Beiträge von pm.diebelshausen

    https://www.koelner-philharmon…senet-rameau-ravel/122546


    Morgen Abend in die Kölner Philharmonie zu einem Ensemble, das live zu hören ich mich sehr freue:


    Les Siècles

    François-Xavier Roth


    Auf dem Programm stehen Auszüge aus


    Jean-Baptiste Lully

    Suite aus "Le Bourgois Gentilhomme" LWV 43 (1670)


    Jean-Philippe Rameau

    Les Indes galantes (1736)


    Léo Delibes

    Coppélia ou La Fille aux yeux d'émail (1870)


    Jules Massenet

    Le Cid (1883–85)


    sowie


    Claude Debussy

    Prélude à l'après-midi d'un faune L 86 (1891–94)


    Maurice Ravel

    La Valse (1919–20)


    Dazu eine Stunde vor Beginn eine Konzerteinführung.


    *sante*

    Die aktuellste Veröffentlichung des Lables ist die folgende, vergangenen Sommer aufgenommene CD, mit der weiter dem Werk Meinrad Spieß' (1683-1761), Musikdirektor im Reichsstift Kloster Irsee, gefolgt wird. Bei Amazon und JPC nicht gelistet, daher zu beziehen über die hauseigene Internetseite:


    CD96532.jpg


    Nimm auch meine Zähren an ... der Schwanengesang des Meinrad Spieß


    Aurelius Sängerknaben Calw

    Instrumentalensemble des studio XVII augsburg

    Roland Götz - Truhenorgel (Johannes Rohlf 2010)

    Leitung: Bernhard Kugler


    01: Regina Coeli Op. I/17


    Missa pro Defunctis - Requiem II in h Op. IV/8

    02: Introitus

    03: Kyrie

    04: Dies Irae

    05: Domine (Offertorium)

    06: Sanctus (mit Benedictus und Osanna)
    07: Agnus Dei


    08: Estote fortes, Offertium De Apostolis Op. V/5


    Stabat Mater (Ms Ottobeuren MO 803)

    09: Stabat Mater

    10: Quis est homo

    11: Pro peccatis suae gentis

    12: Vidit suum dulcem natum

    13: Eia Mater

    14: Tui Nati Vulnerati

    15: Virgo Virginum preclara

    16: Fac ut portem

    17: Inflammatus

    18: Quando Corpus morietur


    Die vom 17.-19. Juni 2019 in der (ehemaligen) Abteikirche Irsee stattgefundenen Aufnahmen sind eine Wucht. Nicht nur handelt es sich um herrliche, teils erstmals eingespielte Kompositionen - der Klang der Einspielung ist umwerfend voluminös. Ich bin hellauf begeistert.


    *sante*

    Am 28. Februar erscheint neues Spätmittelalterliches von Marc Lewon mit Paul Kieffer und Grace Newcombe:



    Grace Newcombe, Paul Kieffer, Marc Lewon: Two Lutes with Grace - Plectrum Lute Duos of the Late 15th Century


    Stücke von Agricola, Bedyngham, Dalza, des Prez, Frye, Ghiselin, Ghizeghem, Roelkin, Spinacino und Tinctoris.


    Aufgenommen wurde im Februar 2018. Hier im Naxos-Katalog und hier der Booklet-Text.


    *sante*

    Na, niedrigschwellig ist sie schon, nicht nur vermeintlich - was nach Überschreiten der Schwelle betreten wird, mag ja dennoch mehr sein, als der Zugang vermuten ließ. Übrigens freute ich mich, weil ich beim ersten Abstecken meines Themas "Das Unheimliche" schnell auch auf Eckart Altenmüller gestoßen war (Stichworte Ursprung der Musik sowie Gänsehaut) und plupp: da steht er und erzählt von Ludwigs Gehörleiden.


    *sante*

    Da sagst Du etwas Wahres über diese Doku. Obwohl sie niedrigschwellig angelegt ist und ich gerne Tiefergehendes bekommen hätte, macht sie bereichernd Spaß, besonders durch die Aufdröselung in sechs Leitthemen. Da setzt sich dann doch ein facettiertes, wenn auch bewusst nicht erschöpfendes Bild zusammen. Und dass sich die Macher fast ausschließlich auf die Klaviersonaten beziehen, um jeweils chronologisch voranzugehen, fand ich dazu auch sehr erhellend.


    *sante*

    Das wird ja immer besser: noch ein Partitur Hinweis.


    Die 5 Crotales liegen auf dem unbedeckten Fell einer (oder zwei) kleinen Trommel(n) (oder auf einer kleinen Pauke) und werden auf dem "Nippel" geschlagen.


    Kopatchinskaja dazu: "Crotales will be beaten on their nipples with hard rubber mallets. Any complaints or litigation will have to be brought forward against the composer and the percussionists. The violin soloist has nothing to do with it...".
    ("Crotales werden mit harten Gummischlägeln auf ihre Nippel geschlagen. Jedwede Beschwerde oder Streitsache muss gegenüber dem Komponisten und den Perkussionisten vorgebracht werden. Die Solistin hat damit nichts zu tun...")


    :D


    Jedenfalls weiß sie, mich zunehmend neugierig zu machen.


    *sante*

    Ich brauche eigentlich nicht viel erwarten, da für mich ohnehin vieles noch neu ist. Also nutze ich dieses Jahr, um meinen Nachbar fokussierter im Ohr zu haben, schaue mich im neu gestalteten Beethovenhaus um, besuche die Ausstellung in der Bundeskunsthalle (so viele Komponisten wie in Nord-, Süd-, Mittel-, und Ostdeutschland sind hier im Westen ja nun nicht zu besichtigen), freue mich auf die Claves-Box, besorge mir mal „Klang der Stille“ und esse noch einen Elisenlebkuchen.


    *sante*

    Vorhaben? Unter Vorbehalt, aber schonmal hier genannt (vielleicht auch, um mich ein wenig festzunageln): mich treibt aktuell durch d'Alberts Golem, Wagners Rheingold, Maxwell Davies' The Lighthouse das Thema "Grusel, Horror, Schauer in der Musik" um. Bisher mehr ein Anflug, aber wenn das so weiter geht, starte ich dazu etwas durch, um Fragen nach Techniken, Klangfarben, Instrumenten nachzugehen und auch darauf zu kommen, inwieweit oder in welchen Werken es Musik gelingt, schaurig zu sein (ohne das im übertragenen Sinne zu meinen ;)). Durch die Zeiten gibt es da eine ganze Menge, ein Ausflug wären natürlich Filmmusiken entsprechender Genres. Und spannend für uns auch der Blick auf das diesbezügliche Potenzial historischer Instrumentierung im Gegensatz zur modernen.


    Schauern wir mal...


    *sante*

    Inzwischen gibt es noch diese DVD bzw. Blu-ray:




    Michael Kraus - Ottokar

    Frank van Hove - Kuno/Samiels Stimme

    Julia Kleitner - Agathe

    Eva Liebau - Ännchen

    Günther Groissböck - Kaspar

    Michael König - Max

    Stephen Milling - Ein Eremit

    Till von Orlowsky - Kilian


    Coro e orchestra del Teatro alla Scala

    Myung-Whun Chung


    Matthias Hartmann - Regie

    2017


    Michael König gibt hier nach der Verfilmung von 2010 und Thielemann 2015 erneut den Maxe in der Mailänder Scala (13. und 17. Oktober 2017) und macht das (wenn er auch als Type eher daneben liegt und zwischenzeitlich nichtmal jünger geworden ist) ebenso gut wie Groissböck den Kaspar (klasse!) und Liebau das Ännchen (neben deren Agilität Agathe zum Verblassen keiner Kugel bedarf). Der Chor hätte noch einiges an Sprachtraining vertragen - das klingt teilweise als wäre nur eine Handvoll dabei, die die deutschen Worte artikulieren können, während der Rest immer wieder die gleiche Handvoll deutschartiger Laute wiederholt. Untertitel an. Allerdings muss ich auch trotz der grundsoliden Musikleistung von Dirigent und Orchester und der gottlob nichts übers Knie brechenden Inszenierung (mit auf das Wesentliche reduziertem Bühnenbild) generell Ulli im Ausgangspost zustimmen: nach einem ausreichend aufbauenden ersten Akt folgt überwiegend breite Leere mit schöner Musik als erste Szene des zweiten Aktes, dann kommt als relatives Ungetüm hinsichtlich Atmosphäre, Dramaturgie, Thrill die Wolfsschlucht und schließlich plätschert das Ganze bis zum frömmelnden deus ex machina dahin. Erzählerisch steht mir das zu oft zu lang auf der Stelle. Die Fotografie ist allerdings sehr gut gelungen im wechselnden Blick auf Totale und Details. Auch ohne Vergleichsmöglichkeit mit den anderen Bildträgern denke ich, die hier kann man gut nehmen, wenn man das Geballer auch visuell daheim haben mag.


    *sante*

    Nachdem ich über Weihnachten wieder op. 35 von Пётр Ильи́ч Чайко́вский durch Patricia Kopatchinskaja und Currentzis verfallen bin und prompt einige ihrer CDs nachholte, stolperte ich gestern darüber, dass sie doch glatt am 11. Januar im Klaus-von-Bismarck-Saal des WDR hier in Köln sein wird, mit dem WDR Sinfonieorchester/Michael Wendeberg. Zack, hin.


    Im Zentrum steht die Uraufführung des neuen Werks Vont-tér für Violine und Orchester von Márton Illés, drumherum Phaos (2006) von Beat Furrer und Stele per Diotima (1966) von Bruno Maderna. Moderner Abend also, dessen Musik sie sich sicherlich ("hoffentlich" mag ich ja gar nicht schreiben) unverfroren ein- und ausverleiben wird. Da freue ich mich jetzt und plötzlich sehr drauf.


    https://www1.wdr.de/orchester-…e/musik-der-zeit-398.html


    Wenn Ihr mitmachen wollt: live im WDR 3 von 20:04 - 22:00 Uhr (oder nach der Sendung für 30 Tage im WDR 3 Konzertplayer)


    *sante*