Beiträge von pm.diebelshausen

    Das finde ich auch, Josquin. Ganz im Gegenteil sogar: als ich das oben las, wusste ich nicht, dass ich CDs von Glossa besitze, aber als der Lullist die neuen Cover beschrieb, war mir klar, welche das sind. Und mir gefallen sie. Nicht dass sie irgendwie ausdrucksstark adäquat zur jeweiligen Musik wären (da sind sie auch in meinen Augen beliebig), aber sie verfolgen eine einfache und klare Linie mit hohem Wiedererkennungswert (auch durch das hohe Format, das mich immer mal wieder mein CD-Regal boxen macht) und ich habe wohl das Glück, dass mir Motive aus alten Naturalienbüchern gefallen. Umfangreiche Booklets vermisse ich allerdings auch.


    *sante*

    Im August 500-jährt sich der Tod Josquin Desprez'. Anlass für den SWR 2, ihm bereits jetzt einen insgesamt dreistündigen Themenabend zu widmen. Im Gespräch mit Doris Blaich: Christiane Wiesenfeldt, David Fallows, Marc Lewon und Paul van Nevel. Im ersten Teil richtet sich der Blick auf Person und Werk, der kürzere zweite Teil befasst sich mit seinen Messen.


    Teil 1

    Teil 2


    *sante*

    Schwach, hätte ich nicht sehen brauchen.


    *sante*

    Sie werden mich sogleich verstehen : Der Erzähler im lauschenden Hörerkreis – abends am Lagerfeuer des Neandertalers; oder in der Spinnstube, beim ‹Lichten› – nimmt vorweg die Prosaformen von Anekdote, Märchen, Erzählung, Novelle, Roman.” So Arno Schmidt in „Wieland oder die Prosaformen“ und an anderen prominenten Stellen seines Gesamtwerks immer wieder in variierter Form.


    Und das ist es, was mir gerade wieder auffällt, da ich mit Vergnügen Mario Vargas LlosasTod in den Anden“, obwohl ich mich erst an die vielen peruanischen Termini gewöhnen muss, lese. Literatur bedeutet nichts weiter als eine Geschichte, als Geschichten erzählen; und das ist in den letzten Jahrzehnten in der sogenannten Hochliteratur leider ziemlich in den Hintergrund getreten. Dort wimmelt es von Metaliteratur und abstrakten Reflexionen; immer wieder rekapitulieren Literaturdozenten oder andere „Gebildete“ ihr akademisches, theoretisches Leben, Weben und Streben; wird in Büchern über andere Bücher, die wiederum über andere Bücher von anderen Büchern handeln, geschrieben. Halbtote, lebensarme, impotente, blutleere, seelenlose, zähe, langatmige, sterbenslangweilige Prosa ohne Geist, Nüstern und Lenden - es ist unerträglich!


    Klar versteht man nach mehreren Jahrtausenden Literaturgeschichte, wie schwer es einem Schriftsteller fallen muss; einfach eine Geschichte zu schreiben; die schon tausendmal so dagewesen und erzählt worden ist; aber man vergisst dabei, dass es ohnehin nichts Neues unter der Sonne gibt und dass jede neue Geschichte in neuem Gewand aus ihrer Zeit stammt und damit eben auch neu ist und den Zeitgenossen und Nachgeborenen etwas zu sagen hat. Natürlich nur, wenn die Geschichte gut geschrieben ist; daran führt kein Weg vorbei. Liebe, Hass, Familie, Krieg, Sex, Gewalt und Tod, Religion oder Weltuntergang; das alles kann man wieder und wieder erzählen, aber gut muss das sein, am besten sehr gut.


    "Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen." (Karl Valentin)


    *sante*

    Einen schönen Early Music Day Euch allen! *opi*


    *sante*



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    Bzw. jetzt fällt mir doch noch ein (ist immerhin 25 Jahre her), dass mich sein Stil gefreut hat, weil er für mich sehr gut funktionierte. Wenn ich mich recht erinnere, sprechen verschiedene Figuren, ohne dass dies formal gekennzeichnet ist, aber die miteinander verwobenen Sprechebenen sind präzise im Ton differenziert. Ich kam schnell mit dieser Technik zurecht, manchem mag das zu ungewöhnlich und daher anstrengend sein. Also wahrscheinlich ein Pluspunkt für Dich.


    *sante*

    Also, ich finde wirklich nüscht über ein Verkaufsverbot Roth-Händle etc., nichtmal dass es das nicht gibt. Lediglich einen Hinweis darauf, dass früher 1,2 mg Nikotin und 12 mg Teer enthalten waren. Meine Vermutung: Roth-Händle wurden hinsichtlich der Inhaltsstoffe der EU-Norm bzw. der Deutschen Gesetzgebung (Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie über Tabakerzeugnisse und verwandte Erzeugnisse vom 4. April 2016 = Gesetz über Tabakerzeugnisse und verwandte Erzeugnisse (Tabakerzeugnisgesetz – TabakerzG)) bis zum Anschlag angepasst, aber viele Händler halten sie nach wie vor für über den Normen liegend.


    *sante*

    So. Ich war eben im Globus, die haben dort das größte Tabakangebot überhaupt im Land. Man hat mir dort eidesstattlich versichert; dass sie weder Roth-Händle noch Karo mehr verkaufen DÜRFEN. Irgendetwas stimmt also nicht. Kauft deine Mutti die vielleicht drüben im Ausland?

    Lol, nee, die Vierundachtzigjährige fährt dafür nicht über die holländische Grenze, sondern in einem der Kiosks gegenüber und nebenan. Spannend, was da nicht stimmt, aber ich schieb's mal nicht auf irgend so ein Ossiding. Ich recherchiere mal weiter, gestern habe ich nichts gefunden, was irgendwo hin deutete. Nichtmal, ob Roth-Händle vielleicht die Stärke seiner Zigaretten irgendwann wegen der EU-Norm gesenkt hat. Mal sehen.


    *sante*

    Ja nu, wir hatten in Köln drei Sender und DDR1 war nicht dabei. Inwiefern oder in welchem Verhältnis Ostproduktionen im gesehenen Westprogramm liefen, überblicke ich nicht, erinnere mich nur an die tchechischen, wäre damals jedenfalls kein Grund gewesen, sie zu sehen oder nicht zu sehen.


    Gut, vielleicht sind meine Augen inzwischen wirklich so schlecht

    Oder weil Du schon nichts anderes mehr von den Wessis erwartest, siehst Du es nicht.


    Sehenswert, wenn auch zwiespältiger, eher wie "Ringstraßenpalais" sah ich Die gläserne Fackel über die Zeiss-Werke in Jena. Mit der fiktiven Familie Steinhüter wird die Werksgeschichte von der Gründung 1846 bis in die frühen 1980er erzählt und das hat seine starken Seiten. Als die Produktion 1989 ausgestrahlt wurde, hatten viele wohl etwas anderes im Kopf, als sich eine Bau-auf-Serie im Fernsehen anzuschauen, während die Mauer bröckelt. Für mich war sie im Nachhinein aber sehenswert. Ja, auch wegen des Abstands zwischen Erzähltem und den Ereignissen von '89 und insofern ein unbeabsichtigt auf der Metaebene wirkendes Zeitdokument , aber auch zum Beispiel wegen einer fesselnd dargestellten Version des Prof. Dr. Ernst Abbe durch Jürgen Reuter.



    *sante*

    Eine der schönsten Trinkerinnerungen, die ich kenne: Joachim Meyerhoffs "Fünf Etappen" aus "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke".



    *sante*



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