Beiträge von pm.diebelshausen

    Upgrade soweit gelungen. Ich werde berichten, wenn der 5.1-Sound letztlich komplett steht.

    Nach einigem Herumprobieren mit und etwas Recherche (aber auch nicht zu viel, bitte) zu den Myriaden an Einstellungen und dem Aufbau habe ich jetzt ein Setup, das mir gefällt. Eine Weile waren die Subwooferanteile gerade bei Orgelaufnahmen noch sehr dröhnend, jetzt schätze ich das neue System (mit kleinen Satelliten von Canton) für den eher schmaleren Geldbeutel ganz besonders bei Multi-Channel-Orgelaufnahmen. Das ist defintiv ein wunderbar räumlicher Genuss. Das ganze System ist wesentlich komfortabler als das frühere und jetzt kann ich mich zurücklehnen. Übrigens ist Red Dead Redemption 2 auf Leinwand mit seiner großartigen Soundkulisse zur Zeit auch noch ein Highlight. Ach, herrlich.


    *sante*

    Zwei Segelohren


    Zwei Ohren wie Segel

    In tiefblauer Bucht!

    Zwei Segelohren

    Auf unruhiger Flucht!


    Wird eins von den Winden

    Gewölbt und bewegt,

    Wird auch nach hinten

    Das andre gedreht.


    Bemüht sich das eine

    Ganz stille zu steh'n,

    Ihr müßtet sogleich mal

    Das andere seh'n!


    Begehrt eins zu schwellen,

    Das andre macht's vor.

    Will eines sich wellen,

    Schwillt's andere Ohr!


    :-|

    Ärgert mich auch nicht, ändert aber mein Kaufverhalten. Denn wenn ich, wie bisher, den Wunschzettel ab und zu nach aktuell gebraucht minimalgünstigen Veröffentlichungen durchsuche, reicht dafür nicht mehr das Runterscrollen und auch nicht ein zusätzlicher Klick, sondern ich müsste bei jeder Veröffentlichung der Frage nachklicken, ob sie überhaupt anders/niedriger als zum Amazonpreis angeboten wird. Das werde ich halt nicht machen. Wollte nur wissen, ob es ein Darstellungsfehler in meinem Browser oder eine vorübergehende Wartungssache ist. Danke also für die Info.


    *sante*


    Mallorca Edition Historische Orgeln


    Martin Schmeding


    Jeweils auf einer Disc:

    1. Werke von Padre Antonio Soler (1729-1783) - Große Jordi Bosch-Orgel, 1762, Sant Andreu, Santanyí
    2. Werke von Domenico Scarlatti (1685-1757) - Große Jordi Bosch-Orgel, 1762, Sant Andreu, Santanyí
    3. Werke von José Lidón (1748-1827) - Große Jordi Bosch-Orgel, 1762, Sant Andreu, Santanyí
    4. Werke von Sebastián Aguilera de Heredia (1561-1627) - Gabriel Thomàs-Orgel, 1823, Sant Francesc de Paula, Campos
    5. Werke von Pablo Bruna (1611-1679) - Mateu Bosch-Orgel, 1746, Sant Pere, Sencelles
    6. Mirjam Wiesemann im Gespräch mit Orgelbauer Gerhard Grenzing
      Mirjam Wiesemann im Gespräch mit Organist Martin Schmeding


    Letztlich "nur" drei Orgeln, dazu noch zum Teil zeitlich vom Repertoire entfernt, aber dennoch eine tolle Edition von Cybele. Klanglich wuchtet die Aufnahme astreine Bohrmaschinen und Presslufthammer der Bosch-Orgel in ausgewogenem Surround in mein Wohnzimmerlein - dass das auch ein Witz ist, ist mir erst gerade beim Tippen aufgefallen: ich meine tatsächlich die satt schnarrenden Register gleich des ersten Stücks Sonata 12 'de la Coroniz' en Sol (Fa) Mayor von Soler. Dessen Kompositionen sind ohnehin schon ein Knaller. Angaben zu den Registrierungen gibt es leider nicht. Ansonsten ist die Informationslage der Edition hervorragend. Es gibt Texte von Schmeding wie auch von Grenzing, sie behandeln auf über 40 Seiten (gut bebildert und im Gesamtumfang noch verdoppelt, da auch auf Englisch) Komponisten und Werke, die Besonderheiten der spanischen Orgeln, die drei Orgelbauer, deren drei Orgeln und wiederum deren Dispositionen. Dazu bekommt man auf der sechsten Disc mit 52 und 20 Minuten ausführliche Gespräche im Plauderton. Ich bin's sehr zufrieden.


    *sante*

    Seit wann "hallo" als umgangssprachliche Begrüßungsformel belegt ist, weiß ich nicht. Als Ausruf, auch um Aufmerksamkeit zu erlangen, ist es jedenfalls tatsächlich alt. Die Grimms bringen z.B. eine Stelle von 1471 und natürlich die ahd. und mhd. Etymologie. Was mir nun gefällt und was ich noch nicht wusste: "hallo(o)/hello" im Englischen kann eben auch ein Verb (" to hello") sein (wie es Smart an dieser Stelle nutzt) - im Deutschen gibt es das nicht, wäre wohl so etwas wie "halloen". Oder eben nicht so schön: "hallo sagen".


    *sante*

    Aber leider und damit kann man sich eben auch schwer abfinden, sterben nunmal Menschen [...] Es sterben heute nicht mehr Menschen als in dieser Jahreszeit üblich. Da kann man viel erzählen, in Schweden sterben auch nicht mehr Menschen als üblich. Man könnte die Krankenhäuser besser ausstatten, das wäre verdammt wichtig, denn dann würden üblicherweise weniger Menschen sterben und sie würden "besser" sterben, aber dazu leisten wir leider keinen Beitrag, wenn wir uns einreden (lassen), diese Erkältungssaison würde von einem Killervirus gestaltet.

    Wer spricht denn davon, dass die besondere Gefahr des aktuell neuen Virus' in der durch ihn hervorgerufenen Mortalitätsrate liege? Wer zeichnet das Bild, sorry, die Bild von einem "Killervirus"? Es geht gesellschaftlich (biografisch ggf. schon) nicht darum, wieviele sterben bzw. irgendwann im Rückblick gestorben sein werden, sondern um die Systembelastung durch ein über die übliche Erkältungssaison hinausgehend hochansteckendes Virus. Die Anzahl der Toten wird, denke ich, ein emotionales und moralisches Thema bleiben, weniger eines mit gesellschaftlichem Impact. Ein Unternehmen, eine Behörde, eine Familie wird über einen Toten in den eigenen Reihen erschüttert sein - bei einem gewissen Prozentsatz an Personen, die zwei Wochen lang aufgrund der Symptomatik gleichzeitig das Bett (oder gar die Intensivstation) hüten müssen, hören sie auf, zu funktionieren. Deshalb spricht das RKI bezüglich COVID-19 von der möglichen Krankheitslast, ein "Killervirus" ist in meinen Augen eine von manchen bekämpfte Windmühle.


    Zwischen Grippe und grippalem Infekt ist zu unterscheiden, ansonsten bekommen irgendwelche Schnupfenvergleiche für mich einen zynischen Ton, der in seiner Absolutheit mindestens ebenso wenig angemessen und hilfreich ist, wie Panik und Schwarzmalerei. Was die Bedrohlichkeit der jährlichen Influenza betrifft, schwanken die Zahlen extrem. Das RKI gibt z.B. für 2012/2013 ca. 30.000 Influenza-bedingte Krankenhauseinweisungen in Deutschland an, für die darauffolgende Saison 2013/2014 ca. 3.000 (beides geschätzte Zahlen, vgl. Josquins Beitrag oben). Dies in einem durchschnittlichen Zeitraum von 8-10 Wochen. Nach Stand 28.03.2020 gibt es 3.906 Krankenhauseinweisungen in Zusammenhang mit COVID-19 (erfasste Fälle seit dem 20.02.2020, wenn ich das richtig verstehe). Ich hoffe, dass es in diesem Bereich bleibt und sich die Schätzungen und Hochrechnungen und Modelle in einem positiven Sinne als falsch erweisen. Aber die Annahme, dass sie falsch sein könnten, ist für mich keine Grundlage, entspannt einer angeblich alljährlichen Grippesaison beizuwohnen.


    *sante*

    Wenn man dreimal so viele Leute testet, dann gibt es auch dreimal so viele Infizierte.

    Naja, nicht so ganz. Die von Dir angesprochene Tabelle zugrunde gelegt: in KW 12 wurden nicht dreimal so viele Tests durchgeführt, sondern (gerundet) 2,73519 mal so viele. Das ließe nach Deiner Theorie positive Ergebnisse in (gerundet) 20.738 Fällen erwarten, tatsächlich liegt die Fallzahl aber über 3000 Fälle höher (23.820). Die 13. Kalenderwoche endet heute. Mal sehen, welches Verhältnis von Tests und positiven Fällen sie gebracht haben wird.


    Das RKI betonte bislang (soweit ich das in den Pressekonferenzen mibekommen habe), dass der jetzige Stand der Dinge in Deutschland der Beginn einer Epidemie ist. Mir ist es lieber, dass mit entsprechenden Maßnahmen nicht abgewartet wird, bis die Fallzahlen bestätigen, dass wir uns auf dem Höhepunkt einer Epidemie befinden. Flächendeckende Tests wären derzeit sicherlich ein effektiveres Mittel, sowohl absolute und relative Zahlen zur Verfügung zu haben, wie auch Verhaltensmaßnahmen angepasst zu entwickeln und Risikogruppen gezielter zu schützen, sind aufgrund der verfügbaren Kapazitäten aber (noch?) nicht möglich.



    Und da es z.Z. überhaupt keinen medikamenten Schutz gibt, sind solche Aussagen durchaus alarmierend genug.

    So ist es.


    Und ich bezweifle einfach, daß man in so einer Verantwortung leichtfertig mit Entscheidungen umgeht.

    Zumal es Entscheidungen sind, die alle betreffen und so genannte "die da oben" in dieser Hinsicht beruflich und privat das selbe zu leisten und im Verhalten zu verändern und beizutragen haben, wie jede/r andere.


    Was mich mehr umtreibt sind Fragen nach dem, was der fortschreitende Prozess mit Menschen machen wird. Die Zustimmung zu den aktuellen Maßnahmen ist überwältigend groß und noch gehen die meisten Leute mit einem lesitungsstarken Selbstbewusstsein an die Situation heran. Was geschieht damit aber im Laufe des immer größer werdenden Zeitfensters, dessen Rahmen überhaupt noch nicht abgesehen werden kann? Und was verändert es, wenn die nach wie vor für die meisten abstrakte, wenig anschauliche Lage zunehmend mit persönlicher Betroffenheit angereichert wird, die Einschläge näher kommen?


    *sante*

    Oh Gott, das ist in so vielerlei Hinsicht wirr, von der formalen Ebene über die Vermengung von Behauptungen mit Denkkurzschlüssen bis zu unfreiwilliger Komik (hat er wirklich niedliche Standards gemeint?), dass ich nur jedem raten kann, deutlich, deutlich mehr als 1,5m Abstand zu waren, weil da nichts Gesundes dran ist.


    *sante*


    Modest Mussorgsky: Les Tableaux d'une exposition (Orch. Ravel)

    Maurice Ravel: La Valse


    Les Siècles

    Francois-Xavier Roth

    30. April 2020


    Les Siècles traue ich absolut zu, dass das meine Lieblingsaufnahme der Bilder wird. Und mit La Valse hatten sie mich schließlich im Januar schon live gepackt. Ich nehme ihnen alles ab.


    *sante*