Beiträge von eifelplatz

    Leider musste das Alte Musik Festival in Utrecht abgesagt werden. Die Organisatoren haben sich daher entschlossen, Videos von Konzerten der letzten Jahre ins Netz zu stellen - man muss sich allerdings mit einer e-mail-adresse anmelden und kann dann ein Jahr lang Konzerte aus den vergangenen Jahren mit sehr guten Solist*innen und ihren aktuellen Programmen hören und sehen.


    s.: https://oudemuziek.nl/ondemand


    lg vom eifelplatz, Chris.

    Im Booklet heißt es:


    Zitat

    FANTASY IN C MINOR K 475

    für Fortepiano

    4. Adagio - Allegro - Andantino - Più Allegro

    Instrumente:

    clarinet: Agnès Guéroult, Paris 2003, after Theodoe Lotz, Vienna c 1790

    basset clarinet: Agnès Guéroult, Paris 2005, after Theodoe Lotz, Vienna c 1790

    fortepiano: Geard Tuinman, Utrecht 1993, after Anton Walter, c1800

    viola: Jan Pawlikowski, Krakow 2007, after Viennese early classical model

    bow: Bria Tunnicliffe, Horsington 1987, after John Dodd, London c1790.


    Die CD wurde einstmals in Prospero empfohlen; ich habe erwarb sie daraufhin und finde sie auch hervorragend.


    Franz Schubert (1797-1828)

    Octet in F Major, DV 803


    Franz Berwald (1786-1868)

    Grand Septet in B Flat Major


    Anima Eterna Brugge:

    Lisa Shklyayver clarinet

    Lisa Goldberg bassoon

    Ulrich Hübner horn

    Jakob Lehmann violin 1

    Laslò Paulik violin 2

    Bernasette Verhagen viola

    Davit Melkonyan violoncello

    Beltane Ruiz Molina double bass


    Mit einem Booklet-Beitrag von Jakob Lehmann.


    jpc:

    Zitat

    Die exzellenten Solisten von Anima Eterna Brügge erweisen sich hier einmal mehr als subtil agierende Kammermusiker.

    Ich war ehrlich gesagt nie ein Freund Schieders' Historiografie; aber die alberne Debatte nach seinem Tod fand ich dennoch ungehörig.


    Ehrlich gesagt, habe ich - von 1964 ff an der Kölner Universiät u.a. Geschichte studierend - Schieder gehört und die "alberne" Debatte vermutlich erlebt - (welche du meinst, lässt du ja im Ungewissen - hier und da aber die eine oder andere Quellenangabe ist bei Historiker*innen, besonders, wenn sie ernstgenommen werden wollen und wohl deshalb häufig auf ihren Status hinweisen (..."ich bin Historiker"..)

    Sicher kannst du auch erklären, was du unter Schieders Historiographie verstehst und warum du kein Freund davon bist und warum du die "alberne "debatte (welche debatte und warum albern?) nach seinem tod ungehörig fandest.

    Das wundert mich nun aber doch, dass bislang niemand diese spektakulär liebevoll aufgemachte Einspielung erwähnt hat.

    vielleicht weil sie omi sind?


    "Combattimento speelt op moderne instrumenten, in de overtuiging dat de klankintensiteit hiervan beter aansluit bij de luisterpraktijk van de hedendaagse concertbezoeker. We kijken door een moderne bril naar barokmuziek en doen dan nieuwe ontdekkingen. Dat is vooral een experimentele aangelegenheid die tijdens de repetities vorm krijgt."


    https://www.combattimento.nl/combattimento


    Amoria

    Katia Labèque, Marielle Labèque, Carlos Mena u.a.


    Ein Programm mit mit den Werken baskischer Komponisten von der Renaissance bis heute.


    Auf der Homepage der Labèque-Schwestern heißt es:


    Zitat

    "The album Amoria (“love” in Euskara) dives at the heart of Basque culture with composers who managed to blend popular folklore to academic music. Alongside the ensemble Hegiak, the countertenor Carlos Mena or the Escolanía Easo Araoz Gazte choir, the two pianists reassess five centuries of music with Euskara, the Basque tongue, as a watermark – and culminating with a jubilant Boléro."


    Trackliste:


    1 Antxieta: Con amores, la mi madre - Arr for fortepianos by Carlos Mena

    2 Zala Galdeano: Sarabanda - Arr. for fortepianos and viola da gamba by Elena Martínez de Murguía

    3 Anonymous: Tono al nacimiento de nuestro Señor Jesus

    4 Artxu: Agota - Arr. for fortepianos by Francisco Ibáñez Irribarria

    5 Sarasate: Prière, op. 17 - With lyrics adapted from ‘Ezkonduien koplak’

    6 Donostía: Oñazez

    7 Bidaola: Deskalabratua naiz (Elegiaca)

    8 1. Kaddisch

    9 Ravel: Boléro, M.81 - Arr. for piano duet and percussions

    10 Olaizola Gabarain: Haurtxoa seaskan

    11 Anonymous: Haika mutil

    12 Biscary: Elurra iruñan

    13 Martinez de San Vicente, Ugarte: Bateran

    14 Iglesias: Discret charme aux arbres


    @ ulli: Carlos Mena singt hier - nach eigenem Arrangement, begleitet von den Labèque-Schwestern auf dem Hammerclavier - drei Lieder. Besonders die komposition von Anxieta finde ich traumhaft schön und sehr Carlos-Mena-artig.

    Und Ravels Bolero, arrangiert für zwei Pianos, gespielt von den beiden Schestern und einigen Perkussionisten mit einer Menge Zeug zum Draufschlagen hat schon eine sehr schöne Wucht.


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    Video

    Labèque Homepage Armoria

    Labèque

    Bolero



    Ich höre die Aufnahme gerade mal wieder und finde sie immer noch sehr spannend und aufregend (ich habe ziemlich lange gebraucht um die Musik von J.S.Bach auch einfach mal unterhaltend zu finden .. und ich denke, er sah das sicher auch nicht so streng.)

    Aufmerksam auf das Ensemble und die CD bin ich vermutlich durch die Steenbrink-Zwillinge geworden, die nicht nur Holland Baroque gegründet sondern auch damit überraschende Programme erarbeiten und in ihren Twitter-Seiten auf manche "evenements" hinweisen.

    Gleiches trifft aber vermutlich auch auf die Haydn/Mozart-CD zu. Jedenfalls scheinen die Solisten (Fagott/Oboe-Mozart) nach den Bildern aus dem Booklet periodische Instrumente zu verwenden. Fazit: ich bleibe verunsichert zurück, was mich aber nicht weiter stört, da ich mir aus dieser Cohen/Arcangelo-Sammlung sicher keine Aufnahme zulegen werde.

    Das ist jetzt lustig, Gringolts war mir bisher nur als Geiger auf modernem Instrumentarium bekannt, Bernardini (ensemble Zefiro) und Whelan (Ens. Marsyas) sind ausgewiesene OPIs. Ich habe mal zu der Aufnahme der h-moll Messe eine Reihe von Rezensionen gelesen, bei bekannten HIP-Experten vie Johan van Veen kommt sie nicht gut weg, v.a. das Vibrato der Vokalgruppe stört ihn sehr aber auch einiges an der Auffassung der Messe durch Cohen. Bei den Feld-, Wald- und Wiesenkritikern kommt die Aufnahme gut weg. Mit scheint, für Cohen war OPI eine Nische, um bekannt zu werden und nun fühlt er sich endgültig zu "Höherem" berufen, sprich Dirigate von OMI-Orchestern.

    Dem Beiheft zu der Aufnahme der h-Moll-Messe, das bei Hyperion hinterlegt ist, lassen sich leider keine näheren Hinweise bezgl. der zeitlichen Zuordnung des verwendeten Instrumentariums entnehmen.

    Aus der dort aufgeführten Besetzung kenne ich nur den Fagottisten Peter Whelan als ausgewiesenen OPI, der inwischen auch ein eigenes Ensemble gegründet hat.

    Ich habe vom Ensemble Arcangelo, Jonathan Cohen bisher nur die CDs mit Musik von John Blow, Buxtehude und Charpentier. Unter den dort aufgeführten Musiker*innen wie Boran Čičič, Sophie Gent, Elizabeth Kenny, Thomas Dunford sicher in der Wolle gefärbte OPIs. Wie das bei Musik aus anderen Genres bzw. Epochen ist, vermag ich nicht zu sagen; bei den Aufnahmen mit Vilde Frang oder Recitals von Vokalsolistinnen muss man die Angaben in den Booklets zu Rate ziehen (bei den CDs die ich besitze, sind die spärlich, einmal wird ein Cembalo näher definiert als Taskin-Kopie). Herrn Martineau, der bei einigen Aufnahmen einen Hammerflügel spielen soll, kenne ich von einigen CDs als Begleiter auf einem "Piano", wie es derzeit üblich ist.


    Aus der jpc-Werbung:


    Zitat

    Als sich das Ensemble Dialoghi 2014 in Barcelona gründete, stand am Anfang der gemeinsame Wunsch, neue Antworten auf Fragen zur Aufführungspraxis zu finden, ganz besonders nach Ursache und Wirkung im Zusammenspiel von Werk, Musikern und Publikum auf dem Weg zu einem besonderen Konzerterlebnis. Im Zentrum seines Repertoires stehen Werke der klassischen und der romantischen Epoche, wobei besonderes Augenmerk auf die Verbindungen zwischen der Kammermusik und anderen Genres bzw. Kunstformen (Oper, Theater, Literatur und Malerei) gelegt wird. Ebenso fließt das Wissen über Traditionspflege und gesellschaftliche Entwicklungen zur Entstehungszeit der Werke in die Interpretation mit ein. Als Grundlage ihre Wiederentdeckungen spielen die Mitglieder des Ensemble Dialoghi, die sich aus gemeinsamen Auftritten mit dem Freiburger Barockorchester und anderer europäsischer Formationen kennen, historische Instrumente bzw. originalgetreue Nachbauten. Die Besetzung aus Hammerklavier und Bläsern ist variabel: vom von den Wiener Klassikern bevorzugten Quintett über das für die Romantik typische Trio (Klavier, Klarinette und Horn) bis zu Anfang des 20. Jahrhunderts bevorzugten Kombinationen.

    Lorenzo Coppola treibt sich schon seit geraumer Zeit mit opi's rum, wie seine bisherigen Aufnahmen zeigen:

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    Von Leila Schayegh habe ich inzwischen recht viele Aufnahmen. Sie hat ihre Ausbildung an der Schola Cantorum Basiliensis bei Chiara Banchini abgeschlossen; deren Lehrstuhl sie zusammen mit Amandine Beyer übernommen hat.


    Nach der bisherigen Historie ihrer Aufnahmen dürfte es sich auch hier um eine sowohl mit historischen Instrumenten als auch mit entsprechender Praxis handeln, bei diesem Repertoire nicht so häufig zu finden.

    Von Leila Schayegh habe ich fast alle CDs aus dem Bereich der Alten Musik angefangen bei der ersten Aufnahme von Musik Salomone Rossis durch das Ensemble Profeti della Quinta, wo sie im Instrumentalensemble Muscadin mitwirkte. Bei Jan Schultsz bin ich gespannt; bisher habe ich nur eine CD mit Güra (Schumann, Dichterliebe und Liederkreis op. 39), da spielt er einen Bechstein. Er gehört auch zu den mit Bechstein verbandelten Künstlern und Bechstein wirbt ja damit, dass schon Brahms (s. 4. Foto von oben) einen Bechstein gespielt habe .... Wir werden hören welchen her Schultsz spielt..


    Von Leila Schayegh habe ich inzwischen recht viele Aufnahmen. Sie hat ihre Ausbildung an der Schola Cantorum Basiliensis bei Chiara Banchini abgeschlossen; deren Lehrstuhl sie zusammen mit Amandine Beyer übernommen hat.


    Nach der bisherigen Historie ihrer Aufnahmen dürfte es sich auch hier um eine sowohl mit historischen Instrumenten als auch mit entsprechender Praxis handeln, bei diesem Repertoire nicht so häufig zu finden.

    mit ins Niederländische übersetzten Text gehört


    ... ich wäre vermutlich vor Lachen verreckt.
    *hide*


    Inzwischen ist mir die Aufnahme bei anderer Gelegenheit in einem Streamingportal (Qobuz) wieder begegnet. Wer sich dafür interessiert, mag den weiteren Links folgen:

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    presto

    YT

    YT


    Der Interpret, Maarten Koninsberger hat später noch eine Aufnahme in Originalsprache vorgelegt; die finde ich (d.h. wirklich subjektiv) nicht so gut wie diese, mit den ins Niederländische übersetzten Texten.




    Auf Deutsch singt Koningsberger ähnlich wie van Eisacker schön, richtig schön und um den Text bemüht - warum gefällt mir das hier (wie auch bei Eisacker nicht? Ich weiß es nicht. Seine Koningsbergers CD mit Mahler-Liedern finde ich da viel besser.