Beiträge von Arnulfus

    11. August 2017
    Franz Schubert "Du bist die Ruh" mit Roland Hayes (Bariton)
    Diese Aufnahme kenne ich auch erst seit einigen Minuten. Trotz einiger Einschränkungen bezüglich der Deutschen Sprache höre ich eine tiefe und beglückende Deutung dieses Liedes
    >>>Roland Hayes (1887-1977) was born in Curryville, Georgia, the son of former slaves. He studied singing at Fisk University in Nashville and began performing publicly in 1911. He studied further in Boston and then London. His early career was in Europe, and when he returned to the United States, in 1923, he was able to come under professional management, and undertook an extensive concert tour that gained him both fame and significant income. If you are interested in Hayes, I would like to invite you to see the latest article
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    9. August 2017
    Franz Schubert "Du bist die Ruh" mit Elly Ameling (Sopran) + Dalton Baldwin (Klavier)



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    Du bist die Ruh,
    Der Friede mild,
    Die Sehnsucht du
    Und was sie stillt.


    Ich weihe dir
    Voll Lust und Schmerz
    Zur Wohnung hier
    Mein Aug und Herz.


    Kehr ein bei mir,
    Und schließe du
    Still hinter dir
    Die Pforten zu.


    Treib andern Schmerz
    Aus dieser Brust!
    Voll sei dies Herz
    Von deiner Lust.


    Dies Augenzelt
    Von deinem Glanz
    Allein erhellt,
    O füll es ganz!



    Heute abend höre ich gebannt die Aufnahme dieses erschütternden Werkes (suibjektiv, natürlich) unter Michael Gielen. (nicht unter Bertini)


    Ich hoffe, es erscheint in der Gesamtausgabe der GIELEN-Ausgabe


    Arnulfus



    Diese Aufnahme (2. Konzert) übertrifft an differenziertem kultivierten Spiel sogar noch die Rachmaninoff-Einspielungen des jüngst verstorbenen großen Ungarischen Pianisten Zoltan Koczis (SF Orch/de Waart).

    31. July 2017
    Franz Schubert "Du bist die Ruh" (orch. Version) mit Heinrich Schlusnus (Bariton)



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    Heinrich Schlusnus sings "Du bist die Ruh", op 59 No 3
    D 776 by Franz Schubert
    Orchestra of the Berlin State Opera
    Alois Melichar, conductor
    Berlin 1932


    Du bist die Ruh,
    Der Friede mild,
    Die Sehnsucht du
    Und was sie stillt.


    Ich weihe dir
    Voll Lust und Schmerz
    Zur Wohnung hier
    Mein Aug und Herz.


    Kehr ein bei mir,
    Und schließe du
    Still hinter dir
    Die Pforten zu.


    Treib andern Schmerz
    Aus dieser Brust!
    Voll sei dies Herz
    Von deiner Lust.


    Dies Augenzelt
    Von deinem Glanz
    Allein erhellt,
    O füll es ganz!


    by Friedrich Rückert (1788-1866) , "Kehr ein bei mir!", from Östliche Rosen

    Vor 3 Tagen war die Premiere in Bayreuth, heute (28.7.) gab es ein hochkarätiges Feuerwerk dieser >Deutschesten< aller Wagner Opern zu sehen , statt sonst oft biedermeierlich daherkommenden Inszenierungen.
    Barry Kosky ist Analytiker und Zauberer zugleich. Er zeigt, daß Wagner in allen wichtigen Figuren steckt, außer in Beckmesser. "Heil with a smile", sagte Kosky wörtlich.
    So spielt der 1. Aufzug folgerichtig in der Villa Wahnfried, Familiengeschichte. Der 3. Aufzug konsequenterweise im Saal der Nürnberger Prozesse. Als Beckmesser in seinem Werbelied Kauderwelsch singt, fummeln die "Meistersinger" verwundert und irritiert an ihren earphones rum, so als ob die damaligen Prozeßbevollmächtigten der Nürnberger Prozesse nicht glauben konnten was sie da von den führenden Schergen des Nazi-Regimes über Kopfhörer übersetzt bekamen.
    Diese Stände-Geschichte der Handwerksmeister wird nicht als Untergangszenarium, nicht als Desaster oder Lobhudelei auf die >Deutsche Leitkultur< inszeniert, sondern als bunter kultureller Reigen mit großem Unterhaltungswert und spielerischen analytischem Blick. Nürnberg's Geschichte hatte kulturelle Werte und Glanz (Stände) wie auch Reichsparteitage und die Nürnberger Prozesse hervorgebracht. Beide Säulen in ihrer unendlichen Gegensetzlichkeit sieht der Regisseur auch bei Wagner, der sich ja diese Oper ausgedacht hat. Wagner in seiner Genialität, in seiner vielschichtigen und widersprüchlichen Wesensart von Revolutionär und Antisemit, ist David, Stolzing und Sachs zusammen und braucht den Außenseiter (Beckmesser), so wie Viele eine Projektionsfläche brauchen, um die eigenen Schweinhunde loszuwerden.
    Musikalisch war es allerste Sahne. Philippe Jordan dirigiert wie Boulez ein schlanken, rythmisch eingängigen und transparenten Wagner. Er dirigiert sehr sängerfreundlich, nimmt das Orchester eher zurück, ohne das die Gefahr des Nur-Begleitens entsteht. Michael Volle als Hans Sachs überragt als Sängerdarsteller die anderen Hauptfiguren, die trotzdem gut bis hervorragend singen. Am nähesten kommt ihm Johannes Maria Kränzle als genialer "Beckmesser".


    Ich habe noch nie 5 Std Wagner an einem Stück im TV gesehen. Heute war es kurzweilig, ja aufregend und beglückend.


    Arnulfus

    28. July 2017
    Franz Schubert "Du bist die Ruh" mit Nicolai Gaedda (Tenor) + Hermann Reutter (Klavier) Aufn LIVE 19.3.1964 Hannover



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    Mitte der Sechziger spielte Elly Ney einen Klavierabend im Großen Saal der Laisz-Halle in Hamburg. Das Programmheft habe ich vor ein paar Jahren entsorgt.
    Jan 1944 geboren, habe ich heute auch das Bedürfnis die Erinnerung an dies Konzert zu entsorgen, denn es war arisches Kunstgesäusel.
    Viele sprachen 1965 (?) von der größten Beethoven Interpretin. Ich hatte den Namen gehört, aber keine Platte der Ney. Als sie auf die Bühne kam, sah sie aus wie eine Travestie-Künstlerin im Beethoven-Look. (meine heutige Sicht)
    Damals war ich irgendwie gebannt von dieser mystischen Erscheinung und sehr gespannt auf ihr Spiel. Sie spielte Mozart Köchel 457 oder 475, das weiß ich nicht mehr...aber an ziemlichen tosenden Klangnebel kann ich mich erinnern.
    Gut erinnern kann ich mich an das op.111 von Beethoven. Diese Sonate war neben op.109 in E-Dur damals meine Lieblingssonate.
    Das Spiel der alten Dame ging in die Vollen im mehrfachen Sinn. Es war wie in einem Stummfilm, ihr weißes gewaltiges Wuschelhaarhaupt dominierte die Darstellung. Doch sie spielte in heroischer Art und Weise, in die Vollen, mit enormen Pedal und voll daneben. Ich kann mich erinnern, wie ich genießen und bewundern wollte...aber es mir nicht gelang, da zu viele Töne daneben gingen. Es war fast unwirklich was da passierte...auferstanden im Beethoven Look ala Kolbe, hochbetagt + verkalkt.
    Ich hatte Elly Ney gehört, war 22 Jahre alt und wußte damals nichts über ihren Hintergrund in der Nazi-Zeit.
    Wie mich op. 109 und op.111 begeistern konnten, erfuhr ich ziemlich zur selben Zeit, durch Christoph Eschenbach (Examenskonzert mit op.109) Jakob Gimpel (op.110), Rudolf Serkin (op.111) und Wilhelm Kempff (op.106)


    Arnulfus

    25. July 2015
    Franz Schubert "Du bist die Ruh" mit Barbara Bonney (Sopran) + Jeffrey Parsons (Piano) Aufn 1994



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    Du bist die Ruh,
    Der Friede mild,
    Die Sehnsucht du
    Und was sie stillt.


    Ich weihe dir
    Voll Lust und Schmerz
    Zur Wohnung hier
    Mein Aug und Herz.


    Kehr ein bei mir,
    Und schließe du
    Still hinter dir
    Die Pforten zu.


    Treib andern Schmerz
    Aus dieser Brust!
    Voll sei dies Herz
    Von deiner Lust.


    Dies Augenzelt
    Von deinem Glanz
    Allein erhellt,
    O füll es ganz

    24. July 2017
    Franz Schubert "Du bist die Ruh" mit Kathleen Ferrier (Alt) mit Bruno Walter (Klavier) Aufn Edinbourgh Festival 1949



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