Beiträge von der Lullist

    Francesco Cavalli: La Calisto (Drama per Musica, Venedig 1651)

    Maria Bayo, Marcello Lippi, Simon Keenlyside, Graham Pushee, Dominique Visse, Concerto Vocale, Rene Jacobs



    immer noch eine der besten Barockopernproduktionen unserer Tage - ich sollte mir die DVD auch mal wieder ansehen


    Antonio Caldara: Brutus

    Kantaten für Bass

    Sergio Foresti - Stile Galante



    Zitat

    Das weltliche Kantatenrepertoire Caldaras zählt noch heute zu den weitgehend ungehobenen musikalischen Schätzen des Barock. Die meist für exklusive Zirkel reicher Kenner entstandenen Kompositionen waren nämlich nicht für die Veröffentlichung gedacht und harren deshalb in den ehemaligen Privatsammlungen der Ottobonis, Ruspolis und Habsburger ihrer Entdeckung. Sergio Foresti und Stile Galante stellen hier einige Basskantaten Caldaras vor, von denen sich einige in das Umfeld Kaiser Karl VI. verorten lassen, der eine besondere Vorliebe für diese Stimmlage hatte.

    guten Morgen


    eine brandneue Savall-Aufnahme:




    Terpsichore - L'Apotheose de la Danse

    Rebel & Telemann

    Le Concert des Nations - Jordi Savall



    ich hatte ja zuerst befürchted, dass es sich hierbei um eine reine Wiederveröffentlichung handeln würde, aber nein, es ist eine neue Aufnahme mit vieren der Fantasies (Terpsichore, Les Caracteres de la Danse, Les Fêtes champetres, La Fantasie) Rebels. Diese Werke können, ähnlich wie Delalandes Grand Piece Royala, als Urgroßeltern der klassischen Sinfonie gesehen werden - denn anders als in einer herkömmlichen Suite gehen die Tänze und Instrumentalstücke ineinanderüber und bilden ein großes Ganzes. Vielleicht könnte man sie am ehesten als "simphonie coreographique" bezeichnen, wie im Booklett geschehen - denn diese Fantasien wurden als Ballett aufgeführt.


    Zu diesen Werken gesellen sich zwei Suiten Telemanns: "la Bizarre" und die B-Dur Suite aus der Tafelmusik (Production III).


    Siface - l'amor Castrato

    Filippo Mineccia


    Arien & Ouvertüren aus Opern von Stradella, Pallavicino, Pasquini, Cavalli, Agostini, Lonati, Bassani, Giannettini, Purcell, Scarlatti



    Zitat

    Mit dem Album Siface: l’amor castrato präsentieren der Countertenor Filippo Mineccia, Javier Ulises Illán und das Ensemble Nereydas ein kurzes, fiktives Opernpasticcio, das sich mit dem spannenden Leben und Wirken des Altkastraten Giovanni Francesco Grossi beschäftigt, der unter dem Namen Siface bekannt war. Dabei fängt Mineccia die kaleidoskopartige Vielfalt der Kompositionen und der dazugehörigen Emotionen brillant ein und stellt das spektakuläre Musikleben des 17. Jahrhunderts bestmöglich in Szene. Eine spannende Entdeckungsreise, die die wendungsreiche und tragische Biographie des Sängers erstmals in musikalischer Form als Pasticcio darstellt.

    André Campra


    Campra hat heute einen eher schweren Stand, als Komponist der Ära zwischen Lully und Rameau wird er oft übergangen und steht dann zusätzlich noch im Schatten von Couperin, Marais und Delalande. Gewissermaßen teilt er das Schicksal mit André Cardinal Destouches, der ebenso wie Campra zur ausgehenden Regierungszeit des Sonnenkönigs zu den beliebtesten, erfolgreichsten und stilbildenden Opernkomponist gehörte. Doch Campra nimmt hier klar die Führungsposition ein und sollte zusammen mit Lully, Charpentier, Marais, Couperin, Delalande und Rameau in einer Reihe stehen.

    Campra wurde 1660 in Aix en Provence geboren, er durchlief eine geistlich-musikalische Ausbildung, in Toulouse schloss er Freundschaft mit dem etwas jüngeren Jean Gilles, dessen Requiem ihn sehr beeindruckte und dessen Uraufführung er in Paris selbst übernahm. 1694 wurde Campra schließlich Musikmeister an der Notre Dame de Paris.

    Campras Musikstil ist italienisch geprägt, fast vergleichbar mit der Musik Charpentiers – besonders was seine geistliche Musik anbelangt, dennoch folgt er im gleichen Maße dem musikalischen Vorbild Lully.


    Motets pour Notre Dame de Paris

    Ensemble Aquillon


    Diese Aufnahme führt einige seine frühen Motetten, die Campra für Notre Dame de Paris schrieb, exemplarisch vor. Ausschließlich für Männerstimmen besetzt sind sie den Kompositionen Charpentiers sehr ähnlich.



    In seiner Zeit an der Notre Dame begann er aber auch weltliche Musik zu schreiben, was in zwangsläufig in Konflikt mit der Kirche brachte. Seine beiden ersten Bühnenwerke brachte er mit Hilfe von Destouches und unter einem Pseudonym auf die Bühne der Academie Royale. 1697 „L’Europe Galante“ und 1699 „Le Carnaval de Venise“ beide Werke waren Sensationserfolge – sie begründeten ein eigenes Genre in der frz. Operngeschichte, das Opera-Ballet.

    Im Gegensatz zur Tragèdie Lyrique gab es meist keine durchgängige Geschichte, jeder Akt war in sich geschlossen. Auch waren Opera Ballets musikalisch reichhaltiger, da auf große Rezitativpassagen fast komplett verzichtet wurde und man sich auf Airs, Chorszenen und vor allem das Ballett konzentrierte.


    L’Europe Galante

    Les Nouveaux Caracteres


    In L’Europe Galante stellen verschiedene Nationen (Frankreich, Italien, Spanien und die Türkei) ihre Liebeskunst vor, thematisch zusammengehalten durch einen Prolog.


    Das Werk stand in modernen Zeiten unter keinem guten Stern, 1973 gab es eine Aufnahme mit der Petit Bande unter Gustav Leonhardt, aber keinesfalls handelte es sich dabei um eine Gesamtaufnahme. Leonhardt reduzierte sich auf einige prägnante Tänze und die großen Airs, Chorsätze wurden ganz ausgelassen. In den 90er Jahren war eine Gesamtaufnahme unter Marc Minkowski für Erato Musifrance geplant, die jedoch nie veröffentlicht wurde (die Aufnahme kursiert aber als Radiomitschnitt im Netz). 2005 interpretierte William Christie das Werk mit der Academie Baroque d‘Ambronnay – obwohl auch diese Interpretation zu den herausragenden Stunden der Barockoper gehörte, gab es keine offizielle Aufnahme. Bei den jährlichen Konzerten in Versailles, die jedes Mal einen anderen Schwerpunkt haben, stand in einem Campra-Themenjahr auch eine Aufführung des Opera Ballets an, aber diese Aufführung (zu der auch eine Aufnahme geplant war) wurde aber dann kurzfristig abgesagt.


    Schließlich kam es 2018 zu einer Aufnahme im Rahmen der Spectacles de Versailles – sie war längst überfällig. Dass es von diesem zentralen Werk der frz. Musikgeschichte bis dato keine Aufnahme gab wäre vergleichbar, als ob es keine Aufnahme der Zauberflöte, des Freischütz oder des Parzival geben würde. Diese Repertoirelücke ist nun endlich geschlossen.


    Le Carnaval de Venise

    Le Concert Spirituel


    Das Opera Ballet Le Carnaval de Venise entstand 1699 und war dem Grand Dauphin gewidmet.

    Im Gegensatz zu L’Europe Galante wird hier wieder eine durchgehende Geschichte vertont: Ein heiteres Eifersuchtsdrama im bunten Treiben des venezianischen Karnevals, das zwar ganz gewöhnliche Menschen thematisiert – die aber dennoch nicht ganz ohne Deus ex machina auskommen – aber dennoch ist der Weg klar, die Emanzipation von den Regeln der Tragèdie Lyrique mit Rückgriffen auf das Comedie Ballett und das Ballet de Cour. Und Campra übernahm eine von Lully in frühen Jahren oft benutzte Praxis – er baute italienische Passagen in seine Werke ein, nicht nur musikalisch, sondern wie damals bei Lully auch, in italienischer Sprache.


    Das Karnevalthema war so erfolgreich, dass Campra noch ein zweites Opera Ballet mit dieser Thematik verfasste, „Les Fêtes Venitiennes“ (1710) eine Aufführung gab es 2015 unter William Christie, es bleibt abzuwarten, ob dieses wundervolle Werk doch noch auf Tonträger veröffentlicht wird.




    Und obwohl Campra ein Genre schuf, das die Tragèdie Lyrique zwar nicht verdrängte, aber dennoch für die Staatsoper eine große Konkurrenz bedeutete, widmete er sich alsbald auch den ersten Bühnenwerken. Er ließ sich von der Kirche freistellen. Er fand einen dauerhaften und treuen Gönner im Sohn des Sonnenkönigs, dem Grand Dauphin.

    Zwischen 1700 und 1720 komponierte er ca. 15 Bühnenwerke:

    1700 Hesione, eine Tragedie Lyrique die recht erfolgreich war, 1701 Arethuse und 1702 schließlich Tancrede – eine von zwei Opern die bisher aufgenommen wurden.



    Von der Oper Tancrede liegen zudem zwei Gesamtaufnahmen vor, die erste von 1986 unter Jean Claude Malgoire und eine aus jüngerer Zeit unter der Leitung von Olivier Schneebeli:



    Tancrede

    Les Temps Presents & Les Chantres

    Olivier Schneebeli



    Das Libretto stammte von Danchet in Anlehnung an Tassos befreites Jerusalem. Die Aufnahme ist der alten Malgoire-Aufnahme natürlich in allen Bereichen überlegen.



    1712 folgte dann Idomenee. Eine Aufführung bzw. Beschäftigung mit diesem Werk kam wohl hauptsächlich aus musikhistorischem Interesse zu Stande – denn es war diese Oper, bzw. das Libretto, dass für Mozarts Vertonung als Ausgangsmaterial diente. Doch das Libretto von Danchet unterscheidet sich in vielen Punkten von der späteren Bearbeitung des Abbe Varesco.

    Dieser Idomeneo beugt sich der Religion, opfert seinen Sohn dem grausamen Meeresgott und verfällt dem Wahnsinn. Allerdings bezieht sich William Christie auf eine spätere Überarbeitung Campras von 1732.



    Idomenee

    Les Arts Florissants – William Christie


    Die Aufnahme habe ich an anderer Stelle schon einmal gepostet, doch in diesem Zusammenhang muss sie natürlich genannt worden, gehört sie doch zu den besten Barockopern auf CD überhaupt.




    Auch in diese Schaffenszeit gehören seine zahlreichen Vertonungen von Kantaten, die sich besonders am Hofe von Versailles und in den Pariser Stadtpalästen großer Beliebtheit erfreuten.

    Diese Kantaten waren ähnlich den Kantaten Alessandros Scarlattis keine geistlichen Werke, sondern Miniaturopern mit mythologischen oder allegorischen Themen für eine oder zwei Singstimmen mit kleinem Instrumentalensemble geschrieben.




    Cantatas Françaises

    Jill Feldmann / Domenique Visse / Jean François Gardeil

    Les Arts Florissants – William Christie


    Eine ältere Aufnahme, einer der klassischen Aufnahmen des Ensembles Les Arts Florissant smit den Stimmen, mit denen auch die großen Opernaufnahmen entstanden. Vier Kantaten Campras wählte man aus:

    Arion / La Dispute de l’amour et d’hymen / Les Femmes / Énée et Didon


    Sie stammen aus unterschiedlichen Veröffentlichungen. Das Instrumentalensemble ist zwar kammermusikalisch besetzt, aber durch den Einsatz der Traversflöte recht farbig.



    Nach dem Tode des Königs und dem Rücktritt Delalandes wurde Campra als einer der 4 Sous-Maitre an die königliche Kapelle berufen. Jetzt komponierte er in erster Linie Grands Motets für den täglichen Bedarf der königlichen Hofhaltung an geistlicher Musik. Doch auch hier zeigte er seine große Könnerschaft – seine Motetten gehörten zu beliebtesten Werken des Hofes – trotz ihrer italienischen Momente. Er führte den vorgegebenen Stil Lullys und Delalandes konsequent weiter.


    Grands Motets

    Les Arts Florissants – William Christie


    Eine beeindruckende Auswahl an drei großen Motetten spielte William Christie ein.

    Notus in Judea, De Profundis und das prächtige Exaudiat te Dominus, das noch aus der Zeit Louis XIV stammte.

    Herve Niquet hat sich dem Motettenschaffen Campras ebenfalls gewidmet und mehrere CDs aufgenommen, darunter auch eine 3 Cds umfassende Serie beim Label Adda, dort findet sich auf Vol.1 auch sein Te Deum.


    Grands Motets Vol.1 (Te Deum / Notus in Judea / Deus in Nomine tuo)

    Le Concert Spirituel – Hervé Niquet



    In dieser letzten Schaffensperiode Campras fällt wahrscheinlich auch sein Requiem. Es ist eine überdeutliche Anlehnung an das Requiems seines Freundes Jean Gilles – ohne dessen Popularität je erreicht zu haben – weder damals noch heute. Dabei gehört Campras Vertonung sicherlich zu den schönsten und „friedfertigsten“ – den Campra kommt gänzlich ohne „Zorn Gottes“ aus und benutzt eine tröstende und hoffnungsvolle Musiksprache.



    Requiem / In Convertendo

    Les Pages et les Chantres - Olivier Schneebeli


    Für mich die schönste und beste Aufnahme, zudem in Kombination mit der großartigen Motette In Convertendo



    Was ist das Besondere an Campras Bühnenmusik? Er ist sicher mehr als ein Lückenfüller zwischen Lully und Rameau, er hat eine ganz eigene Musiksprache, ähnlich eines Charpentier – seine Tänze sind stets ein Garant für Ohrwürmer. Viele seiner Melodien wurden von Komponisten späterer Generationen aufgegriffen, angefangen von zeitgenössischen Tanzsammlungen bis hin zur Suite Provencal von Darius Milhaud und dem Concert Gastronomique vvon Cosma für den Louis de Funes Film Brust oder Keule.

    erscheint am 11.Januar 2019 und ich freu mich drauf :))))))))))))))))))))))



    L'Opéra des Opéras

    Le Concert Spirituel - Hervé Niquet



    erschien zuerst das Pasticcio "L'Opera des trois Rois" kommt nun das zweite Pasticcio auf CD heraus.

    Es sind verschiedene Opernszenen von Lully, Campra, Rameau, Dauvergne, Blamont etc.



    Altri canti d'amore

    L'Estro armonico



    Werke des 17. Jahrhunderts von Monteverdi, Marini, Strozzi, Uccelini, Cavalli und Merula

    Tolle Aufnahme, neben den echten Instrumentalwerken werden auch zahlreiche Vokalwerke in Instrumentalfassung interpretiert - Stimmen werden durch Instrumente ersetzt - und das hochvirtuos.


    <3<3<3

    bevor es später Richtung Bückeburg zum Weihnachtsmarkt am Schloss geht (*wait*), noch etwas erfreuliches



    Giulio Cesare - A Baroque Hero

    Opernarien von G.F.Händel, F.Bianchi, G.Giacomelli, N.Piccinni, C.F.Pollarlolo

    Rafaele Pe (Countertenor)

    La Lira di Orfeo - Luca Giardini



    makellos gesungen, schöne Stimme - aber den größten Reiz machen die nahezu völlig unbekannten Komponisten / Werke des 18. Jahrhunderts aus.

    Tolle CD - tolle Arien!

    gerade mit der Post gekommen:



    The Lully Effect

    J.B.Lully: Ouverture & Passacaille aus Armide (1686)

    G.P.Telemann: Ouvertüre in e-moll TWV55:e3 (1716)

    J.P.Rameau: Suite aus Daradanus (1739/1744)

    Indianapolis Baroque Orchestra - B.Kuijken


    diese Aufnahme setzt in Sachen Ornamentik neue Maßstäbe




    André Campra: L'Europe Galante (1697)

    Les nouveaux Caractères - S.d'Hérin

    endlich eine Gesamtaufnahme des Opera Ballets, das ein ganzes Genre begründete - und zu den schönsten und wichtigsten Werken der frz. Operngeschichte gehört. Die Gesamtaufnahme war schon lange überfällig.

    Dass es sehr wenig „Arien-Alben“ von Rameau gibt, liegt schlicht an der Tatsache, dass die Arie im herkömmlichen Sinne in der frz. Oper des 17. und 18. Jahrhunderts keine Rolle spielt, d.h. auch die Bühnenwerke frz. Komponisten, bzw. Rameaus verfügen auch inhaltlich nur über wenige echte Arien, da Capo Arien gibt es ohnehin so gut wie gar nicht.

    Die Plaintes, Recits, Airs und Ariettes sind oftmals so sehr in eine Szene eingebunden, auch in Duette und Ensemblenummern, und zum Teil von bestürzender Kürze, dass es meist wenig Sinn macht, diese als „Arien“ zu verkaufen. Was es hingegen massenweise gibt, sind Orchestersuiten aus den verschiedenen Bühnenwerken.


    Von Rameau gibt es einige Airs / Ariettes, die sich auch auf fast jeder Aufnahme dieser Art wiederfinden:


    Castor & Pollux: Triste apprets

    Les Indes Galantes:

    Dardanus: Lieux funestes

    Platée: Soleil, fuis de ces lieux! / Formons les plus brillants

    Hippolyte et Aricie: Temple sacrée

    usw.


    Was Fouchécourt anbelangt, so ist er die Idealstimme der frz.Barockoper – sein Stimmfach wird als “Haut Contre” bezeichnet, ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einem Countertenor, sondern schlicht ein hoher Tenor. Über ähnliche Stimmen verfügen noch z.B. Cyril Auvity, Marc Padmore und Paul Agnew.

    Fouchécourt sang fast bei allen Opernproduktionen der 80er und 90er Jahre die jeweilige Rolle die einen Hautcontre verlangte. Er gehört noch immer zusammen mit Howard Crook zu meinen Lieblingssängern.



    Lustigerweise besitze ich die oben genannte Aufnahme mit Fouchecourt nicht - werde ich aber ändern.


    Die beiden anderen Alben habe ich - und gerade bei der Aufnahme mit Sabine Devieilhe wird oben beschriebens Problem deutlich, sie teilt sich die Aufnahme mit reinen Orchesterpassagen, Ensemblenummern und zwei weiteren Sängern.



    Da Rameau im Vergleich zu Händel und Vivaldi eher wenige Bühnenwerke hinterließ, macht es vielmehr Sinn, zumindest die wichtigen wie Castor et Pollux, Hippolyte et Aricie, Platée, Les Indes Galantes, Dardanus und Les Boreades in kompletter Form kennenzulernen.



    51ne4EUXl9L.jpg


    J.B.Lully: Divertissements

    Guillemette Laurens

    Capriccio Stravagante

    Skip Sempé



    gute Idee, die Aufnahme habe ich schon länger nicht mehr gehört.

    Es sind verschiedene Werke aus seinen Bühnenwerken (Ballets de Cour, Tragèdie Lyriques), vorwiegend die Plaintes, Ouvertüren und diverse Tänze, die in kammermusikalischer Form dargeboten werden.

    Es sind Bearbeitungen die zwar historisch verbürgt sind, aber nicht von Lully selbst stammen. Am Hofe von Versailles waren solche Divertissements in den Salons aber an der Tagesordnung.


    A.Campra: Motets pour Notre Dame de Paris

    Ensemble Aquillon


    Motetten aus der frühen Schaffensperiode Campras, bevor er den Sensationserfolg mit seinem Opera Ballet 'L'Europe Galante' hatte.

    Die Motetten sind stark italienisch geprägt, für männliche Sänger und kleine Besetzung geschrieben. Die Motette "Tota pulchra es" ist eine recht schöne Ostinatokomposition und erinnert sehr an Charpentiers Magnificat H73 - überhaupt erinnern die Motetten sehr an seinen Stil.


    Interessant ist, dass zu der instrumentalen Besetzung bestehend aus 2 Violinen, Game / Violoncello, Theorbe und Cembalo / Orgel auch eine Trompete (Ecce panis angelorum) hinzukommt.


    gefällt mir sehr!