Beiträge von Travinius

    Das war auch anstrengend — ich habe einen Freund im Orchester.

    Von dem bekam ich auch die Gesamteinspielungs-Box auf CD. Wider Erwarten eine meiner liebsten Einspielungen!

    Wolfgang Brenner: Führerlos


    Was wäre passiert, wenn das Attentat im Bürgerbräukeller im November 1939 gelungen wäre?

    In diesem Buch ist Hitler tot. Der Polenfeldzug ist zu Ende, der Angriff auf Frankreich befohlen, aber noch nicht ausgeführt.

    Wäre der Krieg trotzdem so verlaufen?

    Wie hätten die Männer rund um Hitler die Macht verteilt?
    Welche Rolle hätte Eva Braun gespielt?


    Diese Fragen beantwortet Wolfgang Brenner in einem fiktiven Roman, den ich als interessant und fesselnd empfunden habe.

    Das Problem, lieber Yorick, sehe ich gerade in der Überfülle an Informationsmöglichkeiten. Das sprengt jeden Zeitrahmen!

    Also sucht man nach Filterungen und Präselektionen. Und das birgt sofort die Gefahr der "Filterblase" und damit der gezielten Falsch- oder Desinformation. Das wiederum machen sich die verschiedensten Gruppierungen und Körperschaften gezielt zunutze um die Meinung durch tatsächliche oder vermeintliche bzw. reduzierte Fakten in ihrem Sinne zu beeinflussen.

    Beide Teams haben von uns ein fast schon bescheidenes Trinkgeld bekommen.

    Außerdem gab es Mineralwasser (zimmerwarm; ich habe ihnen gesagt, je eher sie den Kühlschrank anschlössen, desto eher gäbe es kalte Getränke), Cola nach Wunsch, belegte Semmeln vom Traditionsbäcker zu Mittag, extra für uns belegt.


    Der Wohnzimmer-Teamleiter war fast schon gerührt; sie seien diese Woche schon in einer Villa in Starnberg gewesen, auf drei Etagen, und hätten passendes Geld bekommen, nix zu trinken; weil das passende Geld nicht reichte, habe der Auftraggeber in 1- und 2-Cent-Münzen die letzten Euros bezahlen wollen, da hätten die Monteure dann ihrerseits verzichtet.


    Und das Küchenteam meinte, so nette Kunden hätten sie selten, die sich um Essen und Getränke kümmerten, nicht reinredeten außer auf Nachfragen und noch Trinkgeld geben.


    Einerseits weiß ich jetzt, warum ICH mir nie eine Villa in Starnberg leisten kann, andererseits ist es traurig, dass gute Umgangsformen extra betont werden müssen.

    Bei uns wurde heute die Küche von zwei Ungarn und das Wohnzimmer von zwei Georgiern aufgebaut…

    Gute Arbeit, alles an seinem Platz, aufgeräumt haben sie — bin alles in allem auch sehr zufrieden.


    Es war nur VIEL ZU HEISS!


    Die Handwerker waren von Kopf bis Fuss klatschnass, und uns lief es auch so herunter, weil wir unsere Rollenspielregale, eine Spielekiste und die Stofftiervitrine aufgebaut haben.

    Für mich persönlich steht ein ganz schwerer Schritt an: wir ziehen in eine neue Wohnung, da unser Vermieter via Eigenbedarf seine Enkel hier ins Haus holt.

    Vom Umfeld her aus meiner Sicht ein Gewinn (6.000-Seelendorf, alles Wichtige fußläufig, umgeben von Feld, Wald und Flur, auf den Hügeln Blick bis zu den Alpen, Bahnverbindung in 20-40 Minuten nach München Hbf via S-Bahn, RB oder RE, weil wir an der Hauptstrecke München-Ingolstadt-Nürnberg liegen), auch an Wohnfläche gewinnen wir … nominell.

    Damit man im Raum München noch das Wohnen bezahlen kann, muss man entweder ein komplettes Gehalt hinblättern, oder Abstiche machen.

    Wir sahen eine 75qm Altbauwohnung mieser Qualität im sozialen Brennpunkt Hasenbergl für dasselbe Geld, wie unsere 90qm Dach-Maisonettwohnung im Umland, Neubau mit Top-Ausstattung (Niedrigenergiehaus, modernste Netzwerktechnik, selbstlüftend, Solarheizung und und und).

    Und das ist dann auch die Kröte, die wir schlucken: kaum gerade Wände. Und die, die wir haben, brauchen wir für Küche, Bücher etc.

    Ergo: die CDs müssen … in den Keller. Tatsächlich trenne ich mich zumindest räumlich von meiner Sammlung.

    Sicher: die CDs machen vielleicht 50% der Sammlung aus, der Rest ist eh elektronisch. Und die CDs sind natürlich ebenfalls voll digitalisiert, so dass ich meine Sammlung auf der Wechselplatte und in der privaten on-premise Cloud immer verfügbar habe. Aber es ist doch ein Einschnitt.


    Aber ich werde das angehen.


    Ich freue mich auf die neue Wohnung mit Raum zum Wohnen, Essen, Schlafen, Arbeiten … und Leben. Dazu gehören neben der Musik auch noch das Rollenspiel, gute Bücher, und hoffentlich auch viele Bekannte und einige Freunde.

    Glaube ich nicht. Hengelbrock und de Vriend spielen m.W. auch die Hamburger Fassung, und da bleibt Hengelbrock vorne.

    Die anderen Einspielungen der Ersten, über die ich verfüge, vergleiche ich tatsächlich nicht mit dem Titan, aus den nämlichen, von Dir schön aufgearbeiteten Gründen.

    Ganz so extrem sehe ich das nicht wie Du, Yorick.

    Aber aus den Socken gehauen hat mich das dann auch nicht.

    Gelangweilt habe ich mich aber auch nicht.


    Ich denke aber, dass das nicht mein liebster Titan wird.


    Wobei ich für mich immer noch zwischen dem Titan, von dem ich mittlerweile über drei Einspielungen verfüge (de Vriend, Hengelbrock und Roth), und der 1.Symphonie unterscheide. Ich bin mir nicht sicher, ob Mahler wirklich nur die Blumine und die Überschrift strich, oder auch an der Instrumentation noch arbeitete. Muss das gelegentlich mal recherchieren.