paptes und der geladenen Kardinäle. Der pastoralen Charakter des Stücks unterstreichen stark die verwendeten Hirteninstrumente wie durch den Einsatz einer Sordellina -eine italienischen Sackpfeife- und eines Psalterium (Salterio) -ein Hackbrett-, das am päpstlichen Hof wegen seines lieblichen Klanges sehr beliebt war. Die Klangfarben der ungewöhnlichen Instrumente vermischen sich wunderbar mit stilkundigen Solistenensemble dieser Aufnahme: Constanze Backes, Clementine Jesdinsky und Chiyuki Okamura (Sopran), Franz Vitzthum (Countertenor), Christian Dietz (Tenor) und Markus Flaig, (Bass).


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Tag


    Pogliettis Instrumentalmusik ist hauptsächlich in der zwischen 1664 und 1695 angelegten Sammlung des Olmützer Bischofs Karl von Liechtenstein-Castelkorn von rund 1400 Instrumentalwerken erhalten. Fünf seiner Sonatae hat das Ensemble CordArte auf dieser



    CD stilgerecht und beseelt aufgeführt.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Morgen


    jetzt im Player:



    " Christ Lag in Todesbanden "


    Johannes Strobl spielt bestechend an der Großen Orgel der Klosterkirche zu Muri Werke von Scheidemann, Weckmann, Tunder, Buxtehude, Böhm, Bruhns und Bach. Ein klug zusammengestelles Program mit Orgelwerken über den Choral von Komponisten, die durch ein komplexes Beziehungsgeflecht wie familiäre Bande, Schüler/Lehrerverhältnis oder naheliegender Geografie mit einander verbunden sind.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Franz (František) Xaver Richter war, wie viele begabte Musiker, böhmisch-mährischer Herkunft, er stammte wohl aus Holleschau, in der Liste der Mitglieder der Mannheimer Hofkapelle von 1758 wurde der Ort Holleschau als Herkunftsort genannt. Über seine musikalische Erziehung weiß man wenig, aber viel spricht für eine gründliche musikalische Berufsausbildung als Sänger, Instrumentalist und Komponist. Vermutet wird, dass er bei Johann Joseph Fux in Wien studierte und denselben Unterricht genoss wie ein weiterer bedeutender Sinfoniekomponist der Zeit, Georg Wagenseil. Im Jahre 1740 wurde er für die nächsten 4 bis 5 Jahre „Vicecapellmeister“ des Fürstabtes Anselm von Reichlin-Meldegg zu Kempten. 1747 erschien erstmals sein Name in der Liste der Hofmusiker des Mannheimer Kurfürsten Carl-Theodor von der Pfalz und zwar als Bassist -vituosa di camera- neben weiteren Bassisten wie Natale Bettinardi, Franz Anton Lutz und Giuseppe Giardini; in einer weiteren Quelle wurde er als 2. Geiger aufgeführt. In Mannheim wird er als Mitglied der Hofkapelle – wie viele der Hofmusiker - u.a. auch Symphonien komponiert haben, er orientierte sich an seinen Kompositionskollegen wie Johann Stamitz oder Ignaz Holzbauer. Durch die Berührung mit den von Johann Stamitz initiierten "Mannheimer Stil" kann man bei Richter eine schlagartige Veränderung seines Komponierstiles feststellen. Seine Sinfonien lassen sich in "frühe" und in "Mannheimer" Sinfonien einteilen. Daneben verfasste er eine große Menge bedeutender geistlicher Musik, bei den vielen Gottesdiensten am Kurpfälzer Hof bestand daran ein enormer Bedarf. Für den Karfreitag 1748 schrieb er auf Einladung des Kurfürsten Karl-Theodor das Karfreitagsoratorium "la deposizione dalla croce". Womöglich wurde Richter eigens zur Komposition geistlicher Musik am Hofe verpflichtet. F.X. Richter war ebenfalls als Lehrer tätig, er schrieb auf der Grundlage des Gradus ad Parnassum von J. J. Fux über Jahre eine theoretische Schrift mit dem schönen Titel:


    "Harmonische Belehrung oder gründliche Anweisung zu der musikalischen Ton-Kunst oder regulären Composition",


    die er dem Dienstherrn Kurfürsten Karl-Theodor widmete. Zu Richters Schülern zählten u.a. H. J. Riegel, Carl Stamitz Ferdinand Fränzl und Joseph Martin Kraus. 1768 wurde er zum kurfürstlichen Cammercompositeuer ernannt, danach fehlt sein Name von der Liste der Hofsänger. Richter war viel auf Reisen – dies war den Mitgliedern der Mannheimer Hofkapelle gestattet -, er besuchte u.a. die Länder Frankreich, Holland und England. Ab Anfang April 1769 übernahm er bis zu seinem Tode 1789 das Amt des Kapellmeisters am Straßburger Münster, dort komponierte dort hauptsächlich geistliche Musik. Richters Stellvertreter in Straßburg war Ignaz Pleyel. Charles Burney hielt ihn für einen der bedeutendsten Vertreter der „Mannheimer Schule“, er ging aber bewusst dem dort herrschenden modischen Stil aus dem Wege, seine Werke waren deutlich vom österreichischen Barock beeinflusst. Seine Musik fand in den konservativen Musikzentren wie London oder Berlin viel Beachtung.



    Auf dem Stich von Pierre Guérin von 1785 schaut Richter etwas ernst daher, wem er wohl mit der Notenrolle winkt, gar droht oder nur dirigiert?


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Abend



    bei mir "bibers"



    Heinrich Ignaz Franz Biber


    " Balletti & Sonatas für Trompeten & Streicher "


    Obwohl das Clemencic Consort nicht gerade zu meinen Lieblingsensembles gehört, diese Aufnahme gefällt mir. Das liegt mit an dem großartigen Trompeter-Duo Lackner & Walser die hier mit Schwung die Trompen blasen.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Johann Hieronymus (von) Kapsberger wurde um 1580 in Venedig als Spross einer deutschstämmigen Adelsfamilie geboren, früh erhielt er den Beinamen „il Tedesco della Tiorba – Der Deutsche mit der Theorbe“.



    Über seine musikalische Ausbildung ist nichts überliefert, er wird sie im reichhaltigen musikalischen Umfeld seiner Geburtsstadt erhalten haben. 1604 veröffentlicht er erstmals einen Druck, das „Libro primo d´intavolature di Chitarrone“. 1605 verließ Kapsberger Venedig und zog nach Rom, neben Venedig ein weiteres führendes Zentrum der frühen italienischen Barockmusik. In den zahlreichen Palästen und Kirchen Roms wirkten hervorragende Kapellmeister, Komponisten, Instrumentalisten und Sänger, deren Arbeit von interessierten und finanzkräftigen Gönnern aus Klerus und Adel Unterstützung erfuhr. Als Nobile alemanno fand der talentierte Kapsberger schnell Anschluss in höchste Kreise, 1611 erhielt er Eintritt in einen der elitärsten Kreise Roms: die „Accademia degli Umoristi“ nahm ihn als Mitglied auf. Dieser illustre Zirkel bestand nur aus ausgewählten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft, er traf sich regelmäßig zu Diskussionen über wissenschaftliche Fragen und zu literarischen und musikalischen Darbietungen. Über zwei Jahrzehnte diente Kapsberger unterschiedlichen Päpsten, Kardinälen und Fürsten, ab 1610 ließ er beinahe jährlich eine Sammlung seiner Kompositionen veröffentlichen, Kapsberger galt als der führende Lautenvirtuose Roms. Als 1623 Kardinal Maffeo Barberini als Papst Urban VIII. den Stuhl Petri bestieg, war dies der große Aufstieg für Kapsberger. Er war finanziell hervorragend versorgt und komponierte mit großer künstlerischer Freiheit ausgestattet zahlreiche Werke der verschiedensten Gattungen wie Lauten- und Chitarronnenwerke, sowie etliche Sammlungen mit affektreicher weltlicher und geistlicher Vokalmusik. Eine theoretische Abhandlung über den Chitaronne mit dem Titel „il Kapsberger della musica“ gilt als verschollen. Diese sorglose Zeit endete 1644 für Giovanni Girolamo Kapsberger mit dem Tode Papst Urbans VIII., durch seine zügellosen Ausgaben trieb er den Kirchenstaat in den Ruin. Kapsberger verblieb weiterhin in Rom, zog sich aber aus dem öffentlichen Leben zurück und veröffentlichte keine Kompositionen mehr, 1651 verstarb er in Rom.



    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Tag


    Obwohl nicht zur Komposition verpflichtet, komponierte Fils zwischen 1754 und 1760 rund 30 Sinfonien. Die Mehrzahl seiner Sinfonien ist in der Satzfolge „schnell – langsam – Menuett/Trio – schnell" überliefert. Ihre farbige Instrumentierung mit Hörnern, Oboen und auch Flöten – was den flötenliebenden und -spielenden Kurfürsten Karl-Theodor besonders erfreute - lassen sie harmonisch und kurzweilig erscheinen. Schon 1760 wurden seine Instrumentalwerke in Paris vom Verleger Louis-Balthasar de La Chevardière gedruckt, bis 1765 lag in Paris ein Großteil der Kammermusik und Sinfonien -mit dem verkaufsförderten Zusatz „Musicien S.A.S Electeur Palatin“ versehen- des Kurpfälzer Musikers vor.
    Schubart pries sie überschwänglich:


    „Ich halte ihn für den besten Synphonienschreiber, der jemahls gelebt hat. Pracht, Volltönigkeit, mächtiges allerschütternde Rauschen und Toben der Harmoniefluth; Neuheit in den Einfällen und Wendungen; sein unnachahmliches Pomposo, seine überraschenden Andantes, seine einschmeichelnden Menuetts und Trios, und endlich seine geflügelten laut aufjauzenden Prestos – haben ihn bis diese stunde die allgemeine Bewunderung nicht rauben können.“


    Fünf Sinfonien des jungen und leider früh verstorbenen Komponisten hat das l'Orfeo Barockorchester auf dieser



    Scheibe meisterhaft mit Eleganz und Stilgefühl aber auch mit Temperament eingespielt.



    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Tag


    viele Eingespielungen seiner Instrumentalmusik liegen nicht vor, auf dieser



    CD mit spanischer Kathedralmusik sind zwei Symphonie Tiento und eine Passacalles für Violen Cabanilles vom Ensemble Al Ayre Espanol, das die Werke sakral und einfühlsam spielt, aufgenommen.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Morgen,


    Sonntagmorgen mit Bach:



    Joh. Seb. Bach


    " Jesu, deine Passion - Kantaten BWV 22, 23, 127 & 159 "


    Hervorragende Aufnahme mit dem Collegium Vocale Gent, Herreweghe setzt einen zwölf Stimmen umfassenden Chor, aus dem die Solisten heraustreten, ein. Anhörbar der Altus Matthew White. Die Instrumentalisten agieren auf höchsten Niveau.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Morgen


    hier ist die Orgel wirklich nicht störend :D



    Joh. Seb. Bach


    " Toccaten & Fantasien "


    Bernard Foccroulle schlägt mit viel Spielfreude an der Arp Schnittger Orgel der Martinikerk zu Gronnigen Bachs größte Orgelhits.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Tag


    Einen Querschnitt seiner Claviermusik bietet diese



    Aufnahme mit Musik für Tasteninstrumente, hier auf der Rohlf-Orgel der Auferstehungskirche zu Traunstein von Roland Götz eingespielt. Schön das "Rossignolo" oder die 20 Variationen umfassende "Aria allemagna con alcuni variationi sopra l'Eta della M.ta V.tra" deren Sätze teils Namen wie Böhmisch Dudlsackh, Bayrische Schalmay, Alter Weiber Conduct oder Hanackhen Ehrentantz heißen und der wiener Kaiserin Eleonore gewidmet ist. Eine ungarische Rebellion gegen die habsburger Vorherrschaft 1671 hat Poglietti in einer Suite in e sopra la ribellione di Ungheria in Noten gesetzt; man könnte die einzelnen Sätze etwa deuten: "Galop" Die Rebellen finden sich auf der Flucht und werden gefangen gesetzt "Toccatina" und beklagen im Gefängnis ihr Schicksal "Allemande: La Prisonnie" . Ihnen wird der Prozeß gemacht "Courente: Le proces" , sie nehmen gefaßt den Urteilsspruch entgegen "Sarabande: La Sentence" und werden als Adelige enthauptet "La decapitation: Avec Discretion" . Trauer und Totenglocken im Satz "Les Kloches: Reqiuem eternam dona eis domine". Poglietti war, wie auch das "Capriccietto sopra il cu cu" oder dem "Hennengeschrey" zeigt, ein Meister der Tonmalerei und der im östereichischen Barock sehr beliebten Programmmusik.


    Jörg-Andreas Bötticher hat ebenfalls auf dieser



    Pogliettis "Il Rossignolo", die "Toccatina Sopra La Ribellione Di Ungheria", die "Aria Allemagna Con Alcuni Var Sopra L'Eta Della Maesta Vostra" und das kurze "Capricietto Sopra Il Cu Cu" neben anderen Werken auf zwei verschiedenen Cembali mit angehängte Pedalen, eingespielt.


    Pogliettis "Canzon e capriccio sopra das 'Henner und Hannengeschray'" wird auf



    CD von Martin Haselböck am Cembalo lautmalerisch gespielt.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Alessandro Poglietti (auch: de Poglietti, Pogliet, Puglieti, Bolietto, Bolleti, Hendl u. Alessandro, Alexander, Johannes, Alexander geschrieben) wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts - vermutlich in der Toskana - geboren, seine genaue Herkunft, sein Geburtsdatum und seine musikalische Ausbildung liegen in Dunkeln verborgen.



    1661 wird Poglietti Organist und Kapellmeister an der Wiener Jesuitenkirche „Zu den neun Chören der Engel“, im selben Jahr ernennt ihn Kaiser Leopold I. zum kaiserlichen Hof- und Kammerorganisten, Anerkennung fanden seine musikalischen Fähigkeiten in der Verleihung des Titels eines kaiserelichen Pfalzgrafen und der Auszeichnung als Ritter des päpstlichen Ordens vom goldenen Sporn . Sein Ruhm als Virtuose, Komponist und Lehrer - eine theoretische Schrift mit dem Titel „Compendium“ hat sich erhalten - wuchs stetig. Freundschaftliche Beziehungen unterhielt er zu Johann Casper Kerll. In den Wirren der Belagerung Wiens 1683 durch die Türken fand Poglietti den Tod, seine sieben Kinder gerieten in türkische Gefangenschaft. Als Leopold I. nach dem Sieg über die Türken wieder in seine Residenz zurückkehrte, soll Pogliettis Witwe ihm zugerufen: "Die Tartaren haben meinen Mann ermordet“ und um eine Pension gebeten haben. Der Kaiser Leopold bewilligte ihr 1684 eine Witwenpension von „monatlich 18 Gulden bis zu ihrer Wiederverehelichung". Poglietti komponierte überwiegend Musik für Tasteninstrumente, einige Chorwerke und 1677 eine Oper „Endimione festeggiante“, von der nur der Text erhalten blieb.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

    Guten Tag


    Vier Suiten aus Hammerschmidts Sammlung "Erster Fleiss" von 1636 wurden



    vom Ensemble Hesperion XX mit Violen, Posaunen, Zinken, Laute und Cembalo und einem vollen und warmen Klang aufgenommen.


    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard