Beiträge von der Lullist

    während ich versuche eine Mandelentzündung auszukurieren:


    Seiken Densetsu - 25th Anniversary Concert


    wirklich schön gemachte Orchesterarragements aus den Sqaure Enix Videospielen, die hierzulande eher unter "Mystic Quest" oder Secret of Mana" bekannt sind.


    und dann gleich hinterher:


    The Legend of Zelda 30th Anniversary Concert

    was für ein abgefahrener Kram:



    J.B.Hochreithner: Requiem (1712 / 17) +Missa Lubilus sacer (1731)

    Ars Antiqua Austria, Gunar Letzbor


    Zitat

    Die barocke katholische Kirchenmusik ist nicht sprachlich gedacht wie die protestantische, in der das Wort im Mittelpunkt steht und die Musik also so etwas wie eine musikalische Predigt ist. Sie entwirft ein barockes Welttheater mit musikalischen Klangbildern, die Gefühle und Assoziationen beim Hörer wecken sollen. In diesem Zusammenhang schreckte Joseph Balthasar Hochreither (1669-1731), der im Stift Lam-bach und später am Salzburger Dom wirkte, auch vor krassen Mitteln nicht zurück: So soll der Bassist im Requiem 'das Tuba mirum, item das Lacrymosa (...) aus einem Rödtrohr' singen. Gunar Letzbor setzt diese Anweisung bei seiner Einspielung natürlich um und erreicht (in Ermangelung eines Rödtrohrs ) mit dem Regenrohr seiner Gartenlaube ein vergleichbare Wirkung. Typische Trauertopoi der Zeit, z.B. gedämpfte Pauken und Trompeten, ergänzen die Wirkung seines hier erstmals eingespielten Requiems.

    ich finde nicht, dass diese Aufnahme mit Pinnock oder Manze vergleichbar ist.

    Von allen Gesamtaufnahmen die ich habe (Hogwood / Pinnock / Manze / Avison Ensemble / Standage und Richter) ist das mit Abstand die ruppigste Interpretation.

    Ich finde diese Aufnahme schon ganz nett, aber ich persönlich bevorzuge eher den eleganteren Interpretationsansatz von Pinnock.

    Il Giardino Armonico ist zwar nicht ganz so brachial hart wie bei Vivaldis 4 Jahreszeiten, aber eben schon ruppig, laut und auf maximale Effekte aus....und ab und zu geht dadurch die Feinheit Händels flöten.

    und heute wieder mal "Ärgern mit Curtis"



    Antonio Vivaldi: Giustino, Drama per Musica 1724

    Complesso Barroco - A.Curtis



    Der eigentliche Hammer dieser Aufnahme ist in diesem Fall das Booklett, da behauptet doch der James-Last-Doppelgänger in einem unfassbar arroganten Erguss, der als „Einige Betrachtungen über angemessenes Kürzen“ bezeichnet wird, dass er Vivaldi einen Dienst erwiesen hätte, indem er den Rotstift ansetzte:

    Er hat tatsächlich die Stirn, bestimmte Arien, die er als minderwertig erachtet oder nicht der Handlung als zuträglich selbstherrlich zu streichen, indem er sich auf die Vertonung Händels beruft. Weil Händel bestimmte Rollen oder Arien des Librettos strich, muss das auch hier gemacht werden. Nur hat Vivaldi diese Passagen nicht gestrichen, zudem war das Londoner Publikum damals ein anderes als das venezianische oder wie für die Uraufführung des Giustino das römische. Wer sich mit der Barockoper intensiv beschäftigt, weiß, dass ganz unterschiedliche Erwartungshaltungen vorherrschten und in Rom andere Opern gegeben wurden als in Venedig oder Neapel.

    Letztlich bleibt er nicht mal konsequent, sondern behält dann Arien bei, die eben auch nichts zur Handlung beitragen, aber er findet sie halt hübsch…..zum Glück hat er nicht, wie bei anderen Aufnahmen, das Dacapo der Arien gestrichen.

    Auf die Kürzungen in den Rezitativen, die sicher noch krasser sein dürften, geht er erst gar nicht ein.


    Die Interpretation ist ok, das Orchester dünnbrüstig, wie bei Curtis üblich, das Continuo ist halt da, mehr aber auch nicht.


    Zum Glück gibt es alternative Aufnahmen der Oper (Dantone / Velardi) leider habe ich diese nicht, aber Giustino ist ohnehin eine Pasticcio-Oper, d.h. viele der Arien findet man auch in anderen Werken, wie bei Vivaldi üblich, selbst "La Primavera" muss man ertragen.


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    Theodor Schieder: Friedrich der Große

    Ein Königtum der Widersprüche



    Ich habe zwar erst wenige Kapitel gelesen, aber ich glaube kaum, dass ich den Schinken zu Ende lesen mag.

    Herr Prof. Schieder hat schlicht nichts zu sagen, im Grund widerholt sich von Kapitel zu Kapitel, ohne wirklich etwas erhellendes, was man nicht eh schon kennt, zu erzählen. Besonders lästig ist, dass er ständig in der Chronologie dieser Biographie wild, fast schon etwas verwirrt herumspringt. Wenn ich da an die geniale Biographie Ludwig XIV (Erlanger) denke, da weiß man einfach, dass soetwas auch in einer ganz anderen Qualität möglich ist.

    Im Prinzip spiegelt das Buch-Cover eigentlich schon den gesamten Inhalt wieder: bei mir ein heroisierendes, historisierendes Portrait um 1900 von Franz Dudde….. noch Fragen? So schimmert auch stets etwas deutschtümelnde, völkisches Palaver durch die an sich objektiv gemeinte Schrift. Schmunzeln bis stirnrunzeln mag man, wenn der Autor u.a. es als „böswillige Unterstellung“ definiert, wenn Zeitgenossen und andere Historiker Friedrich II. Homosexualität thematisieren…. Naja, ein Buch mit dem getrost den Ofen anzünden kann.

    Bach - Variations on Variations

    Concerto Italiano - R.Alessandrini


    Arragements für Barockorchester: Passacaglia in c-moll BWV 582 / Canzona in d-moll BWV 588 / Aria Variata in a-moll BWV 989

    Goldberg Variationen BWV 988




    :jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    heute abend im Heimkino gelaufen:



    Die fast vergessene Welt



    ich hab Tränen gelacht - mir hat der Film sehr gut gefallen.... wenn ich an den Mückenstich denke, muss ich immer noch lachen *lol*


    und danach gab es noch den:


    Pixels


    war ebenfalls sehr amüsant *yepp*


    G.F.Händel: Athalia, Oratoriumin 3 Akten, London 1733

    Simone Kermes, Olga Pasichnyk, Trine Wilsberg Lund, Martin Oro, Thomas Cooley, Wolf Matthias Friedrich
    Kölner Kammerchor - Collegium Cartusianum - Peter Neumann


    Eine Aufnahme wurde vergessen:



    Carolyn Watkinson (Serse)

    Paul Eswood (Arsamene)

    Ortrun Wenkel (Amastre)

    Barbara Hendricks (Romilda)

    Anne Marie Rode (Atlanta)

    Ulrik Cold (Ariodate)

    Ulrich Studer (Elviro)


    La Grande Ecurie et la Chambre du Roy - Jean Claude Malgoire

    1979


    Sicher nicht mehr up to Date, aber trotzdem in historisch informierter Aufführungspraxis.


    Und eine neue Aufnahme ist auch herausgekommen:



    Franco Fagioli (Serse)

    Vivica Genaux (Arsamene)

    Inga Kalna (Romilda)

    Francesca Aspromonte (Atlanta)

    Andrea Mastroni (Ariodate)

    Delphine Calou (Amastre)

    Biaggio Pizzuti (Elviro)


    Il pomo d'oro - Maxim Emelyanychev

    2018


    Kenne ich leider noch nicht, die Aufnahme werde ich mir aber sicherlich zulegen, zumal sie so gelobt wird und anscheinend dem Werk endlich gerecht wird.

    guten Morgen




    G.F.Händel: Faramondo, Drama per musica, London 1738


    Max Emanuel Cencic

    Philippe Jaroussky

    Sophie Karthäuser


    Choeur de la Radio Suisse, I Barocchisti, Diego Fasolis

    Nein, dass sind unterschiedliche Anbieter, die allerdings alle das gleiche Problem haben:

    Es werden Zusteller eingestellt, die weder die die deutsche Sprache noch rudimentär das lateinische Alphabet beherrschen, dazu noch miese Bezahlung.


    Das betrifft alle Zusteller, DHL, DPD, Hermes und GLS, die klingeln auch grundsätzlich nicht. Letztens hatte ich zumindest eine Karte an der Tür kleben: Da hat es einer geschafft, beim Abschreiben meines Namens vom Klingelschild, 4 Fehler einzubauen... soweit man diese Keilschrift noch erkennen konnte.

    Das ist echt eine Katastrophe in Kassel, man kann sich im besten Falle seinen Kram in der Nachbarschaft zusammensuchen....



    das ist für mich die schlechteste Cavalli-Aufnahme aller Zeiten - und das Gesülze von Zedda im Booklett lasse ich lieber unkommentiert.

    Die DVD lohnt sich. Cavallis Festoper für die Hochzeit Ludwig XIV, die er für Paris schrieb, ist hier komplett zu hören, auch sind die Ballette von Lully mit dabei, die fehlen bei der alten Aufnahme unter Corboz.


    Die Interpretation ist absolut gelungen – und die witzige, satirische Inszenierung hat mir extrem gut gefallen. Herkules trägt eine Art He-Man-Anzug, er sieht aus wie eine 80er Jahre Actionfigur aber mit Klumpfuß und Allongeperücke… die aber doch mehr an eine extreme 80er Jahre Vokuhila erinnert. Die Bühnenbilder sind stilisiert, aber aufwendig.