Beiträge von Max

    Diese:

    Wenn Du das so sehen möchtest, so sei Dir das unbenommen, mein Lieber. Ich muss allerdings hinzufügen, dass ich mit der Kursivschreibung von "Bildungselite" einen ganz anderen Zusammenhang im Sinn hatte, den ich hier nicht weiter erörtern möchte. Vielleicht ist Dir aufgefallen, das ich mich an anderer Stelle merklich zurückgehalten habe.


    :wink::wink::wink:

    :wink::wink:

    :wink:


    Ich hoffe, das mehrfache Winken wirkt jetzt nicht übertrieben.


    :)

    Diese Empfehlung von Place d'Eiffel hätte ich schon ganz gern:



    Diese Transkription einer Auswahl für Akkordeon von Werken aus dem WTC des Thomaskantors scheint mir zur Zeit* die einzige verfügbare Aufnahme zu sein.


    Allein der Name "Mie Miki" ist ja kaum noch zu überbieten, <3.


    * ja natürlich, falsche Schreibweise - klein und zusammen ist mir aber entschieden unsympathischer.

    Vergleichshören:



    J. S. Bach / GBV / Stefan Hussong - Akkordeon


    *hmmm*


    Vielleicht etwas weniger halllastig/etwas mehr aufgeräumte Akustik, dadurch präziser (?), etwas weniger lang gehaltene Töne (?), etwas weniger dynamisch (?), etwas weniger Überraschungspotenzial (?), vielleicht etwas zu verhalten (?), vielleicht eine deutlicher wahrnehmbare räumlich-klangliche Trennung der Stimmen (?), vielleicht etwas weniger, wie soll ich sagen, schockierend/verwirrend (?) - Var. 16, Dimetrik, s.ö.


    Quatsch - mir gefallen beide Aufnahmen, *yes*.


    Immer wieder Bach/Dimetrik - ich bewundere diese Lesart des Interpreten, der m.E. den Zyklus in der Weise versteht die Bandbreite der Ausdrucksmöglichkeiten seines Instruments zu demonstrieren (den Begriff "demonstrieren" bitte nicht mißverstehen, denn diese Aufnahme ist alles andere als vordergründig).

    Gestern ist der von mir außerordentlich geschätzte Horst Herold im Alter von 95 Jahren verstorben. Ein außerordentlich intelligenter Mensch, sicher auch ein Kind seiner Zeit (70er & frühe 80er Jahre), aber m.E. auch jemand, der frühzeitig erkannt hat, dass Deeskalationsbemühungen seitens der politisch Verantwortlichen das Mittel der Wahl gewesen wären.


    Eine vorzügliche Darstellung des Menschen Herold aus der Feder von Heribert Prantl findet man hier.


    Pascale Rouet spielt Bach:


    Acht kleine P & F BWV 553 - 560; Canzone BWV 588; Pastorale BWV 590; Kanononische Veränderungen über "Vom Himmel hoch..." BWV 769; Piece d'orgue BWV 572


    Das Gravement aus BWV 572 lässt eine aufgeraute, prägnant-kernige Registrierung (Track 10 -JPC) erahnen.


    Instrument


    J. S. Bach / GBV-Beabeitung für Akkordeon / Wolfgang Dimetrik


    Rec. 20. & 21.09.2001, Großer Saal der HSM Würzburg

    Erneut - voller Leidenschaft und Drive, von feinsinnig lyrischem bis zu donnerschlaghaftem Spiel (Var. 16 - Ouverture à 1. clav.) ist alles dabei. Schreckhaft, wie ich nun einmal bin, stellte sich sofort Schnappatmung ein. Was für ein tolles, klanglich übervolles Instrument, das zudem ganz vorzüglich eingefangen worden ist.

    Die Serie reduziert ihre Perspektive auf die einzelner Soldaten aus einer Company. Aus der Erinnerung heraus behaupte ich, es gibt keine Szene, in der nicht eines oder mehrere Mitglieder dieser Company anwesend sind (aber vielleicht stimmt das nicht - jedenfalls war das mein übrig bleibender Eindruck). Jede größere Perspektive aus historische Gesamtschau, anderen Schauplätzen etc. hätte diesen Ansatz zerstört.

    Eben diese Erzählperspektive ist ja gerade das Besondere an dieser Serie, die sich nicht auf wenige Figuren, die man gemeinhin als Hauptdarsteller (Helden) bezeichnet, verteilt, sondern von vielen verschiedenen Handelnden, auch neu hinzugekommenen, getragen wird. Insoweit ist auch die Interviewbemerkung Winters am Ende der Serie zu verstehen, dass er sich selbst nicht als Held sehe, sondern mit Helden zusammen gekämpft habe. Die von Dir beschriebene "größere Perspektive aus historischer Gesamtschau", die man ja aus diversen Kriegsfilmen kennt, hätte diesen eher kleinteiligen Ansatz ganz sicher zerstört.

    Zum Tagesabschluß diese, jedenfalls für mein bescheidenes Empfinden, sehr schöne Lesart von Bachs BWV 532 / 2er-Fuge:



    Beeindruckende Verschmelzung von bis zu vier Klangebenen, tolle Daumen-, Zeigefinger- und Fußakrobatik, tadellos sichere Pedalläufe (Église Saint-François, Lausanne [Kuhn, V/75]).

    Johannes Lang kann man sicher nicht vorwerfen, dass er als Organist technisch nicht außerordentlich versiert wäre. Den Potsdamer Kantor schätze ich außerordentlich - das möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich betonen. Die respektable Demonstration seines Könnens mag hinsichtlich der Choralbearbeitung Wir glauben all an einen Gott aus Bachs CÜ III allerdings, jedenfalls nach meiner Auffassung, durchaus etwas übertrieben wirken. Seine Tempovorstellungen vermögen mich hier leider (überhaupt) nicht zu überzeugen:



    Wer sich selbst einen Eindruck von der Bandbreite der Tempogestaltung hinsichtlich BWV 680 verschaffen will, möge hier



    und hier



    hineinhören - faszinierend, gell?


    Oder vielleicht diese?



    Im Eilzugtempo durchschreitet Jean Patrice Brossse, den ich an anderer Stelle mehrfach gelobt habe (warum eigentlich?), dieses Stück in 2:22 Min. - :wacko:. Tut mir leid, dazu reicht meine Finger- und Fußfertigkeit im Entferntesten nicht, :-|.


    Man möge Newman durch Brosse in dem nachfolgenden Amazonzitat ersetzen:


    "When I hear a recording like this, I always wonder exactly what was going through the performers mind. Then my mind starts to drift to different scenarios. Did Mr. Newman buy tickets for the Polish Opera that evening with a start time at 8pm, then realized he was under contract to record that night at 7pm? Did Mr. Newman eat something that didn't disagree with him and was causing massive gastro-intestinal trauma? Did he make a bet with the local organist on who had the fastest hands?"


    Ich bin echt unschlüssig welche Erklärung ich nun wählen soll - too much coffee?