Beiträge von Josquin Dufay


    Tomas Luis de Victoria

    Officium Hebdomadae Sanctae:

    Feria Quinta

    Feria Sexta

    Escolania del Escorial

    Real Capilla Escurialense

    D: Javier M. Carmena


    Gestern Abend noch FQ, jetzt FS.

    Ja, aber dieser Ort ist etwas Besonderes - ist einfach so. Darüber zu sprechen ist nie verkehrt.


    Aber auch hier will ich keine Diskussion anstoßen...

    Und nun eine Passion:



    Johann Sebastian Bach

    Johannes-Passion

    Werner Güra, Sunhae Im, Benno Schachtner, Sebastian Kohlhepp, Johannes Weisser u.a.

    RIAS Kammerchor

    Akademie für Alte Musik Berlin

    D: René Jacobs


    Sträflich vernachlässigt - muß heute mal ran.

    Zwar spät, aber noch rechtzeitig:


    CD 2, Tr. 01-14


    Gregorianischer Choral

    Dominica in Palmis:

    - Gesänge zur Prozession

    - Proprium der Messe

    Choralschola der Münsterabtei Schwarzach

    D: Pater Godehard Joppich

    Ich kenne von Langlais viel zu wenig (vom Vokalwerk gar nichts), als daß ich dir da helfen könnte - doch sehe ich keinen Hinderungsgrund, Hill und seinen Jungs eine Chance zu geben. Ansonsten prüfe doch erstmal youtube durch.

    Komisch - eigentlich reicht es doch aus, wenn unter dem Titel "reconstructed by..." bzw. "rekonstruiert von..." steht, um klar zu machen, daß es nicht die Originalkomposition von J.S. Bach sein kann. Es ist relativ schnell zu erfahren, daß bei dieser Passion die Partitur nicht überlebt hat - also ist von Betrug etc. keine Rede.


    Wenn ich den Titel lese: Bach - Markus-Passion BWV 247, dann weiß ich automatisch, daß es eine der verschiedenen Rekonstruktionen sein muß. Der Musik ist halt Spektakulation - eine gewiß profund angenommene, aber dennoch eine Vermutung. Dazu kann man stehen wie man will, aber jede Aufregung ist doch völlig unnütz.


    Man muß sich ja als Rekonstrukteur entscheiden, was man wie macht; somit ergeben sich auch verschiedene Ansätze. Insofern sind alle Rekonstruktionen gleich sinnvoll, weil es eben keine Determinierung gibt. Daraus ergibt sich aber zweifellos, daß niemand sich für die Rekonstruktionen interessieren muß, wenn er es nicht will. Ich persönlich halte mich davon entfernt, weil ich persönlich die Annahmen zu dem Werk allesamt für zu ungenau ansehe. Ich habe auch nur eine Einspielung der Rekonstruktion - nämlich die von Simon Heighes (1993):


    Roy Goodman (1997)

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    (P) 1997 Musica Obscura 070 970 (2 CDs) [100:56] opi

    rec. 25.-30. März 1996


    Tenor [Evangelist]: Rogers Covey-Crump

    Bariton [Jesus]: Gordon Jones

    Treble: Connor Burrowes

    Alto: David James

    Tenor: Paul Agnew

    Bariton: Teppo Tolonen

    Ring Ensemble of Finland

    European Union Baroque Orchestra

    D: Roy Goodman


    Die finde ich auf jeden Fall sehr gut interpretiert. Mehr brauche ich aber nicht.


    Instrumentalmusik um 1600

    Werke von:

    du Tertre, du Caurroy, Holborne, Morley, Tompkins, Cooper, Bevin, Sommer, Posch, Scheidt, G. Gabrieli, Guami & Massaino

    Concentus Musicus Wien

    D: Nikolaus Harnoncourt

    rec. 1961

    Und da bin ich... *opi*


    Warum klingt das wie Gregorianik und doch ganz anders?

    Weil es eine Erweiterung/Bearbeitung der ursprünglichen Choräle ist.


    Warum kann man diese Kompositionen personalisieren?

    Du meinst sicherlich, wieso die Komponisten dieser Werke bekannt sind, oder? Weil das so überliefert wurde. Tatsächlich gibt es nur eine einzige Quelle, die die Namen Leonin und Perotin in dem Zusammenhang erwähnt: ein gewisser Anonymus IV (*flirt*).


    Empfand man diese Art Musik damals als anstößig?

    Das war damals Moderne auf höchstem Niveau, wobei die Notre-Dame-Schule gewiß nur eine Entwicklung bestimmte, die sowieso schon vorherrschte: nämlich, daß man die Choräle zunehmend variierte und erweiterte, daß man den Ausdruck vertiefte und abwechslungsreicher gestaltete. Sowas geht nie vor sich, ohne daß es Traditionalisten gibt, die sowas ablehnen. Nur ist die Quellenlage so mager, daß man dazu nichts herausfinden kann.


    (P) 2009 Cavi-Music 8553183 [44:56]

    rec. August 2009 (Klaus-von-Bismarck-Saal, WDR Köln)


    Sheila Arnold

    [Fortepiano: Érard (Paris 1839)]


    Das Instrument hat einen feinen Diskant und mittleren Baß, wobei der Klang noch ein bißchen die hölzerne Wärme verspürt, der mir so besonders gefällt. Dynamik und Klanglichkeit sowie die Transparenz der Stimmen sind gut ausgeprägt, die Töne klingen schwebend aus.


    Arnold stellt sich gut auf die verschiedenen Charakteristika der Préludes ein: lyrisch verspielt, vehement perlend, die Traurigkeit verzögernd wie ein behutsames Tier, das Düstere fordernd wie das Schicksal. Jedes Stück ist wie ein Kleinod, wirkt wie ein Universum von Ton und Geist. Dazu eine sehr nahe Aufnahmetechnik, die den Érard gebührend einfängt und Körper verleiht.


    Fein... *yes**yes**yes**yes*