Beiträge von Josquin Dufay

    Ich wußte gar nicht (mehr), daß auch Bearbeitungen anderer in dieser Carus-Reihe vorkommen. Ich hatte mal eine ganze Latte von diesen Einspielungen mitgenommen, aber bisher liegen sie ungehört herum. Ich kann also nichts dazu sagen...*hide*

    Da mag durchaus das eine oder andere Solo- oder Doppelkonzert für Flöte, wenn auch vielleich nur recycelt (eine der Lieblingsbeschäftigungen von Bach), dabeigewesen sein.

    Mag alles sein, doch wenn es nicht erhalten ist...*hä*


    Das Recycelte gibt es halt im Bearbeitungsthread.

    Eigentlich meine ich aber nur, wenn es schon wie von Rampal Flötenkonzerte nach JS Bach gibt, gibt es ja vielleicht auch solche Sachen mit opi-Flöten.

    Vermutlich - ich habe aber den Thread nicht durchgesehen, ob da sowas drin zu finden ist.


    Joseph Haydn

    Sonate in C-Dur Hob. XVI:50

    Sonate in As-Dur Hob. XVI:43

    Sonate in G-Dur Hob. XVI:39

    Sonate in c-moll Hob. XVI:20

    Sonate in G-Dur Hob. XVI:40

    Malcolm Bilson (Hammerklavier)

    CD 44


    (P) 1981 L'Oiseau-Lyre "Florilegium" DSLO 571 [24:49]

    rec. 01.-02. Juni 1979 (The Colt Clavier Collection, Bethersden/Kent)


    Jaap Schröder

    [Violine: Antonius Stradivarius (1709)]

    Christopher Hogwood

    [Hammerklavier: Georg Haschka (c1825)]

    • Sonate für Violine & Clavier A-Dur op. 162 (D574)


    Da ich die Box nicht habe, kann ich nichts zur Einspielung sagen.

    41sNQ5mx1zL._SL300_.jpg

    CD 44


    (P) 1981 L'Oiseau-Lyre "Florilegium" DSLO 571 [20:17]

    rec. 01.-02. Juni 1979 (The Colt Clavier Collection, Bethersden/Kent)


    Jaap Schröder

    [Violine: Antonius Stradivarius (1709)]

    Christopher Hogwood

    [Hammerklavier: Georg Haschka (c1825)]


    Eine Aufnahme aus früherer Zeit, doch gewiß nicht veraltet. Sehr zart und intim schwebt die Violine Schröders über den perligen Klang des Fortepianos von Hogwood. Die Instrumente sind präsent eingefangen und werden transparent auf einer leichten Stereobühne wiedergegeben.


    *yepp**yepp**yepp**yepp*

    41sNQ5mx1zL._SL300_.jpg

    CD 43


    (P) 1980 L'Oiseau-Lyre "Florilegium" DSLO 565 [55:33]

    rec. 06.-08. September 1978 (The Colt Clavier Collection, Bethersden/Kent)


    Jaap Schröder

    [Violine: Antonius Stradivarius (1709)]

    Christopher Hogwood

    [Hammerklavier: Georg Haschka (c1825)]

    • Sonate für Violine & Clavier op. 137 Nr. 1-3 (D384, D385 & D408)


    Eine Aufnahme aus früherer Zeit, doch gewiß nicht veraltet. Sehr zart und intim schwebt die Violine Schröders über den perligen Klang des Fortepianos von Hogwood. Die Instrumente sind präsent eingefangen und werden transparent auf einer leichten Stereobühne wiedergegeben.


    *yepp**yepp**yepp**yepp*

    hier aber auch noch ein für mich indiskutables Beispiel einer abendfüllenden Claviersonate Mozarts im Tempo giusto ma har non court:

    Ehrlich gesagt: beim Beginn (die ersten 30 Sekunden) dachte ich zunächst, da spielt ein Hobbymusiker...*hide*


    Dabei ist Wim Winters ausgebildeter Musiker - ich gebe zu, etwas irritiert bin ich schon von seinen Thesen. Hier ist übrigens ein Thread, in dem das Thema auch zur Sprache kommt.

    Vol. 2 - Chansons & Tänze


    (P) 1995 Naxos 8.553467 [75:02]

    rec. April 1995 (Emmauskapelle, Hatzfeld/Eder, Hessen)

    [Orgel: Johann Christian Rindt (1706)]

    Disposition: 1 Manual, 7 Register, Stimmung: mitteltönig, a' = 475,8 Hz


    Inhalt:

    • Walter Frye: Tout a par moy (252)
    • Colinetto tertium notarum (56)
    • Colinetto quartum notarum (57)
    • Mi ut re ut (Venise) (118)
    • Aliud Mi ut re ut (119)
    • Annavasanna quarta (Une fois avant que mourir) (89)
    • Annavasanna tertia (90)
    • Annavasanna tertia (91)
    • Stublin (Languir en mille destresse) (135)
    • Stublin (136)
    • Guillaume Dufay: Franc cuer gentil (116)
    • Gilles Binchois: Adieu mes tres belle (143)
    • Adieu mes tres belle (144)
    • Portugaler (43)
    • Robert Morton: Le souvenir (256)
    • Gilles Binchois: Deuil angoisseux (59)
    • Longus tenor (54)
    • Longus tenor quartum notarum (55)
    • Gilles Binchois: Qui veut mesdire (128)
    • Gilles Binchois: Je loe amours (16)
    • L'ardant desire (133)
    • J'ay pris amours (239)
    • Guillaume Dufay: Se la face ay pale (255)

    Auf der zweiten CD ist der Fokus speziell auf weltliche Chansons und Tänze gelegt. Die Intabulierungen zeigen dabei schon deutlich das spielerische Vermögen, was man brauchte, um sie vorzubringen. Das Orgelbuch war in erster Linie sicherlich als Repertoire-Sammlung gedacht, obwohl auch die Möglichkeit einer Ausbildungsvermittlung (allein dank des Fundamentums) nicht von der Hand zu weisen ist. Die Stücke dienten also dazu, dem Spieler einerseits die harmonische Ausrichtung der damaligen Zeit zu vermittlen und andererseits die mögliche Spielbarkeit auf den Instrumenten zu demonstrieren; wir als Hörer bekommen somit einen leichten Einblick in Niveau und Praxis des Orgelspiels im 15. Jahrhundert.


    Und da wird eines sehr schnell deutlich: es mag sein, daß die musikalischen und kompositorischen Möglichkeiten nicht in dem Maße vorangeschritten sind, wie es ein Johann Sebastian Bach in seiner Zeit ausschöpfte - doch sollte man nicht den Fehler machen, deshalb die Organisten des 15. Jahrhunderts für Dilettanten zu halten. Ich hatte ja schon bemerkt, daß der praktische Gedanke immer noch im Vordergrund stand, zumal ich sehr bezweifle, daß ein Orgelmeister nicht so gut sein konnte, wie es das Material es zuließ. Die Grenze des Spielbaren war damals das konkrete Instrument und das Repertoire, was man zur Verfügung hatte. Und innerhalb dieser Grenzen waren Virtuosen wie Conrad Paumann bestimmt ebenso beeindruckend im Spiel wie ein Bach oder Buxtehude.


    All diese ähnlichen Modulationen und Floskeln, die man in den Stücken hört, täuschen leicht darüber hinweg, das es nicht darum ging, Kunstwerke an sich zu produzieren, sondern um die Profession zu erfüllen. Es war Gebrauchsmusik, weil sie eingesetzt wurde in den täglichen Verpflichtungen an Kirche und Hof. Insofern wird ein Paumann ebenso geschätzt worden sein wie ein Guillaume Dufay, der nur Vokales komponierte, obwohl es denkbar ist, daß Vokalmusik im 15. Jahrhundert einen anderen - höheren - Stellenwert hatte als Instrumentalmusik. Aufgrund der Quellenlage könnte man diesen Schluß auch heute ziehen, aber ich bin mir nicht sicher, ob man damit nicht den Kern verfehlt.