Beiträge von harry

    Kommt jetzt zwar etwas verspätet, aber ich nehme Bezug auf mein Posting Nr. 19, wo es um die Disposition von Orgeln (und die Angaben darüber im jeweiligen Booklet) ging. Gerade habe ich etwas entdeckt, was ich euch nicht vorenthalten will. Leider ist die Seite nur in französischer Sprache, aber wenn man sich speziell für die Orgeln interessiert, kann man das schon gut nachvollziehen. Habe jetzt nur mal kurz reingeschaut (Niedermorschwihr - Silbermann); inwieweit sonstige bedeutende Orgeln vertreten sind, habe ich noch nicht feststellen können.

    Ich wünschte mir eine solche Seite in Deutsch!

    http://www.musiqueorguequebec.ca/musique.html

    Viel Spaß beim Lesen und Entdecken, harry

    Mir fällt noch ein: die verschiedenen Solo-Instrumente (bes. Klarinette), denen die "Idée fixe" in Berlioz' "Sinfonie fantastique" anvertraut ist.

    Außerdem der "Prototyp" für diesen Thread: Benjamin Brittens "The Young Person's Guide to the Orchestra". Man sollte sich vom Titel nicht täuschen lassen; das ist nicht nur für "junge Leute" und außerdem wahnsinnig schwer zu spielen.

    Also ob nun gleich Wohl und Wehe der gesamten Aufführung davon abhängt, vermag ich nicht zu beurteilen; aber wenn schon der gefürchtete Beginn des Solo-Fagotts in Strawinskys "Sacre du Printemps" daneben geht, könnte man schon in seiner Erwartungshaltung für den weiteren Verlauf des Stücks in gewisser Weise "manipuliert" oder "konditioniert" sein. Man hört dann vielleicht noch etwas genauer hin als sonst.

    Wohl und Wehe der geamten Aufführung hängt aber mit Sicherheit von der Art und Weise ab, wie der Trompeter seinen Part in "The Unanswered Question" von Charles Ives bewältigt. Ein grandioses Stück!

    Grüße, harry

    Im Gegensatz zu jpc hat Amazon die Möglichkeit, gebrauchte Artikel (nicht eigene) anzupreisen.

    Stimmt natürlich; aber ich habe diese Beobachtung auch schon in den meisten Fällen bei Neu-Angeboten gemacht

    (und komischerweise findet man auf Amazon manchmal Angebote von Drittanbietern - neu, wohlgemerkt! - günstiger als von Amazon selbst. Aber über dieses Thema haben wir uns auch schon einmal - vor Jahren - unterhalten; bin jetzt zu müde, um den Thread herauszusuchen ||:))

    Grüße, harry

    Wir sind ja längst wieder OT, aber ein Letztes muss ich noch loswerden, bevor es mit "Werken" weitergeht.

    Zuerst glaubte ich, wir hätten uns total missverstanden, als auf

    Ui jui jui, mich traf jast der Schlag, als ich sah, was man für diese Aufnahmen (speziell Stockmeier) auf den Tisch legen müsste...

    die Reaktion

    Ja, heutzutage muß man nicht mehr viel Geld investieren.

    erfolgte. Warum? Als ich die Stockmeier-Covers von Post Nr. 21 anklickte, fand ich auf Amazon (aktuell zu dieser Minute immer noch!) 20,98 € für die erste neu und sage und schreibe 56,14 € gebraucht für die zweite Box. Dann aber kamen eure Kommentare und die Covers in Post 29, und klickt man diese an, findet man, ebenfalls auf Amazon, tatsäch das bestätigt:

    beide zusammen gebraucht für momentan 4,96 € plus 6,- € Versand beziehbar.

    (Um ein paar Cent streiten wir uns nicht). Das soll mir doch einmal jemand erklären. Gut, bei Post 21 steht "Import", aber offensichtlich sind das doch dieselben Aufnahmen, oder irre ich mich?

    Aber noch etwas Grundsätzliches: Wenn ich diese oder auch sonst irgendeine Aufnahme irgendeines Werks erwerben möchte, suche ich selbstverständlich nach preisgünstigen Alternativen. Ich weiß wohl, dass es auch andere Bezugsquellen neben Amazon gibt; aber die Amazon-Preise bilden schon so etwas wie eine Vergleichsbasis. Und ein Letztes noch dazu: Bei vielen eurer eingestellten Covers stellte sich, wie schon einmal vor etlichen Jahren hier im Forum erwähnt, heraus, dass die Preise bei Amazon fast immer günstiger sind als bei jpc.

    Reden wir jetzt aber ab sofort nicht mehr übers Geld, sondern über die Musik - also her mit superguten Orgelwerken in tollen Interpretationen.

    Viele Grüße, harry

    Was die Dispositionen anbelangt: es ist nicht selbstverständlich, daß sie immer dazu genannt werden, bis heute nicht. Es ist nicht immer von einer preisreduzierten Ausgabe abhängig, wenn sie nicht mitgenannt werden, dazu habe ich zuviele Hochpreis-CDs, die sie auch nicht aufführen.

    Das ist natürlich sehr schade.

    Zu den Aufnahmen, die Du eingestellt hast: Walcha und Rogg habe ich auf Vinyl, und ich sage das nicht umsonst: Ich hatte speziell bei Walcha ein völlig anderes Klangempfinden als bei den CDs der beiden Anderen. Ich fühlte mich da fast wie in der Kirche dabei.

    Die Stockmeier-Aufnahme habe ich in einer 20-CD-Pappschachtel von "Art & Music" Hamburg; könnte sein, dass ich auch mal über 2001 erworben habe (weiß ich nicht mehr).

    Ui jui jui, mich traf jast der Schlag, als ich sah, was man für diese Aufnahmen (speziell Stockmeier) auf den Tisch legen müsste...

    geht es also noch um Alain und Rogg - sie haben jeweils drei GAs eingespielt. Da ist es wichtig, welche du gehört hast.

    Bei Alain heißt es im Booklet: Recorded between May 1978 and April 1980.

    Von Rogg habe ich die "Limitierte Sonderauflage" von Zweitausendeins, original wohl von EMI; es scheint wohl die Aufnahme von 1976 zu sein.

    Jetzt also zu den Orgeln.

    Über die Orgel, die Stockmeier verwendet, habe ich schon etwas geschrieben (s. Link in Post 16); ich komme nochmal darauf zurück, weil mir gestern erst auffiel, dass die Gesamtaufnahme (20 CDs) an verschiedenen Orgeln der Fa. Kreienbrink eingespielt wurde. Im Booklet zu dieser Edition erfährt man zu diesen Orgeln außer den Aufstellungsorten rein gar nichts.

    Ebenso unergiebig sind die Angaben zu den verwendeten Orgeln in Roggs 20-LP-Kassette. Die Passacaglia wurde an der Metzler-Orgel der St.-Pierre-Kathedrale in Genf aufgenommen. Leider wird man - im Gegensatz zu Kreienbrink - auch auf der Homepage der Fa. Metzler nicht fündig, sodass man bezüglich der Disposition wieder auf Wikipedia angewiesen ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_St._Peter_(Genf)).

    Walcha spielt an der großen Orgel der St.-Laurens-Kerk in Alkmaar, deren wechselvolle Geschichte im Beiheft zu der LP-Kassette "Die großen Orgelwerke" sehr ausführlich und anschaulich beschrieben wird. Eine Zusammenfassung kann man auf Wikipedia nachlesen (https://de.wikipedia.org/wiki/Laurenske…ro%C3%9Fe_Orgel), wo man auch die Dispostion der Orgel findet. Allerdings stimmt diese nicht ganz mit der im Beiheft abgedruckten überein.

    Über das Instrument, das Marie-Claire Alain verwendet, die Schwenkedel-Orgel des "Collegial de Saint-Donat", ist leider nur sehr wenig zu erfahren. Der Name "Schwenkedel" ist bei Wikipedia nicht bekannt, und die Firma hat anscheinend auch keine Homepage. Auch auf der Homepage von Saint-Donat gibt es keinen Hinweis auf die Orgel des Collèges. Immerhin habe ich auf

    https://www.die-orgelseite.de/orgelliste.php gefunden, dass die Orgel 3 Manuale besitzt und im Jahre 1970 erbaut wurde; bei der Disposition ist auch dort Fehlanzeige. Aber, wie an anderer Stelle im Forum schon einmal gesagt, wird halt weggespart, was nur geht, um die Preise so niedrig wie möglich zu halten. Schade für die Musik, aber in Zeiten eines immer mehr schrumpfenden CD-Marktes auch irgendwie verständlich.

    Wenn's genehm ist, würde ich gerne auf den Anfang des Threads zurückkommen und dabei, so gut ich kann, einen Wunsch des Thread-Starters erfüllen:

    Wer mich zudem vollends glücklich machen möchte, nennt obendrein bevorzugte Aufnahmen (Interpret*in/Instrument) incl. einer kurzen Begründung.

    Also: Ich bin durch mit dem angekündigten Hörvergleich zu Passacaglia und Fuge BWV 582. Leider konnte ich erst heute meinen Plattenspieler in meine Anlage integrieren. Ins Rennen gingen (in alphabetischer Folge) Marie-Claire Alain, Lionel Rogg, Wolfgang Stockmeier und Helmut Walcha. Gibt es einen "eindeutigen" Sieger? Ebenso "eindeutige" Antwort: Nein! Gibt es andererseits einen eindeutigen Verlierer? Eigentlich auch nicht; zum einen: Wer dazu in der Lage ist, Bachs Gesamt-Orgelwerk auf CD einzuspielen, kann per se kein Verlierer sein, zum anderen haben alle genannten Aufnahmen ihre Meriten. Im direkten Hörvergleich kann dann allerdings die Aufnahme von Stockmeier nicht ganz mit den anderen mithalten. Das liegt zunächst an der Tempowahl (er braucht gute 2 min länger als Alain), dann aber auch an der Registrierung, die ich als etwas uninspiriert, um nicht zu sagen langweilig empfinde. An der verwendeten Orgel kann es nicht liegen, denn ihre Disposition bietet hinreichende Möglichkeiten (https://orgelbau-kreienbrink.de/kath-kirche-st…bau-1998-iii48/). Trotzdem kann ich der Aufnahme auch Positives abgewinnen: Ich höre Musik bei allem Genuss und Vergnügen auch analytisch, und durch das ruhige Tempo und die unaufdringliche Registrierung kann man sich sehr gut auf das Nachspüren der Stimmenverläufe im polyphonen Geflecht einlassen.

    Bei den übrigen Aufnahmen wird es echt schwierig, so etwas wie eine Rangfolge zu erstellen. In meinem Post zu Beginn schrieb ich, dass mir die Aufnahme mit Rogg als am überzeundsten in Erinnerung war, aber diese Einschätzung muss ich revidieren (Da wurde mir bewusst, wie wenig man sich auf seine Erinnerung verlassen kann). Vermutlich war ich da zu sehr auf die Fuge fixiert, die Rogg ungeheuer sportlich und mit starker Registrierung angeht, wodurch die Wucht dieses großartigen Werkes umso deutlicher und unmittelbarer hervortritt. Insgesamt gesehen ist mir aber die Registrierung, auch bei der Passacaglia, etwas zu kompakt, speziell im 8- und 4-Fußbereich, wodurch gerade in den virtuosen Passagen die Stimmenverläufe manchmal etwas "verschwimmen", was aber auch ein Problem der Aufnahmetechnik sein könnte. Interpretatorisch kommt ihm Alain am nächsten hinsichtlich Temperament und Virtuosität, aber sie bietet eine farbige und phantasievolle Registrierung, die mir ausgesprochen gut gefällt. Es ist natürlich schwierig den "Raum-Klang" einer Orgel abstrahiert von der Registrierung zu beurteilen, aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass die Interpretation von Alain an einer anderen Orgel noch überzeugender sein könnte. Am meisten im Stich gelassen hat mich meine Erinnerung aber bezüglich Helmut Walcha. Dieses Wiederhören war für mich eine echte Überraschung, fast wie eine Neu-Entdeckung des Werks. Diese Interpretation strahlt eine solche Ruhe und Innigkeit aus, wie sie schwerlich wiederholbar ist. Woran das liegt, ist schwer zu sagen; an der Tempowahl ganz sicher nicht, denn er benötigt nur knapp 1 min länger als Alain. Vielleicht spielen aber dann doch die Orgel, die er ausgewählt hat, und seine Registrierung eine entscheidende Rolle. Es ist die große Orgel der St.-Laurenskerk Alkmaar. Ein Genuss, diese Orgel zu hören, zumal sie von der Tontechnik hervorragend eingefangen wurde (Aufnahme 1962!!).

    Fazit zum Schluss: Welche Aufnahme man bevorzugt, richtet sich nach den Prioritäten, die man sich setzt. Legt man Wert auf eine virtuose Interpretation und eine phantasivolle Registrierung, ist Marie-Claire Alain die erste Wahl. Ist einem eine verinnerlichte und intensive Interpretation - in diesem Fall verbunden mit einem herrlichen Orgelklang - wichtiger, greift man besser zu Helmut Walcha. Zieht man eine sehr virtuose und kräftig registrierte Wiedergabe vor, ist man mit Lionel Rogg gut bedient. Wer eine unspektaluräre, gediegene Sicht des Werks bevorzugt, kommt bei der keineswegs schlechten Interpretation von Wolfgang Stockmeier auf seine Kosten.

    Abschließend: Dies sind alles meine ganz persönlichen Ansichten zu den mir zur Verfügung stehenden Interpretationen. Sie erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Wer die genannten Aufnahmen kennt und meine Ausführungen kommentieren möchte, kann dies gerne tun.

    Viele Grüße aus dem schönen Odenwald

    harry

    Vergessen: Und ich habe auch nicht mehr den Ehrgeiz oder die Motivation, systematisch (mehr oder weniger) alles durchhören zu müssen. Diesen Ehrgeiz hatte ich damals tatsächlich! *lachnith**yes*

    Es gelingt mir jedenfalls, so eine umfangreiche Box nicht als Arbeit anzugehen, sondern sie nach Lust und Laune zu (be)nutzen

    Genau so sehe ich das auch. Und in Ergänzung dazu:

    Ich jedenfalls habe mich nie einem Vorhaben ausgesetzt irgendwelche Veröffentlichungen nur um der musikalischen Entwicklung willen durchzuhören

    Es gab vor Jahren einmal den Versuch eines Forenmitglieds (bei T. und später auch bei C.), die einzelnen CDs der blauen Beethoven-Schachtel im Forum vorzustellen und zu besprechen, nicht in chronoligischer Folge (also CD 1 - CD x), aber alle. Das war der Plan. Ich hatte mich an dem Projekt damals - es hieß, glaube ich "Beethoven von A - Z" oder so ähnlich - auch sporadisch beteiligt. Nach wenigen CDs ist das Projekt aber eingeschlafen. Warum? Was ihn damals veanlasste, damit nicht weiterzumachen, weiß ich nicht. Ich kann es nur aus meinem eigenen Empfinden beschreiben - schließlich hätte ich ja auch selbst die Sache fortsetzen können: Es wurde mir einfach lästig, etwas über die nächste CD aus der Box schreiben zu "müssen", nur um den Thread am Laufen zu halten. Das ist dann genau das, was Max im Post 56 mit dem Begriff "Arbeit" meinte. Wenn sich ein mit viel "idealismus" und Engagement begonnenes Projekt wider Erwarten als Arbeit und damit lästig herausstellt (kann man auch in anderen allgemeinen Bereichen oft nicht absehen), lässt man es eben.

    Ich ziehe auch heute noch manchmal die eine oder andere CD aus der Box und höre sie mit Genuss - oder mit Verdruss, je nach dem, aber ohne im Hinterkopf zu haben, darüber wo auch immer etwas schreiben zu müssen.

    Viele Grüße, harry

    mit den heutigen Möglichkeiten kopiert man einfach den Text, stellt ihn ins Google-Translationdingens und fertig aus.

    Von wegen "fertig aus"!! Hast Du schon einmal das Google-Angebot "Diese Seite übersetzen" bei einer z.B. englisch-sprachigen Seite angenommen? Ich höchstens dreimal, dann ließ ich es bleiben. Und das waren keine besonders anspruchsvollen Texte. Wenn ich da gar an Fachtexte mit vielen Spezialausdrücken denke, überkommt mich das kalte Grausen.

    und ich recherchiere auch gerne

    Ich im Prinzip auch; aber es kommt dabei doch sehr auf den v.a. zeitlichen Aufwand an, den man betreiben muss, wenn man nicht nur ein wenig an der Oberfläche kratzen will. Ich habe gerade vor kurzem und schon einmal vor vielen Jahren einige Beiträge im Thread "DuRöhre" eingestellt, Als Fachkundige könnt ihr sicher beurteilen, was es allein an Zeit kostet, von den 5 - 10 greifbaren Aufnahmen eines Werks die beiden herauszupicken, die einem als die besten erscheinen. Wobei man dann nicht einmal sicher sein kann, ob man mit seiner Meinung (Musik ist immer subjektiv) nicht alleine dasteht. Aber dieses Risiko gehe ich gerne ein, weil es einfach Spaß macht. Leider habe ich nicht alle Zeit der Welt nur für diese Recherchen oder nur für dieses Forum:(

    Mir ging es nur um den Punkt, dass ich keine größere Belastung sehe bei fünfzig Einzelveröffentlichungen, die ich mir ins Haus hole, im Vergleich zu einem kompakten Bündel.

    Hilf mir auf die Sprünge *juck*Ich hab das jetzt so verstanden, dass Du bei "einem kompakten Bündel" keine größere Belastung siehst, als bei 50 Einzelveröffentlichungen. Falls ich richtig liege, würde ich das ohne große Überlegung unterschreiben, zumal es nicht sicher ist, dass alle Werke, die in dem Bündel enthalten sind, überhaupt als Einzelveröffentlichung erhältich sind. Ich habe mir vor Jahren die "blaue" Beethoven-Schachtel zugelegt, die aufs Ganze gesehen nicht mehr als mittelprächtig ist. Ich bereue den Kauf trotzdem nicht, weil ich hier Werke von Beethoven kennengelernt habe, von denen ich vorher nicht einmal eine Ahnung hatte.

    Grüße aus dem schönen Odenwald, harry

    PS. Ich habe mich nun doch dazu entschlossen, die Orgelmusik-Box, um die es ja ursprünglich ging, nicht zu erwerben - also zumindest vorläufig; vielleicht geschehen ja Zeichen und Wunder, und sie taucht irgendwann auf dem Market-Place oder auf Ebay zu einem noch günstigeren Preis wieder auf.

    Wie gesagt: Ich habe nur noch mein Schul-Englisch parat, und ständig im Wörterbuch nachschlagen zu müssen, was bestimmte Spezialbegriffe (z.B. Registerbezeichnungen) bedeuten (sofern man sie überhaupt findet), ist zumindest mühsam.

    Außerdem soll es auch Leute geben, die gar kein Englisch können...

    Englisch is a window to the world

    Wenn schon, dann "English"

    Nix für ungut, harry

    PS: harry, ich habe Dir noch vier Stück übrig gelassen

    Oh, diesen Post habe ich leider erst gesehen, nachdem ich meinen vor ein paar Minuten losgelassen habe. - Also hast Du bei 2001 zugeschlagen? Bin gespannt auf die Rückmeldungen zu meinem Post und natürlich auf Deine Bewertung der Box.

    Gruß, harry

    Ich hatte die Box neu am 7. Mai 2019 für 30 Euro erstanden.

    Zum Normalpreis gibt es den Würfel bei 2001.

    Bevor ich in die Versuchung komme, bei 2001 zuzuschlagen (wobei 60 € immer noch deutlich mehr ist als Yorick bezahlt hat), habe ich doch noch eine Frage an Yorick und evtl. andere stolze Besitzer der Box: Wie sieht es mit dem Booklet aus; gibt es überhaupt eins? Es ist mir erst bei dem 2001-Angebot bewusst geworden, dass es sich um eine Brillant-Box handelt, und mit Brillant habe ich diesbezüglich ganz schlechte Erfahrungen, z.B. ein Booklet in französisch und holländisch, oder englisch und spanisch usw., manchmal auch nur einsprachig, aber eben nicht in Deutsch. Und mal ganz abgesehen von der Sprache: Erfährt man auch etwas über die Werke und die Komponisten? Nach näheren Angeben zu den Orgeln, womöglich gar Dispositionen, traue ich mich schon fast nicht zu fragen. Also: Ist das Booklet für einen, der kein Französisch und Holländisch spricht und nur noch sein Schul-Englisch von vor zig Jahren in Erinnerung hat, brauchbar?

    Grüße, harry

    Dass ich das damals nicht mitbekommen habe - höchst ärgerlich. Denn bei jpc ist die Box derzeit nicht erhältlich. Amazon kennt die Box anscheinend gar nicht, oder findet die irgendwer dort? Manchmal ist es ja ziemlich abenteuerlich, eine ganz bestimmte Aufnahme zu finden.

    Bitte unbedingt rückmelden, wenn ihr fündig werden solltet.

    Danke und Grüße, harry

    Wenn es um Erstkontakte ging - richtig; aber nicht, was es für einen persönlich bedeutet.

    Eben! Genau das hatte ich im Sinn, als ich den Vorschlag zu diesem Thread machte.

    Mir geht es auch so, daß ich einige Aufnahmen inzwischen "verschlissen" habe, weil ich die Sache differenzierter betrachte.

    Das gibt mir Anlass, doch einmal meinen Einstieg in das Thema zu präzisieren (s. Post Nr. 1, Zitat harry). Mit "Ersterfahrung" meinte ich nicht nur den ersten Kontakt mit einem bestimmten Werk über eine Aufnahme, sondern auch das konkrete Live-Erleben eines Werks bei einem Konzert oder im Opernhaus usw. (Dass man seine Einstellung zu einem bestimmten Werk und/oder zu einer bestimmten Interpretation desselben im Laufe der Zeit ändert, ist eine Erfahrung, die jeder, der sich ernsthaft mit Musik beschäftigt, schon einmal gemacht hat.)

    Des Weiteren interessierte mich auch, ob sich gewisse Abneigungen in der Folge von Ersterfahrungen ergeben haben. Ich kenne z.B. Leute, die man mit Orgelmusik oder Streichquartetten oder Kunstliedern (usw.) jagen kann, wobei ich natürlich nicht weiß, ob das auf eine negative Ersterfahrung zurückzuführen ist. Vielleicht hat die/der eine oder andere von euch auch ein solches Erlebnis, das sie/ihn nachhaltig geprägt hat, so wie mich:

    Mein Vater wollte mir bestimmt etwas Gutes tun, als er mich als ca. Zehnjährigen ins Mannheimer Nationaltheater zu "Tristan und Isolde" mitgeschleppt hat. Damit war der Zug zu Wagner und leider auch der zur Oper allgemein vorerst und auf längere Zeit abgefahren. Klar, Zauberflöte, Entführung, Freischütz waren irgendwie ein Muss, zumal ich mich damit im Rahmen meiner Tätigkeit als Musiklehrer beschäftigen musste. Aber ansonsten...

    Ironie der Geschichte: Den Zugang zur und die Faszination an der Musik Wagners eröffnete mir (ebenfalls über den Unterricht) ausgerechnet das Vorspiel zu Tristan und Isolde. Tja, auch bei der Beschäftigung mit Musik gilt 1.: Man sollte nie "nie" sagen (gilt übrigens auch für Neue und Neueste Musik!), und 2.: (klingt jetzt vielleicht etwas pathetisch, aber es ist so) Man wird älter und dabei auch reifer und betrachtet

    die Sache differenzierter

    Ein Beispiel für eine positiv prägende Ersterfahrung hatte ich auch und habe sie hier schon genannt: die Kontarskys mit Bartoks Sonate für 2 Klaviere und Schlagzeug. Diese Aufnahme ist für mich immer noch der Maßstab.

    Viele Grüße aus dem zurzeit völlig verregneten Odenwald, harry