Beiträge von Musica

    Die Asiaten tun sehr viel für ihren Nachwuchs. Unsere Gruppe Bel-Voce Gesangssolisten sind seit 16 Jahren auf der Insel Mallorca und immer im selben Hotel, in dem wir auch Konzerte singen. Vor zwei Jahren waren wir in den Osterferien dort und trauten unseren Ohren nicht. Anwesend war eine große Gruppe von Kindern aus ...schätze mal Japan...die dort einen Kurs für Streicher absolvierten, die sog. Suzuki-Methode. Die jüngsten waren 4 Jahre und geigten schon wie die Alten.

    So ist es auch beim Gesang, strenge Auflagen und Schule, die es so bei uns nicht gibt. Das Ergebnis...die Opernhäuser sind übersät mit Asiaten.

    stimme voll zu, gut, dass ich das nicht mehr erlebe. :boese:

    Das ist ja eben das Problem, die Asiaten und Osteuropäer haben eine ganz andere Ausbildung und...das muss ich eingestehen...und sehr schöne Stimmen. Sie drängen in die Opernhäuser und natürlich in die Wettbewerbe. Trotzdem habe ich etwas dagegen wenn sie deutschsprachige Opern singen oder, wie schon erwähnt als Beispiel, die Winterreise u.a. Es ist für mich ein Unding, wenn ein Asiat den Florestan singt. Seitdem alles in Originalsprache gesungen wird, nehmen natürlich die Sänger aus dem Ausland zu. Natürlich muss es für die Italiener auch manchmal komisch sein, wenn unsere Sänger in der Originalsprache singen, aber immer noch anders, als wenn Jemand kaum deutsch spricht und dann mit Akzent singt.

    Da hatten wir es zu meiner Zeit einfacher, es wurde alles in deutscher Sprache gesungen.... :)

    Da muss ich wohl auch mal meinen Senf dazugeben. Das Wort im deutschen Lied ist mir heilig, ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn ausländische Sänger z.B. die Winterreise oder sonst was singen. Es stört mich wahnsinnig, wenn die Sprache "verknobelt" ist. Ich bin aber eh ein Fanatiker von korrekter Aussprache, schon bei meinen Schülern lege ich großen Wert darauf.

    In Opern deutscher Komponisten geht es mir genau so, ein Wagner mit asiatische Besetzung geht garnicht für mich. Aber leider sind die Häuser überwiegend mit ausländischen Sänger besetzt. Irgendwo las ich jetzt von einem Brahms Requiem, das auch wieder nicht mit deutschen Sängern besetzt wird. ...Ihr habt nun Traurigkeit.... mit Akzent? Wo sind unsere Sänger?

    Na, wie steht es um die Operette, lebt sie noch? Ja, sie lebt und wie. Das zeigen unsere Konzerte immer wieder, ob im In- oder Ausland. Das Publikum schmilzt dahin und nicht nur die "Senioren". Wenn unser Tenor das Wolgalied singt....bleibt kein Auge trocken, auch nicht bei mir.;( Es gibt so wunderschöne Melodien, gestern hörte ich im Radio eine Übertragung der Gräfin Mariza aus München, ja, da denke ich zurück an meine Zeit, als ich noch aktiv dabei war, schön war es und Erinnerungen bleiben, manchmal wehmütig mit einer Träne im Auge.

    :wink:

    Oh, da habe ich ja was nicht gelesen, was in mein Fach fällt.


    Es ist nie zu spät mit dem Singen zu beginnen, es kommt auf Dein Ziel an. Wenn Du in einem Kirchenchor singen möchtest, der nicht zu anspruchsvolle Literatur singt, bist Du sicher als Anfänger gerne Willkommen. Ein Chorleiter wird dich prüfen, in welche Stimme er dich unterbringen wird, wie tonsicher du bist, ob die Stimme halten kannst.
    Singen ist Balsam für die Seele, für das Herz und es bereitet Freude, nicht nur dem Sänger, sondern auch den Zuhörern.


    In (fast) jedem Kirchenchor wird vor der Probe eingesungen oder sogar Stimmbildung gemacht, das sind zwei Paar Schuhe. Einsingen, warm up, sollte immer gemacht werden, so wie ein Sportler seine Muskeln vor einem Lauf warm macht. Stimmbildung ist Technik im weitesten Sinne, nicht so intensiv wie ein Sänger, der Unterricht hat.
    Do it your self ist ohne Überwachung der Stimme m. E. ungünstig. Ich halte nichts von Fernunterricht oder Videos. Ein Gesanglehrer legt Hand an, schaut wie deine Atmung ist und korrigiert alles, was du machst, das ist wichtig, um einschleichende Fehler zu meiden.


    Übrigens, jeder Kirchenchor ist glücklich einen neuen „Sänger“ in seinen Reihen zu begrüßen, ob er 50 Jahre oder älter ist, spielt überhaupt keine Rolle.


    Nur Mut, du wirst sehen, es befreit die Seele und bringt deinen Kreislauf in Schwung.


    *hüpf*

    Das ruhige Landleben. Nicht nur Traktoren und Futtermischer, hier wird Holz gesägt, der nächste Winterkommt bestimmt, Rasenmähen im Duett, zur Erntezeit fahren die Traktoren hier auf der Straße, als würden sie in Guinnessbuch kommen, Pech, wenn man gerade auf der Straße ist, ohne Rücksicht auf Verluste, die Fußgänger müssen sich schleunigst in die Büsche schlagen. Der Milchwagen morgens und abends, kriegt kaum die Kurve und hat uns schon einen Briefkasten zerdeppert.


    Es lebe das Landleben, ruhig und frei und reine Luft, wenn nicht gerade Gülle gefahren wird.

    Ich finde es schon als arbeitserleichternd,man schreibt etwas, fertigt Programme für Konzerte und kann es sofort ausdrucken. Jede Rechnung die per Mail kommt, kann gedruckt werden. Für mich ist Word, PDF und PowerPoint am wichtigsten, damit kann ich arbeiten .
    Ich erstelle die Konzertplakate und leite sie per Mail an meine Druckerfirma.


    Aber was wäre das alles trotzdem ohne Internet? Ich könnte nicht täglich schauen, was hier bei Eroica los ist..... *hüpf* und auch mein eigenes Forum gäbe es nicht... *hä*

    Ärgerlich, wenn das Internet streikt, ich komme damit klar, wichtig sind für mich die Mails , die ich aber dann vom Handy abrufen kann. Wenn aber der ganze PC streikt.....und nicht schnell genug wieder läuft....dann bin ich schon sauer, dann bin ich arbeitslos...
    :boese:

    Fasziniert von diesem Lied in unserem Workshop, es lässt mich nicht mehr los. Marie Nicole Lemieux - Die Löwenbraut, von Drei Gesänge opus 31/1 Chamisso


    Mit der Myrte geschmückt und dem Brautgeschmeid,
    Des Wärters Tochter, die rosige Maid,
    Tritt ein in den Zwinger des Löwen; er liegt
    Der Herrin zu Füßen, vor der er sich schmiegt.


    Der Gewaltige, wild und unbändig zuvor,
    Schaut fromm und verständig zur Herrin empor;
    Die Jungfrau, zart und wonnereich,
    Liebestreichelt ihn sanft und weinet zugleich:


    "Wir waren in Tagen, die nicht mehr sind,
    Gar treue Gespielen wie Kind und Kind,
    Und hatten uns lieb und hatten uns gern;
    Die Tage der Kindheit, sie liegen uns fern.


    Du schütteltest machtvoll, eh wir's geglaubt,
    Dein mähnen-umwogtes, königlich Haupt;
    Ich wuchs heran, du siehst es, ich bin
    Das Kind nicht mehr mit kindischem Sinn.


    O wär ich das Kind noch und bliebe bei dir,
    Mein starkes, getreues, mein redliches Tier;
    Ich aber muss folgen, sie taten mir's an,
    Hinaus in die Fremde dem fremden Mann.


    Es fiel ihm ein, dass schön ich sei,
    Ich wurde gefreit, es ist nun vorbei; --
    Der Kranz im Haare, mein guter Gesell,
    Und [nicht vor Tränen]2 die Blicke mehr hell.


    Verstehst du mich ganz? Schaust grimmig dazu;
    Ich bin ja gefasst, sei ruhig auch du;
    Dort seh ich ihn kommen, dem folgen ich muss,
    So geb ich denn, Freund, dir den letzten Kuss!„


    Und wie ihn die Lippe des Mädchens berührt,
    Da hat man den Zwinger erzittern gespürt,
    Und wie er am Gitter den Jüngling erschaut,
    Erfasst Entsetzen die bangende Braut.


    Er stellt an die Tür sich des Zwingers zur Wacht,
    Er schwinget den Schweif, er brüllet mit Macht;
    Sie flehend, gebietend und drohend begehrt
    Hinaus; er im Zorn den Ausgang wehrt.


    Und draußen erhebt sich verworren Geschrei.
    Der Jüngling ruft: "bringt Waffen herbei;
    Ich schieß ihn nieder, ich treff ihn gut.„
    Aufbrüllt der Gereizte, schäumend vor Wut.


    Die Unselige wagt's, sich der Türe zu nahn,
    Da fällt er verwandelt die Herrin an;
    Die schöne Gestalt, ein grässlicher Raub,
    Liegt blutig zerrissen, entstellt in dem Staub.


    Und wie er vergossen das teure Blut,
    Er legt sich zur Leiche mit finsterem Mut,
    Er liegt so versunken in Trauer und Schmerz,
    Bis tödlich die Kugel ihn trifft in das Herz.

    Hallo Musica, Pavarotti und Schock in einem Atemzug zu nennen, was soll man da noch sagen und das auch noch von einer ausübenden Sängerin,
    da verschlägt es mir den Atem!?
    Auf der anderen Seite:
    ich glaube bei deinen Konzerten während ihr froh einen Tenor zu haben mit annähernd schönem Timbre wie Rudolf Schock, das nur zu deinem URTEIL über ihn!


    LG palestrina


    Auch als ausübende Sängerin habe ich meinen eigenen Geschmack und da ich aus der Schock Generation stamme und er früher immer präsent war, ist es mir nicht zu verübeln, dass ich seine Stimme nicht mag. Pavarotti ist natürlich nicht zu vergleichen mit Schock, aber ich mochte ihn eben nicht und viele andere Tenöre ebenso nicht. Wir haben in unserem Ensemble keinen Pavarotti und auch keinen Schock, aber einen Tenor, der sich hören lassen kann, der zu uns passt und in unseren Konzerte den passenden Rahmen gibt, mit einem Timbre, dass die Zuhörer dahinschmelzen lässt.


    Ebenso ist auch die Callas nicht mein Geschmack.....vielleicht sehe und höre ich das eben etwas anders, als "ausübende Sängerin".


    Na, Gottes Sohn eben; oder was hast Du gedacht?
    :beatnik:


    Würde man allerdings die abgesetzte Betonung gemäß Originaltext singen, die sich nur en detail unterscheidet, würde das Problem nicht auftauchen:


    Gottes Sohn! O! wie lacht


    Alles schläft, einsam wacht nur das traute, hochheilige Paar


    Gottes Sohn! O! wie lacht Lieb....aus deinem göttlichen Mund


    es gibt tatsächlich Chöre, die das richtig singen können, ist aber sehr selten
    *yes*

    Heute hat unser Ensemble Bel-Voce mit einem Projektchor ein anspruchsvolles Konzert in der Erzabtei St. Ottilien. Auf dem Programm stehen Arien, Duette, Ensembles, Chöre aus dem Oratorium Elias von Mendelssohn.


    Mit dabei:
    Elias - Thomas Dobmeier, München
    Witwe - Kerstin Rüter, Hamburg
    Alt - Simone Garnier, Frankfurt
    Obadjah - Silvester Tagger, Graz


    Projektchor - musika-vokale, Leitung Luise Förg
    Am Klavier: Norbert Henß, Groß-Umstadt
    Gesamtleitung: Erika Sommer

    Heute hat unser Ensemble Bel-Voce mit einem Projektchor ein anspruchsvolles Konzert in der Erzabtei St. Ottilien. Auf dem Programm stehen Arien, Duette, Ensembles, Chöre aus dem Oratorium Elias von Mendelssohn.


    Mit dabei:
    Elias - Thomas Dobmeier, München
    Witwe - Kerstin Rüter, Hamburg
    Alt - Simone Garnier, Frankfurt
    Obadjah - Silvester Tagger, Graz


    Projektchor - musika-vokale, Leitung Luise Förg
    Am Klavier: Norbert Henß, Groß-Umstadt
    Gesamtleitung: Erika Sommer