Beiträge von Max

    Komisch, die habe ich nie in ein Schlagwort zusammengefaßt gefunden. Mindfuck ist mir in dieser Terminologie ganz neu. Dabei kenne ich praktisch alle genannten Filme.

    Ich bis vor sechs Monaten auch nicht - wahrscheinlich hätte ich zunächst an irgendetwas Pornografisches gedacht. Aber offensichtlich gibt das Genre auch zu ernstzunehmenden Untersuchungen Anlass. Möglicherweise wurde sogar einmal eine Magisterarbeit oder eine Diss. zu dem Thema verfasst.


    "Noob" musste ich übrigens auch ergooglen.

    Time for Rzewski:


    The Poeple united will never be defeated; 36 Variations on el pueblo unido jamas sera vencido (Thema/Variationen - z.T. versehen mit Stimmungsanleitungen -/Kadenz [opt. impro.]/Thema-Reprise



    Hinterhuber spielt die optionale Kadenz und lässt hier Bachs MP-Choral O Haupt voll Blut und Wunden einfließen.

    Tonkonserven

    Nein ich halte mich zurück - da muß der Forumskollege schon selbst drauf kommen. Mein persönliches Interesse ist jedenfalls an der Nulllinie angesiedelt (und ja, in meiner Jugendzeit war auch ich kurzzeitig davon angefixt, wie man wohl auch in diesem Forum an irgendeiner Stelle nachlesen kann).

    Eines meiner liebsten Opfer:



    J. S. Bach / Ein musikalisches Opfer / Berabeitung für Tasteninstrument, Violine, Cello, Flöte & Klarinette durch das Kammermusikensemble Het Collectief. Ebenso wie die Austrian Art Gang experimentieren auch die Burschen von Het Collectief mit kreativen Instrumentationen, mit Klangfarben, Atmospäre und musikalischen Stilen. Teilweise klingt das musikalische Ergebnis recht zerklüftet und verfremdet, beispielsweise wenn das Ensemble (Flöte, Bass-Klarinette, Violine und Cello) eine Art Woodstockatmosphäre in ihrer Hommage à Jimi H. heraufzubeschwören versucht (Stichwort: The Star-Spangled Banner). So steht jeder Canon unter einem besonderen Motto, wie Low Winds, Concerto Grosso, Aeolian, Zen - con voce, Mephisto usw.

    rec. 2003


    Bachs MO via Orfeo Saxophone-Quartett - Fabian Pablo Müller (Sopransaxophon), Jörg Maria Ortwein (Altsaxophon), Alexej Khrushchov (Tenorsaxophon), Hannes Tipelius (Baritonsaxophon) + Cembalo (Johannes Hämmerle) in der Triosonate (b. c.)

    Irgendein MO soll es sein; ich weiß nur noch nicht welches.

    Ricercari


    à 3 - Fortepiano, Andrea Restelli (1996) nach Gottfried Silbermann (1749)


    &


    à 6 - Cembalo, Keith Hill (2001) - anonym (18 Jhd.)


    ... mit Lorenzo Ghielmi, jeweils im Mehrfachdurchlauf.

    Irgendein MO soll es sein; ich weiß nur noch nicht welches.


    Hat schon einmal jemand erlebt, wie irgendwelche Kids, so zwischen drei und vier Jahre alt, in einem Dosto-Regio-Zug aus reiner Freude an der Bewegung durch die Gänge, oben und unten, entlanglaufen und zwar ohne Unterbrechung (etwa 60 Minuten - tamm, tamm, tamm)? Nein? Ich schon, nämlich heute. Meine Phantasie schweifte dahin ab, dass ich einem dieser Störenfriede am liebsten unauffällig ein Bein gestellt hätte, um dann mitzuerleben, wie es sich am Boden vor Schmerzen krümmt und tränenreich nach seiner Mama ruft. Ja, ich weiß, ich bin ein unverbesserliches Arschloch.


    Wahrscheinlich haben derlei Vorstellungen eher wenig mit gepflegtem "Jet Set" zu tun.

    Nicholas Danby an der Marcussen-Orgel des Lübecker Doms

    1970


    Bach klingt hier manchmal wie Reger ...

    Bach ist Bach und Reger ist Reger, andererseits gibt es zum Teil natürlich sehr deutliche Parallelen, wie Du weißt, mein allerliebster Yorique. Aber abseits davon meinst Du natürlich etwas völlig anderes, schon klar. Und nein, weder die Spielweise des Interpreten, noch der Klang des Instruments rufen irgendwelche Assoziationen in Richtung Reger, jedenfalls was mich betrifft, hervor.


    Versuche es einmal damit oder mit Käte van Tricht, vorzugsweise aus St. Petri (Sauer) - MDG.

    Interessant, gerade heutzutage, wenn man auf den Fall Edward Snowden blickt, ist aus meiner Sicht das 85minütige Dokumentarspiel "Die geheimen Papiere des Pentagon" von Peter von Zahn aus dem Jahre 1973. Sehen kann man das Werk bei Youtube. Der Umstand, dass der Film im Kanal der sog. "Piratenpartei" gezeigt wird, ist zwar etwas störend aber letztlich wohl nicht ausschlaggebend.



    Zu Daniel Ellsberg und den damaligen Vorfällen bietet Wikipedia einen Grundbestand an Informationen.

    Bachs Opfergang aus der 3er-CD-Box (gekoppelt mit des Thomaskantors KudFu):


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    Savall und Kollegen - wie hübsch, dass zu Beginn das Flötenthema mit Marc Hantaï ertönt, wie auch in der Ghielmi-Aufnahme mit Jan de Winne.

    Vielleicht möchte sich jemand befleißigen einen Thread zum Thema "Zeitungen und Zeitschriften als musikgechichtliche Quellen" zu eröffnen. In dem nachfolgenden Artikel geht es um die Geburt von Bachs MO, erschienen in den "Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen" vom 11.05.1747:


    "Aus Potsdam vernimmt man, daß daselbst verwichenen Sonntag der berühmte Capellmeister aus Leipzig, Herr Bach, eingetroffen ist, in der Absicht, das Vergnügen zu geniessen, die dasige vortreffliche Königliche Musik zu hören. Des Abends, gegen die Zeit, da die gewöhnliche Cammer-Musik in den Königlichen Apartements anzugehen pflegt, ward Sr. Majestät berichtet, daß der Capellmeister Bach in Potsdam angelanget sey, und daß er sich jetzo in Dero Vor-Cammer aufhalte, allwo er Dero allergnädigste Erlaubnis erwarte, der Musik hören zu dürfen. Höchstdieselben erteilten sogleich Befehl, ihn hereinkommen zu lassen, und gingen bei dessen Eintritt an das sogenannte Forte und Piano, geruheten auch, ohne einige Vorbereitung in eigner höchster Person dem Capellmeister Bach ein Thema vorzuspielen, welches er in einer Fuga ausführen sollte. Es geschah dieses von gemeldetem Capellmeister so glücklich, daß nicht nur Se. Majest dero allergnädigstes Wohlgefallen darüber zu bezeigen beliebten, sondern auch die sämtlichen Anwesenden in Verwunderung gesetzt wurden.“


    Da wäre man doch gern dabei gewesen.