Beiträge von Max

    Piotr Slopecki darf hier Bachs Fugenkunst auf modernem Geflügel zum Besten geben - auf dem Cover steht "fortepian / piano" - Grund genug für mich, etwas voreilig, anzunehmen, es handele sich um eine *opi*-Aufnahme; Pustekuchen - war wohl nix (heute als Sonderangebot für EUR 1,99 im Ausverkauf erstanden). Nett ist die Aufnahme trotzdem - sehr kraftvoll und energisch, ausdrucksklar, tendenziell ziemlich geschwind unterwegs, sobald ein Finger frei ist, wird erst einmal getrillert.


    Ein Cover ist nicht verfügbar.

    Schon seit einigen Wochen auf Tief- nein, Tiefstpreisniveau:



    *sante*

    Wollte ich mir eine CÜ III aus Aufnahmen der Vergangenheit zusammenstricken, dürfte Francis Jacob die Duette beisteuern, vielleicht auch sein 552 / 1 - man höre und staune, selbst die Hörbeispiele vermitteln einen guten Eindruck von der bemerkenswerten künstlerischen Potenz des Interpreten:




    Paris, Église Saint-Louis-en-l'Isle (4e arrondissement), Aubertin-III/51 - vgl. auch St. Wenzel - Z. Hildebrandt/Naumburg

    Schuberts, der "schönen Müllerin" gewidmeter Zyklus mit J. Schweppe und R. Fukuda (Fp. C. Graf, 1827):


    ASIN: B07Q9HNYL3 - funktioniert leider noch nicht, vorauss. ET: 17.05.2019


    "In my performance, I try to reach as near as I can to Schubert’s intention, by thinking not so much from a bel canto perspective as from declamation of the text", so J. Schweppe, recht so.

    rec. 09/2005 (EHZ: sehr gut)


    Bach / KudFu nach Jacques Chailley / Bearbeitungen für Orgel-Holzbläser-Blechbläser in verschiedenen Kombinationen, z. T. auch Orgel solo / Pascal Vigneron, Jean Galard, Ensemble De Cuivres Pascal Vigneron, Solisten des Kammerorchesters Marais


    Ein Rezensent der brit. Gr. bemerkt:


    "In short, this release was not designed to win new audiences over to The Art of Fugue."


    Die Hörbeispiele fand ich schon recht interessant und allein darauf kommt es an.

    Naja, Brexitgründe vermute ich eher nicht. Da haben die Länder, so auch NRW aber auch der Bund längst Vorsorge getroffen, z.B. was die Berufung von Künstlern mit ausschließlich britischer Staatsangehörigkeit betrifft. Ein Absehen von einem Ruf wegen mangelnder Verfügbarkeit wäre schon eher vorstellbar. Allerdings sollte man so etwas seitens der Verantwortlichen der Hochschule an sich ganz gut einschätzen können und nicht zwischenzeitlich irgendwelche schriftlichen, vielleicht auch voreiligen, Rufbestätigungen, in die Welt setzen, zumal hinsichtlich des ausgewählten Bewerbers zwei Gutachten "auswärtiger" Professoren/Professorinnen einzuholen sind. Möglicherweise ist das streng formalisierte Berufungsverfahren an der einen oder anderen Stelle nicht ganz rund gelaufen. Was auch immer - vorerst kann man nur spekulieren. Bislang müssen wir uns auf das beschränken, was ALK uns erzählt. Eine Stellungnahme der Hochschule wäre daher sicher wünschenswert. Derzeit neige ich weder der einen noch der anderen Seite zu.


    Gustav Holst / Stuart Forster / Jupiter, the Bringer of Jollity - Trans. f. Org.


    Sehr hübsch ..., wie auch die übrigen Planeten dieses Opus, jedenfalls mir, für die Orgel als sehr geeignet erscheinen - well done Mr. Forster.


    Gute Nacht ...

    Da würde mich ja einmal eine Stellungnahme der Hochschule interessieren.


    Nachfolgendes hört sich ziemlich ungewöhnlich an.


    Zitat

    In this friendly and positive discussion, the Rektor formally “called” me to the Professorship, and I accepted. This constitutes a formal promise and oral contract, which each party expected the other to honour.

    Andererseits ...

    Zitat

    The Hochschule sent written confirmation of the “call” to the Professorship by post to my home, with a scanned copy by email.

    Jetzt müsste man wohl das offenbar eingeleitete Berufungsverfahren einmal etwas genauer prüfen ... Hochschulgesetz NRW, Kunsthochschulgesetz NRW, Berufungsordnung der Hochschule etc.

    An sich war der Text, den ich dann wieder gelöscht habe, den gestrigen Ereignissen in Paris gewidmet. Nachträglich sind mir deshalb Bedenken gekommen, weil ich mein Bedauern über den Verlust lieber für mich behalten wollte. Der an die Öffentlichkeit gerichtete Betroffenheitsgestus liegt mir nicht so. Wen die Örtlichkeit interessiert, sie zudem noch nicht besucht hat, sei auf das nachfolgende Video verwiesen. Olivier Latry, einer von vier Hauptorganisten in Notre Dame Dame de Paris, erklärt sein Instrument. Bisweilen werden auch historische Filmsequenzen des ND-CC-Altmeisters schlechthin, Pièrre Cochereau, wiedergegeben.


    Zugegeben eher unbekanntes Repertoire - allerdings vielleicht gerade deshalb darf NAXOS meines besonderen Dankes versichert sein, dass dort diese exzellente Veröffentlichung des kanadischen Komponisten, Chordirigenten, Organisten, Musikpädagogen und Pfeifenrauchers Healey Willan mit Patrick Wedd an der Casavant Orgel der Saint-Jean-Baptiste-Kirche in Montréal, V/63, erschienen ist:



    Hier der Begleittext zu der Orgelaufnahme --> klick


    Sein 1916 erschienenes Werk Introduction, Passacaglia and Fugue, op. 149, das hier gerade erklingt, ist aus meiner Sicht ein besonders starkes orgelsymphonisches Opus (ausgestattet mit ausgeprägten Steigerungen) - ein spätromantische Klangereignis, hinsichtlich Textur und Komplexität an Reger erinnernd und in Bach wurzelnd - wirklich grandiose Melodien von monströser Tiefe bis zu übermütiger Lebenslust werden hier geboten. Wedd nutzt die Möglichkeiten seines komplexen Instruments fabelhaft aus. Da klingt nichts glatt oder unverbindlich, selbst die Trompetenregister, die bisweilen etwas aufdringlich wirken können, fügen sich organisch in das musikalische Geschehen ein.


    Interessante Information am Rande: sowohl Healey Willan als auch Glenn Gould besaßen ein Sommerhaus am bei Toronto gelegenen Lake Simcoe. Ob die beiden sich wohl einmal kennengelernt haben?

    Hier Teil 1 aus der fünf Vol. umfassenden OrgelPortrait Nikolaikirche Reihe (Ladegast/Sauer/Eule) mit Jürgen Wolf:



    Toccata & Fuge BWV 565; Passacaglia & Fuge BWV 582; Pièce d'Orgue BWV 572; Choral-Variationen BWV 767 & 768


    Da sitzt jemand an diesem schönen Instrument, der sich Gedanken gemacht hat wie man Bach auch abseits ausgetretender Pfade zu Gehör bringen kann - da wirken selbst bisweilen eingestreute Romantizismen nicht störend.


    Mendelssohn / op. 65 Nr. 1-6 / Susan Landale


    Orgeln: St. Nikolai - Stralsund, St. Marien - Barth, St. Bartolomaei - Demmin (jeweils Carl-August Buchholz)