Beiträge von Arnulfus


    Ohja, dazu gehöre ich auch, ich mag halt ganz wenige Tenöre, ob Pavarotti oder eben Schock. Den einzigen, den ich mir anhöre ist... wer natürlich... Fritz Wunderlich.


    Ich neige auch eher zum Naserümpfen...obwohl es einige gute frühe Aufnahmen von ihm gibt (um 1950...z,B, den Bacchus in Ariadne, u. ein paar andere Rollen)
    LIVE gehört habe ich ihn mit den beiden großen Liedzyklen von Schubert, da knödelte es bereits recht heftig (Mitte der Sechziger)...und seine Operetten- und -Wanderburschen-TV-Sendungen waren für mich keine Freude, sondern meist >Pein<.


    Liebe Musica, die Leichtigkeit Wunderlichs höre ich auch beim jungen Jussi Björling und Nicolai Gedda.


    Arnulfus

    Sergio Tiempo, Orchestra della Svizzera Italiana, Ion Marin, Alexandre Rabinovitch-Barakovsky, 2010


    Das hat schon Schwung, aber es ist einfach zu hastig und bügelt so manches weg.


    Lieber Yorick, lieber Ulli,
    Sergio Tiempo war 33 Jahre alt als er 2005 LIVE diese mitreißende Aufnahme des 1. Tschaikowsky Konzertes hinlegte....also bestes Pianisten-Alter
    Und als einer der besten Interpretationen dieses "Hits" empfinde ich diese virile und von der ersten bis letzten Sekunde spannungsgeladene Aufnahme. Hochvirtuos und nicht effekthascherisch [wie Earl Wild, (alt) + Lang Lang (jung)]
    Diese Scheibe begeistert mich immer wieder aufs neue. (auch heute abend)


    Arnulfus

    19. July 2017
    Franz Schubert "Du bist die Ruh" mit Franz Völker (Tenor) Aufn ca 1940



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    Du bist die Ruh,
    Der Friede mild,
    Die Sehnsucht du
    Und was sie stillt.


    Ich weihe dir
    Voll Lust und Schmerz
    Zur Wohnung hier
    Mein Aug und Herz.


    Kehr ein bei mir,
    Und schließe du
    Still hinter dir
    Die Pforten zu.


    Treib andern Schmerz
    Aus dieser Brust!
    Voll sei dies Herz
    Von deiner Lust.


    Dies Augenzelt
    Von deinem Glanz
    Allein erhellt,
    O füll es ganz!



    Mein guter Yorick, ich bin ganz alleine verantwortwortlich für DAS was icfh lese...es wäre "pathologisch" wenn ich Dich dafür verantwortlich machen würde.
    Foelskes erstes Werk ist wichtig. Den "Wiesenfleck" habe ich vor ca 20 Jahren ebenfalls erworben...z.T. gelesen
    Ich schätze das Buch >"Alter Gott Tod" als ehrliches Buch...Das ist kein Widerspruch zu meinen Bauchschmerzen, Ängsten und großer Besorgnis, das das Buch bei mir auslöst. Ich arbeite als analytischer Therapeut bis heute täglich mit Menschen, die ihr Unglück versuchen aufzuarbeiten und zu verändern um in dieses verdammt kurze Menschenleben <etwas Licht und Glück< hineinzubekommen.


    Arnulfus


    Wahnsinn!


    Ich habe mir das Buch von Foelske vor meinem Urlaub antiquarisch besorgen können
    In den letzten drei Jahren war es mir gelungen ohne Arbeit in den Urlaub zu fahren (Therapieanträge für Gutachter zu schreiben)


    Durch die Hintertür hab ich mir jetzt ein kleines Eigentor geschossen, in dem ich diesen "Roman" von Foelske mitgenommen habe, dessen riesiges Zerstörungspotential eine höchstgradige psychiatrische Erkrankung aufzeigt
    Dieses Buch dürfte für die meisten Menschen kaum zu verkraften sein, geschweige denn im positiven Sinne einen literarischen Unterhaltungswert haben.
    Es zeigt Abgründe der menschlichen Kreatur in einem Ausmaß, die für den Betroffenen selbst in obzessiver Weise das Leben zur Hölle machen und gleichzeitig seinen Höhepunkt als Lebenssinn ausmachen.
    Allerdings geht es hier um eine Pathologie der sadistischen Lust, die das Leid eines anderen Menschen erfordert um des eigenen Lustgewinns und der Befriedigung willen.
    Es handelt sich um eine schwere Persönlichkeitsstörung. Das ist schwere Kost.


    Das bedeutet trotzdem nicht, daß solche Bücher nicht wichtig sind. Es ist auch eine ehrliches Buch, da es die Abnormalität nicht leugnet.
    Aus meiner Sicht hat das Buch auch eine literarische Qualität, allerdings nur im ersten Drittel.
    Ich habe das Gefühl, dass es keinen Lektor gab, zumindest keinen Verantwortlichen, der die Krankhaftigkeit dort hätte eingegrenzen müssen, wo die Sprache die sexuelle Abnormität zu plakativ und direkt ausdrückt.


    Ich habe die über 500 Seiten gelesen. Ich finde die Auseinandersetzung mit den menschlichen Abgründen äußerst wichtig.
    Ein "Lesevergnügen" konnte es für mich nicht werden, da der Autor in seiner abnormen psychosexuellen Struktur >gefangen< ist und er so nur teilweise und insgesamt unzureichend eine gute literarische Qualität erreicht.(wie z.B. de Sade)


    Arnulfus


    Sternstunde: LIVE Mitschnitt der Berliner Philharmonoker unter James Levine mit einer berauschenden Interpretation des 3. Rachmaninoff Klavierkonzertes (Volodos)

    20.08.17 Wetzlar Kloster Altenberg Mozart Gärtnerin aus Liebe Wetzlarer Kammerorch/Martin Knell
    27.08.17 Esbjerg (Dänemark) Wagner Walküre /Mathiasen/Beskow/Vigilius/Annalena Persson/James Johnson/Randi Stene
    15.09.17 Frankfurt Alte Oper Schubert Winterreise/Daniel Behle (Tenor)
    15.09.17 Giessen Stadttheater Mozart Don Giovanni/Hofstetter
    23.09.17 Frankfurt Alte Oper Schubert Winterreise/Julian Pregardien (Tenor)
    28.10.17 Giessen Stadttheater Kalman Ein Herbstmanöwer (Operette)/Hofstetter
    29.10.17 Oper Frankfurt 1) Purcell Dido & Aneas
    2.) Bartok Herzog Blaubarts Burg
    05.11.17 Oper Frankfurt Britten Peter Grimes
    10.11.17 Darmstadt Wagner Der fliegende Holländer/Will Humburg
    16.12.17 Giessen Stadttheater R.Strauss Ariadne auf Naxos/Hofstetter

    29. Juni 2017
    Richard Strauss aus dem Rosenkavalier, eine italienische Arie des Barbiers mit Jonas Kauffmann (Tenor) 2011 Baden Baden



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    Als nen echten "Quietsche" (nicht in Hamburg geborener Hamburger) erkläre ich Hasse hiermit zum Komponisten mit klarem norddeutschen Durchblickkompositionsschädel (auch wenn der großartig dirigierende Maestro Hofstetter ein Münchner ist)


    Es muß 1975 gewesen sein, als ich in Frankfurt Radu Lupu mit den Konzerten d-Moll, KV466/Beethoven 5 Es-Dur + Schumann a-moll, op.54 gehört habe (Festkonzert zwecks eines Jubiläums mit der Philharmonia Hungarica unter Reinhard Peters)
    Nie wieder habe ich das Schumann'sche LIVE ähnlich spannungsvoll, poetisch und differenziert gehört.
    Erstmalig hörte ich soeben eine Aufnahme von 1973 aus London unter Previn mit Lupu und den Konzerten von Schumann und Grieg
    Bei Schumann ahnte ich vorher was mich Gutes erwarten würde....die Überraschung war das Grieg-Konzert, das ich bisher hauptsächlich doch ziemlich einseitig virtuos kannte, was Lupu hier aus den Tasten zaubert, ist einfach großartig
    Die einzige Aufnahme, die mir bisher gefiel, da sie nicht einseitig >Schlachtschiffmäßig< daher kam, war die von Ole Andsness....die aber etwas schwerblütig ist und an poetischer Strahlkraft von Lupu übertroffen wird.
    Eine wunderbare Aufnahme !


    Arnulfus

    24. Juni 2017
    Alfredo Catalani (1854-1893) "Ebben, Ne andro lontana" aus der Oper "La Wally" mit Wilhelmenia Wiggens Fernandez(Original Filmmusik)
    von den vielen Aufnahmen die es gibt, von der Callas, über Anneliese Rothenberger bis zu Anna Netrebko, ist mir das warmherzige Timbre der W.W. Fernandez bis heute am liebsten




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