Beiträge von Travinius

    Für mich persönlich steht ein ganz schwerer Schritt an: wir ziehen in eine neue Wohnung, da unser Vermieter via Eigenbedarf seine Enkel hier ins Haus holt.

    Vom Umfeld her aus meiner Sicht ein Gewinn (6.000-Seelendorf, alles Wichtige fußläufig, umgeben von Feld, Wald und Flur, auf den Hügeln Blick bis zu den Alpen, Bahnverbindung in 20-40 Minuten nach München Hbf via S-Bahn, RB oder RE, weil wir an der Hauptstrecke München-Ingolstadt-Nürnberg liegen), auch an Wohnfläche gewinnen wir … nominell.

    Damit man im Raum München noch das Wohnen bezahlen kann, muss man entweder ein komplettes Gehalt hinblättern, oder Abstiche machen.

    Wir sahen eine 75qm Altbauwohnung mieser Qualität im sozialen Brennpunkt Hasenbergl für dasselbe Geld, wie unsere 90qm Dach-Maisonettwohnung im Umland, Neubau mit Top-Ausstattung (Niedrigenergiehaus, modernste Netzwerktechnik, selbstlüftend, Solarheizung und und und).

    Und das ist dann auch die Kröte, die wir schlucken: kaum gerade Wände. Und die, die wir haben, brauchen wir für Küche, Bücher etc.

    Ergo: die CDs müssen … in den Keller. Tatsächlich trenne ich mich zumindest räumlich von meiner Sammlung.

    Sicher: die CDs machen vielleicht 50% der Sammlung aus, der Rest ist eh elektronisch. Und die CDs sind natürlich ebenfalls voll digitalisiert, so dass ich meine Sammlung auf der Wechselplatte und in der privaten on-premise Cloud immer verfügbar habe. Aber es ist doch ein Einschnitt.


    Aber ich werde das angehen.


    Ich freue mich auf die neue Wohnung mit Raum zum Wohnen, Essen, Schlafen, Arbeiten … und Leben. Dazu gehören neben der Musik auch noch das Rollenspiel, gute Bücher, und hoffentlich auch viele Bekannte und einige Freunde.

    Glaube ich nicht. Hengelbrock und de Vriend spielen m.W. auch die Hamburger Fassung, und da bleibt Hengelbrock vorne.

    Die anderen Einspielungen der Ersten, über die ich verfüge, vergleiche ich tatsächlich nicht mit dem Titan, aus den nämlichen, von Dir schön aufgearbeiteten Gründen.

    Ganz so extrem sehe ich das nicht wie Du, Yorick.

    Aber aus den Socken gehauen hat mich das dann auch nicht.

    Gelangweilt habe ich mich aber auch nicht.


    Ich denke aber, dass das nicht mein liebster Titan wird.


    Wobei ich für mich immer noch zwischen dem Titan, von dem ich mittlerweile über drei Einspielungen verfüge (de Vriend, Hengelbrock und Roth), und der 1.Symphonie unterscheide. Ich bin mir nicht sicher, ob Mahler wirklich nur die Blumine und die Überschrift strich, oder auch an der Instrumentation noch arbeitete. Muss das gelegentlich mal recherchieren.

    Zu dem Themenkreis kenne ich nur "Die letzten Tage von Saló", in denen es um Mussolinis Traumwelt am Lago di Garda geht und um die sexuelle Ausbeutung, Misshandlung und Ermordung zahlreicher junger Männer und Mädchen als ausgeliefertes Sex-Spielzeug.

    Der Film ist maximal umstritten und meines Wissens auch auf dem Index.

    Von Selbstzweifeln ist in dem letzteren Film allerdings nichts zu spüren. Sie quälen die jungen Menschen noch im Angesicht des eigenen Endes.

    Ob das ein Zyklus wird, ist vielleicht noch zu früh gemutmaßt. Mich würde interessieren, ob er die Sachen, die er mit dem SWR gemacht hat, in Köln wiederholt, oder ob das gemeinsam zu einem Zyklus-Paket geschnürt wird.

    Der Titan fällt dabei gewissermaßen aus der Reihe, es wäre aber der erste OPI-Zyklus überhaupt.

    Also: abwarten und nervös auf dem Stuhl herumrutschen.

    Bei Beck hatten sie die Scheibe gestern noch nicht, da musste ich mich anderweitig trösten.

    - was meinst Du eigentlich mit "moderner Musik"?

    Ohne dass ich mir Charité schon angetan hätte, sitzt bei mir die Gemengelage aus überspannter Erwartung und tiefer Enttäuschung bei "Babylon Berlin" noch tief, zumal ich mich hobbybedingt intensiv mit den Zwanzigern auseinandergesetzt habe.

    Ich kann nur mutmaßen, was Yorick gemeint hat, aber was mir bei diesen Machwerken immer wieder aufstößt, ist die vollkommen unzeitgemäße Musik. Das ultra-gehypte (was für ein Wortmonster) Lied mit Asche und Feuer oder wie das Ding hieß (bei Babylon Berlin), war VIEL zu modern. Der Hall passte nicht, der musikalische Duktus — nichts passte. Aber das gemeine Wahlvolk denkt jetzt, es kennt die Musik der Zwanziger.

    Oder beim Großen Gatsby und seiner Neuverfilmung: neuester Popmusik-Scheiß in der Filmmusik.


    Im Vergleich dazu habe ich neulich den Tod Stalins gesehen. Ein pechschwarzer, finsterer und doch bisweilen komischer Film um den Umbruch in der Sowjetunion. Die Musik klingt durchweg nach Schostakowjewtschaturjan, aber passt stilistisch wenigstens. Es gab keinen Stalin-ist-tot-Rap am Schluss…

    Du kannst Deine Mitmenschen nicht ändern, Yorick. Andererseits: mit einem Rückzug aus allen Bindungen schadest Du Dir auch selbst.

    Mein Vorschlag: arbeite daran, dass Du ein solches Mitgefühl nicht erwartest. Dann freust Du Dich, wenn Du es erhältst, aber leidest nicht, wenn es ausbleibt.

    Unser Chef fährt keinen LKW…


    Ich bin da unbesorgt.


    Damit ich das nicht hundertmal und jeder bzw. jedem einzeln erzählt: kurz ein paar Worte in eigener Sache.

    Gestern hat unser Vermieter uns wegen "Eigenbedarfs" gekündigt. Über die Worte "form- und fristgerecht" gehen unsere Meinungen noch auseinander (nach fünf Minuten GOOGLEn hatte ich herausgefunden, wie das Schreiben hätte lauten und aussehen müssen… und das, obwohl ich nicht hauptberuflich Wohnungen vermiete — einmal mit Profis arbeiten!), aber dafür sind wir entsprechend versichert und lassen das rechtlich klären.

    Nichtsdestotrotz: wer mich kennt weiß, dass ich diese Wohnung ohnehin nicht (mehr) mag und wir eh den Auszug geplant hatten — das Timing hätten wir gerne selbst bestimmt.

    Aber, da ich kein Bayer bin, sondern ein alter Rheinländer, vertrete ich die Auffassung: "Man weiß nie, wofür'et jot is'" gehen wir jetzt verstärkt auf Wohnungssuche. Laut Gesetzgeber haben wir Zeit bis Ende August (oder länger, je nachdem, welche aufschiebenden Wirkungen Einsprüche wegen Formfehlern etc. haben).

    Wenn Ihr also sachdienliche Hinweise in München und Umgebung habt, wobei ich die Umgebung deutlich bevorzuge — bin kein Großstädter —, bin ich für jeden Tipp oder Namen dankbar.


    So, das wars, weitere Fragen auch gerne persönlich — jetzt muss ich mich auf die Geburtstagsfeier eines Freundes vorbereiten und noch ein paar Details für unsere Call of Cthulhu Runde rund um (bisher) einen Mord und seltsame Vorkommnisse in Nord-Devon 1927 klären und ausarbeiten.