Beiträge von U Lee

    Hier nochmals Haydns Minioper - Scena di Berenice:



    Sandrine Piau, Sopran

    Der Harmonische Garten

    Giovanni Antonini



    Bernarda Fink, Mezzosopran

    Freibruger Barockorchester

    René Jacobs


    Passend zu unserem (eigtl. gestrigem) Jahrestag ...

    War Beethoven unfähig, sein Metronom richtig zu lesen?


    Eine gewagte Fragestellung:


    Zitat

    Einer neuen Untersuchung zufolge könnte der Komponist sein Metronom schlicht falsch abgelesen haben. [...] Eine Erklärung sei, dass der Komponist sein Metronom fälschlicherweise unter dem Gewicht am Zeiger des Instruments abgelesen habe statt darüber, sagte Studienautorin Almudena Martin-Castro.

    *hmmm* - anhand eines modernen Metronoms lässt sich dies m. E. jedenfalls nicht nachvollziehen.

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    Sandrine Piau, Sopran

    Der Harmonische Garten

    Giovanni Antonini



    Bernarda Fink, Mezzosopran

    Freibruger Barockorchester

    René Jacobs


    Vermutlich mehr noch als in seinen wenig bekannten Opern (zuletzt sicher in seinem etwa zeitgleich entstandenen, leider unvollendeten Orfeo) zeigt sich Haydn hier als Meister der großen Scene ... eine sogenannte Scena wird im Regelfall von einer handelnden Person umgesetzt und setzt sich aus einem Recitativo accompagnato (oder mehreren Recitativi accompagnati in Folge) und einer oder mehreren Arien(teilen) und/oder Cavatine in verschiedenen Tempi zusammen; eine Art Melodram (jedoch ohne rein gesprochenen Text): ständig wechselnde Tempi, Modulationen, Emotionen; die Empfindungen schwanken taktweise von 'himmelhochjauchzend' bis 'zu Tode betrübt' ... sozusagen ein Psychogramm, quasi eine aufs Kleinste komprimierte Mini-Oper, die den gesamten Schnickschnak drumerhum inklusive Ouvertüre nebst dekorativen Arien und Ensembles in Frage stellt und für überflüssig erklärt ...


    *hide*


    Der Text dürfte m. E. Metastatios L'Antigono entnommen sein („Berenice, che fai?“ - „Non partir, bell'idol mio“ jedenfalls klingt extrem metastasisch) und Haydn sollte mithin nicht der einzige Komponist sein, der diese (Wahnsinns-) Scena vertont hat: etliche vor ihm werden L'Antigono vollständig als Oper vertont haben (mitunter Hasse?); dem Wahn verfallene Weibsbilder der Antike wurden etliche Werke gewidmet, mitunter nicht zu verachten Paisiellos Nina ossia: La pazza per amore.


    Haydn hat hier, wie zeitweise auch Mozart mit seinen Konzertarien und Szenen (Chio, mi scordi di te), eine einzelne für sich stehende Scene aus dem Zusammenhang der Oper gerissen und allein ins Rampenlicht gestellt ... sicher nicht nur, um der darstellenden Künstlerin eine angemessene Bühne zu bieten ...


    Obwohl die ägyptische Prinzessin Berenike dem makedonischen König Antigonos versprochen wurde, ist sie in dessen Sohn Demetrios verliebt. Zerrissen zwischen dem Gefühl der Gegenliebe und der Pflicht sich den Interessen seines Vaters entsprechend loyal zu verhalten, kann Demetrios keinen Ausweg aus seiner misslichen Lage finden und hat beschlossen, sich das Leben zu nehmen. In einer Folge aus Rezitativ, (mitten im Vers unterbrochener) Kavatine, Rezitativ und Arie beklagt die trostlose Heldin ihr Schicksal und sehnt sich danach, an der Seite ihres Geliebten zu sterben – zwischen Wahnsinn und Liebe schwankende Seelenzustände, die Haydn auf so dramatische wie grandiose Weise zum Ausdruck brachte.


    ... und da geht natürlich die Post ab!


    :umfall::jubel::jubel::jubel: :umfall:


    (Bernarda F. gefällt mir stimmlich ein klein wenig besser, tiefere Stimme, eidringlicher; vom Orchester her eher der giardino armonico).

    #Uli:

    Bei Qobuz kann ich auch noch diese beiden Aufnahmen vom Octett hören. Im Beethoven-Thread "sonstige Kammermusik opi" fehlen sie noch, gehören sie nicht dazu?

    Doch, sicher, mein Focus lag aber damals eher auf op. 16 als auf 103 ... wäre verbesserungsbedürftig. Inzwischen könnte op. 103 gar einen eigenen opi-Thread erhalten ...


    :beatnik:


    Die flinken Finken (Gardellino) habe ich zumindest auch in meiner Sammlung und iste locus wurde es entsprechend gewürdigt ... da stellt sich sogleich die Frage nach Neben- oder Wasauchimmerwerk ...


    Ludwig van Beethoven (1770-1827)



    Parthia (Oktett) op. 103;

    Don Giovanni-Variationen WoO 2;

    Marsch "Zapfenstreich" WoO 20;

    Quintett für Oboe, 3 Hörner, Fagott Hess 19;

    Terzetto op. 87;

    Ecossaise und Trio WoO. 22;

    Polonaise WoO. 21;

    Rondo WoO. 25


    Harmoniemusik
Ensemble Zefiro


    Teilweise als sog. Gebrauchsmusik deklariert - für mich gut zu gebrauchen. Insbesondere das opi seltenst (bis nie) dargebotene Oktett op. 103; hier zeigt sich der Meister der Instrumentation; gerade die 8tel-Staccati der Fagötter sind unerlässlich für das Feeling dieser Art Musik. Wer das (als Komponist) nicht kapiert: Finger weg von diesem Genre.


    Der Harmonische Garten

    Giovanni Antonini


    Das fetzt durchaus; dennoch: aktiv will sich mir das Verlassen der Mitwirkenden nicht richtig einstellen (Parto/Parte), vergegenwärtigen: ohne Partitur oder Video kaum wahrzunehmen.


    Interessant aber die Besetzung der beiden Hörner: A und E ...


    Farewell; L'Addio; Adieu; Wirsing.


    Der Harmonische Garten

    Giovanni Antonini


    Ich bin ja schon ganz glücklich mit dieser (bislang; god beware!) opi-Edition; wenn sie jetzt noch die Vorschläge richtig spielen würden; ich sehe, schon: meine ultimative Edition ist mehr gefragt denn je. Sorry, aber ich weigere mich mehr denn je, die falschen Vorschläge einfach zu akzeptieren und zum Usus werden zu lassen, was sie längst leider sind. Nichtsdestotrotz überzeugen Spielfreude und knusprige Croissants (Hörnchen; falls jemand die rheinische Übersetzung bevorzugt).

    Trotz der meistensteils falschen Vorschläge ... die Croissants sind schon grandios!

    Ob dies etwas gegen das indiskutable Wetter auszurichten vermag?



    Franz Joseph Haydn (1732-1809)


    Sinfonie B-Dur Hob. I:35

    Sinfonie fis-moll Hob. I:45

    Sinfonie D-Dur Hob. I:15

    Scena di Berenice Hob. XXIVa: 10 (*)


    Sandrine Piau, Sopran (*)

    Der Harmonische Garten

    Giovanni Antonini


    L'Addio ... welch passender Titel z.Zt. ;( - und schade, daß auch hier die Vorschläge zumeist nicht korrekt wiedergegeben werden. Da braucht's nochmal ne ganz neue Edition ... gefällt mir dennoch ganz gut.

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    Als gültige Bearbeitung ist das opi - Uraufführung. Komponist resp. Bearbeiter am Werk ...


    8)*sante* ( ;(:**danke*:saint:*kiss* )


    Manchmal muß es eben Bach sein. So sorry.


    Erlaubnis erteilt, dies auch im Falle meines leider eher unwahrscheinlichen Dahinscheidens zu posten. Es gibt ja immer die Ärsche, die alles bis zum Letzten ertragen müssen ...


    Das Leben ist ein Arschloch. Aber manchmal gibt es Überirdisches. Wie dies Video.


    Schön, wenn man jemanden hat, der einen in den (nicht auf den) Arm nimmt ... und wenn's 'bloß' diese Scheißmusik ist ...

    Das Jahr beginnt so beschissen, wie das letzte geendet hat. Da kommt man nichtsahnend, völlig entnervt heim, und dann sowas ...


    Zunächst dachte ich: komisch. Trauerkarte? Achja, von meinen Büro-Vermietern ... oh nein: von Elly. Okay. Warum informiert sie mich, daß ihr Vater gestorben ist? Ich öffne den Umschlag und fühlte mich bestätigt: von Elly! Das zeigte das Bild. Doch normalerweise müsste dort dann das Bild ihres Vaters gezeigt werden ... in DEM Moment klickte es über die Grenzen Calsruhes hinaus hörbar und mein Gesicht fiel in sich zusammen. Es ist leider, sehr, sehr leider wahr: die wenigsten von Euch werden sie (noch) kennen, da sie beruflich sehr eingespannt war ... aber sie war und ist und wird es immer bleiben: eine allerbeste Freundin!


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    Aber so ist sie halt ... immer für eine Überraschung gut. Da sie auch in T und C (?) aktiv war, bitte querverlinken oder mitteilen.


    Erst vor kurzem habe ich ihren alljährlich zu Weihnachten erscheinenden Fotokalender an die Wand gehängt. Es wird wohl sehr wahrscheinlich der letzte gewesen sein; und damit für mich ein Immerwährender.


    Ciao Elly! Ich vermisse Dich! Den Angehörigen alles Beste und die nötige Kraft!


    ;(*kiss*

    Wer's mag:


    Cnusper, cnusper cnasa, quid cnusper ad mea anima?



    Ludwig van Beethoven (1770-1827)



    Parthia (Oktett) op. 103;

    Don Giovanni-Variationen WoO 2;

    Marsch "Zapfenstreich" WoO 20;

    Quintett für Oboe, 3 Hörner, Fagott Hess 19;

    Terzetto op. 87;

    Ecossaise und Trio WoO. 22;

    Polonaise WoO. 21;

    Rondo WoO. 25


    Harmoniemusik
Ensemble Zefiro


    *leyer**rock*


    Sehr, sehr schön und gelungen; war ja auch kaum anders zu erwarten von Zefiro. WoO20 fetzt richtig gut und gefällt mir ehrlich besser als Mozarts Janitscharenkram ... da ich sehr kindisch veranlagt bin, mag ich sowas. Besonders aber schätze ich op. 103 und Hess 19 (Adagio mesto). Was so alles verloren gehen kann und glücklicherweise wiederentdeckt wurde ...


    Very appreciative, U Lee <3

    Oh wie süß ... da zuckt es bei mir aber gewaltig ... *hmmm**flöt*