Beiträge von Liebestraum

    Guerre & Paix, War & Peace, Guerra & Paz 1614-1714

    Tonformat: stereo/multichannel (Hybrid) -- Künstler: Hesperion XXI, Le Concert des Nations, La Capella Reial de Catalunya, Jordi Savall -- Label: AliaVox, DDD, 2013

    Krieg und Frieden

    Die Geschichte Europas stellt sich als eine endlose Kette von Kriegen, Invasionen, Massakern dar: Man stritt um die Macht und um Besitz, um Land oder den rechten Glauben – doch die Menschen träumten stets vom Frieden, so utopisch er auch erscheinen mochte. Jordi Savall, von der UNESCO zum »Künstler für den Frieden« ernannt, und seine Ensembles zeichnen das Jahrhundert zwischen 1613 und 1713 nach, von den osmanischen Eroberungszügen über den Dreißigjährigen Krieg bis zu den Auseinandersetzungen um das Erbe des letzten spanischen Habsburgerkönigs. Und immer spielte die Musik dazu: Mit den aufpeitschenden Klängen der Märsche, Fanfaren oder Gaillarden zog man in die Schlacht, mit Motetten und Kantaten betrauerte man die Opfer und flehte um göttlichen Beistand, mit Hymnen und Dankesgesängen feierte man die Waffenruhe. Das Programm vereint Musik verschiedenster Nationen und Richtungen: aus Frankreich und Spanien, Großbritannien und Deutschland, Geistliches und Weltliches, Resignation und Überschwang, dazu traditionelle türkische Musik. Den Schlusspunkt aber setzt das festliche »Jubilate Deo«, das Händel im Auftrag des englischen Königshauses zur Besiegelung des Utrechter Friedens schuf, mit dem der spanische Erbfolgekrieg beendet wurde, der halb Europa zwölf Jahre lang in Atem gehalten hatte.

    TEXT: NORDDEUTSCHER RUNDFUNK

    :wink: LT

    Jean-Francois Paillard - The Complete Erato Recordings

    Bekannter unbekannter Jean-François Paillard:

    Seine orchestralen und konzertanten Erato-Aufnahmen

    Wer zwischen den 50er- und 60er-Jahren aufgewachsen ist und gerne Barockmusik hörte, kam an ihm nicht vorbei: Jean-François Paillard (1928-2013), Gründer und Dirigent des nach ihm benannten Kammerorchesters, Entdecker vieler klassischer Musikschätze, Förderer von Solisten wie Maurice André oder Jean-Pierre Rampal und nicht nur künstlerisch, sondern auch kommerziell einer der erfolgreichsten Klassik-Musiker seiner Zeit. Seit Gründung des Erato-Labels 1953 diesem eng verbunden, sorgte er für eine Diskografie, die auch Überraschungen birgt: Das zeigt die modern remasterte, 133 CDs umfassende Box zu seinen Ehren. Vertreten sind nicht nur riesige Werkzyklen bekannter Barockmeister und „Evergreens“, sondern auch etliche Entdeckungen, die Paillard einst in Weltersteinspielung vorlegte. Eine weitere Überraschung: Paillard als Dirigent von Werken Debussys, Tschaikowskys, Glasunows oder Jolivets.

    Hallo Forianer,


    seit Monaten drehen sich diese beiden CDs in meinem CD-Player. Sie haben bei mir eine ähnliche Euphorie ausgelöst, wie damals die Einspielungen der Beethoven-Sinfonien unter Krivine:


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    • Künstler: Ensemble Appassionato, Mathieu Herzog
    • Label: Naive, DDD, 2017

    Hier wird (man glaubt es kaum) auf modernen Instrumenten gespielt! Natürlich haben auch diese Aufnahmen ihre Ecken und Kanten. Die Spielfreude des Ensemble Appasionato ist immer spürbar. Und vor allem: es klingt wirklich nach Mozart und wird nicht verzerrt dargestellt wie in einigen Opi-Aufnahmen (Harnoncourt!). Herzog ist ein wahrer Klangzauberer, der aus dem Ensemble sowohl expressive als auch warme Klänge herauslockt. Prachtvoll ausmusiziert mit herrlichen Pauken... -- Ich komme - ähnlich wie bei Krivines Beethoven - nicht von diesen Aufnahmen los. Auch wenn hier und da die Wiederholungen fehlen (ich kenne mich da nicht so aus) sind die Einspielungen für mich stimmig.















    :wink: LT

    Ich erwarte nichts....


    ... was soll man erwarten, bei einem Komponisten, der medial wohl der verbreiteste weltweit ist!?


    Neben den stereophonen Klassiker-Gesamtaufnahmen der Sinfonien (z.B. Klemperer, Leibowitz, Karajan, Szell, Böhm, Bernstein, Hogwood, Norrington, Zinman) gibt es viele Einzelaufnahmen, so dass jeder Hörer zur vollsten Zufriedenheit sein individuelles Beethoven-Konzert zusammenstellen kann.


    Die letzten 10 Jahre bieten hinsichtlich der Sinfonien-Gesamtaufnahmen wenig erfreuliches:


    Da gibt es per OMI: Rajski, Blomstedt aber auch die, die die Welt nicht braucht: u.a: Jansons, Jordan, A. Fischer, Järvi.


    Bei OPI hat mich im letzten Jahrzehnt nur Krivine beeindrucken können. Was ansonsten so angeschwemmt wurde (z.B. Haselböck) lohnt nicht mal der Erwähnung.


    Bei den OMI-Einzelaufnahmen der Sinfonien in den letzten 10 Jahren konnte mich nur Honeck und sein Pittsburgh SO (5./7.) überzeugen und bei den OPI-Aufnahmen

    nur Grimal (2., 3., 4., 5., 7., 8.) und Suzuki (9.). - Harnoncourts letzte 5. ist grotesk!



    :wink:LT

    Lieber Ulli,


    du weißt, dass ich mich in diesem Forum sehr wohl gefühlt habe. Und ich würde gern weiterhin hier sehr aktiv sein, wenn es nicht diese Einschränkung gäbe: ihr habt mich und andere ausgebootet, weil ich/wir nicht bereit war(en), die herrliche Musik die es auch ohne opi-Klangewand gibt, einfach unter den Tisch fallen zu lassen.


    :wink: LT


    Künstler: Carolyn Sampson, Lucy Crowe, Rebecca Outram, Diana Moore, Ruth Clegg, Peter Harvey, The King's Consort, Matthew Halls
    Label: Hyperion, DDD, 2007




    Künstler: David Hansen, Robin Johannsen, Kangmin Justin Kim, Jenny Högström, Silke Gäng, Luca Tittoto, La Cetra Barockorchester Basel, Andrea Marcon
    Label: Pentatone, DDD, 2016


    :wink: LT